Um das Resultat zu beschreiben, was aus der Zusammenarbeit Da Pontes und Mozarts wurde, darf man nicht an Superlativen sparen. «Welttheater auf der Stufe des Don Quijote und Hamlet» oder «Oper der Opern» sind immer wieder gehörte und gelesene Attribute dieser Oper.

 
 
 

 
 
 

Leporello’s berühmtes Register Arie – Madamino, il catalogo è questo

Mit kichernden Flöten begleitet, beginnt er aus dem Register vorzulesen. Die Arie trägt aus diesem Grund den Titel «Register-Arie».
In Italien, sechshundertvierzig
In Deutschland, zwei hundert und einunddreißig
Hundert in Frankreich, in der Türkei einundneunzig
Aber in Spanien schon ein Tausend und drei.
Die größte Frechheit spart Leporello sich für den Schluss auf:
Wenn Sie nur einen Rock trägt,
Ihr wisst schon was er tut.
Aufreizend langsam singt er 4 mal «quell’ che fa» und stochert genüsslich in der Wunde der armen Elvira rum. Mozart und Da Ponte beweisen wahrhaft schwarzer Humor.

Sie hören eine grossartige Interpretation von Ferruccio Furlanetto, begleitet von der komödiantischen Schauspielerei von Donna Elvira und Don Giovanni in dieser Aufnahme der Metropolitan Opera. Allein das Mienenspiel ist ein Vergnügen.

Madamina, il catalogo è questo – Furlanetto

 
 
 

 
 
 

 

Das wunderschöne Liebesduett la ci darem la mano

In dieser Szene erleben wir zum ersten Mal Don Giovanni’s Verführungskunst. Diese besteht einerseits in einer verführerischen, schmachtend gesungenen Melodie. Darüber hinaus lügt er ihr die Heirat und Reichtum vor. Psychologisch interessant ist, dass Don Giovanni sich musikalisch der bäuerlichen Umgebung anpasst und Mozart ihm eine einfache, alles als anderes aristokratische Melodie in die Kehle legt. Zerlina ziert sich etwas «vorrei e non vorrei» (ich will und will doch nicht), doch Mozart zeigt uns mit seiner Musik, dass sie sich gerne von ihrem Märchenprinz Don Giovanni einseifen lässt, denn er lässt sie musikalisch alles wiederholen, was Don Giovanni ihr vorsingt, bis sie schlussendlich die Melodie gemeinsam singen.

Eberhard Wächter war der Don Giovanni der Giulini Einspielung. Er besticht mit einer ungemein verführerischen Darbietung.

 
 
 
 
 
 

Zerlina seift Masetto ein – batti, batti bel Masetto

Dieses Stück ist eines der magischen Liebeslieder von Mozart. Selbst wenn Zerlina in dieser Arie ihren Masetto um den Finger wickelt, und Mozart mit Trillern neckische Momente komponiert hat, ist es doch eine wunderschöne Liebesarie. Hervorzuheben ist Mozarts schöne Idee des Solo-Cello, das ihre Stimme während dieser Arie zärtlich umspielt.

Wir hören Lucia Popp, die die Arie mit einer warmen und leuchtenden Stimme singt.

Batti, batti o bel Masetto – Popp

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert