MÜNCHEN und BAYERN – Reiseführer für Oper, klassische Musik und Kultur
HauptreisezieleMünchen und Bayern: Eine Reiseführer für Musikfans.
Besuchsziele mit Bezug zur klassischen Musik und Opernkunst und historischem Bezug. Lernen Sie spannende Ideen und Hintergrund-Informationen kennen.
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ÜBERSICHTSKARTE
Hier finden Sie die Standorte aller beschriebenen Reiseziele auf Google Maps.
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KOMPONISTEN IN MÜNCHEN UND BAYERN
Leben und Wirken von Bruckner, Liszt, Mozart, Strauss und Wagner in München und Bayern
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KONZERT- UND OPERNHÄUSER
Die historisch bedeutsamsten Aufführungsorte.
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MUSEEN
Die Museen zu Ehren Liszts, Wagners und Strauss.
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FRIEDHÖFE UND GRABSTÄTTEN
Grabstätten der in Bayern begrabenen, berühmten Musikern.
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KIRCHEN
Die Kirche des Klosters Seeon. Wo der junge Mozart öfters hinkam.
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DENKMÄLER UND DIVERSES
Weitere historische Sehenswürdigkeiten mit Bezug zu Komponisten.
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KARTE DER REISEZIELE DES REISEFÜHRERS MÜNCHEN
Zoomen Sie ein für Reiseziele in München:
KOMPONISTEN IN MÜNCHEN UND BAYERN
Anton Bruckner in München
Bruckner besuchte München wegen Richard Wagner
Anton Bruckner, der damals in Wien wohnte, besuchte München achtmal. In dieser Stadt erlebte er 1885 einen der grossen Momente seines Lebens, als die Münchner nach der lauwarmen Rezeption in Leipzig als zweite Stadt seine Siebte aufführten und sie vom Publikum triumphal aufgenommen wurde. Der Dirigent Hermann Levi nannte sie an der Feier am nächsten Tag die bedeutendste Sinfonie nach Beethoven, was für den oft gekränkten und übergegangenen Bruckner nach eigenen Worten eine der grössten Genugtuung seines Lebens war.
In diesen Tagen sass Bruckner auch bei dem Maler von Kaulbach für das Portrait, dass Bruckner aber nicht als sehr gelungen betrachtete.

Die erste Begegnung
Ein weiterer grosser Tag hatte sich für Brucker sich in München ereignet, als Bruckner 1865 anlässlich der ersten Aufführungen von «Tristan und Isolde» zum ersten Mal seinem Idol Richard Wagner begegnete. Wagner sprach zwar später vom grossen Sinfoniker Bruckner, behielt aber eine etwas herablassende Haltung gegenüber dem etwas «tölpelhaften» Bruckner.
Zum letzten Mal sah Bruckner den verehrten Meister in der Villa Wahnfried nach der Erstaufführung des «Parsifal», und der fragte ihn «Na, Bruckner, was sagen Sie zum Parsifal?» Bruckner kniete sich vor ihm nieder und stammelte: «Meister, i bet Ihna an!»[/sc_fs_faq]
LINK ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON BRUCKNER

Franz Liszt in Bayreuth
Liszt war etwas mehr als ein Dutzend Mal in Bayreuth. Der Besuchsgrund war natürlich das Festspielhaus von Richard und Cosima, aber auch seine Beziehung zur Nürnberger Pianofaktur Steingraeber (mehr dazu weiter unten).
Das wechselvolle Verhältnis zu Wagner
Liszts Beziehung zu Wagner datiert aus den späten vierziger Jahren, wo Liszt mit Aufführungen und finanziellen Beiträgen begann Wagner zu fördern. Das Verhältnis zu ihm war freundschaftlich, wurde aber mit der ausserehelichen Beziehung seiner Tochter zu Wagner sehr belastet. Dem gläubigen Liszt war dies ein Dorn im Auge (was für ihn persönlich aber nie ein Hinderungsgrund war…).
Später verbesserte sich die Beziehung wieder und die Wagners versuchten den berühmten Pianisten mit Konzerten und Anlässen für die Festspiele einzuspannen, dem Liszt gelegentlich nachkam. Bei den Besuchen von Liszt war Wagner immer missmutig, vermutlich weil er eifersüchtig auf die Popularität Liszt war. Wagner sprach öfters schlecht über Liszts Musik, hatte aber mehrmals in seinen Werken Ideen «geklaut» beispielsweise im Parsifal (Verwandlungsmusik). 1883.
Tod in Bayreuth
Nachdem Wagner 1883 gestorben war, übernahm Cosima die Verantwortung für die Festspiele und wieder rief sie nach Liszt, denn die drückenden finanziellen Verpflichtungen lasteten auf ihr und sie wollte noch einmal den glanzvollen Namen ihres Vaters zu Nutze machen. Sie wollte den mittlerweile gebrechlichen aber nicht in der Villa Wahnfried haben und quartierte ihn im Nebenhaus ein. Als Liszt eintraf, war er bereits schwer erkrankt. Nichtsdestrotrotz nahm er geduldig an den Anlässen teil. Gegen Ende Juli wurde er bettlägerig, doch Cosima hatte kaum Zeit sich um ihren Vater zu kümmern. So verstarb er einsam in seinem Zimmer an einer Lungenentzündung, nicht einmal die Sterbesakramente konnte der Gläubige Abbé Liszt empfangen. Cosima hielt den Tod Liszt geheim, bis die Festspiele vorüber waren.
Aus Prestigegründen ignorierte sie Liszt Wunsch in Ungarn beerdigt zu werden und liess ihn in Bayreuth beerdigen (darüber gibt es allerdings eine grössere Kontroverse). An der Totenmesse in der katholischen Kirche Bayreuth nahmen 2000 Personen teil, Cosima hielt es nicht für nötig dabei zu sein.
Franz Liszt mit Tochter Cosima:

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART
Wolfgang Amadeus Mozart in München
Uraufführung seines Idomeneo
Mozart war acht Mal in München. Bereits im Alter von sechs Jahren gab er in der Kurfürstenstadt mit seiner Schwester Nannerl Konzerte. 1775 erfolgte zudem die Uraufführung des Auftragswerks «La finta Giardiniera» (im Opernhaus St. Salvator). Besonders bedeutsam war sein mehrmonatiger Aufenthalt bei der Einstudierung des «Idomeneo».
Mozarts Vater und seine Schwester Nannerl saßen am 29. Januar 1781 stolz im Münchener Cuvilliés-Theater (wo heute das Residenztheater steht) bei der Uraufführung dieser großartigen Opera seria. Doch der Erfolg war nicht groß genug, um Mozarts Karriere in Schwung zu bringen. Zwar war der Fürst zufrieden, doch Mozart verpasste sein Ziel, Kapellmeister in München zu werden und vom Salzburger Hof Unabhängigkeit zu erlangen.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART
Wolfgang Amadeus Mozart in Seeon
Die Orgel des Klosters
Mozart besuchte dieses frühere Kloster verschiedene Male in seiner Jugendzeit, zum ersten Mal als neunjähriger wenn sein Vater von Salzburg nach München unterwegs war. Hier komponierte er und spielte die Orgel.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART
Richard Strauss in München
Ein waschechter Münchner und sein Bezug zu einer Münchener Brauerei
Richard Strauss kam 1864 in München in eine musikalische Familie zur Welt. Sein Vater war ein bekannter Hornist der Münchner Hofoper, der als Orchestermusiker durch sein nicht ungetrübtes Verhältnis zu Richard Wagner bekannt wurde. Mütterlicherseits war Richard verwandt mit der Pschorr Familie, der Mitbesitzerin der traditionsreichen Hacker-Pschorr Brauerei.
Das Verhältnis zwischen der Stadt München und seinem berühmten Sohn ist als unterkühlt zu bezeichnen. Eine Gedenktafel mit Bezug auf sein verschwundenes Geburtshaus in einem Parkhaus ist beredter Zeuge davon.
Strauss war ein Wunderkind und begann schon mit 6 Jahren zu komponieren. Sein Opus 1, ein Festmarsch für grosses Orchester schrieb er schon mit 12 Jahren. 1882 begann er ein Studium an der Universität München mit den Fächern Philosophie und Kunstgeschichte, brach es aber bald wieder ab um sein berufliches Leben der Musik zu widmen. Schon mit 19 Jahren wurden erste Werke von ihm aufgeführt.
Richard verließ München als 20 jähriger als er Hans von Bülow kennengelernt hatte, der ihn nach Meiningen ans Theater holte.
Als 22-jähriger kam er zurück an die Hofoper als dritter Kapellmeister. Er schrieb nach einer Italienreise die erste symphonische Dichtung (Aus Italien) und begann die Kompositionen „Don Juan“ und „Tod und Verklärung“. Nach einem Zwist verliess er München wieder in Richtung Weimar (er durfte Wagners Oper „die Feen“ nicht einstudieren).
Definitiver Weggang
1894 kam er als Kapellmeister zurück, verliess aber in Zorn München endgültig, als er bei der Nachfolge des verstorbenen Leiter der Hofoper, Hermann Levi, nicht berücksichtigt worden war. Sein Verhältnis zu München war getrübt und seine künstlerisch wichtigsten Städte wurden Dresden, Berlin und Wien.
Er versöhnte sich erst im Alter wieder mit seiner Heimatstadt (siehe unten bei Reiseziel Bayrische Staatsoper). Besonders eindrücklich war sein letzter Auftritt 1949 in München als er im Prinzregenten Theater den zweiten Akt seines Rosenkavaliers dirigierte.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Strauss in Bayreuth
Die Begegung mit Wagner
Richard Strauss hatte eine bewegte Beziehung zu Bayreuth. Sein Vater war Hornist in Münchner Hofoper und spielte bei den Uraufführungen der «Meistersinger» und «Tristan» in München mit und war mit dem Orchester häufig in Bayreuth. Er war ein scharfzüngiger Kritiker von Richard Wagner und focht mit dem Komponisten manche Kämpfe aus. Er saß beispielsweise als erster Hornist im Orchester bei den Proben zum «Meistersinger» und organisierte sogar einmal nach einem besonders langen Probentag einen Streik. Wagner nahm es mit Humor und meinte: «Der alte Strauss ist zwar ein unausstehlicher Kerl, aber wenn er Horn bläst, kann man ihm nicht böse sein».
Strauss Vater nahm seinen Sohn 1882 als Belohnung für das bestandene Abitur nach Bayreuth zu einer Parsifal-Aufführung mit, dort lernte Richard auch den Meister persönlich kennen.
Das wechselvolle Verhältnis zu den Wagners
Strauss wurde in der Folge ein glühender Wagner Anhänger. Er freundete sich mit Cosima an und wurde 1889 Assistenz-Dirigent von Hans von Bülow. Cosima erkannte Strauss’ Potenzial und wollte ihn sogar mit ihrer Tochter Eva verkuppeln und 1894 durfte er die Tannhäuser-Premiere in Bayreuth dirigieren (mit seiner späteren Frau Pauline als Eva).
Das einst freundschaftliche Verhältnis zwischen Cosima Wagner kühlte sich mit Strauss’ Oper „Salome“ ab, über dessen Musikstil Cosima gar nicht erbaut war («eine Oper über ein Judenmädchen»). Später vertrugen sich die beiden wieder und Strauss sprang 1933 im «Parsifal» als Dirigent ein, als Toscanini Bayreuth wutentbrannt verließ.
Strauss mit Winifred Wagner u.a. vor der Villa Wahnfried:

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Strauss in Garmisch
1908 bezog Strauss das mit den Erlösen seiner „Salome“ finanzierte neuerbaute Haus im ländlichen Garmisch-Partenkirchen. Die Villa diente zunächst als Sommerfrische und später als Wohnhaus, in dessen Arbeitszimmer die meisten Werke ab der «Elektra» entstanden.
Seine Heimat der zweiten Lebenshälfte
In den zwanziger Jahren war er viel unterwegs (Dresden, Wien, Salzburg und Tourneen), in den Nazi Jahren übernahm zu Beginn das Amt des Reichsmusikdirektors. Strauss’ Rolle im zweiten Weltkrieg war ambivalent. Strauss war kein Antisemit, aber im besten Fall opportunistisch. Als die amerikanischen Truppen in Garmisch einmarschierten empfing Strauss sie mit Urkunden in der Hand in seinem Garten und konnte so «als Komponist des Rosenkavaliers» sein Haus vor Requisition schützen.
Nach dem zweiten Weltkrieg verliess der gesundheitlich und finanziell angeschlagene Strauss aus Angst vor Entnazifizierung Garmisch in Richtung Schweiz, wo er von Gönnern unterstützt wurde und in Hotels wohnte. Zum Schluss kam er zurück in sein geliebtes Haus und verstarb dort 1949.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Wagner in München
Sein Retter stammt aus München
Richard Wagner war 1864 nach seinem Tristan Fiasko in Wien völlig mittellos. Was er nicht wusste war, das Ludwig II 1861 das Theater nach einer Lohengrin Aufführung tiefbewegt und tränenüberströmt verlassen hatte.
Als er in diesem Schicksalsjahr 1864 Wagner zu sich nach München rief, rettete er den Komponisten aus seiner grössten Lebenskrise. In der Folge wurde er zu seinem Mäzen. Allerdings belasteten die masslosen Forderungen Wagners die Staatskasse über Gebühr und Wagner muss 1865 München auf Druck der königlichen Regierung gegen den Willen des Königs in Richtung Luzern-Tribschen verlassen.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE
Richard Wagner in Bayreuth
Sein Lebenstraum
Wagners Lebenstraum war es ein eigenes Festspielhaus zu errichten, wo er das Gesamtkunswerk – die Zusammenführung der Künste der Musik, Architektur, Theater und Bühnenbildgestaltung- verwirklichen konnte. Wagner wählte dieses Provinz Städtchen um während der Festspiele den Aufführungen die maximale Aufmerksamkeit zu ermöglichen ohne die Ablenkungen einer Grosstadt.
Wagner war es von Beginn weg klar, dass die Aufführung eines solchen Werkes in der bestehenden Theaterlandschaft kaum möglich war.
Die Idee eines eigenen Festspielhauses war früh geboren. Doch es sollten noch 25 Jahre bis zu dessen Vollendung verstreichen. Die Finanzierung dieses enormen Unterfangens sicherzustellen kostete Wagner viel Arbeit. 1872 zog er mit seiner Frau Cosima nach Bayreuth um, und die Bauarbeiten begannen. Es gelang ihm zusammen mit vielen Gönnern, Geld für die Grundsteinlegung des Festspielhauses und für den Kauf der Villa Wahnfried zu sammeln. Das Auftreiben des Kapitals zur Finanzierung des Festspielhauses ging schleppend voran und er musste viele Reisen mit Vorträgen und Dirigaten bestreiten, sein Herz wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. Nocheinmal half ihm Ludwig mit einem erklecklichen Geldbetrag aus der Patsche. Glücklicherweise hatte er eine Schar von jungen Künstlern um sich, die ihm bei verschiedensten Arbeiten zur Hand gingen, die Gruppe bekam den Übernamen «Nibelungenkanzlei».
Vier Jahre später wurde das Festspielhaus mit dem Rheingold eröffnet. Die ersten Festspiele erfolgten 1876 in Anwesenheit Wilhelms und der ganzen europäischen Kulturprominenz und wurden zu Wagners grösstem Triumph.
Das Festspielhaus von innen:

LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE
KONZERT- UND OPERNHÄUSER
Anton Bruckner in München
Bruckner besuchte München wegen Richard Wagner
Anton Bruckner, der damals in Wien wohnte, besuchte München achtmal. In dieser Stadt erlebte er 1885 einen der grossen Momente seines Lebens, als die Münchner nach der lauwarmen Rezeption in Leipzig als zweite Stadt seine Siebte aufführten und sie vom Publikum triumphal aufgenommen wurde. Der Dirigent Hermann Levi nannte sie an der Feier am nächsten Tag die bedeutendste Sinfonie nach Beethoven, was für den oft gekränkten und übergegangenen Bruckner nach eigenen Worten eine der grössten Genugtuung seines Lebens war.
In diesen Tagen sass Bruckner auch bei dem Maler von Kaulbach für das Portrait, dass Bruckner aber nicht als sehr gelungen betrachtete.

Die erste Begegnung
Ein weiterer grosser Tag hatte sich für Brucker sich in München ereignet, als Bruckner 1865 anlässlich der ersten Aufführungen von «Tristan und Isolde» zum ersten Mal seinem Idol Richard Wagner begegnete. Wagner sprach zwar später vom grossen Sinfoniker Bruckner, behielt aber eine etwas herablassende Haltung gegenüber dem etwas «tölpelhaften» Bruckner.
Zum letzten Mal sah Bruckner den verehrten Meister in der Villa Wahnfried nach der Erstaufführung des «Parsifal», und der fragte ihn «Na, Bruckner, was sagen Sie zum Parsifal?» Bruckner kniete sich vor ihm nieder und stammelte: «Meister, i bet Ihna an!»[/sc_fs_faq]
LINK ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON BRUCKNER

Franz Liszt in Bayreuth
Liszt war etwas mehr als ein Dutzend Mal in Bayreuth. Der Besuchsgrund war natürlich das Festspielhaus von Richard und Cosima, aber auch seine Beziehung zur Nürnberger Pianofaktur Steingraeber (mehr dazu weiter unten).
Das wechselvolle Verhältnis zu Wagner
Liszts Beziehung zu Wagner datiert aus den späten vierziger Jahren, wo Liszt mit Aufführungen und finanziellen Beiträgen begann Wagner zu fördern. Das Verhältnis zu ihm war freundschaftlich, wurde aber mit der ausserehelichen Beziehung seiner Tochter zu Wagner sehr belastet. Dem gläubigen Liszt war dies ein Dorn im Auge (was für ihn persönlich aber nie ein Hinderungsgrund war…).
Später verbesserte sich die Beziehung wieder und die Wagners versuchten den berühmten Pianisten mit Konzerten und Anlässen für die Festspiele einzuspannen, dem Liszt gelegentlich nachkam. Bei den Besuchen von Liszt war Wagner immer missmutig, vermutlich weil er eifersüchtig auf die Popularität Liszt war. Wagner sprach öfters schlecht über Liszts Musik, hatte aber mehrmals in seinen Werken Ideen «geklaut» beispielsweise im Parsifal (Verwandlungsmusik). 1883.
Tod in Bayreuth
Nachdem Wagner 1883 gestorben war, übernahm Cosima die Verantwortung für die Festspiele und wieder rief sie nach Liszt, denn die drückenden finanziellen Verpflichtungen lasteten auf ihr und sie wollte noch einmal den glanzvollen Namen ihres Vaters zu Nutze machen. Sie wollte den mittlerweile gebrechlichen aber nicht in der Villa Wahnfried haben und quartierte ihn im Nebenhaus ein. Als Liszt eintraf, war er bereits schwer erkrankt. Nichtsdestrotrotz nahm er geduldig an den Anlässen teil. Gegen Ende Juli wurde er bettlägerig, doch Cosima hatte kaum Zeit sich um ihren Vater zu kümmern. So verstarb er einsam in seinem Zimmer an einer Lungenentzündung, nicht einmal die Sterbesakramente konnte der Gläubige Abbé Liszt empfangen. Cosima hielt den Tod Liszt geheim, bis die Festspiele vorüber waren.
Aus Prestigegründen ignorierte sie Liszt Wunsch in Ungarn beerdigt zu werden und liess ihn in Bayreuth beerdigen (darüber gibt es allerdings eine grössere Kontroverse). An der Totenmesse in der katholischen Kirche Bayreuth nahmen 2000 Personen teil, Cosima hielt es nicht für nötig dabei zu sein.
Franz Liszt mit Tochter Cosima:

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART
Wolfgang Amadeus Mozart in München
Uraufführung seines Idomeneo
Mozart war acht Mal in München. Bereits im Alter von sechs Jahren gab er in der Kurfürstenstadt mit seiner Schwester Nannerl Konzerte. 1775 erfolgte zudem die Uraufführung des Auftragswerks «La finta Giardiniera» (im Opernhaus St. Salvator). Besonders bedeutsam war sein mehrmonatiger Aufenthalt bei der Einstudierung des «Idomeneo».
Mozarts Vater und seine Schwester Nannerl saßen am 29. Januar 1781 stolz im Münchener Cuvilliés-Theater (wo heute das Residenztheater steht) bei der Uraufführung dieser großartigen Opera seria. Doch der Erfolg war nicht groß genug, um Mozarts Karriere in Schwung zu bringen. Zwar war der Fürst zufrieden, doch Mozart verpasste sein Ziel, Kapellmeister in München zu werden und vom Salzburger Hof Unabhängigkeit zu erlangen.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART
Wolfgang Amadeus Mozart in Seeon
Die Orgel des Klosters
Mozart besuchte dieses frühere Kloster verschiedene Male in seiner Jugendzeit, zum ersten Mal als neunjähriger wenn sein Vater von Salzburg nach München unterwegs war. Hier komponierte er und spielte die Orgel.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART
Richard Strauss in München
Ein waschechter Münchner und sein Bezug zu einer Münchener Brauerei
Richard Strauss kam 1864 in München in eine musikalische Familie zur Welt. Sein Vater war ein bekannter Hornist der Münchner Hofoper, der als Orchestermusiker durch sein nicht ungetrübtes Verhältnis zu Richard Wagner bekannt wurde. Mütterlicherseits war Richard verwandt mit der Pschorr Familie, der Mitbesitzerin der traditionsreichen Hacker-Pschorr Brauerei.
Das Verhältnis zwischen der Stadt München und seinem berühmten Sohn ist als unterkühlt zu bezeichnen. Eine Gedenktafel mit Bezug auf sein verschwundenes Geburtshaus in einem Parkhaus ist beredter Zeuge davon.
Strauss war ein Wunderkind und begann schon mit 6 Jahren zu komponieren. Sein Opus 1, ein Festmarsch für grosses Orchester schrieb er schon mit 12 Jahren. 1882 begann er ein Studium an der Universität München mit den Fächern Philosophie und Kunstgeschichte, brach es aber bald wieder ab um sein berufliches Leben der Musik zu widmen. Schon mit 19 Jahren wurden erste Werke von ihm aufgeführt.
Richard verließ München als 20 jähriger als er Hans von Bülow kennengelernt hatte, der ihn nach Meiningen ans Theater holte.
Als 22-jähriger kam er zurück an die Hofoper als dritter Kapellmeister. Er schrieb nach einer Italienreise die erste symphonische Dichtung (Aus Italien) und begann die Kompositionen „Don Juan“ und „Tod und Verklärung“. Nach einem Zwist verliess er München wieder in Richtung Weimar (er durfte Wagners Oper „die Feen“ nicht einstudieren).
Definitiver Weggang
1894 kam er als Kapellmeister zurück, verliess aber in Zorn München endgültig, als er bei der Nachfolge des verstorbenen Leiter der Hofoper, Hermann Levi, nicht berücksichtigt worden war. Sein Verhältnis zu München war getrübt und seine künstlerisch wichtigsten Städte wurden Dresden, Berlin und Wien.
Er versöhnte sich erst im Alter wieder mit seiner Heimatstadt (siehe unten bei Reiseziel Bayrische Staatsoper). Besonders eindrücklich war sein letzter Auftritt 1949 in München als er im Prinzregenten Theater den zweiten Akt seines Rosenkavaliers dirigierte.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Strauss in Bayreuth
Die Begegung mit Wagner
Richard Strauss hatte eine bewegte Beziehung zu Bayreuth. Sein Vater war Hornist in Münchner Hofoper und spielte bei den Uraufführungen der «Meistersinger» und «Tristan» in München mit und war mit dem Orchester häufig in Bayreuth. Er war ein scharfzüngiger Kritiker von Richard Wagner und focht mit dem Komponisten manche Kämpfe aus. Er saß beispielsweise als erster Hornist im Orchester bei den Proben zum «Meistersinger» und organisierte sogar einmal nach einem besonders langen Probentag einen Streik. Wagner nahm es mit Humor und meinte: «Der alte Strauss ist zwar ein unausstehlicher Kerl, aber wenn er Horn bläst, kann man ihm nicht böse sein».
Strauss Vater nahm seinen Sohn 1882 als Belohnung für das bestandene Abitur nach Bayreuth zu einer Parsifal-Aufführung mit, dort lernte Richard auch den Meister persönlich kennen.
Das wechselvolle Verhältnis zu den Wagners
Strauss wurde in der Folge ein glühender Wagner Anhänger. Er freundete sich mit Cosima an und wurde 1889 Assistenz-Dirigent von Hans von Bülow. Cosima erkannte Strauss’ Potenzial und wollte ihn sogar mit ihrer Tochter Eva verkuppeln und 1894 durfte er die Tannhäuser-Premiere in Bayreuth dirigieren (mit seiner späteren Frau Pauline als Eva).
Das einst freundschaftliche Verhältnis zwischen Cosima Wagner kühlte sich mit Strauss’ Oper „Salome“ ab, über dessen Musikstil Cosima gar nicht erbaut war («eine Oper über ein Judenmädchen»). Später vertrugen sich die beiden wieder und Strauss sprang 1933 im «Parsifal» als Dirigent ein, als Toscanini Bayreuth wutentbrannt verließ.
Strauss mit Winifred Wagner u.a. vor der Villa Wahnfried:

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Strauss in Garmisch
1908 bezog Strauss das mit den Erlösen seiner „Salome“ finanzierte neuerbaute Haus im ländlichen Garmisch-Partenkirchen. Die Villa diente zunächst als Sommerfrische und später als Wohnhaus, in dessen Arbeitszimmer die meisten Werke ab der «Elektra» entstanden.
Seine Heimat der zweiten Lebenshälfte
In den zwanziger Jahren war er viel unterwegs (Dresden, Wien, Salzburg und Tourneen), in den Nazi Jahren übernahm zu Beginn das Amt des Reichsmusikdirektors. Strauss’ Rolle im zweiten Weltkrieg war ambivalent. Strauss war kein Antisemit, aber im besten Fall opportunistisch. Als die amerikanischen Truppen in Garmisch einmarschierten empfing Strauss sie mit Urkunden in der Hand in seinem Garten und konnte so «als Komponist des Rosenkavaliers» sein Haus vor Requisition schützen.
Nach dem zweiten Weltkrieg verliess der gesundheitlich und finanziell angeschlagene Strauss aus Angst vor Entnazifizierung Garmisch in Richtung Schweiz, wo er von Gönnern unterstützt wurde und in Hotels wohnte. Zum Schluss kam er zurück in sein geliebtes Haus und verstarb dort 1949.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Wagner in München
Sein Retter stammt aus München
Richard Wagner war 1864 nach seinem Tristan Fiasko in Wien völlig mittellos. Was er nicht wusste war, das Ludwig II 1861 das Theater nach einer Lohengrin Aufführung tiefbewegt und tränenüberströmt verlassen hatte.
Als er in diesem Schicksalsjahr 1864 Wagner zu sich nach München rief, rettete er den Komponisten aus seiner grössten Lebenskrise. In der Folge wurde er zu seinem Mäzen. Allerdings belasteten die masslosen Forderungen Wagners die Staatskasse über Gebühr und Wagner muss 1865 München auf Druck der königlichen Regierung gegen den Willen des Königs in Richtung Luzern-Tribschen verlassen.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE
Richard Wagner in Bayreuth
Sein Lebenstraum
Wagners Lebenstraum war es ein eigenes Festspielhaus zu errichten, wo er das Gesamtkunswerk – die Zusammenführung der Künste der Musik, Architektur, Theater und Bühnenbildgestaltung- verwirklichen konnte. Wagner wählte dieses Provinz Städtchen um während der Festspiele den Aufführungen die maximale Aufmerksamkeit zu ermöglichen ohne die Ablenkungen einer Grosstadt.
Wagner war es von Beginn weg klar, dass die Aufführung eines solchen Werkes in der bestehenden Theaterlandschaft kaum möglich war.
Die Idee eines eigenen Festspielhauses war früh geboren. Doch es sollten noch 25 Jahre bis zu dessen Vollendung verstreichen. Die Finanzierung dieses enormen Unterfangens sicherzustellen kostete Wagner viel Arbeit. 1872 zog er mit seiner Frau Cosima nach Bayreuth um, und die Bauarbeiten begannen. Es gelang ihm zusammen mit vielen Gönnern, Geld für die Grundsteinlegung des Festspielhauses und für den Kauf der Villa Wahnfried zu sammeln. Das Auftreiben des Kapitals zur Finanzierung des Festspielhauses ging schleppend voran und er musste viele Reisen mit Vorträgen und Dirigaten bestreiten, sein Herz wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. Nocheinmal half ihm Ludwig mit einem erklecklichen Geldbetrag aus der Patsche. Glücklicherweise hatte er eine Schar von jungen Künstlern um sich, die ihm bei verschiedensten Arbeiten zur Hand gingen, die Gruppe bekam den Übernamen «Nibelungenkanzlei».
Vier Jahre später wurde das Festspielhaus mit dem Rheingold eröffnet. Die ersten Festspiele erfolgten 1876 in Anwesenheit Wilhelms und der ganzen europäischen Kulturprominenz und wurden zu Wagners grösstem Triumph.
Das Festspielhaus von innen:

LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE
MUSEEN
Anton Bruckner in München
Bruckner besuchte München wegen Richard Wagner
Anton Bruckner, der damals in Wien wohnte, besuchte München achtmal. In dieser Stadt erlebte er 1885 einen der grossen Momente seines Lebens, als die Münchner nach der lauwarmen Rezeption in Leipzig als zweite Stadt seine Siebte aufführten und sie vom Publikum triumphal aufgenommen wurde. Der Dirigent Hermann Levi nannte sie an der Feier am nächsten Tag die bedeutendste Sinfonie nach Beethoven, was für den oft gekränkten und übergegangenen Bruckner nach eigenen Worten eine der grössten Genugtuung seines Lebens war.
In diesen Tagen sass Bruckner auch bei dem Maler von Kaulbach für das Portrait, dass Bruckner aber nicht als sehr gelungen betrachtete.

Die erste Begegnung
Ein weiterer grosser Tag hatte sich für Brucker sich in München ereignet, als Bruckner 1865 anlässlich der ersten Aufführungen von «Tristan und Isolde» zum ersten Mal seinem Idol Richard Wagner begegnete. Wagner sprach zwar später vom grossen Sinfoniker Bruckner, behielt aber eine etwas herablassende Haltung gegenüber dem etwas «tölpelhaften» Bruckner.
Zum letzten Mal sah Bruckner den verehrten Meister in der Villa Wahnfried nach der Erstaufführung des «Parsifal», und der fragte ihn «Na, Bruckner, was sagen Sie zum Parsifal?» Bruckner kniete sich vor ihm nieder und stammelte: «Meister, i bet Ihna an!»[/sc_fs_faq]
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Franz Liszt in Bayreuth
Liszt war etwas mehr als ein Dutzend Mal in Bayreuth. Der Besuchsgrund war natürlich das Festspielhaus von Richard und Cosima, aber auch seine Beziehung zur Nürnberger Pianofaktur Steingraeber (mehr dazu weiter unten).
Das wechselvolle Verhältnis zu Wagner
Liszts Beziehung zu Wagner datiert aus den späten vierziger Jahren, wo Liszt mit Aufführungen und finanziellen Beiträgen begann Wagner zu fördern. Das Verhältnis zu ihm war freundschaftlich, wurde aber mit der ausserehelichen Beziehung seiner Tochter zu Wagner sehr belastet. Dem gläubigen Liszt war dies ein Dorn im Auge (was für ihn persönlich aber nie ein Hinderungsgrund war…).
Später verbesserte sich die Beziehung wieder und die Wagners versuchten den berühmten Pianisten mit Konzerten und Anlässen für die Festspiele einzuspannen, dem Liszt gelegentlich nachkam. Bei den Besuchen von Liszt war Wagner immer missmutig, vermutlich weil er eifersüchtig auf die Popularität Liszt war. Wagner sprach öfters schlecht über Liszts Musik, hatte aber mehrmals in seinen Werken Ideen «geklaut» beispielsweise im Parsifal (Verwandlungsmusik). 1883.
Tod in Bayreuth
Nachdem Wagner 1883 gestorben war, übernahm Cosima die Verantwortung für die Festspiele und wieder rief sie nach Liszt, denn die drückenden finanziellen Verpflichtungen lasteten auf ihr und sie wollte noch einmal den glanzvollen Namen ihres Vaters zu Nutze machen. Sie wollte den mittlerweile gebrechlichen aber nicht in der Villa Wahnfried haben und quartierte ihn im Nebenhaus ein. Als Liszt eintraf, war er bereits schwer erkrankt. Nichtsdestrotrotz nahm er geduldig an den Anlässen teil. Gegen Ende Juli wurde er bettlägerig, doch Cosima hatte kaum Zeit sich um ihren Vater zu kümmern. So verstarb er einsam in seinem Zimmer an einer Lungenentzündung, nicht einmal die Sterbesakramente konnte der Gläubige Abbé Liszt empfangen. Cosima hielt den Tod Liszt geheim, bis die Festspiele vorüber waren.
Aus Prestigegründen ignorierte sie Liszt Wunsch in Ungarn beerdigt zu werden und liess ihn in Bayreuth beerdigen (darüber gibt es allerdings eine grössere Kontroverse). An der Totenmesse in der katholischen Kirche Bayreuth nahmen 2000 Personen teil, Cosima hielt es nicht für nötig dabei zu sein.
Franz Liszt mit Tochter Cosima:

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART
Wolfgang Amadeus Mozart in München
Uraufführung seines Idomeneo
Mozart war acht Mal in München. Bereits im Alter von sechs Jahren gab er in der Kurfürstenstadt mit seiner Schwester Nannerl Konzerte. 1775 erfolgte zudem die Uraufführung des Auftragswerks «La finta Giardiniera» (im Opernhaus St. Salvator). Besonders bedeutsam war sein mehrmonatiger Aufenthalt bei der Einstudierung des «Idomeneo».
Mozarts Vater und seine Schwester Nannerl saßen am 29. Januar 1781 stolz im Münchener Cuvilliés-Theater (wo heute das Residenztheater steht) bei der Uraufführung dieser großartigen Opera seria. Doch der Erfolg war nicht groß genug, um Mozarts Karriere in Schwung zu bringen. Zwar war der Fürst zufrieden, doch Mozart verpasste sein Ziel, Kapellmeister in München zu werden und vom Salzburger Hof Unabhängigkeit zu erlangen.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART
Wolfgang Amadeus Mozart in Seeon
Die Orgel des Klosters
Mozart besuchte dieses frühere Kloster verschiedene Male in seiner Jugendzeit, zum ersten Mal als neunjähriger wenn sein Vater von Salzburg nach München unterwegs war. Hier komponierte er und spielte die Orgel.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART
Richard Strauss in München
Ein waschechter Münchner und sein Bezug zu einer Münchener Brauerei
Richard Strauss kam 1864 in München in eine musikalische Familie zur Welt. Sein Vater war ein bekannter Hornist der Münchner Hofoper, der als Orchestermusiker durch sein nicht ungetrübtes Verhältnis zu Richard Wagner bekannt wurde. Mütterlicherseits war Richard verwandt mit der Pschorr Familie, der Mitbesitzerin der traditionsreichen Hacker-Pschorr Brauerei.
Das Verhältnis zwischen der Stadt München und seinem berühmten Sohn ist als unterkühlt zu bezeichnen. Eine Gedenktafel mit Bezug auf sein verschwundenes Geburtshaus in einem Parkhaus ist beredter Zeuge davon.
Strauss war ein Wunderkind und begann schon mit 6 Jahren zu komponieren. Sein Opus 1, ein Festmarsch für grosses Orchester schrieb er schon mit 12 Jahren. 1882 begann er ein Studium an der Universität München mit den Fächern Philosophie und Kunstgeschichte, brach es aber bald wieder ab um sein berufliches Leben der Musik zu widmen. Schon mit 19 Jahren wurden erste Werke von ihm aufgeführt.
Richard verließ München als 20 jähriger als er Hans von Bülow kennengelernt hatte, der ihn nach Meiningen ans Theater holte.
Als 22-jähriger kam er zurück an die Hofoper als dritter Kapellmeister. Er schrieb nach einer Italienreise die erste symphonische Dichtung (Aus Italien) und begann die Kompositionen „Don Juan“ und „Tod und Verklärung“. Nach einem Zwist verliess er München wieder in Richtung Weimar (er durfte Wagners Oper „die Feen“ nicht einstudieren).
Definitiver Weggang
1894 kam er als Kapellmeister zurück, verliess aber in Zorn München endgültig, als er bei der Nachfolge des verstorbenen Leiter der Hofoper, Hermann Levi, nicht berücksichtigt worden war. Sein Verhältnis zu München war getrübt und seine künstlerisch wichtigsten Städte wurden Dresden, Berlin und Wien.
Er versöhnte sich erst im Alter wieder mit seiner Heimatstadt (siehe unten bei Reiseziel Bayrische Staatsoper). Besonders eindrücklich war sein letzter Auftritt 1949 in München als er im Prinzregenten Theater den zweiten Akt seines Rosenkavaliers dirigierte.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Strauss in Bayreuth
Die Begegung mit Wagner
Richard Strauss hatte eine bewegte Beziehung zu Bayreuth. Sein Vater war Hornist in Münchner Hofoper und spielte bei den Uraufführungen der «Meistersinger» und «Tristan» in München mit und war mit dem Orchester häufig in Bayreuth. Er war ein scharfzüngiger Kritiker von Richard Wagner und focht mit dem Komponisten manche Kämpfe aus. Er saß beispielsweise als erster Hornist im Orchester bei den Proben zum «Meistersinger» und organisierte sogar einmal nach einem besonders langen Probentag einen Streik. Wagner nahm es mit Humor und meinte: «Der alte Strauss ist zwar ein unausstehlicher Kerl, aber wenn er Horn bläst, kann man ihm nicht böse sein».
Strauss Vater nahm seinen Sohn 1882 als Belohnung für das bestandene Abitur nach Bayreuth zu einer Parsifal-Aufführung mit, dort lernte Richard auch den Meister persönlich kennen.
Das wechselvolle Verhältnis zu den Wagners
Strauss wurde in der Folge ein glühender Wagner Anhänger. Er freundete sich mit Cosima an und wurde 1889 Assistenz-Dirigent von Hans von Bülow. Cosima erkannte Strauss’ Potenzial und wollte ihn sogar mit ihrer Tochter Eva verkuppeln und 1894 durfte er die Tannhäuser-Premiere in Bayreuth dirigieren (mit seiner späteren Frau Pauline als Eva).
Das einst freundschaftliche Verhältnis zwischen Cosima Wagner kühlte sich mit Strauss’ Oper „Salome“ ab, über dessen Musikstil Cosima gar nicht erbaut war («eine Oper über ein Judenmädchen»). Später vertrugen sich die beiden wieder und Strauss sprang 1933 im «Parsifal» als Dirigent ein, als Toscanini Bayreuth wutentbrannt verließ.
Strauss mit Winifred Wagner u.a. vor der Villa Wahnfried:

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Strauss in Garmisch
1908 bezog Strauss das mit den Erlösen seiner „Salome“ finanzierte neuerbaute Haus im ländlichen Garmisch-Partenkirchen. Die Villa diente zunächst als Sommerfrische und später als Wohnhaus, in dessen Arbeitszimmer die meisten Werke ab der «Elektra» entstanden.
Seine Heimat der zweiten Lebenshälfte
In den zwanziger Jahren war er viel unterwegs (Dresden, Wien, Salzburg und Tourneen), in den Nazi Jahren übernahm zu Beginn das Amt des Reichsmusikdirektors. Strauss’ Rolle im zweiten Weltkrieg war ambivalent. Strauss war kein Antisemit, aber im besten Fall opportunistisch. Als die amerikanischen Truppen in Garmisch einmarschierten empfing Strauss sie mit Urkunden in der Hand in seinem Garten und konnte so «als Komponist des Rosenkavaliers» sein Haus vor Requisition schützen.
Nach dem zweiten Weltkrieg verliess der gesundheitlich und finanziell angeschlagene Strauss aus Angst vor Entnazifizierung Garmisch in Richtung Schweiz, wo er von Gönnern unterstützt wurde und in Hotels wohnte. Zum Schluss kam er zurück in sein geliebtes Haus und verstarb dort 1949.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Wagner in München
Sein Retter stammt aus München
Richard Wagner war 1864 nach seinem Tristan Fiasko in Wien völlig mittellos. Was er nicht wusste war, das Ludwig II 1861 das Theater nach einer Lohengrin Aufführung tiefbewegt und tränenüberströmt verlassen hatte.
Als er in diesem Schicksalsjahr 1864 Wagner zu sich nach München rief, rettete er den Komponisten aus seiner grössten Lebenskrise. In der Folge wurde er zu seinem Mäzen. Allerdings belasteten die masslosen Forderungen Wagners die Staatskasse über Gebühr und Wagner muss 1865 München auf Druck der königlichen Regierung gegen den Willen des Königs in Richtung Luzern-Tribschen verlassen.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE
Richard Wagner in Bayreuth
Sein Lebenstraum
Wagners Lebenstraum war es ein eigenes Festspielhaus zu errichten, wo er das Gesamtkunswerk – die Zusammenführung der Künste der Musik, Architektur, Theater und Bühnenbildgestaltung- verwirklichen konnte. Wagner wählte dieses Provinz Städtchen um während der Festspiele den Aufführungen die maximale Aufmerksamkeit zu ermöglichen ohne die Ablenkungen einer Grosstadt.
Wagner war es von Beginn weg klar, dass die Aufführung eines solchen Werkes in der bestehenden Theaterlandschaft kaum möglich war.
Die Idee eines eigenen Festspielhauses war früh geboren. Doch es sollten noch 25 Jahre bis zu dessen Vollendung verstreichen. Die Finanzierung dieses enormen Unterfangens sicherzustellen kostete Wagner viel Arbeit. 1872 zog er mit seiner Frau Cosima nach Bayreuth um, und die Bauarbeiten begannen. Es gelang ihm zusammen mit vielen Gönnern, Geld für die Grundsteinlegung des Festspielhauses und für den Kauf der Villa Wahnfried zu sammeln. Das Auftreiben des Kapitals zur Finanzierung des Festspielhauses ging schleppend voran und er musste viele Reisen mit Vorträgen und Dirigaten bestreiten, sein Herz wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. Nocheinmal half ihm Ludwig mit einem erklecklichen Geldbetrag aus der Patsche. Glücklicherweise hatte er eine Schar von jungen Künstlern um sich, die ihm bei verschiedensten Arbeiten zur Hand gingen, die Gruppe bekam den Übernamen «Nibelungenkanzlei».
Vier Jahre später wurde das Festspielhaus mit dem Rheingold eröffnet. Die ersten Festspiele erfolgten 1876 in Anwesenheit Wilhelms und der ganzen europäischen Kulturprominenz und wurden zu Wagners grösstem Triumph.
Das Festspielhaus von innen:

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FRIEDHÖFE UND GRABSTÄTTEN
Anton Bruckner in München
Bruckner besuchte München wegen Richard Wagner
Anton Bruckner, der damals in Wien wohnte, besuchte München achtmal. In dieser Stadt erlebte er 1885 einen der grossen Momente seines Lebens, als die Münchner nach der lauwarmen Rezeption in Leipzig als zweite Stadt seine Siebte aufführten und sie vom Publikum triumphal aufgenommen wurde. Der Dirigent Hermann Levi nannte sie an der Feier am nächsten Tag die bedeutendste Sinfonie nach Beethoven, was für den oft gekränkten und übergegangenen Bruckner nach eigenen Worten eine der grössten Genugtuung seines Lebens war.
In diesen Tagen sass Bruckner auch bei dem Maler von Kaulbach für das Portrait, dass Bruckner aber nicht als sehr gelungen betrachtete.

Die erste Begegnung
Ein weiterer grosser Tag hatte sich für Brucker sich in München ereignet, als Bruckner 1865 anlässlich der ersten Aufführungen von «Tristan und Isolde» zum ersten Mal seinem Idol Richard Wagner begegnete. Wagner sprach zwar später vom grossen Sinfoniker Bruckner, behielt aber eine etwas herablassende Haltung gegenüber dem etwas «tölpelhaften» Bruckner.
Zum letzten Mal sah Bruckner den verehrten Meister in der Villa Wahnfried nach der Erstaufführung des «Parsifal», und der fragte ihn «Na, Bruckner, was sagen Sie zum Parsifal?» Bruckner kniete sich vor ihm nieder und stammelte: «Meister, i bet Ihna an!»[/sc_fs_faq]
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Franz Liszt in Bayreuth
Liszt war etwas mehr als ein Dutzend Mal in Bayreuth. Der Besuchsgrund war natürlich das Festspielhaus von Richard und Cosima, aber auch seine Beziehung zur Nürnberger Pianofaktur Steingraeber (mehr dazu weiter unten).
Das wechselvolle Verhältnis zu Wagner
Liszts Beziehung zu Wagner datiert aus den späten vierziger Jahren, wo Liszt mit Aufführungen und finanziellen Beiträgen begann Wagner zu fördern. Das Verhältnis zu ihm war freundschaftlich, wurde aber mit der ausserehelichen Beziehung seiner Tochter zu Wagner sehr belastet. Dem gläubigen Liszt war dies ein Dorn im Auge (was für ihn persönlich aber nie ein Hinderungsgrund war…).
Später verbesserte sich die Beziehung wieder und die Wagners versuchten den berühmten Pianisten mit Konzerten und Anlässen für die Festspiele einzuspannen, dem Liszt gelegentlich nachkam. Bei den Besuchen von Liszt war Wagner immer missmutig, vermutlich weil er eifersüchtig auf die Popularität Liszt war. Wagner sprach öfters schlecht über Liszts Musik, hatte aber mehrmals in seinen Werken Ideen «geklaut» beispielsweise im Parsifal (Verwandlungsmusik). 1883.
Tod in Bayreuth
Nachdem Wagner 1883 gestorben war, übernahm Cosima die Verantwortung für die Festspiele und wieder rief sie nach Liszt, denn die drückenden finanziellen Verpflichtungen lasteten auf ihr und sie wollte noch einmal den glanzvollen Namen ihres Vaters zu Nutze machen. Sie wollte den mittlerweile gebrechlichen aber nicht in der Villa Wahnfried haben und quartierte ihn im Nebenhaus ein. Als Liszt eintraf, war er bereits schwer erkrankt. Nichtsdestrotrotz nahm er geduldig an den Anlässen teil. Gegen Ende Juli wurde er bettlägerig, doch Cosima hatte kaum Zeit sich um ihren Vater zu kümmern. So verstarb er einsam in seinem Zimmer an einer Lungenentzündung, nicht einmal die Sterbesakramente konnte der Gläubige Abbé Liszt empfangen. Cosima hielt den Tod Liszt geheim, bis die Festspiele vorüber waren.
Aus Prestigegründen ignorierte sie Liszt Wunsch in Ungarn beerdigt zu werden und liess ihn in Bayreuth beerdigen (darüber gibt es allerdings eine grössere Kontroverse). An der Totenmesse in der katholischen Kirche Bayreuth nahmen 2000 Personen teil, Cosima hielt es nicht für nötig dabei zu sein.
Franz Liszt mit Tochter Cosima:

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Wolfgang Amadeus Mozart in München
Uraufführung seines Idomeneo
Mozart war acht Mal in München. Bereits im Alter von sechs Jahren gab er in der Kurfürstenstadt mit seiner Schwester Nannerl Konzerte. 1775 erfolgte zudem die Uraufführung des Auftragswerks «La finta Giardiniera» (im Opernhaus St. Salvator). Besonders bedeutsam war sein mehrmonatiger Aufenthalt bei der Einstudierung des «Idomeneo».
Mozarts Vater und seine Schwester Nannerl saßen am 29. Januar 1781 stolz im Münchener Cuvilliés-Theater (wo heute das Residenztheater steht) bei der Uraufführung dieser großartigen Opera seria. Doch der Erfolg war nicht groß genug, um Mozarts Karriere in Schwung zu bringen. Zwar war der Fürst zufrieden, doch Mozart verpasste sein Ziel, Kapellmeister in München zu werden und vom Salzburger Hof Unabhängigkeit zu erlangen.

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Wolfgang Amadeus Mozart in Seeon
Die Orgel des Klosters
Mozart besuchte dieses frühere Kloster verschiedene Male in seiner Jugendzeit, zum ersten Mal als neunjähriger wenn sein Vater von Salzburg nach München unterwegs war. Hier komponierte er und spielte die Orgel.

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Richard Strauss in München
Ein waschechter Münchner und sein Bezug zu einer Münchener Brauerei
Richard Strauss kam 1864 in München in eine musikalische Familie zur Welt. Sein Vater war ein bekannter Hornist der Münchner Hofoper, der als Orchestermusiker durch sein nicht ungetrübtes Verhältnis zu Richard Wagner bekannt wurde. Mütterlicherseits war Richard verwandt mit der Pschorr Familie, der Mitbesitzerin der traditionsreichen Hacker-Pschorr Brauerei.
Das Verhältnis zwischen der Stadt München und seinem berühmten Sohn ist als unterkühlt zu bezeichnen. Eine Gedenktafel mit Bezug auf sein verschwundenes Geburtshaus in einem Parkhaus ist beredter Zeuge davon.
Strauss war ein Wunderkind und begann schon mit 6 Jahren zu komponieren. Sein Opus 1, ein Festmarsch für grosses Orchester schrieb er schon mit 12 Jahren. 1882 begann er ein Studium an der Universität München mit den Fächern Philosophie und Kunstgeschichte, brach es aber bald wieder ab um sein berufliches Leben der Musik zu widmen. Schon mit 19 Jahren wurden erste Werke von ihm aufgeführt.
Richard verließ München als 20 jähriger als er Hans von Bülow kennengelernt hatte, der ihn nach Meiningen ans Theater holte.
Als 22-jähriger kam er zurück an die Hofoper als dritter Kapellmeister. Er schrieb nach einer Italienreise die erste symphonische Dichtung (Aus Italien) und begann die Kompositionen „Don Juan“ und „Tod und Verklärung“. Nach einem Zwist verliess er München wieder in Richtung Weimar (er durfte Wagners Oper „die Feen“ nicht einstudieren).
Definitiver Weggang
1894 kam er als Kapellmeister zurück, verliess aber in Zorn München endgültig, als er bei der Nachfolge des verstorbenen Leiter der Hofoper, Hermann Levi, nicht berücksichtigt worden war. Sein Verhältnis zu München war getrübt und seine künstlerisch wichtigsten Städte wurden Dresden, Berlin und Wien.
Er versöhnte sich erst im Alter wieder mit seiner Heimatstadt (siehe unten bei Reiseziel Bayrische Staatsoper). Besonders eindrücklich war sein letzter Auftritt 1949 in München als er im Prinzregenten Theater den zweiten Akt seines Rosenkavaliers dirigierte.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Strauss in Bayreuth
Die Begegung mit Wagner
Richard Strauss hatte eine bewegte Beziehung zu Bayreuth. Sein Vater war Hornist in Münchner Hofoper und spielte bei den Uraufführungen der «Meistersinger» und «Tristan» in München mit und war mit dem Orchester häufig in Bayreuth. Er war ein scharfzüngiger Kritiker von Richard Wagner und focht mit dem Komponisten manche Kämpfe aus. Er saß beispielsweise als erster Hornist im Orchester bei den Proben zum «Meistersinger» und organisierte sogar einmal nach einem besonders langen Probentag einen Streik. Wagner nahm es mit Humor und meinte: «Der alte Strauss ist zwar ein unausstehlicher Kerl, aber wenn er Horn bläst, kann man ihm nicht böse sein».
Strauss Vater nahm seinen Sohn 1882 als Belohnung für das bestandene Abitur nach Bayreuth zu einer Parsifal-Aufführung mit, dort lernte Richard auch den Meister persönlich kennen.
Das wechselvolle Verhältnis zu den Wagners
Strauss wurde in der Folge ein glühender Wagner Anhänger. Er freundete sich mit Cosima an und wurde 1889 Assistenz-Dirigent von Hans von Bülow. Cosima erkannte Strauss’ Potenzial und wollte ihn sogar mit ihrer Tochter Eva verkuppeln und 1894 durfte er die Tannhäuser-Premiere in Bayreuth dirigieren (mit seiner späteren Frau Pauline als Eva).
Das einst freundschaftliche Verhältnis zwischen Cosima Wagner kühlte sich mit Strauss’ Oper „Salome“ ab, über dessen Musikstil Cosima gar nicht erbaut war («eine Oper über ein Judenmädchen»). Später vertrugen sich die beiden wieder und Strauss sprang 1933 im «Parsifal» als Dirigent ein, als Toscanini Bayreuth wutentbrannt verließ.
Strauss mit Winifred Wagner u.a. vor der Villa Wahnfried:

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Strauss in Garmisch
1908 bezog Strauss das mit den Erlösen seiner „Salome“ finanzierte neuerbaute Haus im ländlichen Garmisch-Partenkirchen. Die Villa diente zunächst als Sommerfrische und später als Wohnhaus, in dessen Arbeitszimmer die meisten Werke ab der «Elektra» entstanden.
Seine Heimat der zweiten Lebenshälfte
In den zwanziger Jahren war er viel unterwegs (Dresden, Wien, Salzburg und Tourneen), in den Nazi Jahren übernahm zu Beginn das Amt des Reichsmusikdirektors. Strauss’ Rolle im zweiten Weltkrieg war ambivalent. Strauss war kein Antisemit, aber im besten Fall opportunistisch. Als die amerikanischen Truppen in Garmisch einmarschierten empfing Strauss sie mit Urkunden in der Hand in seinem Garten und konnte so «als Komponist des Rosenkavaliers» sein Haus vor Requisition schützen.
Nach dem zweiten Weltkrieg verliess der gesundheitlich und finanziell angeschlagene Strauss aus Angst vor Entnazifizierung Garmisch in Richtung Schweiz, wo er von Gönnern unterstützt wurde und in Hotels wohnte. Zum Schluss kam er zurück in sein geliebtes Haus und verstarb dort 1949.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Wagner in München
Sein Retter stammt aus München
Richard Wagner war 1864 nach seinem Tristan Fiasko in Wien völlig mittellos. Was er nicht wusste war, das Ludwig II 1861 das Theater nach einer Lohengrin Aufführung tiefbewegt und tränenüberströmt verlassen hatte.
Als er in diesem Schicksalsjahr 1864 Wagner zu sich nach München rief, rettete er den Komponisten aus seiner grössten Lebenskrise. In der Folge wurde er zu seinem Mäzen. Allerdings belasteten die masslosen Forderungen Wagners die Staatskasse über Gebühr und Wagner muss 1865 München auf Druck der königlichen Regierung gegen den Willen des Königs in Richtung Luzern-Tribschen verlassen.
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Richard Wagner in Bayreuth
Sein Lebenstraum
Wagners Lebenstraum war es ein eigenes Festspielhaus zu errichten, wo er das Gesamtkunswerk – die Zusammenführung der Künste der Musik, Architektur, Theater und Bühnenbildgestaltung- verwirklichen konnte. Wagner wählte dieses Provinz Städtchen um während der Festspiele den Aufführungen die maximale Aufmerksamkeit zu ermöglichen ohne die Ablenkungen einer Grosstadt.
Wagner war es von Beginn weg klar, dass die Aufführung eines solchen Werkes in der bestehenden Theaterlandschaft kaum möglich war.
Die Idee eines eigenen Festspielhauses war früh geboren. Doch es sollten noch 25 Jahre bis zu dessen Vollendung verstreichen. Die Finanzierung dieses enormen Unterfangens sicherzustellen kostete Wagner viel Arbeit. 1872 zog er mit seiner Frau Cosima nach Bayreuth um, und die Bauarbeiten begannen. Es gelang ihm zusammen mit vielen Gönnern, Geld für die Grundsteinlegung des Festspielhauses und für den Kauf der Villa Wahnfried zu sammeln. Das Auftreiben des Kapitals zur Finanzierung des Festspielhauses ging schleppend voran und er musste viele Reisen mit Vorträgen und Dirigaten bestreiten, sein Herz wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. Nocheinmal half ihm Ludwig mit einem erklecklichen Geldbetrag aus der Patsche. Glücklicherweise hatte er eine Schar von jungen Künstlern um sich, die ihm bei verschiedensten Arbeiten zur Hand gingen, die Gruppe bekam den Übernamen «Nibelungenkanzlei».
Vier Jahre später wurde das Festspielhaus mit dem Rheingold eröffnet. Die ersten Festspiele erfolgten 1876 in Anwesenheit Wilhelms und der ganzen europäischen Kulturprominenz und wurden zu Wagners grösstem Triumph.
Das Festspielhaus von innen:

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KIRCHEN
Anton Bruckner in München
Bruckner besuchte München wegen Richard Wagner
Anton Bruckner, der damals in Wien wohnte, besuchte München achtmal. In dieser Stadt erlebte er 1885 einen der grossen Momente seines Lebens, als die Münchner nach der lauwarmen Rezeption in Leipzig als zweite Stadt seine Siebte aufführten und sie vom Publikum triumphal aufgenommen wurde. Der Dirigent Hermann Levi nannte sie an der Feier am nächsten Tag die bedeutendste Sinfonie nach Beethoven, was für den oft gekränkten und übergegangenen Bruckner nach eigenen Worten eine der grössten Genugtuung seines Lebens war.
In diesen Tagen sass Bruckner auch bei dem Maler von Kaulbach für das Portrait, dass Bruckner aber nicht als sehr gelungen betrachtete.

Die erste Begegnung
Ein weiterer grosser Tag hatte sich für Brucker sich in München ereignet, als Bruckner 1865 anlässlich der ersten Aufführungen von «Tristan und Isolde» zum ersten Mal seinem Idol Richard Wagner begegnete. Wagner sprach zwar später vom grossen Sinfoniker Bruckner, behielt aber eine etwas herablassende Haltung gegenüber dem etwas «tölpelhaften» Bruckner.
Zum letzten Mal sah Bruckner den verehrten Meister in der Villa Wahnfried nach der Erstaufführung des «Parsifal», und der fragte ihn «Na, Bruckner, was sagen Sie zum Parsifal?» Bruckner kniete sich vor ihm nieder und stammelte: «Meister, i bet Ihna an!»[/sc_fs_faq]
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Franz Liszt in Bayreuth
Liszt war etwas mehr als ein Dutzend Mal in Bayreuth. Der Besuchsgrund war natürlich das Festspielhaus von Richard und Cosima, aber auch seine Beziehung zur Nürnberger Pianofaktur Steingraeber (mehr dazu weiter unten).
Das wechselvolle Verhältnis zu Wagner
Liszts Beziehung zu Wagner datiert aus den späten vierziger Jahren, wo Liszt mit Aufführungen und finanziellen Beiträgen begann Wagner zu fördern. Das Verhältnis zu ihm war freundschaftlich, wurde aber mit der ausserehelichen Beziehung seiner Tochter zu Wagner sehr belastet. Dem gläubigen Liszt war dies ein Dorn im Auge (was für ihn persönlich aber nie ein Hinderungsgrund war…).
Später verbesserte sich die Beziehung wieder und die Wagners versuchten den berühmten Pianisten mit Konzerten und Anlässen für die Festspiele einzuspannen, dem Liszt gelegentlich nachkam. Bei den Besuchen von Liszt war Wagner immer missmutig, vermutlich weil er eifersüchtig auf die Popularität Liszt war. Wagner sprach öfters schlecht über Liszts Musik, hatte aber mehrmals in seinen Werken Ideen «geklaut» beispielsweise im Parsifal (Verwandlungsmusik). 1883.
Tod in Bayreuth
Nachdem Wagner 1883 gestorben war, übernahm Cosima die Verantwortung für die Festspiele und wieder rief sie nach Liszt, denn die drückenden finanziellen Verpflichtungen lasteten auf ihr und sie wollte noch einmal den glanzvollen Namen ihres Vaters zu Nutze machen. Sie wollte den mittlerweile gebrechlichen aber nicht in der Villa Wahnfried haben und quartierte ihn im Nebenhaus ein. Als Liszt eintraf, war er bereits schwer erkrankt. Nichtsdestrotrotz nahm er geduldig an den Anlässen teil. Gegen Ende Juli wurde er bettlägerig, doch Cosima hatte kaum Zeit sich um ihren Vater zu kümmern. So verstarb er einsam in seinem Zimmer an einer Lungenentzündung, nicht einmal die Sterbesakramente konnte der Gläubige Abbé Liszt empfangen. Cosima hielt den Tod Liszt geheim, bis die Festspiele vorüber waren.
Aus Prestigegründen ignorierte sie Liszt Wunsch in Ungarn beerdigt zu werden und liess ihn in Bayreuth beerdigen (darüber gibt es allerdings eine grössere Kontroverse). An der Totenmesse in der katholischen Kirche Bayreuth nahmen 2000 Personen teil, Cosima hielt es nicht für nötig dabei zu sein.
Franz Liszt mit Tochter Cosima:

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART
Wolfgang Amadeus Mozart in München
Uraufführung seines Idomeneo
Mozart war acht Mal in München. Bereits im Alter von sechs Jahren gab er in der Kurfürstenstadt mit seiner Schwester Nannerl Konzerte. 1775 erfolgte zudem die Uraufführung des Auftragswerks «La finta Giardiniera» (im Opernhaus St. Salvator). Besonders bedeutsam war sein mehrmonatiger Aufenthalt bei der Einstudierung des «Idomeneo».
Mozarts Vater und seine Schwester Nannerl saßen am 29. Januar 1781 stolz im Münchener Cuvilliés-Theater (wo heute das Residenztheater steht) bei der Uraufführung dieser großartigen Opera seria. Doch der Erfolg war nicht groß genug, um Mozarts Karriere in Schwung zu bringen. Zwar war der Fürst zufrieden, doch Mozart verpasste sein Ziel, Kapellmeister in München zu werden und vom Salzburger Hof Unabhängigkeit zu erlangen.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART
Wolfgang Amadeus Mozart in Seeon
Die Orgel des Klosters
Mozart besuchte dieses frühere Kloster verschiedene Male in seiner Jugendzeit, zum ersten Mal als neunjähriger wenn sein Vater von Salzburg nach München unterwegs war. Hier komponierte er und spielte die Orgel.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART
Richard Strauss in München
Ein waschechter Münchner und sein Bezug zu einer Münchener Brauerei
Richard Strauss kam 1864 in München in eine musikalische Familie zur Welt. Sein Vater war ein bekannter Hornist der Münchner Hofoper, der als Orchestermusiker durch sein nicht ungetrübtes Verhältnis zu Richard Wagner bekannt wurde. Mütterlicherseits war Richard verwandt mit der Pschorr Familie, der Mitbesitzerin der traditionsreichen Hacker-Pschorr Brauerei.
Das Verhältnis zwischen der Stadt München und seinem berühmten Sohn ist als unterkühlt zu bezeichnen. Eine Gedenktafel mit Bezug auf sein verschwundenes Geburtshaus in einem Parkhaus ist beredter Zeuge davon.
Strauss war ein Wunderkind und begann schon mit 6 Jahren zu komponieren. Sein Opus 1, ein Festmarsch für grosses Orchester schrieb er schon mit 12 Jahren. 1882 begann er ein Studium an der Universität München mit den Fächern Philosophie und Kunstgeschichte, brach es aber bald wieder ab um sein berufliches Leben der Musik zu widmen. Schon mit 19 Jahren wurden erste Werke von ihm aufgeführt.
Richard verließ München als 20 jähriger als er Hans von Bülow kennengelernt hatte, der ihn nach Meiningen ans Theater holte.
Als 22-jähriger kam er zurück an die Hofoper als dritter Kapellmeister. Er schrieb nach einer Italienreise die erste symphonische Dichtung (Aus Italien) und begann die Kompositionen „Don Juan“ und „Tod und Verklärung“. Nach einem Zwist verliess er München wieder in Richtung Weimar (er durfte Wagners Oper „die Feen“ nicht einstudieren).
Definitiver Weggang
1894 kam er als Kapellmeister zurück, verliess aber in Zorn München endgültig, als er bei der Nachfolge des verstorbenen Leiter der Hofoper, Hermann Levi, nicht berücksichtigt worden war. Sein Verhältnis zu München war getrübt und seine künstlerisch wichtigsten Städte wurden Dresden, Berlin und Wien.
Er versöhnte sich erst im Alter wieder mit seiner Heimatstadt (siehe unten bei Reiseziel Bayrische Staatsoper). Besonders eindrücklich war sein letzter Auftritt 1949 in München als er im Prinzregenten Theater den zweiten Akt seines Rosenkavaliers dirigierte.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Strauss in Bayreuth
Die Begegung mit Wagner
Richard Strauss hatte eine bewegte Beziehung zu Bayreuth. Sein Vater war Hornist in Münchner Hofoper und spielte bei den Uraufführungen der «Meistersinger» und «Tristan» in München mit und war mit dem Orchester häufig in Bayreuth. Er war ein scharfzüngiger Kritiker von Richard Wagner und focht mit dem Komponisten manche Kämpfe aus. Er saß beispielsweise als erster Hornist im Orchester bei den Proben zum «Meistersinger» und organisierte sogar einmal nach einem besonders langen Probentag einen Streik. Wagner nahm es mit Humor und meinte: «Der alte Strauss ist zwar ein unausstehlicher Kerl, aber wenn er Horn bläst, kann man ihm nicht böse sein».
Strauss Vater nahm seinen Sohn 1882 als Belohnung für das bestandene Abitur nach Bayreuth zu einer Parsifal-Aufführung mit, dort lernte Richard auch den Meister persönlich kennen.
Das wechselvolle Verhältnis zu den Wagners
Strauss wurde in der Folge ein glühender Wagner Anhänger. Er freundete sich mit Cosima an und wurde 1889 Assistenz-Dirigent von Hans von Bülow. Cosima erkannte Strauss’ Potenzial und wollte ihn sogar mit ihrer Tochter Eva verkuppeln und 1894 durfte er die Tannhäuser-Premiere in Bayreuth dirigieren (mit seiner späteren Frau Pauline als Eva).
Das einst freundschaftliche Verhältnis zwischen Cosima Wagner kühlte sich mit Strauss’ Oper „Salome“ ab, über dessen Musikstil Cosima gar nicht erbaut war («eine Oper über ein Judenmädchen»). Später vertrugen sich die beiden wieder und Strauss sprang 1933 im «Parsifal» als Dirigent ein, als Toscanini Bayreuth wutentbrannt verließ.
Strauss mit Winifred Wagner u.a. vor der Villa Wahnfried:

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Strauss in Garmisch
1908 bezog Strauss das mit den Erlösen seiner „Salome“ finanzierte neuerbaute Haus im ländlichen Garmisch-Partenkirchen. Die Villa diente zunächst als Sommerfrische und später als Wohnhaus, in dessen Arbeitszimmer die meisten Werke ab der «Elektra» entstanden.
Seine Heimat der zweiten Lebenshälfte
In den zwanziger Jahren war er viel unterwegs (Dresden, Wien, Salzburg und Tourneen), in den Nazi Jahren übernahm zu Beginn das Amt des Reichsmusikdirektors. Strauss’ Rolle im zweiten Weltkrieg war ambivalent. Strauss war kein Antisemit, aber im besten Fall opportunistisch. Als die amerikanischen Truppen in Garmisch einmarschierten empfing Strauss sie mit Urkunden in der Hand in seinem Garten und konnte so «als Komponist des Rosenkavaliers» sein Haus vor Requisition schützen.
Nach dem zweiten Weltkrieg verliess der gesundheitlich und finanziell angeschlagene Strauss aus Angst vor Entnazifizierung Garmisch in Richtung Schweiz, wo er von Gönnern unterstützt wurde und in Hotels wohnte. Zum Schluss kam er zurück in sein geliebtes Haus und verstarb dort 1949.

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON RICHARD STRAUSS
Richard Wagner in München
Sein Retter stammt aus München
Richard Wagner war 1864 nach seinem Tristan Fiasko in Wien völlig mittellos. Was er nicht wusste war, das Ludwig II 1861 das Theater nach einer Lohengrin Aufführung tiefbewegt und tränenüberströmt verlassen hatte.
Als er in diesem Schicksalsjahr 1864 Wagner zu sich nach München rief, rettete er den Komponisten aus seiner grössten Lebenskrise. In der Folge wurde er zu seinem Mäzen. Allerdings belasteten die masslosen Forderungen Wagners die Staatskasse über Gebühr und Wagner muss 1865 München auf Druck der königlichen Regierung gegen den Willen des Königs in Richtung Luzern-Tribschen verlassen.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE
Richard Wagner in Bayreuth
Sein Lebenstraum
Wagners Lebenstraum war es ein eigenes Festspielhaus zu errichten, wo er das Gesamtkunswerk – die Zusammenführung der Künste der Musik, Architektur, Theater und Bühnenbildgestaltung- verwirklichen konnte. Wagner wählte dieses Provinz Städtchen um während der Festspiele den Aufführungen die maximale Aufmerksamkeit zu ermöglichen ohne die Ablenkungen einer Grosstadt.
Wagner war es von Beginn weg klar, dass die Aufführung eines solchen Werkes in der bestehenden Theaterlandschaft kaum möglich war.
Die Idee eines eigenen Festspielhauses war früh geboren. Doch es sollten noch 25 Jahre bis zu dessen Vollendung verstreichen. Die Finanzierung dieses enormen Unterfangens sicherzustellen kostete Wagner viel Arbeit. 1872 zog er mit seiner Frau Cosima nach Bayreuth um, und die Bauarbeiten begannen. Es gelang ihm zusammen mit vielen Gönnern, Geld für die Grundsteinlegung des Festspielhauses und für den Kauf der Villa Wahnfried zu sammeln. Das Auftreiben des Kapitals zur Finanzierung des Festspielhauses ging schleppend voran und er musste viele Reisen mit Vorträgen und Dirigaten bestreiten, sein Herz wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. Nocheinmal half ihm Ludwig mit einem erklecklichen Geldbetrag aus der Patsche. Glücklicherweise hatte er eine Schar von jungen Künstlern um sich, die ihm bei verschiedensten Arbeiten zur Hand gingen, die Gruppe bekam den Übernamen «Nibelungenkanzlei».
Vier Jahre später wurde das Festspielhaus mit dem Rheingold eröffnet. Die ersten Festspiele erfolgten 1876 in Anwesenheit Wilhelms und der ganzen europäischen Kulturprominenz und wurden zu Wagners grösstem Triumph.
Das Festspielhaus von innen:

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DENKMÄLER UND DIVERSES
Anton Bruckner in München
Bruckner besuchte München wegen Richard Wagner
Anton Bruckner, der damals in Wien wohnte, besuchte München achtmal. In dieser Stadt erlebte er 1885 einen der grossen Momente seines Lebens, als die Münchner nach der lauwarmen Rezeption in Leipzig als zweite Stadt seine Siebte aufführten und sie vom Publikum triumphal aufgenommen wurde. Der Dirigent Hermann Levi nannte sie an der Feier am nächsten Tag die bedeutendste Sinfonie nach Beethoven, was für den oft gekränkten und übergegangenen Bruckner nach eigenen Worten eine der grössten Genugtuung seines Lebens war.
In diesen Tagen sass Bruckner auch bei dem Maler von Kaulbach für das Portrait, dass Bruckner aber nicht als sehr gelungen betrachtete.

Die erste Begegnung
Ein weiterer grosser Tag hatte sich für Brucker sich in München ereignet, als Bruckner 1865 anlässlich der ersten Aufführungen von «Tristan und Isolde» zum ersten Mal seinem Idol Richard Wagner begegnete. Wagner sprach zwar später vom grossen Sinfoniker Bruckner, behielt aber eine etwas herablassende Haltung gegenüber dem etwas «tölpelhaften» Bruckner.
Zum letzten Mal sah Bruckner den verehrten Meister in der Villa Wahnfried nach der Erstaufführung des «Parsifal», und der fragte ihn «Na, Bruckner, was sagen Sie zum Parsifal?» Bruckner kniete sich vor ihm nieder und stammelte: «Meister, i bet Ihna an!»[/sc_fs_faq]
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Franz Liszt in Bayreuth
Liszt war etwas mehr als ein Dutzend Mal in Bayreuth. Der Besuchsgrund war natürlich das Festspielhaus von Richard und Cosima, aber auch seine Beziehung zur Nürnberger Pianofaktur Steingraeber (mehr dazu weiter unten).
Das wechselvolle Verhältnis zu Wagner
Liszts Beziehung zu Wagner datiert aus den späten vierziger Jahren, wo Liszt mit Aufführungen und finanziellen Beiträgen begann Wagner zu fördern. Das Verhältnis zu ihm war freundschaftlich, wurde aber mit der ausserehelichen Beziehung seiner Tochter zu Wagner sehr belastet. Dem gläubigen Liszt war dies ein Dorn im Auge (was für ihn persönlich aber nie ein Hinderungsgrund war…).
Später verbesserte sich die Beziehung wieder und die Wagners versuchten den berühmten Pianisten mit Konzerten und Anlässen für die Festspiele einzuspannen, dem Liszt gelegentlich nachkam. Bei den Besuchen von Liszt war Wagner immer missmutig, vermutlich weil er eifersüchtig auf die Popularität Liszt war. Wagner sprach öfters schlecht über Liszts Musik, hatte aber mehrmals in seinen Werken Ideen «geklaut» beispielsweise im Parsifal (Verwandlungsmusik). 1883.
Tod in Bayreuth
Nachdem Wagner 1883 gestorben war, übernahm Cosima die Verantwortung für die Festspiele und wieder rief sie nach Liszt, denn die drückenden finanziellen Verpflichtungen lasteten auf ihr und sie wollte noch einmal den glanzvollen Namen ihres Vaters zu Nutze machen. Sie wollte den mittlerweile gebrechlichen aber nicht in der Villa Wahnfried haben und quartierte ihn im Nebenhaus ein. Als Liszt eintraf, war er bereits schwer erkrankt. Nichtsdestrotrotz nahm er geduldig an den Anlässen teil. Gegen Ende Juli wurde er bettlägerig, doch Cosima hatte kaum Zeit sich um ihren Vater zu kümmern. So verstarb er einsam in seinem Zimmer an einer Lungenentzündung, nicht einmal die Sterbesakramente konnte der Gläubige Abbé Liszt empfangen. Cosima hielt den Tod Liszt geheim, bis die Festspiele vorüber waren.
Aus Prestigegründen ignorierte sie Liszt Wunsch in Ungarn beerdigt zu werden und liess ihn in Bayreuth beerdigen (darüber gibt es allerdings eine grössere Kontroverse). An der Totenmesse in der katholischen Kirche Bayreuth nahmen 2000 Personen teil, Cosima hielt es nicht für nötig dabei zu sein.
Franz Liszt mit Tochter Cosima:

ZUR VOLLSTÄNDIGEN BIOGRAPHIE VON MOZART
Wolfgang Amadeus Mozart in München
Uraufführung seines Idomeneo
Mozart war acht Mal in München. Bereits im Alter von sechs Jahren gab er in der Kurfürstenstadt mit seiner Schwester Nannerl Konzerte. 1775 erfolgte zudem die Uraufführung des Auftragswerks «La finta Giardiniera» (im Opernhaus St. Salvator). Besonders bedeutsam war sein mehrmonatiger Aufenthalt bei der Einstudierung des «Idomeneo».
Mozarts Vater und seine Schwester Nannerl saßen am 29. Januar 1781 stolz im Münchener Cuvilliés-Theater (wo heute das Residenztheater steht) bei der Uraufführung dieser großartigen Opera seria. Doch der Erfolg war nicht groß genug, um Mozarts Karriere in Schwung zu bringen. Zwar war der Fürst zufrieden, doch Mozart verpasste sein Ziel, Kapellmeister in München zu werden und vom Salzburger Hof Unabhängigkeit zu erlangen.

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Wolfgang Amadeus Mozart in Seeon
Die Orgel des Klosters
Mozart besuchte dieses frühere Kloster verschiedene Male in seiner Jugendzeit, zum ersten Mal als neunjähriger wenn sein Vater von Salzburg nach München unterwegs war. Hier komponierte er und spielte die Orgel.

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Richard Strauss in München
Ein waschechter Münchner und sein Bezug zu einer Münchener Brauerei
Richard Strauss kam 1864 in München in eine musikalische Familie zur Welt. Sein Vater war ein bekannter Hornist der Münchner Hofoper, der als Orchestermusiker durch sein nicht ungetrübtes Verhältnis zu Richard Wagner bekannt wurde. Mütterlicherseits war Richard verwandt mit der Pschorr Familie, der Mitbesitzerin der traditionsreichen Hacker-Pschorr Brauerei.
Das Verhältnis zwischen der Stadt München und seinem berühmten Sohn ist als unterkühlt zu bezeichnen. Eine Gedenktafel mit Bezug auf sein verschwundenes Geburtshaus in einem Parkhaus ist beredter Zeuge davon.
Strauss war ein Wunderkind und begann schon mit 6 Jahren zu komponieren. Sein Opus 1, ein Festmarsch für grosses Orchester schrieb er schon mit 12 Jahren. 1882 begann er ein Studium an der Universität München mit den Fächern Philosophie und Kunstgeschichte, brach es aber bald wieder ab um sein berufliches Leben der Musik zu widmen. Schon mit 19 Jahren wurden erste Werke von ihm aufgeführt.
Richard verließ München als 20 jähriger als er Hans von Bülow kennengelernt hatte, der ihn nach Meiningen ans Theater holte.
Als 22-jähriger kam er zurück an die Hofoper als dritter Kapellmeister. Er schrieb nach einer Italienreise die erste symphonische Dichtung (Aus Italien) und begann die Kompositionen „Don Juan“ und „Tod und Verklärung“. Nach einem Zwist verliess er München wieder in Richtung Weimar (er durfte Wagners Oper „die Feen“ nicht einstudieren).
Definitiver Weggang
1894 kam er als Kapellmeister zurück, verliess aber in Zorn München endgültig, als er bei der Nachfolge des verstorbenen Leiter der Hofoper, Hermann Levi, nicht berücksichtigt worden war. Sein Verhältnis zu München war getrübt und seine künstlerisch wichtigsten Städte wurden Dresden, Berlin und Wien.
Er versöhnte sich erst im Alter wieder mit seiner Heimatstadt (siehe unten bei Reiseziel Bayrische Staatsoper). Besonders eindrücklich war sein letzter Auftritt 1949 in München als er im Prinzregenten Theater den zweiten Akt seines Rosenkavaliers dirigierte.

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Richard Strauss in Bayreuth
Die Begegung mit Wagner
Richard Strauss hatte eine bewegte Beziehung zu Bayreuth. Sein Vater war Hornist in Münchner Hofoper und spielte bei den Uraufführungen der «Meistersinger» und «Tristan» in München mit und war mit dem Orchester häufig in Bayreuth. Er war ein scharfzüngiger Kritiker von Richard Wagner und focht mit dem Komponisten manche Kämpfe aus. Er saß beispielsweise als erster Hornist im Orchester bei den Proben zum «Meistersinger» und organisierte sogar einmal nach einem besonders langen Probentag einen Streik. Wagner nahm es mit Humor und meinte: «Der alte Strauss ist zwar ein unausstehlicher Kerl, aber wenn er Horn bläst, kann man ihm nicht böse sein».
Strauss Vater nahm seinen Sohn 1882 als Belohnung für das bestandene Abitur nach Bayreuth zu einer Parsifal-Aufführung mit, dort lernte Richard auch den Meister persönlich kennen.
Das wechselvolle Verhältnis zu den Wagners
Strauss wurde in der Folge ein glühender Wagner Anhänger. Er freundete sich mit Cosima an und wurde 1889 Assistenz-Dirigent von Hans von Bülow. Cosima erkannte Strauss’ Potenzial und wollte ihn sogar mit ihrer Tochter Eva verkuppeln und 1894 durfte er die Tannhäuser-Premiere in Bayreuth dirigieren (mit seiner späteren Frau Pauline als Eva).
Das einst freundschaftliche Verhältnis zwischen Cosima Wagner kühlte sich mit Strauss’ Oper „Salome“ ab, über dessen Musikstil Cosima gar nicht erbaut war («eine Oper über ein Judenmädchen»). Später vertrugen sich die beiden wieder und Strauss sprang 1933 im «Parsifal» als Dirigent ein, als Toscanini Bayreuth wutentbrannt verließ.
Strauss mit Winifred Wagner u.a. vor der Villa Wahnfried:

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Richard Strauss in Garmisch
1908 bezog Strauss das mit den Erlösen seiner „Salome“ finanzierte neuerbaute Haus im ländlichen Garmisch-Partenkirchen. Die Villa diente zunächst als Sommerfrische und später als Wohnhaus, in dessen Arbeitszimmer die meisten Werke ab der «Elektra» entstanden.
Seine Heimat der zweiten Lebenshälfte
In den zwanziger Jahren war er viel unterwegs (Dresden, Wien, Salzburg und Tourneen), in den Nazi Jahren übernahm zu Beginn das Amt des Reichsmusikdirektors. Strauss’ Rolle im zweiten Weltkrieg war ambivalent. Strauss war kein Antisemit, aber im besten Fall opportunistisch. Als die amerikanischen Truppen in Garmisch einmarschierten empfing Strauss sie mit Urkunden in der Hand in seinem Garten und konnte so «als Komponist des Rosenkavaliers» sein Haus vor Requisition schützen.
Nach dem zweiten Weltkrieg verliess der gesundheitlich und finanziell angeschlagene Strauss aus Angst vor Entnazifizierung Garmisch in Richtung Schweiz, wo er von Gönnern unterstützt wurde und in Hotels wohnte. Zum Schluss kam er zurück in sein geliebtes Haus und verstarb dort 1949.

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Richard Wagner in München
Sein Retter stammt aus München
Richard Wagner war 1864 nach seinem Tristan Fiasko in Wien völlig mittellos. Was er nicht wusste war, das Ludwig II 1861 das Theater nach einer Lohengrin Aufführung tiefbewegt und tränenüberströmt verlassen hatte.
Als er in diesem Schicksalsjahr 1864 Wagner zu sich nach München rief, rettete er den Komponisten aus seiner grössten Lebenskrise. In der Folge wurde er zu seinem Mäzen. Allerdings belasteten die masslosen Forderungen Wagners die Staatskasse über Gebühr und Wagner muss 1865 München auf Druck der königlichen Regierung gegen den Willen des Königs in Richtung Luzern-Tribschen verlassen.
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Richard Wagner in Bayreuth
Sein Lebenstraum
Wagners Lebenstraum war es ein eigenes Festspielhaus zu errichten, wo er das Gesamtkunswerk – die Zusammenführung der Künste der Musik, Architektur, Theater und Bühnenbildgestaltung- verwirklichen konnte. Wagner wählte dieses Provinz Städtchen um während der Festspiele den Aufführungen die maximale Aufmerksamkeit zu ermöglichen ohne die Ablenkungen einer Grosstadt.
Wagner war es von Beginn weg klar, dass die Aufführung eines solchen Werkes in der bestehenden Theaterlandschaft kaum möglich war.
Die Idee eines eigenen Festspielhauses war früh geboren. Doch es sollten noch 25 Jahre bis zu dessen Vollendung verstreichen. Die Finanzierung dieses enormen Unterfangens sicherzustellen kostete Wagner viel Arbeit. 1872 zog er mit seiner Frau Cosima nach Bayreuth um, und die Bauarbeiten begannen. Es gelang ihm zusammen mit vielen Gönnern, Geld für die Grundsteinlegung des Festspielhauses und für den Kauf der Villa Wahnfried zu sammeln. Das Auftreiben des Kapitals zur Finanzierung des Festspielhauses ging schleppend voran und er musste viele Reisen mit Vorträgen und Dirigaten bestreiten, sein Herz wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. Nocheinmal half ihm Ludwig mit einem erklecklichen Geldbetrag aus der Patsche. Glücklicherweise hatte er eine Schar von jungen Künstlern um sich, die ihm bei verschiedensten Arbeiten zur Hand gingen, die Gruppe bekam den Übernamen «Nibelungenkanzlei».
Vier Jahre später wurde das Festspielhaus mit dem Rheingold eröffnet. Die ersten Festspiele erfolgten 1876 in Anwesenheit Wilhelms und der ganzen europäischen Kulturprominenz und wurden zu Wagners grösstem Triumph.
Das Festspielhaus von innen:

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