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Verdi in Paris

Die Serie über historische Orte der Opernkunst. Lernen Sie spannende Ideen für Besuche kennen. In diesem Post: Verdi in Paris

 

Reisekarte mit google maps Links zu allen Reisevorschlägen:

 

 

 

Verdi in Paris

Giuseppina Strepponi

Paris bedeutete für Verdi einen wichtigen Abschnitt seines Lebens. Er war öfters in Paris unter anderem um 1847 seine spätere Frau Giuseppina zu treffen, später für seine Opernprojekten, von denen er die «Vêpres siciliennes» und «Don Carlos» für die Pariser Opern schrieb, weitere Werke erfuhren Französische Fassungen (darunter «les Trouvères» und «Macbeth»). Verdi war zeitweise besessen, Paris zu erobern und Meyerbeer als «Operngott» in Paris abzulösen. Sein erster Versuch war «Vêpres siciliennes», bei dem sich Verdi persönlich um die Inszenierung kümmerte und dabei seinen Ruf als Theatertyrann festigte, bald schon wurde er in der Oper hinter vorgehaltener Hand von den (unpünktlichen) Musikern nur noch «Merdi» genannt.

Nach dem Tod Meyerbeers bekam er den Auftrag während der Weltausstellung von 1867 mit ein Werk für die Grand Opéra zu schreiben. Der Aufwand für den «Don Carlos» war gigantisch. Allein schon der Umstand, dass das Theater für die Uraufführung sagenhafte 355 Kostüme nähen musste, ist Beweis genug.

Das Verhältnis Verdis zu den Parisern war gespalten. Schon früh wurde er mit der Ehrenlegion ausgezeichnet er lehnte aber die Teilnahme an der Prozedur ab und nannte sie einen Dreck, was ihm von den Parisern verübelt wurde. Auch leistete sich Verdi in den fünfziger Jahren mit dem französischen Nationaldichter Victor Hugo zwei aufsehenerregende Prozesse um Aufführungsrechte der Opern «Ernani» und «Rigoletto» die auf den Werken des Franzosen basierten.

Der Erfolg stellte sich eher spät ein und Verdi nahm als über 70-jähriger die Auszeichnung als Kommandeur der Ehrenlegion entgegen und speiste sogar mit Napoléon III. und Eugénie in deren Schloss Compiègne.

 

LINK ZUR KOMPLETTEN VERDI BIOGRAFIE

 

 

Reiseziel Opernhäuser von Paris

Leider ist der historische Verdi in Paris nicht erlebbar, sämtliche Opernhäuser sind abgebrannt oder abgerissen, trotzdem ist seine Musik in den vier Opernhäuser sehr präsent.

Opéra de la bastille:

Paris Opera de la bastille Giuseppe Verdi Travel Reisen Tourismus (2) (1)

https://www.operadeparis.fr/ (Palais garnier, Opéra de la bastille)

https://www.chatelet.com/ (Théâtre du Châtelet)

https://www.theatrechampselysees.fr/

 


 

 

Musikalische Exkursion: Don Carlos an der Grand Opéra

Verdi kreierte diese Oper nach den Normen der Grand Opéra, darunter die Auflage fünf Akte zu gestalten. Der Zuschauer musste Der Preis dafür ist, dass der Zuschauer (inklusive Bühnenumbau) fünf Stunden im Theater verbringen muss. Das aufwendige Stück war für die Pariser Grand Opéra finanziell gerade noch zu stemmen, doch für andere Theater musste Verdi später eine 4-aktige Version erschaffen.

Um die Spannung über 5 Akte hinweg hochzuhalten, brauchte Verdi zündende Tableaus. So beauftragte er seine Librettisten große Szenen zu erschaffen, die das Schiller’sche Drama ergänzen sollten. Die Autodafé Szene war eine davon. Musikalisch untermalt Verdi den Gegensatz der Feierlichkeit und des Schreckens mit einem Wechsel vom Dur des Volks zum Moll der Mönche – wir sind wieder in der Chiaroscuro Welt der Kirche. Auf die trostlose Monotonie folgt der wunderschöne schmerzliche Gesang der Cellogruppe, welches die um Vergebung bittenden Mönche begleitet.

Sehen und hören Sie die grosse Auto-da-fe Szene aus dem Don Carlos:

 


 

 

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