Der online Opernführer zu LE NOZZE DI FIGARO (Die Handlung)
Lernen Sie die Handlung der Oper LE NOZZE DI FIGARO von WOLFGANG AMADEUS MOZART kennen. In einem 4-Minuten Film erfahren Sie die wesentlichsten Handlungen. Angereichert mit Libretto, Rollenbeschreibungen und informativen Grafiken.
ÜBERBLICK & SCHNELLZUGRIFF
Inhalt
♪ Handlung in 4 minutes - YouTube Video
♪ Link zum Opern-Portrait (mit interessanten Informationen, und Youtube Videos)
Libretto
♪ Akt I
♪ Akt II
♪ Akt III
♪ Akt IV
Die Handlung von LE NOZZE DI FIGARO in 4 Minuten
Beziehungsdiagramm von LE NOZZE DI FIGARO der Hauptrollen
Link zum Opernportrait zu LE NOZZE DI FIGARO:
Lesen und hören Sie interessante Fakten und grossartige YouTube Video im Opern Portrait zu Le nozze di figaro
Die geschriebene Handlung von LE NOZZE DI FIGARO
Die Personen
Gräfin, Gräfin Almaviva
Conte, Graf Almaviva
Figaro, Kammerdiener des Grafen
Cherubino, Page des Grafen
Susanna, Kammerdienerin der Gräfin.
Die Handlung
Im Schloss des Grafen Almaviva. Die Bediensteten Figaro und Susanna planen ihre Heirat. Der (verheiratete) Graf will sein Recht auf die erste Nacht. Sowohl Susanna, die Gräfin und Figaro beklagen das. Die Gräfin und Susanna wollen dem Grafen eine Lektion erteilen. Zuerst mit als Susanna verkleidetem Cherubino. Es entsteht ein grosser Tumult und die Lektion funktioniert nicht.
Am Tag der Hochzeit kommt der zweite Versuch. Während der Feier steckt Susanna dem Grafen einen Brief zu. Figaro denkt das sei ein Liebesbrief und schwört Rache. Er will das Treffen der beiden beobachten. Die Gräfin und Susanna haben ihre Kleider getauscht. So hat der Graf, ohne es zu wissen ein Rendez-vous mit seiner Frau. Umgekehrt rächt sich Figaro an Susanna mit einer Liebeserklärung an die vermeintliche Gräfin (die verkleidete Susanna). Das Ganze löst sich auf und endet in einem ausgelassenen Finale.
Die Top 5 Höhepunkte zu LE NOZZE DI FIGARO
Deh vieni non tardar (Aria of the roses) - Popp
Voi che sapete - Ewing
Porgi amor - Schwarzkopf
Non so piu cosa faccio - Ludwig
Che soave zeffiretto - Schwarzkopf / Seefried
LE NOZZE DI FIGARO AKT I
| Das Schloß des Grafen Almaviva (Ein noch nicht vollständig möbliertes Zimmer mit einem Lehnstuhl in der Mitte. Figaro mißt mit einem Zollstock. Susanna probiert vor dem Spiegel den Brautkranz.)Nr. 1: DilettinoFIGARO Fünfe, zehne, zwanzig, dreißig, sechsunddreißig, dreiundvierzig. SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO SUSANNA |
| FIGARO Zwanzig …SUSANNA Sieh doch nur,FIGARO Dreißig … SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO |
| SUSANNA Deutlich saget mir, usw.FIGARO Ja, ich sehe, usw.SUSANNA, FIGARO Endlich sind wir nun am Ziele! SUSANNA FIGARO SUSANNA, FIGARO SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO |
| SUSANNA Von mir aus behalt es.FIGARO Und der Grund?SUSANNA (zeigt sich auf die Stirn) Den Grund hab ich hier. FIGARO (macht dasselbe) SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO Nr. 2: Dilettino FIGARO |
| zur Nachtzeit dir schellen - kling, kling, nur zwei Sprünge und du bist bei ihr. Und will der Herr Graf mir Geschäfte bestellen - husch, husch, in drei Sprüngen erreich‘ ich die Tür!SUSANNA Und wird eines Tages das Glöckchen ertönen - kling, kling, schickt der Graf dich drei Meilen weit fort, husch, husch, führt der Teufel ihn schnell an die Türe, zu mir in drei Sprüngen …FIGARO Susanna, halt ein! usw. SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO |
| SUSANNA Nun gut, höre und schweig.FIGARO Sprich, was weißt du?SUSANNA Der Herr Graf, müde der Jagd auf fremde, auswärtige Schöne, will nun im Schloß sein Glück erneut versuchen. Aber nicht nach seiner Gattin, beachte wohl, steht ihm das Verlangen. FIGARO SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO SUSANNA |
| FIGARO O schau, welch‘ Eigenliebe!SUSANNA Sei ruhig: das Beste kommt noch. Don Basilio, mein Gesanglehrer und sein Faktotum, gibt er mir die Stunden, wiederholt er täglich diese Weise.FIGARO Wer? Basilio? Der Schurke! SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO SUSANNA |
| er will sie an mir erneuern. FIGARO FIGARO SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO |
| Nr. 3: Kavatine FIGARO BARTOLO MARCELLINA |
| meine Partei ergreifen, und Figaro wird so mein Gatte.BARTOLO (nimmt Marcellina den Vertrag aus der Hand) Gut, ich werde alles machen: ohne Vorbehalt. tut mir alles kund. (für sich) Mir wird’s behagen, meine alte Dienerin dem zur Frau zu geben, der mir einmal die Freundin raubte.Nr. 4: Arie BARTOLO |
| MARCELLINA Noch nicht alles ist verloren: mir bleibt noch Hoffnung. (Susanna tritt mit einer Haube, einem Band und einem Damenkleid ein.) Aber Susanna kommt: ich versuch’s, ich tu‘, als sähe ich sie nicht. (für sich, laut) Und jene schöne Perle wollt’er heiraten!SUSANNA (noch im Hintergrund, für sich) Sie spricht von mir.MARCELLINA Aber auf Figaro kann man nicht hoffen: l’argent fait tout. SUSANNA (für sich) MARCELLINA SUSANNA (für sich) MARCELLINA (Susanna und Marcellina treffen sich an der Tür.) |
| Nr. 5: Duettino MARCELLINA (verneigt sich) SUSANNA (verneigt sich) MARCELLINA (verneigt sich) SUSANNA (verneigt sich) MARCELLINA (verneigt sich) SUSANNA (verneigt sich) MARCELLINA, SUSANNA (verneigen sich) MARCELLINA (verneigt sich) SUSANNA (verneigt sich) |
| MARCELLINA (verneigt sich) Des Grafen Susannchen!SUSANNA Die Zierde von Spanien!MARCELLINA So hochverdient! SUSANNA MARCELLINA SUSANNA MARCELLINA SUSANNA MARCELLINA (verneigt sich) SUSANNA (verneigt sich) MARCELLINA (verneigt sich) |
| SUSANNA (verneigt sich) Die würdige Matrone! usw. (Marcellina geht wütend ab.)SUSANNA Nun geh, du kleinliche Alte, du arrogante Gelehrte. weil du zwei Bücher gelesen hast und in der Jugend die Herrin gequält . (Sie legt das Kleid auf den Lehnstuhl.)CHERUBINO (in Eile eintretend) Susannchen, bist du’s? SUSANNA CHERUBINO SUSANNA CHERUBINO |
| SUSANNA Ihr mich nicht mehr sehen! Ausgezeichnet! Aber schlägt für die Gräfin nicht heimlich Euer Herz?CHERUBINO Oh, zuviel Respekt flößt sie mir ein! Glücklich du, die du sie siehst, wenn du willst! Früh kleidest du sie an. Abends entkleidest du sie, du steckst ihr die Nadeln und Broschen an . (seufzend) Oh, ich an deiner Stelle . was hast do dort? Sag’mir nur .SUSANNA (ihn nachahmend) Das liebliche Band und die Nachthaube der ach so schönen Patin … CHERUBINO SUSANNA |
| CHERUBINO O teures, o schönes, o glückliches Band! Nur über meine Leiche erlangst du es wieder. (küßt das Band immer wieder)SUSANNA (läuft hinter ihm her, bleibt dann aber stehen, als wäre sie ermüdet) Was soll diese Frechheit?CHERUBINO Nun, beruhige dich! Um es zu vergelten, schenk ‚ich dir mein Liedchen. (Er nimmt aus seiner Tasche ein Lied.) SUSANNA CHERUBINO SUSANNA CHERUBINO |
| fühl‘ in Glut ich die Wangen entbrennen, ach, und doch treibt mich, von Liebe zu reden, ein Verlangen, das ich nicht deuten kann. Ich weiß nicht, wer ich bin, usw. Rede von Lieb‘ im Wachen, rede von Lieb‘ in Träumen, mit Echo, Felsen, Bäumen, mit Winden und mit Wellen, mit Blumen und mit Quellen! Und all die süßen Klagen tragen die Lüfte fort. Rede von Lieb‘ im Wachen, usw. Und mag mich niemand hören, red‘ ich von Lieb‘ mit mir. Cherubino sieht den Grafen von ferne kommen und verbirgt sich hinter dem Lehnstulhl.GRAF Rasch, sattelt mir ein Pferd!CHERUBINO Ach, ich bin verloren! SUSANNA GRAF SUSANNA |
| GRAF (eintretend) Susanna, du scheinst mir erregt und verstört.SUSANNA Herr .bitte verzeiht mir . aber wenn . man könnte uns überraschen . habt Mitleid, geht.GRAF Einen Augenblick, und ich lasse dich. Höre. (setzt sich auf den Stuhl und nimmt Susannas Hand; sie reißt sich mitt Kraft los.) SUSANNA GRAF SUSANNA GRAF (erhebt sich) SUSANNA |
| ich will nichts, verlange nichts . oh, ich Unglückliche!GRAF Ach nein, Susanna, ich will dich glücklich machen! Du weißt, wie sehr ich dich liebe; Basilio hat dir bereits alles gesagt, nun höre. Wenn für einen kurzen Augenblick beim Dämmern du mit mir in den Garten . oh, für diese Gunst zahl’ich …BASILIO (hinter der Szene) Vor kurzem ging er fort. GRAF SUSANNA GRAF SUSANNA BASILIO (wie oben) GRAF (zeigt auf den Lehnstuhl) SUSANNA |
| GRAF Schweig, und such‘ ihn fortzuschicken. (Der Graf will sich hinter dem Stuhl verbergen: Susanna stellt sich zwischen den Pagen und ihn. Der Graf drängt sie sanft weg. Sie weicht zurück. Inzwischen schleicht sich der Page vor den Stuhl, kauert sich hinein. Susanna verdeckt ihn durch das Kleid.)SUSANNA O weh, was tut Ihr?BASILIO (eintretend) Susanna, der Himmel segne Euch; habt Ihr vielleicht den Grafen gesehen? SUSANNA BASILIO SUSANNA (für sich) GRAF (für sich) |
| BASILIO Ich hab’in der ganzen Moral nie gehört, daß, wer die Gattin liebt, den Gatten haßt. Um zu sagen, daß der Graf Euch liebt .SUSANNA Hinweg, unverschämter Zwischenträger der Zügellosigkeit eines anderen! Ich brauche nicht Eure Moral, den Grafen und seine Liebe .BASILIO Nun, da ist nichts Schlechtes, jeder nach seinem Geschmack: ich glaube, daß man als Liebhaber vorziehen sollte, wie alle es tun, einen freisinnigen, klugen und weisen Herrn, einem Jüngling, einem Pagen . SUSANNA BASILIO SUSANNA |
| BASILIO Für Euch ist ein Bösewicht, wer Augen im Kopf hat. Und dieses Liedchen? Sagt mit im Vertrauen: ich bin Euer Freund und sage niemandem etwas; es ist für Euch, für die Herrin .SUSANNA (verwirrt, für sich) Welcher Teufel gab’s ihm ein?BASILIO Übrigens, teure Tochter, instruier t ihn besser; bei der Tafel betrachtet er sie so oft und mit soviel Maßlosigkeit; wenn der Graf es bemerkt . in diesem Punkte, sie wissen, ist er ein wildes Tier. SUSANNA BASILIO GRAF (hervortretend) BASILIO |
| SUSANNA O Himmel!Nr. 7: TerzettoGRAF Wie, was hör‘ ich? Unverzüglich geh und jage den Bösewicht gleich fort. BASILIO SUSANNA GRAF BASILIO SUSANNA GRAF, BASILIO (sie stützen Susanna) BASILIO |
| SUSANNA (kommt zu sich) Gott, wo bin ich? Wie, was seh ich? Welche Kühnheit, laßt mich los!BASILIO Wir sind hier, um dir zu helfen, und deine Ehre bleibt sicher.GRAF Wir sind hier, um dir zu helfen, Sei nur ruhig, mein gutes Kind. BASILIO SUSANNA GRAF SUSANNA, BASILIO GRAF SUSANNA |
| BASILIO Wie?SUSANNA Wie?BASILIO Wo denn? SUSANNA, BASILIO GRAF SUSANNA BASILIO |
| GRAF So, mein unschuldsvolles Mädchen, jetzt begreif‘ ich, wie es steht.SUSANNA Ärger konnt‘ es gar nicht kommen, großer Gott, wie wird das gehn?BASILIO Ja, so machen’s alle Schönen, das ist keine Seltenheit. GRAF SUSANNA GRAF (zu Basilio) SUSANNA GRAF |
| SUSANNA Er war hier, als lhr kamt, und er bat mich, die Herrin um Gnade für ihn anzugehen: Euer Kommen schüchterte ihn ein, darum verbarg er sich dort.GRAF Aber ich setzte mich doch hier, als ich ins Zimmer trat!CHERUBINO Da verbarg ich mich dahinter. GRAF CHERUBINO GRAF (zu Susanna) CHERUBINO GRAF BASILIO GRAF (zu Cherubino) |
| (zieht ihn aus dem Lehnstuhl) (Figaro mit einem weißen Schleier in der Hand. Bauern und Bäuerinnen, weiß gekleidet, verstreuen Blumen aus kleinen Körben vor dem Grafen.)Nr. 8: ChorCHOR Fröhliche Jugend, streue ihm Blumen, danket dem gütigen gnädigen Herrn. Er schützt die Unschuld, ehret die Tugend, dankt ihm, dem besten gnädigen Herrn. GRAF (erstaunt zu Figaro) FIGARO (leise zu Susanna) SUSANNA (leise zu Figaro) FIGARO (zum Grafen) GRAF |
| FIGARO Eurer Weisheit erste Frucht pflücken wir heut: unsere Hochzeit ist schon vorbereitet: jetzt bleibt nur übrig, daß Ihr das Mädchen, das durch Eure Gnade unberührt blieb, mit diesem weißen Schleier, dem Sinnbild der Reinheit, schmückt.GRAF (für sich) Teuflische Schlauheit! Aber es heißt nun, zu tun als ob. (laut) Dankbar, Freunde, bin ich so ehrenhaftem Sinn, doch kein Dank dafür, kein Tribut, kein Lob. Und wenn ich ein ungerechtes Privileg in Meinem Bereich beseitigte, geb’ich der Natur aus Pflicht das Recht zurück.ALLE Hoch soll er leben, hoch! SUSANNA FIGARO GRAF (zu Figaro und Susanna) |
| meiner Treuesten heute glücklich sehen. (für sich) Marcellina soll kommen. (laut) Geht, Freunde.CHOR (den Rest der Blumen streuend) Fröhliche Jugend, streut Blumen vor unserem edlen Herrn. Sein großes Herz läßt unberührt der schönsten Blume göttliche Reinheit. (gehen ab)FIGARO Er lebe hoch! SUSANNA BASILIO FIGARO (zu Cherubino) SUSANNA FIGARO |
| SUSANNA An einem Hochzeitstage!FIGARO Wenn jeder Euch bewundert!CHERUBINO (kniet nieder) Verzeiht, mein Herr… GRAF SUSANNA GRAF CHERUBINO GRAF (erhebt ihn) SUSANNA UND FIGARO |
| GRAF Nein, er gehe sogleich.CHERUBINO Euch zu gehorchen, Herr, bin ich bereit.GRAF Nun, zum letzten Mal Umarmt Susanna. (für sich) Unerwartet war der Schlag. (Der Graf und Basilio gehen ab.) (Cherubino umarmt Susanna, die verwirrt ist.) FIGARO (zu Cherubino) Nr. 9: Arie FIGARO (zu Cherubino) |
| diese Locken, die seidnen Gewänder, dieser Wangen so rosigen Glanz. Nun vergiß leises Flehn, usw. Unter fluchenden Kameraden, große Bärte, braun gebraten, G’wehr auf Schulter, Schwert zur Seite, festen Schrittes, kühnen Blickes, ganz gewappnet von Kopf zu Füßen, sehr viel Ehr, doch schmale Bissen! Statt den Reigen anzuführen, heißt’s in Reih und Glied marschieren durch verschneite, wüste Wälder, über sonnenglüh’nde Felder, bei dem Donner der Geschütze und im hellen Pulverblitze sausen Bomben und Granaten rechts und links dir um das Ohr. Cherubino, auf zum Siege, auf zu hohem Waffenruhm! (Sie gehen militärisch ab.) |
LE NOZZE DI FIGARO AKT II
| Gemach der Gräfin (Zur rechten Seite eine Tür, zur linken Seite ein Kabinett. Zu einer Seite ein Fenster. Die Gräfin ist allein.)Nr. 10: KavatineGRÄFIN Hör mein Flehn, o Gott der Liebe, hab‘ Erbarmen mit meiner Not, gib mir meinen Gatten wieder oder sende mir den Tod! Hör‘ mein Flehn, usw. (Susanna tritt ein.) GRÄFIN SUSANNA GRÄFIN SUSANNA GRÄFIN |
| SUSANNA Und wie er eifersüchtig ist auf Euch!GRÄFIN So sind die modernen Gatten: aus Grundsatz untreu, aus Laune kapriziös, Und alle aus Stolz eifersüchtig. Aber wenn Figaro dich liebt ..er allein könnte…FIGARO (hinter der Szene singend) La la la. La la la. (tritt ein) SUSANNA FIGARO GRÄFIN |
| SUSANNA Und natürlich!FIGARO Sehr natürlich! und will’s Susanna, sehr möglich.SUSANNA Hör doch endlich auf. FIGARO SUSANNA FIGARO |
| GRÄFIN Himmel! Was hör’ich! einem so eifersüchtigen Mann! …FIGARO Um so besser noch können wir ihn verwirren, beschämen, beschwindeln, seine Pläne entlarven, seinen Verdacht erwecken, daß er glaubt, das neue Fest, mir zugedacht, ihm werde gemacht. So verliert er Zeit und gar die Fährte. So ganz plötzlich, ohne daß er unsere Pläne verhindern kann, kommt die Hochzeitsstunde, und ihretwegen (zeigt auf die Gräfin) Wagt er nicht mehr, sich meinen Wünschen zu widersetzen.SUSANNA Das ist wahr, doch wenn nicht er, sondern Marcellina Schwierigkeiten macht. FIGARO |
| unseren Wünschen willfahren muß. GRÄFIN (zu Susanna) SUSANNA GRÄFIN SUSANNA GRÄFIN FIGARO GRÄFIN FIGARO |
| GRÄFIN Wie schmerzt’s mich Susanna, daß der Knabe des Grafen Abenteuer mitanhörte; ach, du weißt nicht!… aus welchem Grund aber kam er nicht zu mir? Wo ist das Liedchen?SUSANNA Hier ist’s. Sogleich soll er es singen. Still: jemand kommt: er ist es. (Cherubino tritt ein.) Herein, Herr Offizier.CHERUBINO Oh, ruf mich nicht bei diesem verwünschten Namen! Er erinnert mich, daß ich verlassen muß meine so gute Patin. SUSANNA CHERUBINO (seufzend) SUSANNA (ahmt ihn nach) |
| GRÄFIN Wer hat es verfaßt?SUSANNA (auf Cherubino zeigend) Schau: ganz gerötet sind seine Wangen.GRÄFIN Nimm meine Gitarre und begleite ihn. CHERUBINO SUSANNA Nr. 11: Kanzonette CHERUBINO |
| es quillt die Träne, ich weiß es kaum. Bei Tag und Nacht durchwühlt mich der Schmerz, und doch wie gerne trägt ihn mein Herz! Sagt nun, ihr Frauen, usw.GRÄFIN Bravo! Welch‘ schone Stimme! Ich wußte nicht, Daß Ihr so gut singt.SUSANNA Ja, wahrhaftig, alles, was er macht, macht er gut. Schnell zu uns, schöner Soldat: Figaro sagte Euch. CHERUBINO SUSANNA GRÄFIN SUSANNA GRÄFIN SUSANNA |
| (schließt die Tür) Aber wie kann ich die Haare richten?GRÄFIN Eine meiner Hauben nimm aus der Garderobe. Schnell. (Susanna geht in das Kabinett, um eine Haube zu holen; Cherubino nähert sich der Gräfin und zeigt ihr das Patent, das aus seiner Brusttasche herausragt. Die Gräfin nimmt es, öffnet es und sieht, daß das Siegel fehlt.) Was für ein Papier ist das?CHERUBINO Das Patent. GRÄFIN CHERUBINO GRÄFIN SUSANNA (kehrt zurück) GRÄFIN |
| SUSANNA Potztausend! Welche Eile! Hier die Haube.GRÄFIN (zu Susanna) Beeil‘ dich: ausgezeichnet. Weh uns, wenn der Graf kommt.Nr. 12: Arie SUSANNA |
| GRÄFIN Welche Komödie!SUSANNA Fast könnte ich selbst eifersüchtig werden: (nimmt Cherubino am Kinn) He, Schlange, hört auf, so schön zu sein!GRÄFIN Laß die Kindereien, diese Ärmel nun, schieb’sie ein wenig herauf, daß bequemer das Kleid ihm sitzt. SUSANNA (tut es) GRÄFIN SUSANNA GRÄFIN (wickelt das Band ab) |
| CHERUBINO Das Blut.ich weiß nicht wie. grad eben stolpert’ich über einen Stein.schürfte mir die Haut, und verband mich mit dem Band.SUSANNA Zeigt: nicht schlecht! Ei der Daus, sein Arm ist weißer als meiner! Dieser Knabe…GRÄFIN Schwätzt du noch immer? Geh in mein Zimmer und hol ein wenig englischen Taft, er liegt auf dem Schrank. (Susanna geht ab.) Dieses Band.eigentlich. wegen der Farbe. möchte ich es nicht gerne missen. SUSANNA GRÄFIN CHERUBINO |
| GRÄFIN Warum? Dieses ist besser!CHERUBINO Wenn ein Band berührte das Haar, die Haut. eines Wesens.GRÄFIN (unterbricht ihn) Das uns fremd ist, heilkraft hat, nicht wahr? Das ist mir neu! CHERUBINO GRÄFIN CHERUBINO GRÄFIN CHERUBINO GRÄFIN |
| Wer klopft an die Tür? GRAF (draußen) GRÄFIN GRAF GRÄFIN GRAF GRÄFIN CHERUBINO (Cherubino eilt in das Kabinett, schließt die Tür, die GRÄFIN |
| (Sie eilt dem Grafen die Tür zu öffnen.) GRAF (eintretend) GRÄFIN GRAF GRÄFIN GRAF GRÄFIN (für sich) GRAF |
| GRÄFIN Ich hör te nichts.GRAF Ihr scheint in tiefen Gedanken versunken.GRÄFIN Welche? GRAF GRÄFIN GRAF GRÄFIN GRAF GRÄFIN GRAF GRÄFIN (mit gezwungenem Lächeln) |
| GRAF Ich weiß nicht: auf jeden Fall seid Ihr verwirrt .GRÄFIN Ach, diese Zofe, mehr als mich, verwirrt sie Euch.GRAF Schon gut, wir werden es ja gleich sehen. Nr. 13: Terzett GRAF (an die Kabinettentür klopfend) GRÄFIN SUSANNA GRAF |
| GRÄFIN Verbieten? Ehrbarkeit! Zum Fest sich anzukleiden, schloß sie sich drinnen ein.GRAF Ganz klar ist mir die Sache: Den Liebsten schloß sie ein.GRÄFIN Wer hilft mir aus dem Handel? Vor Angst möcht‘ ich vergehn. SUSANNA GRAF GRÄFIN GRAF GRÄFIN GRAF GRÄFIN |
| GRAF So komm heraus!GRÄFIN Sie kann jetzt nicht heraus.GRAF Wohl bist du in dem Zimmer, so laß die Stimme hören! GRÄFIN GRAF SUSANNA GRÄFIN GRAF |
| GRÄFIN Warum soll ich meine Zimmer öffnen?GRAF Nun gut, laßt … ich kann ohne Schlüssel öffnen … he, Leute …GRÄFIN Wie? Wollt Ihr gefährden die Ehre einer Frau? GRAF GRÄFIN (für sich) GRAF GRÄFIN |
| GRAF (zeigt auf das Kabinett) Susanna wird warten, bis wir kommen. (gehen ab) (Susanna kommt eilig aus dem Alkoven hervor.)Nr. 14: DuettinoSUSANNA Geschwind die Tür geöffnet, geschwind, ich bin Susanna, geschwinde, fort geschwinde, geschwinde fort von hier! CHERUBINO SUSANNA CHERUBINO SUSANNA, CHERUBINO CHERUBINO SUSANNA |
| CHERUBINO (tritt an das Fenster) Laß mich doch einmal sehen, (macht Miene, herabzuspringen) Wie tief liegt wohl der Garten?SUSANNA (hält ihn zurück) Wie können Sie das denken? Es geht nicht, nimmermehr!CHERUBINO Wer hilft mir aus den Nöten? SUSANNA CHERUBINO SUSANNA CHERUBINO SUSANNA |
| (Cherubino springt; Susanna schreit auf, setzt sich einen Augenblick, geht dann auf den Balkon.) Oh, sieh doch den kleinen Teufel! Wie er flieht! Schon ist er eine Meile weit. Aber nur nicht den Kopf verlieren, schnell ins Kabinett: soll der Wüterich kommen, ich erwarte ihn hier. (Sie geht in das Kabinett und schließt hinter sich die Tür. Die Gräfin und der Graf kehren mit dem Nötigen, um die Tür aufzubrechen, zurück; er untersucht sogleich alle anderen Türen.)GRAF Alles, wie ich’s verließ. Wollt nun selbst Ihr öffnen, oder soll ich . (will die Tür mit Gewalt öffnen)GRÄFIN O weh, haltet ein und hört mich an. (Der Graf wirft den Hammer und die Zange auf einen Stuhl.) Glaubt Ihr mich ehrvergessen? GRAF GRÄFIN GRAF |
| GRÄFIN Nein, es ist ein Jemand, der keinen Grund zum Verdacht gibt: heut‘ abend … einen unschuldigen Scherz zu machen, bereiten wir hier vor …. ich schwöre Euch . daß die Ehre … die Anständigkeit …GRAF Wer also ist’s? Sagt . ich töte ihn.GRÄFIN Hört: Ach, ich kann nicht. GRAF GRÄFIN GRAF GRÄFIN GRAF (für sich) |
| Nr. 15: Finale GRAF GRÄFIN GRAF GRÄFIN GRAF GRÄFIN GRAF GRÄFIN |
| GRAF Schon genug, du falsche Seele, strenge Rache wartet sein.GRÄFIN Gott, das hab‘ ich nicht verschuldet, und mein Herz ist wahrlich rein.GRAF Schon genug, du falsche Seele, strenge Rache wartet sein. Her den Schlüssel! GRÄFIN GRAF GRÄFIN GRAF GRÄFIN GRAF |
| GRÄFIN Doch …GRAF Mag nichts hören!GRÄFIN (gibt ihm den Schlüssel) Ich bin schuldlos! GRAF GRÄFIN GRAF GRÄFIN SUSANNA |
| GRAF Ist’s möglich, Susanna? Beschämt steh‘ ich da.GRÄFIN Wie soll ich das deuten? Susanna ist da?SUSANNA Wie staunen sie beide, verwirrt stehn sie da. GRAF (zu Susanna) SUSANNA GRAF GRÄFIN SUSANNA GRAF |
| so bitt‘ ich, verzeih mir! Doch so mich zu äffen war grausam, war hart.GRÄFIN, SUSANNA Dein/Ihr sträfliches Mißtrauen verdiente noch mehr.GRAF Dich lieb‘ ich! GRÄFIN GRAF GRÄFIN GRAF SUSANNA GRÄFIN |
| mir Kummer gebracht? GRAF SUSANNA GRAF GRÄFIN GRAF SUSANNA |
| GRAF Du sprachst von dem Pagen?GRÄFIN Nur um dich zu fangen.GRAF Dein Zagen, die Ängstlichkeit … GRÄFIN GRAF SUSANNA, GRÄFIN GRAF SUSANNA, GRÄFIN GRAF GRÄFIN |
| mein Herz sich erweichen, wer glaubt wohl noch ferner an weiblichen Zorn?SUSANNA Im Streite mit Männern verlieren wir immer, man wendet und dreht sich und kommt doch nicht aus.GRAF Verzeihe mir! GRÄFIN GRAF GRÄFIN GRAF SUSANNA, GRÄFIN, GRAF FIGARO |
| schon singen und tanzen die lustigen Bauern; zur Hochzeit, zur Hochzeit die Stunden entfliehn.GRAF Halt, halt, halt, nicht so eilig!FIGARO Man wartet schon unten. GRAF SUSANNA, GRÄFIN, FIGARO GRAF FIGARO SUSANNA |
| FIGARO Nein!GRÄFIN Du weißt nicht?FIGARO Nein! GRAF FIGARO SUSANNA, GRÄFIN, GRAF FIGARO SUSANNA GRÄFIN GRAF FIGARO SUSANNA |
| GRÄFIN Der heute abend hier im Garten …GRAF Du verstehst doch?FIGARO Ich weiß von nichts. GRAF FIGARO SUSANNA, GRÄFIN GRAF FIGARO GRAF FIGARO |
| SUSANNA, GRÄFIN So gesteh‘ nur, sei nicht töricht, daß der Spaß ein Ende hat!FIGARO Nun recht fröhlich ihn zu enden, wie’s in jedem Lustspiel Sitte, so gewähren Sie die Bitte, unsre Hochzeit zu vollziehn.SUSANNA, GRÄFIN, FIGARO Gnäd’ger Herr, darf ich Sie bitten, so erfüllen Sie den Wunsch. GRAF ANTONIO GRAF ANTONIO SUSANNA, GRÄFIN, GRAF, FIGARO ANTONIO |
| SUSANNA, GRÄFIN, GRAF, FIGARO Wir hören.ANTONIO Jetzt erzähl‘ ich’s, Aus dem Fenster hinab in den Garten, wirft man täglich verschiedene Sachen; doch soeben, es ist nicht zum Lachen, warf man gar einen Menschen hinab.GRAF Aus dem Fenster? ANTONIO (den Topf zeigend) GRAF ANTONIO SUSANNA, GRÄFIN (leise) GRAF SUSANNA, GRÄFIN, FIGARO GRAF (zu Antonio) |
| ANTONIO Ich weiß nicht, war es Sprung oder Fallen; wie der Wind war er auf und davon.SUSANNA (zu Figaro) ’s war der Page.FIGARO (leise zu Susanna) Ich weiß es, ich sah ihn. (laut) Ha, ha, ha, ha! GRAF FIGARO ANTONIO FIGARO GRAF (zu Antonio) ANTONIO GRAF |
| ANTONIO In den Gar ten!SUSANNA, GRÄFIN, FIGARO Ja, man hört, daß der Wein aus ihm redet.GRAF Sprich nur weiter! Sahst du sein Gesicht? ANTONIO SUSANNA, GRÄFIN GRAF ANTONIO FIGARO GRAF SUSANNA, GRÄFIN |
| FIGARO Wer denn sonst?ANTONIO Wie, du selber?SUSANNA, GRÄFIN Der Schalk, o wie listig! FIGARO GRAF ANTONIO (zu Figaro) FIGARO ANTONIO SUSANNA, GRÄFIN (zu Figaro) GRAF (zu Antonio) ANTONIO |
| GRAF Cherubino?SUSANNA, GRÄFIN Zum Verzweifeln!FIGARO Ja, ganz richtig! Sicher kam er zu Pferd von Sevilla, denn dahin ist er heute gereist. ANTONIO GRAF SUSANNA, GRÄFIN GRAF FIGARO GRAF FIGARO |
| GRAF Wie, aus Furcht?FIGARO Hier im Zimmer sucht‘ ich heimlich dies liebe Gesichtchen, da vernahm ich ein Poltern und Klopfen, Ihre Stimme - ich dacht‘ an das Briefchen, sprang hinaus voller Furcht und voll Schrecken und verrenkt‘ eine Sehne am Bein.ANTONIO (Er zieht Cherubinos Patent hervor.) So gehören auch dir diese Schriften, die ich auffand? GRAF (nimmt es ihm weg) FIGARO SUSANNA, GRÄFIN GRAF (öffnet das Papier) FIGARO Ja, das kenn‘ ich … Doch hab‘ ich soviel Schriften. ANTONIO |
| FIGARO Nein, die Rechnung vom Gastwirt.GRAF (zu Figaro) So sprich denn, (zu Antonio) und du laß ihn gehn.SUSANNA, GRÄFIN, FIGARO (zu Antonio) Laß ihn/mich gehn und troll dich! ANTONIO SUSANNA, GRÄFIN, GRAF FIGARO SUSANNA, GRÄFIN, GRAF ANTONIO FIGARO SUSANNA, GRÄFIN, GRAF |
| GRAF (das Papier in der Hand) Also?GRÄFIN (leise zu Susanna) O weh, das Patent für den Pagen!SUSANNA (leise zu Figaro) O verwünscht, das Patent ist’s! GRAF FIGARO GRAF FIGARO GRAF GRÄFIN (leise zu Susanna) SUSANNA (leise zu Figaro) GRAF |
| FIGARO (nachdenkend) ’s ist gebräuchlich …GRAF Warum so verlegen?FIGARO ’s ist gebräuchlich, Patente zu siegeln. GRAF SUSANNA, GRÄFIN FIGARO MARCELLINA, BASILIO, BARTOLO SUSANNA, GRÄFIN, FIGARO GRAF |
| FIGARO Sie sind Narren, sie sind Schelme, ihre Frechheit geht zu weit!GRAF ich verbiete alles Lärmen, jeder sprech‘ zu seiner Zeit.MARCELLINA Gegen diesen Hauptverräter, der mir heut sein Ehversprechen im Begriffe steht zu brechen, bitt‘ ich um Gerechtigkeit. SUSANNA, GRÄFIN, FIGARO GRAF BARTOLO SUSANNA, GRÄFIN, FIGARO GRAF BASILIO |
| denn in solchen Ehstandsfragen weisen Rat nicht zu versagen, fordert recht und Billigkeit.SUSANNA, GRÄFIN, FIGARO Sie sind Narren! usw.GRAF Holla, nur ruhig, laßt uns sehen, den Kontrakt laßt uns durchgehen. Alles nach Gerechtigkeit. SUSANNA, GRÄFIN, FIGARO MARCELLINA, BASILIO, BARTOLO, GRAF |
LE NOZZE DI FIGARO AKT III
| Ein schön ausgestattetes großes Zimmer mit zwei Sesseln, hergerichtet für die Heiratszeremonie.GRAF (auf und ab gehend) Was für eine Verwicklung! Ein anonymes Kärtchen … die Dienerin in der verschlossenen Garderobe … die verwirrte Herrin . ein Mann, der sprang vom Balkon in den Garten . ein and’rer dann, der sagt, er sei’s gewesen . was soll ich nur denken: vielleicht, daß einer meiner Untertanen . solch’Aufruhr liegt in der Luft … aber die Gräfin … oh, wenn schon Zweifel sie beleidigen . sie achtet sich selbst zu sehr, und meine Ehre . die Ehre . wohin ist sie durch menschliche Schwäche gekommen (Die Gräfin und Susanna treten ein; bleiben im Hintergrund, ungesehen vom Grafen.)GRÄFIN Geh mutig; sage ihm, er soll dich im Garten erwarten. GRAF (für sich) |
| habe ich Basilio beauftragt … SUSANNA GRÄFIN GRAF SUSANNA GRÄFIN GRAF SUSANNA (für sich) GRAF SUSANNA |
| GRAF Wollt lhr irgend was?SUSANNA Herr . Eure Gattin leidet an Kopfschmerzen und bittet Euch um das Riechfläschchen.GRAF Nehmt. SUSANNA GRAF SUSANNA GRAF SUSANNA GRAF |
| SUSANNA Ich glaubte, es verstanden zu haben .GRAF Ja, wenn Ihr mich schon verstanden hättet.SUSANNA Es ist meine Pflicht, und der Wille Eurer Exzellenz ist auch mein Wille. Nr. 16: Duett GRAF SUSANNA GRAF SUSANNA GRAF SUSANNA GRAF |
| SUSANNA Ja.GRAF Läßt mich umsonst nicht warten?SUSANNA Nein. GRAF SUSANNA GRAF SUSANNA GRAF SUSANNA GRAF |
| SUSANNA Sie finden mich bereit.GRAF Du kommst?SUSANNA Ja. GRAF SUSANNA GRAF SUSANNA GRAF SUSANNA GRAF SUSANNA |
| GRAF Du kommst?SUSANNA Ja!GRAF Läßt mich umsonst nicht warten? SUSANNA GRAF SUSANNA GRAF SUSANNA GRAF SUSANNA GRAF |
| SUSANNA Doch, wozu ist nötig für uns ein Basilio …GRAF Das ist wahr, das ist wahr. Und du versprichst mir nun . Oh, wenn du nicht kommst, mein Herz . aber die Gräfin erwartet das Fläschchen.SUSANNA Ach,’s was nur ein Vorwand. Sonst hätte ich Euch nicht sprechen können. GRAF (nimmt sie bei der Hand) SUSANNA GRAF (für sich) SUSANNA (für sich) FIGARO SUSANNA |
| (geht fort) FIGARO Nr. 17: Rezitativ und Arie GRAF |
| Rache an dir zu nehmen, füllt Wonne meine Seele, und freudig wallt mein Blut. Nein, ich werde dir nicht weichen, usw. (Marcellina, Don Curzio, Figaro und Bartolo treten ein.)DON CURZIO Der Streit ist entschieden. Bezahl sie oder heirate sie. Keine Widerrede.MARCELLINA Ich atme auf. FIGARO MARCELLINA (für sich) FIGARO (zum Grafen) GRAF DON CURZIO BARTOLO |
| FIGARO Wieso vortrefflich?BARTOLO Wir sind alle gerächt.FIGARO Ich heirate sie nicht. BARTOLO DON CURZIO FIGARO GRAF FIGARO BARTOLO FIGARO GRAF |
| MARCELLINA Was?BARTOLO Beweise es.DON CURZIO Einen Zeugen? FIGARO MARCELLINA FIGARO MARCELLINA FIGARO DON CURZIO |
| GRAF Wer?BARTOLO Wer?MARCELLINA Raffael. BARTOLO FIGARO BARTOLO FIGARO BARTOLO GRAF UND DON CURZIO FIGARO MARCELLINA |
| Nr. 18: Sextett MARCELLINA (umarmt Figaro) FIGARO (zu Bartolo) BARTOLO (umarmt Figaro) CURZIO GRAF MARCELLINA, BARTOLO FIGARO SUSANNA |
| MARCELLINA, BARTOLO Kind der Liebe!CURZIO, GRAF Unklar ist mir noch die Sache, sehn Sie doch, was hier geschieht.FIGARO Geliebte Eltern! SUSANNA FIGARO SUSANNA (gibt Figaro eine Ohrfeige) MARCELLINA, BARTOLO, FIGARO SUSANNA (für sich) GRAF, CURZIO |
| feindlich ist mir/ihm das Geschick, usw. MARCELLINA (zu Susanna) SUSANNA (zu Bartolo) BARTOLO SUSANNA (zum Graf) GRAF SUSANNA (zu Curzio) CURZIO SUSANNA (zu Marcellina) MARCELLINA MARCELLINA, CURZIO, GRAF, BARTOLO |
| SUSANNA (zu Figaro) Die Mutter?FIGARO Und der ist mein Vater, er sagt es ja selbst.SUSANNA (zu Bartolo) Der Vater? BARTOLO SUSANNA (zum Graf) GRAF SUSANNA (zu Curzio) CURZIO SUSANNA (zu Marcellina) MARCELLINA MARCELLINA, CURZIO, GRAF, BARTOLO |
| SUSANNA (zu Figaro) Der Vater?FIGARO Und sie meine Mutter, drum liebte sie mich, usw.CURZIO, GRAF Die heftigen Leiden, die sie mir/ihm bereiten, er füllen die Seele mit bitterem Schmerz. SUSANNA, MARCELLINA, BARTOLO, FIGARO MARCELLINA (zu Bartolo) BARTOLO MARCELLINA |
| SUSANNA (wirft eine Geldbörse auf den Boden) Nimm diese Börse auch.BARTOLO (macht dasselbe) Und diese auch.FIGARO Ausgezeichnet: werft nur, ich nehm’s schon. SUSANNA FIGARO BARTOLO MARCELLINA ALLE (gehen sich umarmend ab. Barbarina und Cherubino BARBARINA |
| sicher der Schönste sein. CHERUBINO BARBARINA Nr. 19: Rezitativ und Arie GRÄFIN |
| die dereinst sein Mund mir schwor? Wenn sich alles doch verwandelt rings um mich in Traurigkeit, warum kann ich nicht vergessen die vergangne, sel’ge Zeit? Wohin flohen die Wonnestunden, usw. Ach, wenn doch für meine Treue, für den Gram, der mich verzehrt, nur die einz’ge Hoffnung bliebe, daß sein Herz mir wiederkehrt! Ach, wenn doch für meine Treue, usw. (geht ab. Der Graf und Antonio treten auf.)ANTONIO (mit einem Hut in der Hand) Ich sage euch, Herr, daß Cherubino noch im Schloß weilt, seht zum Beweis seinen Hut.GRAF Wie das? Um diese Zeit müßte er doch schon in Sevilla sein. ANTONIO GRAF ANTONIO |
| GRÄFIN Was erzählst du mir? Und was sagte der Graf dazu?SUSANNA Auf seiner Stirn las ich den Verdruß und den Zorn.GRÄFIN Langsam: daß wir ihn nun am besten zähmen. Wo ist das Stelldichein, das du ihm vorschlugst? SUSANNA GRÄFIN SUSANNA GRÄFIN Nr. 20: Duettino SUSANNA (schreibt) GRÄFIN |
| SUSANNA Abendwinde.GRÄFIN Über unsre Fluren wehn …SUSANNA Über unsre Fluren wehn. GRÄFIN SUSANNA GRÄFIN SUSANNA GRÄFIN SUSANNA GRÄFIN GRÄFIN SUSANNA |
| (Zusammen lesen sie das Geschriebene. Susanna faltet den Brief.)SUSANNA Gefaltet ist der Brief … doch wie ihn siegeln?GRÄFIN (Sie zieht eine Nadel hervor und gibt sie ihr.) Hier … nimm eine Nadel. Sie diene als Siegel, warte . schreib auf die Rückseite des Blattes: „Sendet das Siegel zurück.“ SUSANNA GRÄFIN Nr. 21: Chor CHOR |
| voll von Liebe, geben kann, diese Blumen huldreich an!BARBARINA Dies hier sind, Herrin, die Mädchen des Ortes, die das Wenige, das sie haben, Euch bringen und Euch bitten, ihre Dreistigkeit zu verzeihen.GRÄFIN Oh, Ihr Guten! Ich danke Euch. SUSANNA GRÄFIN (auf Cherubino zeigend) BARBARINA GRÄFIN |
| SUSANNA Wie aus dem Gesicht geschnitten … (Der Graf und Antonio treten auf. Antonio hat den Hut Cherubinos, er tritt behutsam auf ihn zu, nimmt ihm die Frauenhaube ab und setzt ihm seinen Hut auf.)ANTONIO Ei, Potztausend! Das ist der Herr Offizier.GRÄFIN (für sich) O Himmel! SUSANNA (für sich) GRAF (zur Gräfin) GRÄFIN GRAF GRÄFIN GRAF (zu Cherubino) |
| CHERUBINO (reißt sich schnell den Hut vom Kopf) Herr! .GRAF Ich werde deinen ungehorsam bestrafen.BARBARINA Exzellenz, Exzellenz, ihr sagtet so oft zu mir, wenn Ihr mich umarmtet und küßtet: ,,Barbarina, wenn du mich liebst, gebe ich dir, was du willst.“ GRAF BARBARINA GRÄFIN (zum Grafen) ANTONIO (zu Barbarina) GRAF (für sich) |
| (Figaro tritt auf.) FIGARO GRAF FIGARO GRÄFIN (zu Susanna) SUSANNA (zur Gräfin) GRAF FIGARO |
| ANTONIO Und indessen zu Pferd sprengte der Page im Galopp nach Sevilla.FIGARO Im Galopp oder im Schritt, gute Reise. Kommt, schöne Mädchen. (Er will gehen.)GRAF (versperrt ihm den Weg) Und sein Patent blieb bei dir in der Tasche . FIGARO ANTONIO FIGARO ANTONIO |
| FIGARO (zum Grafen) Was, beim Teufel, singt er?GRAF Er singt nicht, nein, aber er sagt, er sei heute morgen auf die Nelken gesprungen…FIGARO Er sagt es! . mag sein . wenn ich sprang, so kann’s sein, daß auch er das gleiche tat. GRAF FIGARO Nr. 22: Finale FIGARO SUSANNA (Figaro nimmt Susanna am Arm.) GRAF |
| GRÄFIN Ich Unglücksel’ge!GRAF Frau Gräfin!GRÄFIN Jetzt laßt uns schweigen! Dort nah’n sich beide Paare. Die Festlichkeit beginnt; gilt sie doch jener, die so sehr Sie beschützen. Wohlan denn! GRAF ZWEI MÄDCHEN |
| CHOR Wir singen und danken dem gütigen Herrn! (Als Susanna vor dem Grafen niederkniet, zupft sie an seinem Gewand und zeigt ihm einen Brief; sie hebt die Hand zum Kopf, der Graf gibt vor, ihren Hut zurechtzurücken, nimmt den Brief und verbirgt ihn. Susanna komplimentiert ihm und erhebt sich. Figaro geht, um sie in Empfang zu nehmen. Sie tanzen den Fandango. Marcellina erhebt sich sogleich, und Bartolo kommt, um sie von der Gräfin entgegenzunehmen.)GRAF (öffnet den Brief und sticht sich mit der Nadel in den Finger, mit der der Brief versiegelt war. Er wirft die Nadel auf den Boden.) Ja, ja, so machen’s alle Weiber, man ritzt sich, wo man hingreift, an ihren Nadeln. Doch halt, nun erst begreif ich’s …FIGARO (zu Susanna) Ganz gewiß war’s ein Briefchen, das man ihm im Vorbeigehen übergeben, ein Liebesbrief, gesiegelt mit ’ner Nadel, und die stach ihn in den Finger, und jetzt sucht er sie wieder - o welche Torheit! GRAF CHOR |
LE NOZZE DI FIGARO AKT IV
| Garten (Zur linken und zur rechten Seite ein Pavillon. Nacht. Barbarina sucht etwas auf der Erde.)Nr. 23: KavatineBARBARINA Unglücksel’ge kleine Nadel, daß ich dich nicht finden kann! Nirgends bist du, weh mir Armen! Du bist fort, was fang‘ ich an? Und meine Base, der Herr Graf … Wie wird das gehn, was fang‘ ich an? (ab) FIGARO (mit Marcellina auftretend) BARBARINA FIGARO MARCELLINA |
| BARBARINA Die Nadel, die der Herr mir gab, um sie Susanna zurückzugeben.FIGARO Susanna! Die Nadel? Und so jung. das Metier verstehst du schon. machst du alles so gut?BARBARINA Was ist? Bist du mir böse? FIGARO BARBARINA FIGARO BARBARINA |
| der schönen Susanna und sag’ihr: das ist das Siegel der Pinien.“FIGARO Ha, ha, der Pinien!BARBARINA Und eigentlich sagte er noch: „Paß auf, daß niemand dich sieht!“ Aber du wirst schon schweigen. FIGARO BARBARINA FIGARO BARBARINA FIGARO MARCELLINA FIGARO |
| MARCELLINA Beruhige dich, mein Sohn.FIGARO Ich sterbe, sage ich.MARCELLINA Geduld, Geduld und nochmal Geduld, der Fall ist ernst. Es heißt, zu überlegen. Aber bedenke doch, noch weißt du nicht, mit wem man hier spielt. FIGARO MARCELLINA FIGARO MARCELLINA FIGARO |
| MARCELLINA Schnell! Ich will Susanna benachrichtigen. Ich glaub‘, sie ist unschuldig. Dies Gesichtchen… diese Bescheidenheit.gesetzt den Fall, sie wär’s nicht? Ach! Wenn das Herz frei ist von eigennützigen Interessen, dann ist jede Frau bereit, zu verteidigen ihr armes Geschlecht, vor jenen undankbaren Männern, die es unterdrücken. Der Ziegenbock und die Ziege leben immer in Freundschaft; das Schaf bekämpft niemals das Lamm; die wildesten Tiere des Waldes und des Feldes lassen ihre Gefährten in Frieden und Freiheit. Allein wir, die armen Frauen, die wir diese Männer so lieben, werden von diesen Untreuen immer grausam behandelt. (geht ab) (Tief im Garten, Barbarina, allein, mit einigen Früchten und Süßigkeiten.)BARBARINA „Im Pavillon zur Linken,“ so sagte er, ist es. Und wenn er nicht kommt! Ach, welch’treffliche Leute! Kaum geben sie mir eine Apfelsine, eine Birne und eine Brezel. „Für wen, mein Fräulein?“ Oh, es ist für einen, mein Herr.„Wir wissen schon.“ Nun gut, der Herr haßt ihn, aber ich habe ihn gern. |
| So kostet es mich einen Kuß, doch was tut’s, vielleicht gibt ihn mir der eine zurück. (Sie hört jemanden kommen.) Ich sterbe! (flieht erschreckt zur Linken in den Pavillon) (Figaro, allein, im Mantel und mit Nachtlaterne.)FIGARO (für sich) Es ist Barbarina. (Er hört Leute kommen.) Wer kommt dort?BASILIO (mit Bartolo und einer Gruppe von Arbeitern eintretend) Es sind jene, die du herbestellt hast. BARTOLO FIGARO BASILIO |
| (für sich) Ohne mich haben sie sich abgesprochen.FIGARO Von diesem Orte hier entfernt Euch nicht. Indessen gehe ich, einiges ganzuordnen und kehre sogleich zurück: auf einen Pfiff eilt alle herbei. (Alle gehen fort, ausgenommen Bartolo und Basilio.)BASILIO Er hat den Teufel im Leib BARTOLO BASILIO BARTOLO BASILIO |
| In jungen Jahren, in denen der Verstand, noch wenig geübt und wenig zählt, fühlte auch ich dasselbe Feuer: ich war von Sinnen, jetzt bin ich es nicht mehr. Aber mit der Zeit und mit den Gefahren lernte ich die Dame Gleichgültigkeit kennen; und die Launen und die Empfindlichkeit schlug ich mir aus dem Sinn. Zu einer kleinen Hütte nahm sie mich eines Tages mit und als sie von der Mauer dieser friedlichen Behausung das Fell eines Esels wegnahm, sagte sie: „Nimm das, geliebter Sohn!“ Dann verschwand sie und ließ mich allein. Während ich noch schweigend das Geschenk anschaute, verfinsterte sich der Himmel, der Donner dröhnte, gemischt mit Hagel prasselte nieder der Regen: und ich gebrauchte, um den Körper zu bedecken, den Mantel des Esels, den sie mir gegeben hatte. Der Sturm hör te auf, und ich hatte keine zwei Schritte gemacht, als ein wildes Tier vor mir stand: schon berührte mich sein gefräßiges Maul; schon hatte ich keine Hoffnung mehr, mich zu verteidigen. Aber der scheußliche Geruch |
| meines Anzugs nahm dem wilden Tier so den Appetit, daß es, mich verächtlich anschauend, sich hinwegtrollte. so ließ mich das Schicksal erkennen, daß ich Schmach, Gefahren, schande und Tod mit dem Fell des Esels entfliehen kann. (Beide gehen fort.)Nr. 26: Rezitativ und ArieFIGARO (allein, im Mantel) Alles ist richtig; auch kann die Stunde nicht mehr fern sein; ich höre kommen …Nein, ’s war nichts. Ich treibe das allerliebste Handwerk des eifersücht’gen Ehemanns: Verrät’rin! Als er beim Feste den Schleier ihr reichte, las er lachend das Briefchen; ich ahnte nicht, daß die Sache mich anging. O Susanna! Welchen Schmerz du mir machtest! Wer hätt‘ auf deine Augen, auf dein Herz nicht geschworen? Ach, einem Mädchen trauen, ist eitle Torheit! Ach öffnet eure Augen, blinde, betörte Männer, und sehet, wie das Weibervolk euch durch Bezaub’rung täuscht. Sie, die ihr so vergöttert, sie sind der reichen Opfer, sie sind des teuren Weihrauchs wahrhaftig gar nicht wert. |
| Wie Hexen berücken sie und bringen dann Pein; sirenengleich locken sie in Fluten hinein. Wie Elfen verleiten sie zu tödlichem Tanze, kometengleich schimmern sie mit trüg’rischem Glanze, wie Rosen voll Dornen, wie Füchse voll Arglist, bald Tiger, bald Tauben, bald Wölfe, bald Lämmer, sie leben und weben in Trug und Verstellung, sie lügen und schmeicheln und treiben mit uns nur ein grausames Spiel. Nein, nein, nein, nein! Das Weit’re verschweig‘ ich, doch weiß es die Welt. Ach öffnet eure Augen, usw. (Er geht ab.) (Susanna und die Gräfin treten verkleidet ein. Nachher tritt Marcellina ein.)SUSANNA Herrin, sie sagte mir, daß Figaro hierher kommen wird.MARCELLINA Nein, er ist bereits hier; sprich ein wenig leiser. |
| SUSANNA Also einer belauscht uns, der andere kommt, mich zu treffen. Beginnen wir.MARCELLINA Ich will mich hier verbergen. (Sie geht dort hinein, wo Barbarina hineinging.)SUSANNA Herrin, Ihr zittert, friert Euch? GRÄFIN FIGARO (für sich) SUSANNA FIGARO (für sich) GRÄFIN SUSANNA (leise) |
| Nr. 27: Rezitativ und Arie SUSANNA FIGARO (für sich) CHERUBINO (trällernd) GRÄFIN (für sich) |
| CHERUBINO Ich höre Leute: gehen wir, wohin Barbarina ging. (die Gräfin entdeckend) Oh, ich seh’hier eine Frau!GRÄFIN Oh, ich Unglückliche!CHERUBINO Sehe ich richtig? Nach diesem Hut, den im Dunkeln ich sehe, scheint’s Susanna zu sein. GRÄFIN Nr. 28: Finale CHERUBINO GRÄFIN CHERUBINO |
| GRÄFIN (will ihm entlaufen) Unverschämter, Ungezogner, gleich entferne dich von hier! usw.CHERUBINO Du süßes, loses Mädchen, bist ja nicht aus Zufall hier, usw.GRAF (eintretend) Ha, da ist ja mein Susannchen. SUSANNA, FIGARO CHERUBINO SUSANNA, GRAF, FIGARO GRÄFIN SUSANNA, GRAF, FIGARO CHERUBINO SUSANNA, GRAF, FIGARO GRÄFIN |
| CHERUBINO Warum willst du mir verweigern, was dem Grafen du erlaubst?SUSANNA, GRÄFIN, GRAF, FIGARO Unverschämter!CHERUBINO Wer wird sich zieren! Hinterm Sessel hört‘ ich’s an. SUSANNA, GRÄFIN, GRAF, FIGARO CHERUBINO (will sie küssen) GRÄFIN, dann CHERUBINO FIGARO GRAF |
| FIGARO, GRÄFIN, GRAF, SUSANNA Ha, da hat denn seine/meine Neugier einen schönen Fang getan. (Figaro und Susanna ab.)GRAF Fort ist nun der Verwegne, so komm zu mir, Geliebte!GRÄFIN Sie haben es befohlen, hier bin ich, gnädger Herr. FIGARO GRAF GRÄFIN GRAF FIGARO GRAF |
| SUSANNA, GRÄFIN, FIGARO Das Vorur teil verblendet, es täuscht alle Sinne und lähmet die Vernunft, usw.GRAF Nebst dem versprochnen Brautschatz soll dieser Ring auch dein sein als Zeichen meiner Liebe, die keine Grenzen kennt. (Er gibt ihr einen Ring.)GRÄFIN Dankbar empfängt Susanna, was Ihre Großmut beut. SUSANNA, GRAF, FIGARO GRÄFIN GRAF SUSANNA, FIGARO GRÄFIN |
| GRAF Je dunkler, desto besser. Du weißt, daß ich nicht lesen will, komm nur getrost mit mir.FIGARO Sie folgt dem frechen Bösewicht, ich zweifle nun nicht mehr.SUSANNA, GRÄFIN Gefangen ist der Bösewicht, nun geht die Sache gut. GRAF FIGARO GRÄFIN GRAF FIGARO |
| SUSANNA (mit verstellter Stimme) He, Figaro, nur ruhig!FIGARO Aha, da ist die Gräfin. Sie kommen wie gerufen, kaum kann ich mich erholen - Susanna ist mit dem Grafen, jedoch Sie sollen alles mit eignen Augen sehn.SUSANNA (vergißt, ihre Stimme zu verstellen) So sprechen Sie doch leiser! Ich geh nicht von der Stelle, bis ich gerächet bin. FIGARO (für sich) SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO (mit komischer Geziertheit) |
| SUSANNA Nun wart‘, ich will dich lehren!FIGARO Ach, Frau Gräfin!SUSANNA Nun wart‘, ich will dich lehren! FIGARO SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO |
| SUSANNA (nimmt ihre natürliche Stimme an und gibt ihm eine Ohrfeige) Zu dienen!FIGARO Du schlägst mich?SUSANNA Zu dienen und nochmals und hier noch einmal, und noch einmal! FIGARO SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO |
| SUSANNA Meine Stimme?FIGARO Die reizende Stimme.SUSANNA, FIGARO Friede, Friede, du einzig Geliebte/Geliebter, Friede, o du mein einziges Glück! (Der Graf kommt zurück.) GRAF SUSANNA, FIGARO GRAF SUSANNA FIGARO SUSANNA FIGARO SUSANNA |
| SUSANNA, FIGARO Laß das Gaukelspiel uns nun beschließen. Wie beschämt wird der Liebhaber sein! (Figaro kniet vor Susanna nieder.)FIGARO Ja, Frau Gräfin, ich schwör’s, Sie nur lieb‘ ich!GRAF Meine Gattin! Und ich bin ohne Waffen! FIGARO SUSANNA GRAF SUSANNA, FIGARO GRAF FIGARO (tut, als hätte er große Angst) |
| GRAF Bringt mir Waffen, Hilfe, Hilfe! (Antonio, Basilio, Bartolo und Curzio treten ein.)FIGARO Weh mir Armen!BASILIO, CURZIO, ANTONIO, BARTOLO Nun, was gibt’s denn? GRAF BASILIO, CURZIO, ANTONIO, BARTOLO FIGARO GRAF ANTONIO |
| FIGARO Meine Mutter!BASILIO, CURZIO, ANTONIO, BARTOLO Die Gräfin!GRAF Entdeckt ist der Frevel, bewiesen die Schuld. SUSANNA (kniet nieder) GRAF FIGARO (kniet nieder) GRAF ALLE AUSSER DEM GRAFEN GRAF GRÄFIN |
| BASILIO, CURZIO, GRAF, ANTONIO, BARTOLO O Himmel, was sehe ich. Verblendung, Verwirrung! Ist’s Wahrheit, ist’s Schein?GRAF (kniet nieder) O Gräfin, verzeih mir! Verzeih mir!GRÄFIN Wie könnt ich denn zürnen, mein Herz spricht für dich. ALLE Ende der Oper |
Reproduced with express permission from http://www.murashev.com/opera/
Peter Lutz, opera-inside, dem online Opernführer zu LE NOZZE DI FIGARO, Die Handlung
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wird trotz der verwickelten Handlung im Allgemeinen als die gelungenste und unproblematischste der gro?en Opern Mozarts angesehen.