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MAILAND – Reiseführer für Oper, klassische Musik und Kultur

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Mailand: Ein Reiseführer für Musikfans.

Besuchsziele zu klassischer Musik und Opernkunst mit einem historischem Bezug. Lernen Sie spannende Ideen und Hintergrund-Informationen kennen.


KARTE DER REISEZIELE DES REISEFÜHRERS MAILAND

Zoomen Sie ein für Reiseziele in Mailand:


LEBEN UND WIRKEN VON KOMPONISTEN IN MAILAND

Vincenzo Bellini

Die Zusammenarbeit mit dem Librettisten Romani

Mailand war Vincenzo Bellinis künstlerisch wichtigste Station. Der Impresario Barbaja vermittelte den Kontakt zum Haupt-Librettisten der Scala, Felice Romani, der mit der Ausnahme von «I Puritani» alle folgenden Libretti Bellinis schreiben sollte.

Felice Romani:

Triumph und Niederlage

Die erste Oper «Il pirata» schlug in Mailand ein wie eine Bombe und Bellini schrieb in den nächsten 4 Jahren sechs Opern für die Scala und das Carcano. In Mailand kam er auch in Kontakt mit zwei der drei Giudittas, die in seinem Leben eine wichtige Rolle spielten. Einerseits betraf es die Affäre mit der verheirateten Turina (die wegen eines abgefangenen Briefes aufflog) und andererseits die künstlerische (und vermutlich auch private) Partnerschaft mit der berühmten Giuditta Pasta.

Bellini bewegte sich geschickt in den adligen Mailänder Salons und schuf sich rasch ein Beziehungsnetz. Dieses schützte ihn aber nicht vor der grössten Schmach seiner Karriere, der skandalösen Uraufführung seiner «Norma» an der Scala (mehr darüber im Exkurs weiter unten).

Museo teatrale alla scala Painting Bellini Travel Reisen Culture Tourism (1)

Maria Callas

Kampf um das Königinnenreich der Scala

1950 hatte Maria Callas zum ersten Mal in der Scala gesungen und sie wurde in den fünfziger Jahren die «Primadonna assoluta» der Scala.

Diese Position musste sie sich aber erkämpfen. Als sie an die Scala kam, besetzte Renata Tebaldi diese Position, inthronisiert als „Engelstimme“ bei der Neueröffnung der Scala 1946 durch Toscanini . Was danach kam war nicht nur ein künstlerischer Wettstreit, sondern auch ein persönliche Animosität. Tebaldi bestach mit ihrer Engelsstimme, die Callas mit ihrem dramatischen Ausdruck und stupenden Technik. Die Claques der beiden Sängerinnen taten das ihrige um die Rivalität zu befeuern. Irgendwann gewann die Callas die Überhand und Tebaldi fokussierte sich auf die Met und so bekamen beide Sängerinnen ihre Königinnen-Reich.

Das Verhältnis der Callas zum Publikum und zum Management war aber nie frei von Spannungen, vielleicht wurde die Grösse ihrer Bedeutung erst im Nachhinein erkannt, denn viele der grössten Auftritte und die meisten der grossen Aufnahmen entstanden in der Scala. Die letzte Aufführung erfolgte 1962, dazwischen lag über ein Jahrzehnt mit vielen Emotionen.

Gaetano Donizetti

Karriere-Kick in Mailand

Mailand spielte in Donizettis persönlicher Biografie neben Bergamo, Neapel, Paris eine Nebenrolle. Und trotzdem war die norditalienische Metropole für die Karriere des Lombarden entscheidend. 1830 begann dort seine internationale Karriere mit dem Triumph seines ersten Meisterwerks «Anna Bolena» mit dem Traumpaar Giuditta Pasta und Giovanni Rubini in der Hauptrolle.

Zwei Jahre später präsentierte er sich dem Mailänder Publikum mit «Elisir d’amore». Als die Oper am 12. Mai 1832 uraufgeführt wurde, erlebte Donizetti einen der glänzendsten Momente seiner Karriere. Die Ovationen des Publikums waren gigantisch, auch die Kritiken der Zeitungen überschlugen sich. Damit konnte Donizetti den Erfolg, den er mit «Anna Bolena» zwei Jahre zuvor erzielt hatte bravourös bestätigen. Nun war er endlich auf Augenhöhe mit seinem Freund und Rivalen Bellini, und die beiden wurden zu den führenden Opernkomponisten Italiens.

Gaetano_Donizetti_1835
LINK ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON DONIZETTI

Wolfgang Amadeus Mozart

Triumph als 14-jähriger mit einer Oper

Im Januar 1770 kamen Vater und sein 14-jähriger Sohn Mozart von Salzburg kommend in Mailand an. Nach den Strapazen der Überquerung des Brenners bei Schnee und Kälte hofften die beiden auf einen lukrativen Auftrag. Mozart nahm Unterricht bei dem alten Sammartini und durfte mehrmals öffentlich auftreten. Der ersehnte Auftrag traf ein und Mozart erhielt ein Libretto für «Mitridate re di Ponte».

Im Herbst kehrten Sie mit der fertigen Oper zurück. Der 14-jährige Mozart dirigierte die ersten drei Aufführungen gleich selbst und die Mailänder waren aus dem Häuschen und sorgten für monatelang ausverkaufte Aufführungen. Noch zwei Mal kehrte Mozart mit Opern für Mailand zurück («Ascanio» und «Lucio Silla»), bis der Erzbischof Colloredo in Salzburg die Aufträge unterband. Alle drei Aufführungen fanden im Palazzo Regio Ducal statt, der drei Jahre nach der Uraufführung von «Lucio Silla» abbrannte.

LINK ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART

Der 14-jährige Mozart:

Mozart Mailand Milan Milano 14 years 14-jährig

Giacomo Puccini

Viele Berührungspunkte mit Mailand

Zwei erfolgreiche Uraufführungen in Mailand umrahmen das künstlerische Leben Puccinis. Zuerst war es 1884 der Einakter «Le Vili» des 26-jährigen Komponisten im Teatro Verme und 40 Jahre später die posthume Uraufführung der «Turandot» in der Scala. Beide Aufführungen waren Erfolge, zuerst der Achtungserfolg des Newcomers und zuletzt die Ehrerbietung gegenüber dem Monument Puccini, das mit Turandot seinen letzten Riesen geboren hatte. Dazwischen hatte Puccini aber mehr als einmal mit Mailand, genauer gesagt mit der Scala, gehadert, siehe auch den Exkurs zur Uraufführung der «Butterfly» an der Scala am Ende dieses Beitrages.

Mailand bedeutete für ihn auch die mausarmen Studentenjahre am Konservatorium Mailand, wo er unter anderem mit Pietro Mascagni das Zimmer teilte und an diese er sich in der «Bohème» zärtlich erinnert hatte. Als Komponist war Mailand für ihn auch wichtig, weil sich auch die Niederlassung seines Verlegers Ricordi in Mailand befand, mit dem er bis auf eine (La Rondine) alle Opern-Projekte bestritten hatte.

Giacomo Puccini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer
ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON PUCCINI

Gioachino Rossini

Erfolgreiche Werke zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr

Die Jahre 1810-1820 waren die Galeerenjahre Rossinis, in denen er über 30 Werke für ein Dutzend Theater schrieb. Dabei stand Mailand in Rossinis Biografie im Schatten von Neapel, Bologna und Paris. Trotzdem sah die lombardische Hauptstadt die Uraufführungen von einem halben Dutzend von Rossinis Werken, darunter die «Gazza ladra» und «Il turco in Italia».

Die berühmte Partnerschaft mit Barbaja

Rossini lernte in Mailand Domenico Barbaja kennen, der in der Scala das „Unterhaltungszentrum“ leitete. Die Scala der Zeit Rossinis muss man sich etwas anders vorstellen, als wir es heutzutage gewohnt sind. Zwar war die Musik wichtig, aber der gesellschaftliche Aspekt eines Besuchs war mindestens ebenso wichtig. Zur Scala gehörten auch ein Café, eine Konditorei, eine Küche und Spielräume. Für letztere war der findige Domenico Barbaja zuständig. Mit der Machtübernahme der Franzosen in den napoleonischen Jahren wurde das Glücksspiel legalisiert und Barbaja machte die Scala zu einem Unterhaltungszentrum mit Musik, Gastronomie und Glückspiel.

LINK ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON ROSSINI

Der junge Rossini:

Rossini in Venedig Venice Gioachino Rossini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer

Giuseppe Verdi

Eine lebenslange Beziehung mit der Scala

Die Mailänder Scala war während seines ganzen Lebens der wichtigste künstlerische Bezugspunkt Verdis. In diesem Theater erfolgte 1839 die Uraufführung seiner ersten Oper (Oberto) und 54 Jahre später auch die seiner letzten Oper (Falstaff). Seine Karriere wurde an diesem Theater mit dem Sensationserfolg des «Nabucco» 1843 so richtig Fahrt auf, worauf der Impresario Merelli Verdi einen Vertrag für ein Folgewerk anbot. Der Vertrag war vollständig ausgearbeitet, lediglich bei der Entschädigungssumme klaffte eine Leerstelle. Merelli, der Impresario der Scala, forderte den Komponisten auf, die ihm genehme Summe selbst einzufügen.

Verdi vor der Scala:

Tod und Begräbnis in Mailand

Nachdem seine Frau Giuseppina 1897 gestorben war, verbrachte Verdi seine verbleibende Zeit oft in seiner Suite im Albergo Milano (heute Gran Hotel), wo er 1901 in seinem Zimmer verstarb. Bescheiden, gemäss seinem Wunsch, wurde seine Leiche in einer Kutsche III. Klasse zur Bestattung in den Friedhof gebracht. Erst drei Woche später wurde seine Leiche unter riesiger Anteilnahme der Mailänder Bevölkerung, begleitet vom Gesang der geschätzten 300.000 Personen entlang der Strecke, welche spontan das «Va pensiero» sangen, in die Krypta des Casa di riposo überführt. Seine Sterbesuite im Gran Hotel wurde bis heutigen Tag bewahrt und kann gebucht werden.

LINK ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON VERDI
Giuseppe Verdi Portrait


KONZERT- UND OPERNHÄUSER IN MAILAND

Vincenzo Bellini

Die Zusammenarbeit mit dem Librettisten Romani

Mailand war Vincenzo Bellinis künstlerisch wichtigste Station. Der Impresario Barbaja vermittelte den Kontakt zum Haupt-Librettisten der Scala, Felice Romani, der mit der Ausnahme von «I Puritani» alle folgenden Libretti Bellinis schreiben sollte.

Felice Romani:

Triumph und Niederlage

Die erste Oper «Il pirata» schlug in Mailand ein wie eine Bombe und Bellini schrieb in den nächsten 4 Jahren sechs Opern für die Scala und das Carcano. In Mailand kam er auch in Kontakt mit zwei der drei Giudittas, die in seinem Leben eine wichtige Rolle spielten. Einerseits betraf es die Affäre mit der verheirateten Turina (die wegen eines abgefangenen Briefes aufflog) und andererseits die künstlerische (und vermutlich auch private) Partnerschaft mit der berühmten Giuditta Pasta.

Bellini bewegte sich geschickt in den adligen Mailänder Salons und schuf sich rasch ein Beziehungsnetz. Dieses schützte ihn aber nicht vor der grössten Schmach seiner Karriere, der skandalösen Uraufführung seiner «Norma» an der Scala (mehr darüber im Exkurs weiter unten).

Museo teatrale alla scala Painting Bellini Travel Reisen Culture Tourism (1)

Maria Callas

Kampf um das Königinnenreich der Scala

1950 hatte Maria Callas zum ersten Mal in der Scala gesungen und sie wurde in den fünfziger Jahren die «Primadonna assoluta» der Scala.

Diese Position musste sie sich aber erkämpfen. Als sie an die Scala kam, besetzte Renata Tebaldi diese Position, inthronisiert als „Engelstimme“ bei der Neueröffnung der Scala 1946 durch Toscanini . Was danach kam war nicht nur ein künstlerischer Wettstreit, sondern auch ein persönliche Animosität. Tebaldi bestach mit ihrer Engelsstimme, die Callas mit ihrem dramatischen Ausdruck und stupenden Technik. Die Claques der beiden Sängerinnen taten das ihrige um die Rivalität zu befeuern. Irgendwann gewann die Callas die Überhand und Tebaldi fokussierte sich auf die Met und so bekamen beide Sängerinnen ihre Königinnen-Reich.

Das Verhältnis der Callas zum Publikum und zum Management war aber nie frei von Spannungen, vielleicht wurde die Grösse ihrer Bedeutung erst im Nachhinein erkannt, denn viele der grössten Auftritte und die meisten der grossen Aufnahmen entstanden in der Scala. Die letzte Aufführung erfolgte 1962, dazwischen lag über ein Jahrzehnt mit vielen Emotionen.

Gaetano Donizetti

Karriere-Kick in Mailand

Mailand spielte in Donizettis persönlicher Biografie neben Bergamo, Neapel, Paris eine Nebenrolle. Und trotzdem war die norditalienische Metropole für die Karriere des Lombarden entscheidend. 1830 begann dort seine internationale Karriere mit dem Triumph seines ersten Meisterwerks «Anna Bolena» mit dem Traumpaar Giuditta Pasta und Giovanni Rubini in der Hauptrolle.

Zwei Jahre später präsentierte er sich dem Mailänder Publikum mit «Elisir d’amore». Als die Oper am 12. Mai 1832 uraufgeführt wurde, erlebte Donizetti einen der glänzendsten Momente seiner Karriere. Die Ovationen des Publikums waren gigantisch, auch die Kritiken der Zeitungen überschlugen sich. Damit konnte Donizetti den Erfolg, den er mit «Anna Bolena» zwei Jahre zuvor erzielt hatte bravourös bestätigen. Nun war er endlich auf Augenhöhe mit seinem Freund und Rivalen Bellini, und die beiden wurden zu den führenden Opernkomponisten Italiens.

Gaetano_Donizetti_1835
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Wolfgang Amadeus Mozart

Triumph als 14-jähriger mit einer Oper

Im Januar 1770 kamen Vater und sein 14-jähriger Sohn Mozart von Salzburg kommend in Mailand an. Nach den Strapazen der Überquerung des Brenners bei Schnee und Kälte hofften die beiden auf einen lukrativen Auftrag. Mozart nahm Unterricht bei dem alten Sammartini und durfte mehrmals öffentlich auftreten. Der ersehnte Auftrag traf ein und Mozart erhielt ein Libretto für «Mitridate re di Ponte».

Im Herbst kehrten Sie mit der fertigen Oper zurück. Der 14-jährige Mozart dirigierte die ersten drei Aufführungen gleich selbst und die Mailänder waren aus dem Häuschen und sorgten für monatelang ausverkaufte Aufführungen. Noch zwei Mal kehrte Mozart mit Opern für Mailand zurück («Ascanio» und «Lucio Silla»), bis der Erzbischof Colloredo in Salzburg die Aufträge unterband. Alle drei Aufführungen fanden im Palazzo Regio Ducal statt, der drei Jahre nach der Uraufführung von «Lucio Silla» abbrannte.

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Der 14-jährige Mozart:

Mozart Mailand Milan Milano 14 years 14-jährig

Giacomo Puccini

Viele Berührungspunkte mit Mailand

Zwei erfolgreiche Uraufführungen in Mailand umrahmen das künstlerische Leben Puccinis. Zuerst war es 1884 der Einakter «Le Vili» des 26-jährigen Komponisten im Teatro Verme und 40 Jahre später die posthume Uraufführung der «Turandot» in der Scala. Beide Aufführungen waren Erfolge, zuerst der Achtungserfolg des Newcomers und zuletzt die Ehrerbietung gegenüber dem Monument Puccini, das mit Turandot seinen letzten Riesen geboren hatte. Dazwischen hatte Puccini aber mehr als einmal mit Mailand, genauer gesagt mit der Scala, gehadert, siehe auch den Exkurs zur Uraufführung der «Butterfly» an der Scala am Ende dieses Beitrages.

Mailand bedeutete für ihn auch die mausarmen Studentenjahre am Konservatorium Mailand, wo er unter anderem mit Pietro Mascagni das Zimmer teilte und an diese er sich in der «Bohème» zärtlich erinnert hatte. Als Komponist war Mailand für ihn auch wichtig, weil sich auch die Niederlassung seines Verlegers Ricordi in Mailand befand, mit dem er bis auf eine (La Rondine) alle Opern-Projekte bestritten hatte.

Giacomo Puccini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer
ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON PUCCINI

Gioachino Rossini

Erfolgreiche Werke zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr

Die Jahre 1810-1820 waren die Galeerenjahre Rossinis, in denen er über 30 Werke für ein Dutzend Theater schrieb. Dabei stand Mailand in Rossinis Biografie im Schatten von Neapel, Bologna und Paris. Trotzdem sah die lombardische Hauptstadt die Uraufführungen von einem halben Dutzend von Rossinis Werken, darunter die «Gazza ladra» und «Il turco in Italia».

Die berühmte Partnerschaft mit Barbaja

Rossini lernte in Mailand Domenico Barbaja kennen, der in der Scala das „Unterhaltungszentrum“ leitete. Die Scala der Zeit Rossinis muss man sich etwas anders vorstellen, als wir es heutzutage gewohnt sind. Zwar war die Musik wichtig, aber der gesellschaftliche Aspekt eines Besuchs war mindestens ebenso wichtig. Zur Scala gehörten auch ein Café, eine Konditorei, eine Küche und Spielräume. Für letztere war der findige Domenico Barbaja zuständig. Mit der Machtübernahme der Franzosen in den napoleonischen Jahren wurde das Glücksspiel legalisiert und Barbaja machte die Scala zu einem Unterhaltungszentrum mit Musik, Gastronomie und Glückspiel.

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Der junge Rossini:

Rossini in Venedig Venice Gioachino Rossini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer

Giuseppe Verdi

Eine lebenslange Beziehung mit der Scala

Die Mailänder Scala war während seines ganzen Lebens der wichtigste künstlerische Bezugspunkt Verdis. In diesem Theater erfolgte 1839 die Uraufführung seiner ersten Oper (Oberto) und 54 Jahre später auch die seiner letzten Oper (Falstaff). Seine Karriere wurde an diesem Theater mit dem Sensationserfolg des «Nabucco» 1843 so richtig Fahrt auf, worauf der Impresario Merelli Verdi einen Vertrag für ein Folgewerk anbot. Der Vertrag war vollständig ausgearbeitet, lediglich bei der Entschädigungssumme klaffte eine Leerstelle. Merelli, der Impresario der Scala, forderte den Komponisten auf, die ihm genehme Summe selbst einzufügen.

Verdi vor der Scala:

Tod und Begräbnis in Mailand

Nachdem seine Frau Giuseppina 1897 gestorben war, verbrachte Verdi seine verbleibende Zeit oft in seiner Suite im Albergo Milano (heute Gran Hotel), wo er 1901 in seinem Zimmer verstarb. Bescheiden, gemäss seinem Wunsch, wurde seine Leiche in einer Kutsche III. Klasse zur Bestattung in den Friedhof gebracht. Erst drei Woche später wurde seine Leiche unter riesiger Anteilnahme der Mailänder Bevölkerung, begleitet vom Gesang der geschätzten 300.000 Personen entlang der Strecke, welche spontan das «Va pensiero» sangen, in die Krypta des Casa di riposo überführt. Seine Sterbesuite im Gran Hotel wurde bis heutigen Tag bewahrt und kann gebucht werden.

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Giuseppe Verdi Portrait


KIRCHEN

Vincenzo Bellini

Die Zusammenarbeit mit dem Librettisten Romani

Mailand war Vincenzo Bellinis künstlerisch wichtigste Station. Der Impresario Barbaja vermittelte den Kontakt zum Haupt-Librettisten der Scala, Felice Romani, der mit der Ausnahme von «I Puritani» alle folgenden Libretti Bellinis schreiben sollte.

Felice Romani:

Triumph und Niederlage

Die erste Oper «Il pirata» schlug in Mailand ein wie eine Bombe und Bellini schrieb in den nächsten 4 Jahren sechs Opern für die Scala und das Carcano. In Mailand kam er auch in Kontakt mit zwei der drei Giudittas, die in seinem Leben eine wichtige Rolle spielten. Einerseits betraf es die Affäre mit der verheirateten Turina (die wegen eines abgefangenen Briefes aufflog) und andererseits die künstlerische (und vermutlich auch private) Partnerschaft mit der berühmten Giuditta Pasta.

Bellini bewegte sich geschickt in den adligen Mailänder Salons und schuf sich rasch ein Beziehungsnetz. Dieses schützte ihn aber nicht vor der grössten Schmach seiner Karriere, der skandalösen Uraufführung seiner «Norma» an der Scala (mehr darüber im Exkurs weiter unten).

Museo teatrale alla scala Painting Bellini Travel Reisen Culture Tourism (1)

Maria Callas

Kampf um das Königinnenreich der Scala

1950 hatte Maria Callas zum ersten Mal in der Scala gesungen und sie wurde in den fünfziger Jahren die «Primadonna assoluta» der Scala.

Diese Position musste sie sich aber erkämpfen. Als sie an die Scala kam, besetzte Renata Tebaldi diese Position, inthronisiert als „Engelstimme“ bei der Neueröffnung der Scala 1946 durch Toscanini . Was danach kam war nicht nur ein künstlerischer Wettstreit, sondern auch ein persönliche Animosität. Tebaldi bestach mit ihrer Engelsstimme, die Callas mit ihrem dramatischen Ausdruck und stupenden Technik. Die Claques der beiden Sängerinnen taten das ihrige um die Rivalität zu befeuern. Irgendwann gewann die Callas die Überhand und Tebaldi fokussierte sich auf die Met und so bekamen beide Sängerinnen ihre Königinnen-Reich.

Das Verhältnis der Callas zum Publikum und zum Management war aber nie frei von Spannungen, vielleicht wurde die Grösse ihrer Bedeutung erst im Nachhinein erkannt, denn viele der grössten Auftritte und die meisten der grossen Aufnahmen entstanden in der Scala. Die letzte Aufführung erfolgte 1962, dazwischen lag über ein Jahrzehnt mit vielen Emotionen.

Gaetano Donizetti

Karriere-Kick in Mailand

Mailand spielte in Donizettis persönlicher Biografie neben Bergamo, Neapel, Paris eine Nebenrolle. Und trotzdem war die norditalienische Metropole für die Karriere des Lombarden entscheidend. 1830 begann dort seine internationale Karriere mit dem Triumph seines ersten Meisterwerks «Anna Bolena» mit dem Traumpaar Giuditta Pasta und Giovanni Rubini in der Hauptrolle.

Zwei Jahre später präsentierte er sich dem Mailänder Publikum mit «Elisir d’amore». Als die Oper am 12. Mai 1832 uraufgeführt wurde, erlebte Donizetti einen der glänzendsten Momente seiner Karriere. Die Ovationen des Publikums waren gigantisch, auch die Kritiken der Zeitungen überschlugen sich. Damit konnte Donizetti den Erfolg, den er mit «Anna Bolena» zwei Jahre zuvor erzielt hatte bravourös bestätigen. Nun war er endlich auf Augenhöhe mit seinem Freund und Rivalen Bellini, und die beiden wurden zu den führenden Opernkomponisten Italiens.

Gaetano_Donizetti_1835
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Wolfgang Amadeus Mozart

Triumph als 14-jähriger mit einer Oper

Im Januar 1770 kamen Vater und sein 14-jähriger Sohn Mozart von Salzburg kommend in Mailand an. Nach den Strapazen der Überquerung des Brenners bei Schnee und Kälte hofften die beiden auf einen lukrativen Auftrag. Mozart nahm Unterricht bei dem alten Sammartini und durfte mehrmals öffentlich auftreten. Der ersehnte Auftrag traf ein und Mozart erhielt ein Libretto für «Mitridate re di Ponte».

Im Herbst kehrten Sie mit der fertigen Oper zurück. Der 14-jährige Mozart dirigierte die ersten drei Aufführungen gleich selbst und die Mailänder waren aus dem Häuschen und sorgten für monatelang ausverkaufte Aufführungen. Noch zwei Mal kehrte Mozart mit Opern für Mailand zurück («Ascanio» und «Lucio Silla»), bis der Erzbischof Colloredo in Salzburg die Aufträge unterband. Alle drei Aufführungen fanden im Palazzo Regio Ducal statt, der drei Jahre nach der Uraufführung von «Lucio Silla» abbrannte.

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Der 14-jährige Mozart:

Mozart Mailand Milan Milano 14 years 14-jährig

Giacomo Puccini

Viele Berührungspunkte mit Mailand

Zwei erfolgreiche Uraufführungen in Mailand umrahmen das künstlerische Leben Puccinis. Zuerst war es 1884 der Einakter «Le Vili» des 26-jährigen Komponisten im Teatro Verme und 40 Jahre später die posthume Uraufführung der «Turandot» in der Scala. Beide Aufführungen waren Erfolge, zuerst der Achtungserfolg des Newcomers und zuletzt die Ehrerbietung gegenüber dem Monument Puccini, das mit Turandot seinen letzten Riesen geboren hatte. Dazwischen hatte Puccini aber mehr als einmal mit Mailand, genauer gesagt mit der Scala, gehadert, siehe auch den Exkurs zur Uraufführung der «Butterfly» an der Scala am Ende dieses Beitrages.

Mailand bedeutete für ihn auch die mausarmen Studentenjahre am Konservatorium Mailand, wo er unter anderem mit Pietro Mascagni das Zimmer teilte und an diese er sich in der «Bohème» zärtlich erinnert hatte. Als Komponist war Mailand für ihn auch wichtig, weil sich auch die Niederlassung seines Verlegers Ricordi in Mailand befand, mit dem er bis auf eine (La Rondine) alle Opern-Projekte bestritten hatte.

Giacomo Puccini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer
ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON PUCCINI

Gioachino Rossini

Erfolgreiche Werke zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr

Die Jahre 1810-1820 waren die Galeerenjahre Rossinis, in denen er über 30 Werke für ein Dutzend Theater schrieb. Dabei stand Mailand in Rossinis Biografie im Schatten von Neapel, Bologna und Paris. Trotzdem sah die lombardische Hauptstadt die Uraufführungen von einem halben Dutzend von Rossinis Werken, darunter die «Gazza ladra» und «Il turco in Italia».

Die berühmte Partnerschaft mit Barbaja

Rossini lernte in Mailand Domenico Barbaja kennen, der in der Scala das „Unterhaltungszentrum“ leitete. Die Scala der Zeit Rossinis muss man sich etwas anders vorstellen, als wir es heutzutage gewohnt sind. Zwar war die Musik wichtig, aber der gesellschaftliche Aspekt eines Besuchs war mindestens ebenso wichtig. Zur Scala gehörten auch ein Café, eine Konditorei, eine Küche und Spielräume. Für letztere war der findige Domenico Barbaja zuständig. Mit der Machtübernahme der Franzosen in den napoleonischen Jahren wurde das Glücksspiel legalisiert und Barbaja machte die Scala zu einem Unterhaltungszentrum mit Musik, Gastronomie und Glückspiel.

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Der junge Rossini:

Rossini in Venedig Venice Gioachino Rossini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer

Giuseppe Verdi

Eine lebenslange Beziehung mit der Scala

Die Mailänder Scala war während seines ganzen Lebens der wichtigste künstlerische Bezugspunkt Verdis. In diesem Theater erfolgte 1839 die Uraufführung seiner ersten Oper (Oberto) und 54 Jahre später auch die seiner letzten Oper (Falstaff). Seine Karriere wurde an diesem Theater mit dem Sensationserfolg des «Nabucco» 1843 so richtig Fahrt auf, worauf der Impresario Merelli Verdi einen Vertrag für ein Folgewerk anbot. Der Vertrag war vollständig ausgearbeitet, lediglich bei der Entschädigungssumme klaffte eine Leerstelle. Merelli, der Impresario der Scala, forderte den Komponisten auf, die ihm genehme Summe selbst einzufügen.

Verdi vor der Scala:

Tod und Begräbnis in Mailand

Nachdem seine Frau Giuseppina 1897 gestorben war, verbrachte Verdi seine verbleibende Zeit oft in seiner Suite im Albergo Milano (heute Gran Hotel), wo er 1901 in seinem Zimmer verstarb. Bescheiden, gemäss seinem Wunsch, wurde seine Leiche in einer Kutsche III. Klasse zur Bestattung in den Friedhof gebracht. Erst drei Woche später wurde seine Leiche unter riesiger Anteilnahme der Mailänder Bevölkerung, begleitet vom Gesang der geschätzten 300.000 Personen entlang der Strecke, welche spontan das «Va pensiero» sangen, in die Krypta des Casa di riposo überführt. Seine Sterbesuite im Gran Hotel wurde bis heutigen Tag bewahrt und kann gebucht werden.

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Giuseppe Verdi Portrait


MUSEEN

Vincenzo Bellini

Die Zusammenarbeit mit dem Librettisten Romani

Mailand war Vincenzo Bellinis künstlerisch wichtigste Station. Der Impresario Barbaja vermittelte den Kontakt zum Haupt-Librettisten der Scala, Felice Romani, der mit der Ausnahme von «I Puritani» alle folgenden Libretti Bellinis schreiben sollte.

Felice Romani:

Triumph und Niederlage

Die erste Oper «Il pirata» schlug in Mailand ein wie eine Bombe und Bellini schrieb in den nächsten 4 Jahren sechs Opern für die Scala und das Carcano. In Mailand kam er auch in Kontakt mit zwei der drei Giudittas, die in seinem Leben eine wichtige Rolle spielten. Einerseits betraf es die Affäre mit der verheirateten Turina (die wegen eines abgefangenen Briefes aufflog) und andererseits die künstlerische (und vermutlich auch private) Partnerschaft mit der berühmten Giuditta Pasta.

Bellini bewegte sich geschickt in den adligen Mailänder Salons und schuf sich rasch ein Beziehungsnetz. Dieses schützte ihn aber nicht vor der grössten Schmach seiner Karriere, der skandalösen Uraufführung seiner «Norma» an der Scala (mehr darüber im Exkurs weiter unten).

Museo teatrale alla scala Painting Bellini Travel Reisen Culture Tourism (1)

Maria Callas

Kampf um das Königinnenreich der Scala

1950 hatte Maria Callas zum ersten Mal in der Scala gesungen und sie wurde in den fünfziger Jahren die «Primadonna assoluta» der Scala.

Diese Position musste sie sich aber erkämpfen. Als sie an die Scala kam, besetzte Renata Tebaldi diese Position, inthronisiert als „Engelstimme“ bei der Neueröffnung der Scala 1946 durch Toscanini . Was danach kam war nicht nur ein künstlerischer Wettstreit, sondern auch ein persönliche Animosität. Tebaldi bestach mit ihrer Engelsstimme, die Callas mit ihrem dramatischen Ausdruck und stupenden Technik. Die Claques der beiden Sängerinnen taten das ihrige um die Rivalität zu befeuern. Irgendwann gewann die Callas die Überhand und Tebaldi fokussierte sich auf die Met und so bekamen beide Sängerinnen ihre Königinnen-Reich.

Das Verhältnis der Callas zum Publikum und zum Management war aber nie frei von Spannungen, vielleicht wurde die Grösse ihrer Bedeutung erst im Nachhinein erkannt, denn viele der grössten Auftritte und die meisten der grossen Aufnahmen entstanden in der Scala. Die letzte Aufführung erfolgte 1962, dazwischen lag über ein Jahrzehnt mit vielen Emotionen.

Gaetano Donizetti

Karriere-Kick in Mailand

Mailand spielte in Donizettis persönlicher Biografie neben Bergamo, Neapel, Paris eine Nebenrolle. Und trotzdem war die norditalienische Metropole für die Karriere des Lombarden entscheidend. 1830 begann dort seine internationale Karriere mit dem Triumph seines ersten Meisterwerks «Anna Bolena» mit dem Traumpaar Giuditta Pasta und Giovanni Rubini in der Hauptrolle.

Zwei Jahre später präsentierte er sich dem Mailänder Publikum mit «Elisir d’amore». Als die Oper am 12. Mai 1832 uraufgeführt wurde, erlebte Donizetti einen der glänzendsten Momente seiner Karriere. Die Ovationen des Publikums waren gigantisch, auch die Kritiken der Zeitungen überschlugen sich. Damit konnte Donizetti den Erfolg, den er mit «Anna Bolena» zwei Jahre zuvor erzielt hatte bravourös bestätigen. Nun war er endlich auf Augenhöhe mit seinem Freund und Rivalen Bellini, und die beiden wurden zu den führenden Opernkomponisten Italiens.

Gaetano_Donizetti_1835
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Wolfgang Amadeus Mozart

Triumph als 14-jähriger mit einer Oper

Im Januar 1770 kamen Vater und sein 14-jähriger Sohn Mozart von Salzburg kommend in Mailand an. Nach den Strapazen der Überquerung des Brenners bei Schnee und Kälte hofften die beiden auf einen lukrativen Auftrag. Mozart nahm Unterricht bei dem alten Sammartini und durfte mehrmals öffentlich auftreten. Der ersehnte Auftrag traf ein und Mozart erhielt ein Libretto für «Mitridate re di Ponte».

Im Herbst kehrten Sie mit der fertigen Oper zurück. Der 14-jährige Mozart dirigierte die ersten drei Aufführungen gleich selbst und die Mailänder waren aus dem Häuschen und sorgten für monatelang ausverkaufte Aufführungen. Noch zwei Mal kehrte Mozart mit Opern für Mailand zurück («Ascanio» und «Lucio Silla»), bis der Erzbischof Colloredo in Salzburg die Aufträge unterband. Alle drei Aufführungen fanden im Palazzo Regio Ducal statt, der drei Jahre nach der Uraufführung von «Lucio Silla» abbrannte.

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Der 14-jährige Mozart:

Mozart Mailand Milan Milano 14 years 14-jährig

Giacomo Puccini

Viele Berührungspunkte mit Mailand

Zwei erfolgreiche Uraufführungen in Mailand umrahmen das künstlerische Leben Puccinis. Zuerst war es 1884 der Einakter «Le Vili» des 26-jährigen Komponisten im Teatro Verme und 40 Jahre später die posthume Uraufführung der «Turandot» in der Scala. Beide Aufführungen waren Erfolge, zuerst der Achtungserfolg des Newcomers und zuletzt die Ehrerbietung gegenüber dem Monument Puccini, das mit Turandot seinen letzten Riesen geboren hatte. Dazwischen hatte Puccini aber mehr als einmal mit Mailand, genauer gesagt mit der Scala, gehadert, siehe auch den Exkurs zur Uraufführung der «Butterfly» an der Scala am Ende dieses Beitrages.

Mailand bedeutete für ihn auch die mausarmen Studentenjahre am Konservatorium Mailand, wo er unter anderem mit Pietro Mascagni das Zimmer teilte und an diese er sich in der «Bohème» zärtlich erinnert hatte. Als Komponist war Mailand für ihn auch wichtig, weil sich auch die Niederlassung seines Verlegers Ricordi in Mailand befand, mit dem er bis auf eine (La Rondine) alle Opern-Projekte bestritten hatte.

Giacomo Puccini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer
ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON PUCCINI

Gioachino Rossini

Erfolgreiche Werke zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr

Die Jahre 1810-1820 waren die Galeerenjahre Rossinis, in denen er über 30 Werke für ein Dutzend Theater schrieb. Dabei stand Mailand in Rossinis Biografie im Schatten von Neapel, Bologna und Paris. Trotzdem sah die lombardische Hauptstadt die Uraufführungen von einem halben Dutzend von Rossinis Werken, darunter die «Gazza ladra» und «Il turco in Italia».

Die berühmte Partnerschaft mit Barbaja

Rossini lernte in Mailand Domenico Barbaja kennen, der in der Scala das „Unterhaltungszentrum“ leitete. Die Scala der Zeit Rossinis muss man sich etwas anders vorstellen, als wir es heutzutage gewohnt sind. Zwar war die Musik wichtig, aber der gesellschaftliche Aspekt eines Besuchs war mindestens ebenso wichtig. Zur Scala gehörten auch ein Café, eine Konditorei, eine Küche und Spielräume. Für letztere war der findige Domenico Barbaja zuständig. Mit der Machtübernahme der Franzosen in den napoleonischen Jahren wurde das Glücksspiel legalisiert und Barbaja machte die Scala zu einem Unterhaltungszentrum mit Musik, Gastronomie und Glückspiel.

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Der junge Rossini:

Rossini in Venedig Venice Gioachino Rossini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer

Giuseppe Verdi

Eine lebenslange Beziehung mit der Scala

Die Mailänder Scala war während seines ganzen Lebens der wichtigste künstlerische Bezugspunkt Verdis. In diesem Theater erfolgte 1839 die Uraufführung seiner ersten Oper (Oberto) und 54 Jahre später auch die seiner letzten Oper (Falstaff). Seine Karriere wurde an diesem Theater mit dem Sensationserfolg des «Nabucco» 1843 so richtig Fahrt auf, worauf der Impresario Merelli Verdi einen Vertrag für ein Folgewerk anbot. Der Vertrag war vollständig ausgearbeitet, lediglich bei der Entschädigungssumme klaffte eine Leerstelle. Merelli, der Impresario der Scala, forderte den Komponisten auf, die ihm genehme Summe selbst einzufügen.

Verdi vor der Scala:

Tod und Begräbnis in Mailand

Nachdem seine Frau Giuseppina 1897 gestorben war, verbrachte Verdi seine verbleibende Zeit oft in seiner Suite im Albergo Milano (heute Gran Hotel), wo er 1901 in seinem Zimmer verstarb. Bescheiden, gemäss seinem Wunsch, wurde seine Leiche in einer Kutsche III. Klasse zur Bestattung in den Friedhof gebracht. Erst drei Woche später wurde seine Leiche unter riesiger Anteilnahme der Mailänder Bevölkerung, begleitet vom Gesang der geschätzten 300.000 Personen entlang der Strecke, welche spontan das «Va pensiero» sangen, in die Krypta des Casa di riposo überführt. Seine Sterbesuite im Gran Hotel wurde bis heutigen Tag bewahrt und kann gebucht werden.

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Giuseppe Verdi Portrait


HÄUSER UND APPARTEMENTS

Vincenzo Bellini

Die Zusammenarbeit mit dem Librettisten Romani

Mailand war Vincenzo Bellinis künstlerisch wichtigste Station. Der Impresario Barbaja vermittelte den Kontakt zum Haupt-Librettisten der Scala, Felice Romani, der mit der Ausnahme von «I Puritani» alle folgenden Libretti Bellinis schreiben sollte.

Felice Romani:

Triumph und Niederlage

Die erste Oper «Il pirata» schlug in Mailand ein wie eine Bombe und Bellini schrieb in den nächsten 4 Jahren sechs Opern für die Scala und das Carcano. In Mailand kam er auch in Kontakt mit zwei der drei Giudittas, die in seinem Leben eine wichtige Rolle spielten. Einerseits betraf es die Affäre mit der verheirateten Turina (die wegen eines abgefangenen Briefes aufflog) und andererseits die künstlerische (und vermutlich auch private) Partnerschaft mit der berühmten Giuditta Pasta.

Bellini bewegte sich geschickt in den adligen Mailänder Salons und schuf sich rasch ein Beziehungsnetz. Dieses schützte ihn aber nicht vor der grössten Schmach seiner Karriere, der skandalösen Uraufführung seiner «Norma» an der Scala (mehr darüber im Exkurs weiter unten).

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Maria Callas

Kampf um das Königinnenreich der Scala

1950 hatte Maria Callas zum ersten Mal in der Scala gesungen und sie wurde in den fünfziger Jahren die «Primadonna assoluta» der Scala.

Diese Position musste sie sich aber erkämpfen. Als sie an die Scala kam, besetzte Renata Tebaldi diese Position, inthronisiert als „Engelstimme“ bei der Neueröffnung der Scala 1946 durch Toscanini . Was danach kam war nicht nur ein künstlerischer Wettstreit, sondern auch ein persönliche Animosität. Tebaldi bestach mit ihrer Engelsstimme, die Callas mit ihrem dramatischen Ausdruck und stupenden Technik. Die Claques der beiden Sängerinnen taten das ihrige um die Rivalität zu befeuern. Irgendwann gewann die Callas die Überhand und Tebaldi fokussierte sich auf die Met und so bekamen beide Sängerinnen ihre Königinnen-Reich.

Das Verhältnis der Callas zum Publikum und zum Management war aber nie frei von Spannungen, vielleicht wurde die Grösse ihrer Bedeutung erst im Nachhinein erkannt, denn viele der grössten Auftritte und die meisten der grossen Aufnahmen entstanden in der Scala. Die letzte Aufführung erfolgte 1962, dazwischen lag über ein Jahrzehnt mit vielen Emotionen.

Gaetano Donizetti

Karriere-Kick in Mailand

Mailand spielte in Donizettis persönlicher Biografie neben Bergamo, Neapel, Paris eine Nebenrolle. Und trotzdem war die norditalienische Metropole für die Karriere des Lombarden entscheidend. 1830 begann dort seine internationale Karriere mit dem Triumph seines ersten Meisterwerks «Anna Bolena» mit dem Traumpaar Giuditta Pasta und Giovanni Rubini in der Hauptrolle.

Zwei Jahre später präsentierte er sich dem Mailänder Publikum mit «Elisir d’amore». Als die Oper am 12. Mai 1832 uraufgeführt wurde, erlebte Donizetti einen der glänzendsten Momente seiner Karriere. Die Ovationen des Publikums waren gigantisch, auch die Kritiken der Zeitungen überschlugen sich. Damit konnte Donizetti den Erfolg, den er mit «Anna Bolena» zwei Jahre zuvor erzielt hatte bravourös bestätigen. Nun war er endlich auf Augenhöhe mit seinem Freund und Rivalen Bellini, und die beiden wurden zu den führenden Opernkomponisten Italiens.

Gaetano_Donizetti_1835
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Wolfgang Amadeus Mozart

Triumph als 14-jähriger mit einer Oper

Im Januar 1770 kamen Vater und sein 14-jähriger Sohn Mozart von Salzburg kommend in Mailand an. Nach den Strapazen der Überquerung des Brenners bei Schnee und Kälte hofften die beiden auf einen lukrativen Auftrag. Mozart nahm Unterricht bei dem alten Sammartini und durfte mehrmals öffentlich auftreten. Der ersehnte Auftrag traf ein und Mozart erhielt ein Libretto für «Mitridate re di Ponte».

Im Herbst kehrten Sie mit der fertigen Oper zurück. Der 14-jährige Mozart dirigierte die ersten drei Aufführungen gleich selbst und die Mailänder waren aus dem Häuschen und sorgten für monatelang ausverkaufte Aufführungen. Noch zwei Mal kehrte Mozart mit Opern für Mailand zurück («Ascanio» und «Lucio Silla»), bis der Erzbischof Colloredo in Salzburg die Aufträge unterband. Alle drei Aufführungen fanden im Palazzo Regio Ducal statt, der drei Jahre nach der Uraufführung von «Lucio Silla» abbrannte.

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Der 14-jährige Mozart:

Mozart Mailand Milan Milano 14 years 14-jährig

Giacomo Puccini

Viele Berührungspunkte mit Mailand

Zwei erfolgreiche Uraufführungen in Mailand umrahmen das künstlerische Leben Puccinis. Zuerst war es 1884 der Einakter «Le Vili» des 26-jährigen Komponisten im Teatro Verme und 40 Jahre später die posthume Uraufführung der «Turandot» in der Scala. Beide Aufführungen waren Erfolge, zuerst der Achtungserfolg des Newcomers und zuletzt die Ehrerbietung gegenüber dem Monument Puccini, das mit Turandot seinen letzten Riesen geboren hatte. Dazwischen hatte Puccini aber mehr als einmal mit Mailand, genauer gesagt mit der Scala, gehadert, siehe auch den Exkurs zur Uraufführung der «Butterfly» an der Scala am Ende dieses Beitrages.

Mailand bedeutete für ihn auch die mausarmen Studentenjahre am Konservatorium Mailand, wo er unter anderem mit Pietro Mascagni das Zimmer teilte und an diese er sich in der «Bohème» zärtlich erinnert hatte. Als Komponist war Mailand für ihn auch wichtig, weil sich auch die Niederlassung seines Verlegers Ricordi in Mailand befand, mit dem er bis auf eine (La Rondine) alle Opern-Projekte bestritten hatte.

Giacomo Puccini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer
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Gioachino Rossini

Erfolgreiche Werke zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr

Die Jahre 1810-1820 waren die Galeerenjahre Rossinis, in denen er über 30 Werke für ein Dutzend Theater schrieb. Dabei stand Mailand in Rossinis Biografie im Schatten von Neapel, Bologna und Paris. Trotzdem sah die lombardische Hauptstadt die Uraufführungen von einem halben Dutzend von Rossinis Werken, darunter die «Gazza ladra» und «Il turco in Italia».

Die berühmte Partnerschaft mit Barbaja

Rossini lernte in Mailand Domenico Barbaja kennen, der in der Scala das „Unterhaltungszentrum“ leitete. Die Scala der Zeit Rossinis muss man sich etwas anders vorstellen, als wir es heutzutage gewohnt sind. Zwar war die Musik wichtig, aber der gesellschaftliche Aspekt eines Besuchs war mindestens ebenso wichtig. Zur Scala gehörten auch ein Café, eine Konditorei, eine Küche und Spielräume. Für letztere war der findige Domenico Barbaja zuständig. Mit der Machtübernahme der Franzosen in den napoleonischen Jahren wurde das Glücksspiel legalisiert und Barbaja machte die Scala zu einem Unterhaltungszentrum mit Musik, Gastronomie und Glückspiel.

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Der junge Rossini:

Rossini in Venedig Venice Gioachino Rossini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer

Giuseppe Verdi

Eine lebenslange Beziehung mit der Scala

Die Mailänder Scala war während seines ganzen Lebens der wichtigste künstlerische Bezugspunkt Verdis. In diesem Theater erfolgte 1839 die Uraufführung seiner ersten Oper (Oberto) und 54 Jahre später auch die seiner letzten Oper (Falstaff). Seine Karriere wurde an diesem Theater mit dem Sensationserfolg des «Nabucco» 1843 so richtig Fahrt auf, worauf der Impresario Merelli Verdi einen Vertrag für ein Folgewerk anbot. Der Vertrag war vollständig ausgearbeitet, lediglich bei der Entschädigungssumme klaffte eine Leerstelle. Merelli, der Impresario der Scala, forderte den Komponisten auf, die ihm genehme Summe selbst einzufügen.

Verdi vor der Scala:

Tod und Begräbnis in Mailand

Nachdem seine Frau Giuseppina 1897 gestorben war, verbrachte Verdi seine verbleibende Zeit oft in seiner Suite im Albergo Milano (heute Gran Hotel), wo er 1901 in seinem Zimmer verstarb. Bescheiden, gemäss seinem Wunsch, wurde seine Leiche in einer Kutsche III. Klasse zur Bestattung in den Friedhof gebracht. Erst drei Woche später wurde seine Leiche unter riesiger Anteilnahme der Mailänder Bevölkerung, begleitet vom Gesang der geschätzten 300.000 Personen entlang der Strecke, welche spontan das «Va pensiero» sangen, in die Krypta des Casa di riposo überführt. Seine Sterbesuite im Gran Hotel wurde bis heutigen Tag bewahrt und kann gebucht werden.

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Giuseppe Verdi Portrait


GRABSTÄTTEN BERÜHMTER MUSIKER

Vincenzo Bellini

Die Zusammenarbeit mit dem Librettisten Romani

Mailand war Vincenzo Bellinis künstlerisch wichtigste Station. Der Impresario Barbaja vermittelte den Kontakt zum Haupt-Librettisten der Scala, Felice Romani, der mit der Ausnahme von «I Puritani» alle folgenden Libretti Bellinis schreiben sollte.

Felice Romani:

Triumph und Niederlage

Die erste Oper «Il pirata» schlug in Mailand ein wie eine Bombe und Bellini schrieb in den nächsten 4 Jahren sechs Opern für die Scala und das Carcano. In Mailand kam er auch in Kontakt mit zwei der drei Giudittas, die in seinem Leben eine wichtige Rolle spielten. Einerseits betraf es die Affäre mit der verheirateten Turina (die wegen eines abgefangenen Briefes aufflog) und andererseits die künstlerische (und vermutlich auch private) Partnerschaft mit der berühmten Giuditta Pasta.

Bellini bewegte sich geschickt in den adligen Mailänder Salons und schuf sich rasch ein Beziehungsnetz. Dieses schützte ihn aber nicht vor der grössten Schmach seiner Karriere, der skandalösen Uraufführung seiner «Norma» an der Scala (mehr darüber im Exkurs weiter unten).

Museo teatrale alla scala Painting Bellini Travel Reisen Culture Tourism (1)

Maria Callas

Kampf um das Königinnenreich der Scala

1950 hatte Maria Callas zum ersten Mal in der Scala gesungen und sie wurde in den fünfziger Jahren die «Primadonna assoluta» der Scala.

Diese Position musste sie sich aber erkämpfen. Als sie an die Scala kam, besetzte Renata Tebaldi diese Position, inthronisiert als „Engelstimme“ bei der Neueröffnung der Scala 1946 durch Toscanini . Was danach kam war nicht nur ein künstlerischer Wettstreit, sondern auch ein persönliche Animosität. Tebaldi bestach mit ihrer Engelsstimme, die Callas mit ihrem dramatischen Ausdruck und stupenden Technik. Die Claques der beiden Sängerinnen taten das ihrige um die Rivalität zu befeuern. Irgendwann gewann die Callas die Überhand und Tebaldi fokussierte sich auf die Met und so bekamen beide Sängerinnen ihre Königinnen-Reich.

Das Verhältnis der Callas zum Publikum und zum Management war aber nie frei von Spannungen, vielleicht wurde die Grösse ihrer Bedeutung erst im Nachhinein erkannt, denn viele der grössten Auftritte und die meisten der grossen Aufnahmen entstanden in der Scala. Die letzte Aufführung erfolgte 1962, dazwischen lag über ein Jahrzehnt mit vielen Emotionen.

Gaetano Donizetti

Karriere-Kick in Mailand

Mailand spielte in Donizettis persönlicher Biografie neben Bergamo, Neapel, Paris eine Nebenrolle. Und trotzdem war die norditalienische Metropole für die Karriere des Lombarden entscheidend. 1830 begann dort seine internationale Karriere mit dem Triumph seines ersten Meisterwerks «Anna Bolena» mit dem Traumpaar Giuditta Pasta und Giovanni Rubini in der Hauptrolle.

Zwei Jahre später präsentierte er sich dem Mailänder Publikum mit «Elisir d’amore». Als die Oper am 12. Mai 1832 uraufgeführt wurde, erlebte Donizetti einen der glänzendsten Momente seiner Karriere. Die Ovationen des Publikums waren gigantisch, auch die Kritiken der Zeitungen überschlugen sich. Damit konnte Donizetti den Erfolg, den er mit «Anna Bolena» zwei Jahre zuvor erzielt hatte bravourös bestätigen. Nun war er endlich auf Augenhöhe mit seinem Freund und Rivalen Bellini, und die beiden wurden zu den führenden Opernkomponisten Italiens.

Gaetano_Donizetti_1835
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Wolfgang Amadeus Mozart

Triumph als 14-jähriger mit einer Oper

Im Januar 1770 kamen Vater und sein 14-jähriger Sohn Mozart von Salzburg kommend in Mailand an. Nach den Strapazen der Überquerung des Brenners bei Schnee und Kälte hofften die beiden auf einen lukrativen Auftrag. Mozart nahm Unterricht bei dem alten Sammartini und durfte mehrmals öffentlich auftreten. Der ersehnte Auftrag traf ein und Mozart erhielt ein Libretto für «Mitridate re di Ponte».

Im Herbst kehrten Sie mit der fertigen Oper zurück. Der 14-jährige Mozart dirigierte die ersten drei Aufführungen gleich selbst und die Mailänder waren aus dem Häuschen und sorgten für monatelang ausverkaufte Aufführungen. Noch zwei Mal kehrte Mozart mit Opern für Mailand zurück («Ascanio» und «Lucio Silla»), bis der Erzbischof Colloredo in Salzburg die Aufträge unterband. Alle drei Aufführungen fanden im Palazzo Regio Ducal statt, der drei Jahre nach der Uraufführung von «Lucio Silla» abbrannte.

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Der 14-jährige Mozart:

Mozart Mailand Milan Milano 14 years 14-jährig

Giacomo Puccini

Viele Berührungspunkte mit Mailand

Zwei erfolgreiche Uraufführungen in Mailand umrahmen das künstlerische Leben Puccinis. Zuerst war es 1884 der Einakter «Le Vili» des 26-jährigen Komponisten im Teatro Verme und 40 Jahre später die posthume Uraufführung der «Turandot» in der Scala. Beide Aufführungen waren Erfolge, zuerst der Achtungserfolg des Newcomers und zuletzt die Ehrerbietung gegenüber dem Monument Puccini, das mit Turandot seinen letzten Riesen geboren hatte. Dazwischen hatte Puccini aber mehr als einmal mit Mailand, genauer gesagt mit der Scala, gehadert, siehe auch den Exkurs zur Uraufführung der «Butterfly» an der Scala am Ende dieses Beitrages.

Mailand bedeutete für ihn auch die mausarmen Studentenjahre am Konservatorium Mailand, wo er unter anderem mit Pietro Mascagni das Zimmer teilte und an diese er sich in der «Bohème» zärtlich erinnert hatte. Als Komponist war Mailand für ihn auch wichtig, weil sich auch die Niederlassung seines Verlegers Ricordi in Mailand befand, mit dem er bis auf eine (La Rondine) alle Opern-Projekte bestritten hatte.

Giacomo Puccini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer
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Gioachino Rossini

Erfolgreiche Werke zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr

Die Jahre 1810-1820 waren die Galeerenjahre Rossinis, in denen er über 30 Werke für ein Dutzend Theater schrieb. Dabei stand Mailand in Rossinis Biografie im Schatten von Neapel, Bologna und Paris. Trotzdem sah die lombardische Hauptstadt die Uraufführungen von einem halben Dutzend von Rossinis Werken, darunter die «Gazza ladra» und «Il turco in Italia».

Die berühmte Partnerschaft mit Barbaja

Rossini lernte in Mailand Domenico Barbaja kennen, der in der Scala das „Unterhaltungszentrum“ leitete. Die Scala der Zeit Rossinis muss man sich etwas anders vorstellen, als wir es heutzutage gewohnt sind. Zwar war die Musik wichtig, aber der gesellschaftliche Aspekt eines Besuchs war mindestens ebenso wichtig. Zur Scala gehörten auch ein Café, eine Konditorei, eine Küche und Spielräume. Für letztere war der findige Domenico Barbaja zuständig. Mit der Machtübernahme der Franzosen in den napoleonischen Jahren wurde das Glücksspiel legalisiert und Barbaja machte die Scala zu einem Unterhaltungszentrum mit Musik, Gastronomie und Glückspiel.

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Der junge Rossini:

Rossini in Venedig Venice Gioachino Rossini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer

Giuseppe Verdi

Eine lebenslange Beziehung mit der Scala

Die Mailänder Scala war während seines ganzen Lebens der wichtigste künstlerische Bezugspunkt Verdis. In diesem Theater erfolgte 1839 die Uraufführung seiner ersten Oper (Oberto) und 54 Jahre später auch die seiner letzten Oper (Falstaff). Seine Karriere wurde an diesem Theater mit dem Sensationserfolg des «Nabucco» 1843 so richtig Fahrt auf, worauf der Impresario Merelli Verdi einen Vertrag für ein Folgewerk anbot. Der Vertrag war vollständig ausgearbeitet, lediglich bei der Entschädigungssumme klaffte eine Leerstelle. Merelli, der Impresario der Scala, forderte den Komponisten auf, die ihm genehme Summe selbst einzufügen.

Verdi vor der Scala:

Tod und Begräbnis in Mailand

Nachdem seine Frau Giuseppina 1897 gestorben war, verbrachte Verdi seine verbleibende Zeit oft in seiner Suite im Albergo Milano (heute Gran Hotel), wo er 1901 in seinem Zimmer verstarb. Bescheiden, gemäss seinem Wunsch, wurde seine Leiche in einer Kutsche III. Klasse zur Bestattung in den Friedhof gebracht. Erst drei Woche später wurde seine Leiche unter riesiger Anteilnahme der Mailänder Bevölkerung, begleitet vom Gesang der geschätzten 300.000 Personen entlang der Strecke, welche spontan das «Va pensiero» sangen, in die Krypta des Casa di riposo überführt. Seine Sterbesuite im Gran Hotel wurde bis heutigen Tag bewahrt und kann gebucht werden.

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Giuseppe Verdi Portrait


HOTELS, RESTAURANTS UND SPEZIALITÄTEN

Vincenzo Bellini

Die Zusammenarbeit mit dem Librettisten Romani

Mailand war Vincenzo Bellinis künstlerisch wichtigste Station. Der Impresario Barbaja vermittelte den Kontakt zum Haupt-Librettisten der Scala, Felice Romani, der mit der Ausnahme von «I Puritani» alle folgenden Libretti Bellinis schreiben sollte.

Felice Romani:

Triumph und Niederlage

Die erste Oper «Il pirata» schlug in Mailand ein wie eine Bombe und Bellini schrieb in den nächsten 4 Jahren sechs Opern für die Scala und das Carcano. In Mailand kam er auch in Kontakt mit zwei der drei Giudittas, die in seinem Leben eine wichtige Rolle spielten. Einerseits betraf es die Affäre mit der verheirateten Turina (die wegen eines abgefangenen Briefes aufflog) und andererseits die künstlerische (und vermutlich auch private) Partnerschaft mit der berühmten Giuditta Pasta.

Bellini bewegte sich geschickt in den adligen Mailänder Salons und schuf sich rasch ein Beziehungsnetz. Dieses schützte ihn aber nicht vor der grössten Schmach seiner Karriere, der skandalösen Uraufführung seiner «Norma» an der Scala (mehr darüber im Exkurs weiter unten).

Museo teatrale alla scala Painting Bellini Travel Reisen Culture Tourism (1)

Maria Callas

Kampf um das Königinnenreich der Scala

1950 hatte Maria Callas zum ersten Mal in der Scala gesungen und sie wurde in den fünfziger Jahren die «Primadonna assoluta» der Scala.

Diese Position musste sie sich aber erkämpfen. Als sie an die Scala kam, besetzte Renata Tebaldi diese Position, inthronisiert als „Engelstimme“ bei der Neueröffnung der Scala 1946 durch Toscanini . Was danach kam war nicht nur ein künstlerischer Wettstreit, sondern auch ein persönliche Animosität. Tebaldi bestach mit ihrer Engelsstimme, die Callas mit ihrem dramatischen Ausdruck und stupenden Technik. Die Claques der beiden Sängerinnen taten das ihrige um die Rivalität zu befeuern. Irgendwann gewann die Callas die Überhand und Tebaldi fokussierte sich auf die Met und so bekamen beide Sängerinnen ihre Königinnen-Reich.

Das Verhältnis der Callas zum Publikum und zum Management war aber nie frei von Spannungen, vielleicht wurde die Grösse ihrer Bedeutung erst im Nachhinein erkannt, denn viele der grössten Auftritte und die meisten der grossen Aufnahmen entstanden in der Scala. Die letzte Aufführung erfolgte 1962, dazwischen lag über ein Jahrzehnt mit vielen Emotionen.

Gaetano Donizetti

Karriere-Kick in Mailand

Mailand spielte in Donizettis persönlicher Biografie neben Bergamo, Neapel, Paris eine Nebenrolle. Und trotzdem war die norditalienische Metropole für die Karriere des Lombarden entscheidend. 1830 begann dort seine internationale Karriere mit dem Triumph seines ersten Meisterwerks «Anna Bolena» mit dem Traumpaar Giuditta Pasta und Giovanni Rubini in der Hauptrolle.

Zwei Jahre später präsentierte er sich dem Mailänder Publikum mit «Elisir d’amore». Als die Oper am 12. Mai 1832 uraufgeführt wurde, erlebte Donizetti einen der glänzendsten Momente seiner Karriere. Die Ovationen des Publikums waren gigantisch, auch die Kritiken der Zeitungen überschlugen sich. Damit konnte Donizetti den Erfolg, den er mit «Anna Bolena» zwei Jahre zuvor erzielt hatte bravourös bestätigen. Nun war er endlich auf Augenhöhe mit seinem Freund und Rivalen Bellini, und die beiden wurden zu den führenden Opernkomponisten Italiens.

Gaetano_Donizetti_1835
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Wolfgang Amadeus Mozart

Triumph als 14-jähriger mit einer Oper

Im Januar 1770 kamen Vater und sein 14-jähriger Sohn Mozart von Salzburg kommend in Mailand an. Nach den Strapazen der Überquerung des Brenners bei Schnee und Kälte hofften die beiden auf einen lukrativen Auftrag. Mozart nahm Unterricht bei dem alten Sammartini und durfte mehrmals öffentlich auftreten. Der ersehnte Auftrag traf ein und Mozart erhielt ein Libretto für «Mitridate re di Ponte».

Im Herbst kehrten Sie mit der fertigen Oper zurück. Der 14-jährige Mozart dirigierte die ersten drei Aufführungen gleich selbst und die Mailänder waren aus dem Häuschen und sorgten für monatelang ausverkaufte Aufführungen. Noch zwei Mal kehrte Mozart mit Opern für Mailand zurück («Ascanio» und «Lucio Silla»), bis der Erzbischof Colloredo in Salzburg die Aufträge unterband. Alle drei Aufführungen fanden im Palazzo Regio Ducal statt, der drei Jahre nach der Uraufführung von «Lucio Silla» abbrannte.

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Der 14-jährige Mozart:

Mozart Mailand Milan Milano 14 years 14-jährig

Giacomo Puccini

Viele Berührungspunkte mit Mailand

Zwei erfolgreiche Uraufführungen in Mailand umrahmen das künstlerische Leben Puccinis. Zuerst war es 1884 der Einakter «Le Vili» des 26-jährigen Komponisten im Teatro Verme und 40 Jahre später die posthume Uraufführung der «Turandot» in der Scala. Beide Aufführungen waren Erfolge, zuerst der Achtungserfolg des Newcomers und zuletzt die Ehrerbietung gegenüber dem Monument Puccini, das mit Turandot seinen letzten Riesen geboren hatte. Dazwischen hatte Puccini aber mehr als einmal mit Mailand, genauer gesagt mit der Scala, gehadert, siehe auch den Exkurs zur Uraufführung der «Butterfly» an der Scala am Ende dieses Beitrages.

Mailand bedeutete für ihn auch die mausarmen Studentenjahre am Konservatorium Mailand, wo er unter anderem mit Pietro Mascagni das Zimmer teilte und an diese er sich in der «Bohème» zärtlich erinnert hatte. Als Komponist war Mailand für ihn auch wichtig, weil sich auch die Niederlassung seines Verlegers Ricordi in Mailand befand, mit dem er bis auf eine (La Rondine) alle Opern-Projekte bestritten hatte.

Giacomo Puccini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer
ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON PUCCINI

Gioachino Rossini

Erfolgreiche Werke zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr

Die Jahre 1810-1820 waren die Galeerenjahre Rossinis, in denen er über 30 Werke für ein Dutzend Theater schrieb. Dabei stand Mailand in Rossinis Biografie im Schatten von Neapel, Bologna und Paris. Trotzdem sah die lombardische Hauptstadt die Uraufführungen von einem halben Dutzend von Rossinis Werken, darunter die «Gazza ladra» und «Il turco in Italia».

Die berühmte Partnerschaft mit Barbaja

Rossini lernte in Mailand Domenico Barbaja kennen, der in der Scala das „Unterhaltungszentrum“ leitete. Die Scala der Zeit Rossinis muss man sich etwas anders vorstellen, als wir es heutzutage gewohnt sind. Zwar war die Musik wichtig, aber der gesellschaftliche Aspekt eines Besuchs war mindestens ebenso wichtig. Zur Scala gehörten auch ein Café, eine Konditorei, eine Küche und Spielräume. Für letztere war der findige Domenico Barbaja zuständig. Mit der Machtübernahme der Franzosen in den napoleonischen Jahren wurde das Glücksspiel legalisiert und Barbaja machte die Scala zu einem Unterhaltungszentrum mit Musik, Gastronomie und Glückspiel.

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Der junge Rossini:

Rossini in Venedig Venice Gioachino Rossini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer

Giuseppe Verdi

Eine lebenslange Beziehung mit der Scala

Die Mailänder Scala war während seines ganzen Lebens der wichtigste künstlerische Bezugspunkt Verdis. In diesem Theater erfolgte 1839 die Uraufführung seiner ersten Oper (Oberto) und 54 Jahre später auch die seiner letzten Oper (Falstaff). Seine Karriere wurde an diesem Theater mit dem Sensationserfolg des «Nabucco» 1843 so richtig Fahrt auf, worauf der Impresario Merelli Verdi einen Vertrag für ein Folgewerk anbot. Der Vertrag war vollständig ausgearbeitet, lediglich bei der Entschädigungssumme klaffte eine Leerstelle. Merelli, der Impresario der Scala, forderte den Komponisten auf, die ihm genehme Summe selbst einzufügen.

Verdi vor der Scala:

Tod und Begräbnis in Mailand

Nachdem seine Frau Giuseppina 1897 gestorben war, verbrachte Verdi seine verbleibende Zeit oft in seiner Suite im Albergo Milano (heute Gran Hotel), wo er 1901 in seinem Zimmer verstarb. Bescheiden, gemäss seinem Wunsch, wurde seine Leiche in einer Kutsche III. Klasse zur Bestattung in den Friedhof gebracht. Erst drei Woche später wurde seine Leiche unter riesiger Anteilnahme der Mailänder Bevölkerung, begleitet vom Gesang der geschätzten 300.000 Personen entlang der Strecke, welche spontan das «Va pensiero» sangen, in die Krypta des Casa di riposo überführt. Seine Sterbesuite im Gran Hotel wurde bis heutigen Tag bewahrt und kann gebucht werden.

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Giuseppe Verdi Portrait


MUSIKALISCHE STÜCKE MIT BEZUG ZU MAILAND

Vincenzo Bellini

Die Zusammenarbeit mit dem Librettisten Romani

Mailand war Vincenzo Bellinis künstlerisch wichtigste Station. Der Impresario Barbaja vermittelte den Kontakt zum Haupt-Librettisten der Scala, Felice Romani, der mit der Ausnahme von «I Puritani» alle folgenden Libretti Bellinis schreiben sollte.

Felice Romani:

Triumph und Niederlage

Die erste Oper «Il pirata» schlug in Mailand ein wie eine Bombe und Bellini schrieb in den nächsten 4 Jahren sechs Opern für die Scala und das Carcano. In Mailand kam er auch in Kontakt mit zwei der drei Giudittas, die in seinem Leben eine wichtige Rolle spielten. Einerseits betraf es die Affäre mit der verheirateten Turina (die wegen eines abgefangenen Briefes aufflog) und andererseits die künstlerische (und vermutlich auch private) Partnerschaft mit der berühmten Giuditta Pasta.

Bellini bewegte sich geschickt in den adligen Mailänder Salons und schuf sich rasch ein Beziehungsnetz. Dieses schützte ihn aber nicht vor der grössten Schmach seiner Karriere, der skandalösen Uraufführung seiner «Norma» an der Scala (mehr darüber im Exkurs weiter unten).

Museo teatrale alla scala Painting Bellini Travel Reisen Culture Tourism (1)

Maria Callas

Kampf um das Königinnenreich der Scala

1950 hatte Maria Callas zum ersten Mal in der Scala gesungen und sie wurde in den fünfziger Jahren die «Primadonna assoluta» der Scala.

Diese Position musste sie sich aber erkämpfen. Als sie an die Scala kam, besetzte Renata Tebaldi diese Position, inthronisiert als „Engelstimme“ bei der Neueröffnung der Scala 1946 durch Toscanini . Was danach kam war nicht nur ein künstlerischer Wettstreit, sondern auch ein persönliche Animosität. Tebaldi bestach mit ihrer Engelsstimme, die Callas mit ihrem dramatischen Ausdruck und stupenden Technik. Die Claques der beiden Sängerinnen taten das ihrige um die Rivalität zu befeuern. Irgendwann gewann die Callas die Überhand und Tebaldi fokussierte sich auf die Met und so bekamen beide Sängerinnen ihre Königinnen-Reich.

Das Verhältnis der Callas zum Publikum und zum Management war aber nie frei von Spannungen, vielleicht wurde die Grösse ihrer Bedeutung erst im Nachhinein erkannt, denn viele der grössten Auftritte und die meisten der grossen Aufnahmen entstanden in der Scala. Die letzte Aufführung erfolgte 1962, dazwischen lag über ein Jahrzehnt mit vielen Emotionen.

Gaetano Donizetti

Karriere-Kick in Mailand

Mailand spielte in Donizettis persönlicher Biografie neben Bergamo, Neapel, Paris eine Nebenrolle. Und trotzdem war die norditalienische Metropole für die Karriere des Lombarden entscheidend. 1830 begann dort seine internationale Karriere mit dem Triumph seines ersten Meisterwerks «Anna Bolena» mit dem Traumpaar Giuditta Pasta und Giovanni Rubini in der Hauptrolle.

Zwei Jahre später präsentierte er sich dem Mailänder Publikum mit «Elisir d’amore». Als die Oper am 12. Mai 1832 uraufgeführt wurde, erlebte Donizetti einen der glänzendsten Momente seiner Karriere. Die Ovationen des Publikums waren gigantisch, auch die Kritiken der Zeitungen überschlugen sich. Damit konnte Donizetti den Erfolg, den er mit «Anna Bolena» zwei Jahre zuvor erzielt hatte bravourös bestätigen. Nun war er endlich auf Augenhöhe mit seinem Freund und Rivalen Bellini, und die beiden wurden zu den führenden Opernkomponisten Italiens.

Gaetano_Donizetti_1835
LINK ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON DONIZETTI

Wolfgang Amadeus Mozart

Triumph als 14-jähriger mit einer Oper

Im Januar 1770 kamen Vater und sein 14-jähriger Sohn Mozart von Salzburg kommend in Mailand an. Nach den Strapazen der Überquerung des Brenners bei Schnee und Kälte hofften die beiden auf einen lukrativen Auftrag. Mozart nahm Unterricht bei dem alten Sammartini und durfte mehrmals öffentlich auftreten. Der ersehnte Auftrag traf ein und Mozart erhielt ein Libretto für «Mitridate re di Ponte».

Im Herbst kehrten Sie mit der fertigen Oper zurück. Der 14-jährige Mozart dirigierte die ersten drei Aufführungen gleich selbst und die Mailänder waren aus dem Häuschen und sorgten für monatelang ausverkaufte Aufführungen. Noch zwei Mal kehrte Mozart mit Opern für Mailand zurück («Ascanio» und «Lucio Silla»), bis der Erzbischof Colloredo in Salzburg die Aufträge unterband. Alle drei Aufführungen fanden im Palazzo Regio Ducal statt, der drei Jahre nach der Uraufführung von «Lucio Silla» abbrannte.

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Der 14-jährige Mozart:

Mozart Mailand Milan Milano 14 years 14-jährig

Giacomo Puccini

Viele Berührungspunkte mit Mailand

Zwei erfolgreiche Uraufführungen in Mailand umrahmen das künstlerische Leben Puccinis. Zuerst war es 1884 der Einakter «Le Vili» des 26-jährigen Komponisten im Teatro Verme und 40 Jahre später die posthume Uraufführung der «Turandot» in der Scala. Beide Aufführungen waren Erfolge, zuerst der Achtungserfolg des Newcomers und zuletzt die Ehrerbietung gegenüber dem Monument Puccini, das mit Turandot seinen letzten Riesen geboren hatte. Dazwischen hatte Puccini aber mehr als einmal mit Mailand, genauer gesagt mit der Scala, gehadert, siehe auch den Exkurs zur Uraufführung der «Butterfly» an der Scala am Ende dieses Beitrages.

Mailand bedeutete für ihn auch die mausarmen Studentenjahre am Konservatorium Mailand, wo er unter anderem mit Pietro Mascagni das Zimmer teilte und an diese er sich in der «Bohème» zärtlich erinnert hatte. Als Komponist war Mailand für ihn auch wichtig, weil sich auch die Niederlassung seines Verlegers Ricordi in Mailand befand, mit dem er bis auf eine (La Rondine) alle Opern-Projekte bestritten hatte.

Giacomo Puccini Biografie Biography Life Leben Places Orte Music Musik Travel Guide Reisen Reiseführer
ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON PUCCINI

Gioachino Rossini

Erfolgreiche Werke zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr

Die Jahre 1810-1820 waren die Galeerenjahre Rossinis, in denen er über 30 Werke für ein Dutzend Theater schrieb. Dabei stand Mailand in Rossinis Biografie im Schatten von Neapel, Bologna und Paris. Trotzdem sah die lombardische Hauptstadt die Uraufführungen von einem halben Dutzend von Rossinis Werken, darunter die «Gazza ladra» und «Il turco in Italia».

Die berühmte Partnerschaft mit Barbaja

Rossini lernte in Mailand Domenico Barbaja kennen, der in der Scala das „Unterhaltungszentrum“ leitete. Die Scala der Zeit Rossinis muss man sich etwas anders vorstellen, als wir es heutzutage gewohnt sind. Zwar war die Musik wichtig, aber der gesellschaftliche Aspekt eines Besuchs war mindestens ebenso wichtig. Zur Scala gehörten auch ein Café, eine Konditorei, eine Küche und Spielräume. Für letztere war der findige Domenico Barbaja zuständig. Mit der Machtübernahme der Franzosen in den napoleonischen Jahren wurde das Glücksspiel legalisiert und Barbaja machte die Scala zu einem Unterhaltungszentrum mit Musik, Gastronomie und Glückspiel.

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Der junge Rossini:

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Giuseppe Verdi

Eine lebenslange Beziehung mit der Scala

Die Mailänder Scala war während seines ganzen Lebens der wichtigste künstlerische Bezugspunkt Verdis. In diesem Theater erfolgte 1839 die Uraufführung seiner ersten Oper (Oberto) und 54 Jahre später auch die seiner letzten Oper (Falstaff). Seine Karriere wurde an diesem Theater mit dem Sensationserfolg des «Nabucco» 1843 so richtig Fahrt auf, worauf der Impresario Merelli Verdi einen Vertrag für ein Folgewerk anbot. Der Vertrag war vollständig ausgearbeitet, lediglich bei der Entschädigungssumme klaffte eine Leerstelle. Merelli, der Impresario der Scala, forderte den Komponisten auf, die ihm genehme Summe selbst einzufügen.

Verdi vor der Scala:

Tod und Begräbnis in Mailand

Nachdem seine Frau Giuseppina 1897 gestorben war, verbrachte Verdi seine verbleibende Zeit oft in seiner Suite im Albergo Milano (heute Gran Hotel), wo er 1901 in seinem Zimmer verstarb. Bescheiden, gemäss seinem Wunsch, wurde seine Leiche in einer Kutsche III. Klasse zur Bestattung in den Friedhof gebracht. Erst drei Woche später wurde seine Leiche unter riesiger Anteilnahme der Mailänder Bevölkerung, begleitet vom Gesang der geschätzten 300.000 Personen entlang der Strecke, welche spontan das «Va pensiero» sangen, in die Krypta des Casa di riposo überführt. Seine Sterbesuite im Gran Hotel wurde bis heutigen Tag bewahrt und kann gebucht werden.

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Giuseppe Verdi Portrait


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