Leipzig – Reiseführer für Oper, klassische Musik und Kultur
HauptreisezieleLeipzig: Eine Reiseführer für Musikfans.
Besuchsziele mit Bezug zur klassischen Musik und Opernkunst. Lernen Sie spannende Ideen und Hintergrund-Informationen kennen: Leipzig die Stadt von Wagner, Mendelssohn und Bach.
Übersicht der Besuchsziele (Klicken für mehr Informationen)
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ÜBERSICHTSKARTE
Hier finden Sie die Standorte aller beschriebenen Reiseziele auf Google Maps.
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MUSIKER, DIE IN LEIPZIG GELEBT HABEN
Übersicht über das Leben und Wirken von Richard Wagner, Johann Sebastian Bach, Robert Schumann und Felix Mendelssohn in Leipzig.
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KONZERT- UND OPERNHÄUSER
Besuch des Gewandhaus und der Thomaskirche.
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BESUCH VON KIRCHEN
Besuchsziele Nikolaikirche und Thomaskirche.
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MUSEEN
Reiseziele Bachhaus, Schumannhaus und Mendelssohn-Haus
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DENKMÄLER
Besuch des Bach- und des Mendelssohn-Denkmals.
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RESTAURANT UND HOTELS
Besuch des Auerbachkellers.
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FESTIVALS
Besuch des Bachfests und der Mendelssohn-Festtage.
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KARTE DER REISEZIELE DES REISEFÜHRERS LEIPZIG
Zoomen Sie ein für Reiseziele in Leipzig:
KOMPONISTEN IN LEIPZIG
Johann Sebastian Bach:
Bachs Bestellung als Thomaskantor war ziemlich holprig. Nach dem Tod des Vorgängers wurde die Stellung (wie schon in Weimar) zuerst Telemann und dann einem weiteren Musiker angeboten, welche beide ablehnten. Somit war Bach nur dritte Wahl, oder wie es ein Ratsherr ausdrückte: «Da man nun die Besten nicht bekommen könne, so müsse man mittlere nehmen». Nun konnte er Köthen verlassen.
In dieser Zeit war er für Gottesdienste und besondere kirchliche Festlichkeiten von vier Kirchen verantwortlich. Die Nikolai- sowie die Thomaskirche stehen noch heute, zwei weitere wurden Opfer des zweiten Weltkriegs. Zu Bachs Hauptaufgaben gehörte die wöchentliche Aufführung von Kantaten an Sonn- und Festtagen. Bach legte sich dafür gleich zu Beginn kräftig ins Zeug und schrieb im Wochenrhythmus Kantaten. Es sollen volle fünf Jahrgänge geworden sein, wovon drei Jahrgänge (das heisst gegen 200 Stück) überliefert sind. Bereits 1724 komponierte er sein bisher umfassendstes Werk, die Johannes Passion, drei Jahre später die Matthäus Passion. 1730 entspann sich ein Konflikt mit dem Rat, da sich Bachs Meinung nach die Aufführungsbedingungen verschlechtert hatten. Er legte nun dem Rat seine Vorstellungen einer «wohlbestallten Kirchen Music» dar, womit er der Nachwelt eine wichtige Dokumentation der historischen Aufführungspraxis aus der Hand des Meister überliefert hat.
Ferner hatte er auch weltliche Aufgaben als Musikdirektor. In Leipzig hatte sich ein «Collegium musicum» gebildet (ein Orchester aus Berufsmusiker und Liebhaber), welches im Saal und im Garten eines Kaffeehauses konzertierten. Für diese Konzerte schrieb er verschiedenste Werke für Orchester, wie zum Beispiel die Cembalokonzerte.
Die Leipziger Zeit wurde überschattet durch private Tragödien. Zwischen 1726 und 1733 starben sieben Kinder Bachs, dazu kam der Tod seines letzten Geschwister, seiner Schwester Maria.
Die späten Jahre Bachs brachten noch einige grossartige Spätwerke. Dazu gehören beispielsweise «die Kunst der Fuge» und die «Goldberg Variationen», sowie das «musikalische Opfer» (siehe „Bach in Berlin-Potsdam“). Bald danach verschlechterte sich der Gesundheitszustand Bachs. Ein schweres Augenleiden und Störungen am Arm seiner Schreibhand behinderten ihn so sehr, dass sein Schaffen praktisch zum Erliegen kam. Bach unterzog sich in der Folge der berühmte Augenoperation, die er beim vorbeireisenden umstrittenen Augenarzt Sir John Taylor 1750 machte. Das Resultat war wie bei seinem Berufskollegen Händel ein Fiasko: kurzzeitig verbesserte zwar sich die Augenlicht, doch wenig später erlitt er einen Schlaganfall und Johann Sebastian Bach verstarb am 28. Juli 1750.
LINK ZUR KOMPLETTEN BACH BIOGRAFIE

Richard Wagner:
Richard Wagner kam als neuntes Kind in Leipzig zur Welt (das Geburtshaus steht nicht mehr). Sein Vater starb wenige Monate später und die Mutter heiratete wenig später den Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer. Lange wurde gerätselt, ob Ludwig, zum dem sich Richard sehr hingezogen fühlte, dessen leiblicher Vater war, was wegen dessen jüdischen Wurzeln sehr pikant gewesen wäre. Heute geht man davon aus, dass es nicht der Fall ist. Nach 2 Jahren siedelte die Familie nach Dresden.
Im Alter von 16 Jahren hörte Wagner den Fidelio mit der Schröder-Devrient in Leipzig, was nach seiner Aussage den Ausschlag gegeben hatte Berufsmusiker zu werden. Zwei Jahre später begann er sein Musikstudium an der Universität Leipzig, komponierte erste Werke und begann sich politisch zu interessieren. 1833 verliess er Leipzig, um Berufserfahrungen zu sammeln.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE

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Robert und Clara Schumann
Studium und Klavierausbildung in Leipzig
Der im nahen Zwickau aufgewachsene Schumann zog 18-jährig nach Leipzig, um das ungeliebte Jura Studium aufzunehmen. Die Mutter wollte, dass er das Studium aufnahm, Robert befasste sich in dieser Zeit aber hauptsächlich mit Literatur und Musik. Er blieb lediglich ein Semester an der Universität und wechselte dann für drei Semester an die Heidelberger Universität.
1831 kam der zwanzig-jährige nach Leipzig zurück, um bei Friedrich Wieck die Ausbildung zum Piano-Virtuosen aufzunehmen. Dieser hatte seiner Mutter versichert, dass Robert das Talent dazu habe, wenn er nur fleissig üben würde. Doch die Fingerfertigkeit reichte nicht und Robert überstrapazierte zuerst seinen Mittelfinger, dann seine ganze rechte Hand (möglicher weise mit einem mechanischen Übungsgerät), sodass er den Traum einer Klaviervirtuosen Karriere begraben musste.
1834 gründete er mit Wieck eine einflussreiche Zeitschrift für Musik, die er 10 Jahre leitete und für die er zahlreiche Artikel schrieb. Schumann hatte eine ausserordentliche sprachliche Begabung. Er veröffentlichte viele Aufsätze unter Pseudonymen, darunter Eusebius (der introvertierte Schumann) und Florestan (den leidenschaftlichen Schumann).
Erste Psychosen und Verlobung
1833 erlebte er erste Psychosen. Ein Arzt riet ihm zu einer Ehe, um mit einem gergeltem Leben die Krise zu überwinden. Schumann verlobte sich mit Ernestine von Fricken und setzte ihr in seinem Klavierwerk Carneval (Estrella) ein Denkmal. Allerdings wurde die Verlobung wieder aufgelöst.
Diese seelische Erkrankung entstammte vermutlich einer Bipolarität, gelegentlich wird eine Syphilis-Erkrankung als Ursache erwähnt. Dagegen spricht, dass auch Schumanns Vater, eine seiner Geschwister und zwei seiner Kinder psychische Probleme hatten, was für eine genetische Ursache sprechen würde.
Verlobung und Heirat mit Clara
Schumann hatte während seiner Studienzeit im Haus Wiecks gelebt und die 9-jährige Clara kennengelernt. Sie freundeten sich an und die Freundschaft wurde als Clara 15-jährig war zu Liebe. Mit 18 verlobten sich die beiden heimlich. Da der Vater gegen die Heirat war, erfochten die beiden vor Gericht die Heiratserlaubnis und die Hochzeit fand 1840 in der Schönefelder Gedächtniskirche statt. In diesem Jahr zogen die beiden in die Wohnung an der Leipziger Inselstrasse, wo die beiden eine Künstlerehe führten und Künstler wie Liszt und Mendelssohn empfingen. Schumann wollte zwar, dass Clara sich auf ihre Ehe fokussierte und die Pianistenlaufbahn beendete, unterstützte sie aber in ihrer Tätigkeit als Komponistin. Dieses Jahr wurde zu einem der produktivsten Jahre Schumanns, das man aufgrund der Fülle von Lieder, sein Liederjahr nennt.
1841 komponierte Schumann seine erste Sinfonie, die Frühlingssinfonie, die Felix Mendelssohn im alten Gewandhaus uraufführte. Der Erfolg war sehr gross und Wieck erkannte das Genie seines Schwiegersohnes und sandte versöhnliche Gesten aus. Robert blieb seinem Schwiegervater gegenüber jedoch reserviert.
1844 hoffte Schumann Nachfolger Mendelssohns am Gewandhaus zu werden. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich und die Schumanns zogen nach Düsseldorf, wo Robert ein Angebot als städtischer Musikdirektor bekommen hatte.

Felix Mendelssohn:
Mendelssohns erster Auftritt als frischgebackener Gewandhauskapellmeister im Jahr 1835 war triumphal. Der 25-jährige Robert Schumann wurde begeisterter Zeuge seines Antrittskonzerts und die beiden pflegten fortan eine Freundschaft. Das Gewandhaus sollte auch der Uraufführungsort zweier von Schumanns Sinfonien werden. Mendelssohns wurde als Musiker und künstlerischer Leiter der Prototyp des modernen Dirigenten. Der Dirigent wurde mit strukturierter Probentätigkeit zur künstlerischen Autorität der (neu) mit Taktstock ausgerüstet versuchte, den Willen des Komponisten umzusetzen. Dabei erregte viel Aufmerksamkeit, dass der mit einem phänomenalen Gedächtnis ausgerüstete Mendelssohn viele der Werke auswendig dirigierte. Mendelssohn war zu dieser Zeit vielleicht der angesehenste Musiker Europas und führte sein Gewandhaus Orchester in den 12 Jahren (mit Unterbrüchen) bis zu seinem Tod zu allererster Güte mit europäischer Ausstrahlung. Mendelssohn förderte junge Musiker wie Schumann oder Berlioz, den er in Rom kennengelernt hatte und zu dem er eine herzliche Freundschaft pflegte. Bei einem Gastkonzert des Franzosen in Leipzig tauschten die beiden ihre Taktstöcke aus.
Mendelssohn erkannte, dass das bisherige Musik-System zu viel Mittelmaß produzierte. Orchestermusiker mussten abends in Gaststätten aufspielen, um ihr Gehalt aufzubessern und die Ausbildung der jungen Musiker wurde dem Zufall überlassen. So engagierte sich Mendelssohn entscheidend für die Verbesserung der Bezahlung der Orchestermusiker und gründete mit einem Kraftakt sondergleichen mit vier Mitstreitern die Gründung eines Leipziger Konservatoriums. Zu den ersten Lehrern gehörten Robert Schumann und sein Konzertmeister und Vertrauter Ferdinand David.
Im Jahre 1836 hatte Mendelssohn in Frankfurt seine spätere Frau kennengelernt. Die Hochzeit wurde in Cécile Jeanrenauds Heimatstadt Frankfurt gefeiert, danach zog sie zu Felix nach Leipzig, wo die beiden fünf Kinder bekamen. Cécile sang und spielte Klavier, ihre Leidenschaft war allerdings das Malen. Sie war eine zurückhaltende Person und hatte so nicht die Rolle der klassischen «Muse» des romantischen Komponisten, sondern gab Felix den Rückhalt, den er brauchte, um sein ungeheures Pensum abzuarbeiten. Von den drei Wohnstätten Mendelssohn ist die letzte noch erhalten, im Haus an der Goldschmidtstraße 12 (damals Königsstraße) ist heute das Mendelssohn Museum einquartiert.
Mendelssohn blieb trotz der Mehrfach-Belastung als Ehemann, Vater, Künstlerischer Leiter, Dirigent, ausführender Künstler, Konservatoriums-Leiter, reisender Künstler als Komponist unheimlich produktiv. In seine Leipziger Jahre fallen unter anderem die Komposition seines Elias-Oratoriums (Uraufführung in Birmingham), sein zweites Klavierkonzert und das berühmte Violinkonzert. Mendelssohn kam so in das Hamsterrad des Kunstbetriebs, wofür er in seinen späteren Tribut zollen musste. Die vierziger Jahre zeigten mehr und mehr einen erschöpften Menschen mit Burn-out Syndrom, das nach dem Tod seiner Schwester Fanny zum Auslöser des frühen Todes wurde.
Im Mai 1847 erreichte ihn auf einer Konzertreise die katastrophale Nachricht des Todes seiner Schwester Fanny. Mendelssohn war wie betäubt, unterbrach alle seine Tätigkeiten und flüchtete auf eine einsame Urlaubs-Reise in die Schweiz. Als er zurückkam, erlitt er in Leipzig Anfang Oktober einen ersten Schlaganfall. Nach weiteren Schlaganfällen verlor er das Bewusstsein und verstarb am 4. November 1847 im Alter von 38 Jahren in seinem Haus. Nach einer Trauerfeier in Leipzig wurde sein Leichnam in einem Sonderzug nach Berlin überführt und im Dreifaltigkeitsfriedhof im Familiengrab der Mendelssohn neben seiner geliebten Schwester bestattet.
LINK ZUR KOMPLETTEN MENDELSSOHN BIOGRAFIE

KONZERTSAAL UND OPER
Johann Sebastian Bach:
Bachs Bestellung als Thomaskantor war ziemlich holprig. Nach dem Tod des Vorgängers wurde die Stellung (wie schon in Weimar) zuerst Telemann und dann einem weiteren Musiker angeboten, welche beide ablehnten. Somit war Bach nur dritte Wahl, oder wie es ein Ratsherr ausdrückte: «Da man nun die Besten nicht bekommen könne, so müsse man mittlere nehmen». Nun konnte er Köthen verlassen.
In dieser Zeit war er für Gottesdienste und besondere kirchliche Festlichkeiten von vier Kirchen verantwortlich. Die Nikolai- sowie die Thomaskirche stehen noch heute, zwei weitere wurden Opfer des zweiten Weltkriegs. Zu Bachs Hauptaufgaben gehörte die wöchentliche Aufführung von Kantaten an Sonn- und Festtagen. Bach legte sich dafür gleich zu Beginn kräftig ins Zeug und schrieb im Wochenrhythmus Kantaten. Es sollen volle fünf Jahrgänge geworden sein, wovon drei Jahrgänge (das heisst gegen 200 Stück) überliefert sind. Bereits 1724 komponierte er sein bisher umfassendstes Werk, die Johannes Passion, drei Jahre später die Matthäus Passion. 1730 entspann sich ein Konflikt mit dem Rat, da sich Bachs Meinung nach die Aufführungsbedingungen verschlechtert hatten. Er legte nun dem Rat seine Vorstellungen einer «wohlbestallten Kirchen Music» dar, womit er der Nachwelt eine wichtige Dokumentation der historischen Aufführungspraxis aus der Hand des Meister überliefert hat.
Ferner hatte er auch weltliche Aufgaben als Musikdirektor. In Leipzig hatte sich ein «Collegium musicum» gebildet (ein Orchester aus Berufsmusiker und Liebhaber), welches im Saal und im Garten eines Kaffeehauses konzertierten. Für diese Konzerte schrieb er verschiedenste Werke für Orchester, wie zum Beispiel die Cembalokonzerte.
Die Leipziger Zeit wurde überschattet durch private Tragödien. Zwischen 1726 und 1733 starben sieben Kinder Bachs, dazu kam der Tod seines letzten Geschwister, seiner Schwester Maria.
Die späten Jahre Bachs brachten noch einige grossartige Spätwerke. Dazu gehören beispielsweise «die Kunst der Fuge» und die «Goldberg Variationen», sowie das «musikalische Opfer» (siehe „Bach in Berlin-Potsdam“). Bald danach verschlechterte sich der Gesundheitszustand Bachs. Ein schweres Augenleiden und Störungen am Arm seiner Schreibhand behinderten ihn so sehr, dass sein Schaffen praktisch zum Erliegen kam. Bach unterzog sich in der Folge der berühmte Augenoperation, die er beim vorbeireisenden umstrittenen Augenarzt Sir John Taylor 1750 machte. Das Resultat war wie bei seinem Berufskollegen Händel ein Fiasko: kurzzeitig verbesserte zwar sich die Augenlicht, doch wenig später erlitt er einen Schlaganfall und Johann Sebastian Bach verstarb am 28. Juli 1750.
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Richard Wagner:
Richard Wagner kam als neuntes Kind in Leipzig zur Welt (das Geburtshaus steht nicht mehr). Sein Vater starb wenige Monate später und die Mutter heiratete wenig später den Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer. Lange wurde gerätselt, ob Ludwig, zum dem sich Richard sehr hingezogen fühlte, dessen leiblicher Vater war, was wegen dessen jüdischen Wurzeln sehr pikant gewesen wäre. Heute geht man davon aus, dass es nicht der Fall ist. Nach 2 Jahren siedelte die Familie nach Dresden.
Im Alter von 16 Jahren hörte Wagner den Fidelio mit der Schröder-Devrient in Leipzig, was nach seiner Aussage den Ausschlag gegeben hatte Berufsmusiker zu werden. Zwei Jahre später begann er sein Musikstudium an der Universität Leipzig, komponierte erste Werke und begann sich politisch zu interessieren. 1833 verliess er Leipzig, um Berufserfahrungen zu sammeln.
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Robert und Clara Schumann
Studium und Klavierausbildung in Leipzig
Der im nahen Zwickau aufgewachsene Schumann zog 18-jährig nach Leipzig, um das ungeliebte Jura Studium aufzunehmen. Die Mutter wollte, dass er das Studium aufnahm, Robert befasste sich in dieser Zeit aber hauptsächlich mit Literatur und Musik. Er blieb lediglich ein Semester an der Universität und wechselte dann für drei Semester an die Heidelberger Universität.
1831 kam der zwanzig-jährige nach Leipzig zurück, um bei Friedrich Wieck die Ausbildung zum Piano-Virtuosen aufzunehmen. Dieser hatte seiner Mutter versichert, dass Robert das Talent dazu habe, wenn er nur fleissig üben würde. Doch die Fingerfertigkeit reichte nicht und Robert überstrapazierte zuerst seinen Mittelfinger, dann seine ganze rechte Hand (möglicher weise mit einem mechanischen Übungsgerät), sodass er den Traum einer Klaviervirtuosen Karriere begraben musste.
1834 gründete er mit Wieck eine einflussreiche Zeitschrift für Musik, die er 10 Jahre leitete und für die er zahlreiche Artikel schrieb. Schumann hatte eine ausserordentliche sprachliche Begabung. Er veröffentlichte viele Aufsätze unter Pseudonymen, darunter Eusebius (der introvertierte Schumann) und Florestan (den leidenschaftlichen Schumann).
Erste Psychosen und Verlobung
1833 erlebte er erste Psychosen. Ein Arzt riet ihm zu einer Ehe, um mit einem gergeltem Leben die Krise zu überwinden. Schumann verlobte sich mit Ernestine von Fricken und setzte ihr in seinem Klavierwerk Carneval (Estrella) ein Denkmal. Allerdings wurde die Verlobung wieder aufgelöst.
Diese seelische Erkrankung entstammte vermutlich einer Bipolarität, gelegentlich wird eine Syphilis-Erkrankung als Ursache erwähnt. Dagegen spricht, dass auch Schumanns Vater, eine seiner Geschwister und zwei seiner Kinder psychische Probleme hatten, was für eine genetische Ursache sprechen würde.
Verlobung und Heirat mit Clara
Schumann hatte während seiner Studienzeit im Haus Wiecks gelebt und die 9-jährige Clara kennengelernt. Sie freundeten sich an und die Freundschaft wurde als Clara 15-jährig war zu Liebe. Mit 18 verlobten sich die beiden heimlich. Da der Vater gegen die Heirat war, erfochten die beiden vor Gericht die Heiratserlaubnis und die Hochzeit fand 1840 in der Schönefelder Gedächtniskirche statt. In diesem Jahr zogen die beiden in die Wohnung an der Leipziger Inselstrasse, wo die beiden eine Künstlerehe führten und Künstler wie Liszt und Mendelssohn empfingen. Schumann wollte zwar, dass Clara sich auf ihre Ehe fokussierte und die Pianistenlaufbahn beendete, unterstützte sie aber in ihrer Tätigkeit als Komponistin. Dieses Jahr wurde zu einem der produktivsten Jahre Schumanns, das man aufgrund der Fülle von Lieder, sein Liederjahr nennt.
1841 komponierte Schumann seine erste Sinfonie, die Frühlingssinfonie, die Felix Mendelssohn im alten Gewandhaus uraufführte. Der Erfolg war sehr gross und Wieck erkannte das Genie seines Schwiegersohnes und sandte versöhnliche Gesten aus. Robert blieb seinem Schwiegervater gegenüber jedoch reserviert.
1844 hoffte Schumann Nachfolger Mendelssohns am Gewandhaus zu werden. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich und die Schumanns zogen nach Düsseldorf, wo Robert ein Angebot als städtischer Musikdirektor bekommen hatte.

Felix Mendelssohn:
Mendelssohns erster Auftritt als frischgebackener Gewandhauskapellmeister im Jahr 1835 war triumphal. Der 25-jährige Robert Schumann wurde begeisterter Zeuge seines Antrittskonzerts und die beiden pflegten fortan eine Freundschaft. Das Gewandhaus sollte auch der Uraufführungsort zweier von Schumanns Sinfonien werden. Mendelssohns wurde als Musiker und künstlerischer Leiter der Prototyp des modernen Dirigenten. Der Dirigent wurde mit strukturierter Probentätigkeit zur künstlerischen Autorität der (neu) mit Taktstock ausgerüstet versuchte, den Willen des Komponisten umzusetzen. Dabei erregte viel Aufmerksamkeit, dass der mit einem phänomenalen Gedächtnis ausgerüstete Mendelssohn viele der Werke auswendig dirigierte. Mendelssohn war zu dieser Zeit vielleicht der angesehenste Musiker Europas und führte sein Gewandhaus Orchester in den 12 Jahren (mit Unterbrüchen) bis zu seinem Tod zu allererster Güte mit europäischer Ausstrahlung. Mendelssohn förderte junge Musiker wie Schumann oder Berlioz, den er in Rom kennengelernt hatte und zu dem er eine herzliche Freundschaft pflegte. Bei einem Gastkonzert des Franzosen in Leipzig tauschten die beiden ihre Taktstöcke aus.
Mendelssohn erkannte, dass das bisherige Musik-System zu viel Mittelmaß produzierte. Orchestermusiker mussten abends in Gaststätten aufspielen, um ihr Gehalt aufzubessern und die Ausbildung der jungen Musiker wurde dem Zufall überlassen. So engagierte sich Mendelssohn entscheidend für die Verbesserung der Bezahlung der Orchestermusiker und gründete mit einem Kraftakt sondergleichen mit vier Mitstreitern die Gründung eines Leipziger Konservatoriums. Zu den ersten Lehrern gehörten Robert Schumann und sein Konzertmeister und Vertrauter Ferdinand David.
Im Jahre 1836 hatte Mendelssohn in Frankfurt seine spätere Frau kennengelernt. Die Hochzeit wurde in Cécile Jeanrenauds Heimatstadt Frankfurt gefeiert, danach zog sie zu Felix nach Leipzig, wo die beiden fünf Kinder bekamen. Cécile sang und spielte Klavier, ihre Leidenschaft war allerdings das Malen. Sie war eine zurückhaltende Person und hatte so nicht die Rolle der klassischen «Muse» des romantischen Komponisten, sondern gab Felix den Rückhalt, den er brauchte, um sein ungeheures Pensum abzuarbeiten. Von den drei Wohnstätten Mendelssohn ist die letzte noch erhalten, im Haus an der Goldschmidtstraße 12 (damals Königsstraße) ist heute das Mendelssohn Museum einquartiert.
Mendelssohn blieb trotz der Mehrfach-Belastung als Ehemann, Vater, Künstlerischer Leiter, Dirigent, ausführender Künstler, Konservatoriums-Leiter, reisender Künstler als Komponist unheimlich produktiv. In seine Leipziger Jahre fallen unter anderem die Komposition seines Elias-Oratoriums (Uraufführung in Birmingham), sein zweites Klavierkonzert und das berühmte Violinkonzert. Mendelssohn kam so in das Hamsterrad des Kunstbetriebs, wofür er in seinen späteren Tribut zollen musste. Die vierziger Jahre zeigten mehr und mehr einen erschöpften Menschen mit Burn-out Syndrom, das nach dem Tod seiner Schwester Fanny zum Auslöser des frühen Todes wurde.
Im Mai 1847 erreichte ihn auf einer Konzertreise die katastrophale Nachricht des Todes seiner Schwester Fanny. Mendelssohn war wie betäubt, unterbrach alle seine Tätigkeiten und flüchtete auf eine einsame Urlaubs-Reise in die Schweiz. Als er zurückkam, erlitt er in Leipzig Anfang Oktober einen ersten Schlaganfall. Nach weiteren Schlaganfällen verlor er das Bewusstsein und verstarb am 4. November 1847 im Alter von 38 Jahren in seinem Haus. Nach einer Trauerfeier in Leipzig wurde sein Leichnam in einem Sonderzug nach Berlin überführt und im Dreifaltigkeitsfriedhof im Familiengrab der Mendelssohn neben seiner geliebten Schwester bestattet.
LINK ZUR KOMPLETTEN MENDELSSOHN BIOGRAFIE

THOMASKIRCHE
Johann Sebastian Bach:
Bachs Bestellung als Thomaskantor war ziemlich holprig. Nach dem Tod des Vorgängers wurde die Stellung (wie schon in Weimar) zuerst Telemann und dann einem weiteren Musiker angeboten, welche beide ablehnten. Somit war Bach nur dritte Wahl, oder wie es ein Ratsherr ausdrückte: «Da man nun die Besten nicht bekommen könne, so müsse man mittlere nehmen». Nun konnte er Köthen verlassen.
In dieser Zeit war er für Gottesdienste und besondere kirchliche Festlichkeiten von vier Kirchen verantwortlich. Die Nikolai- sowie die Thomaskirche stehen noch heute, zwei weitere wurden Opfer des zweiten Weltkriegs. Zu Bachs Hauptaufgaben gehörte die wöchentliche Aufführung von Kantaten an Sonn- und Festtagen. Bach legte sich dafür gleich zu Beginn kräftig ins Zeug und schrieb im Wochenrhythmus Kantaten. Es sollen volle fünf Jahrgänge geworden sein, wovon drei Jahrgänge (das heisst gegen 200 Stück) überliefert sind. Bereits 1724 komponierte er sein bisher umfassendstes Werk, die Johannes Passion, drei Jahre später die Matthäus Passion. 1730 entspann sich ein Konflikt mit dem Rat, da sich Bachs Meinung nach die Aufführungsbedingungen verschlechtert hatten. Er legte nun dem Rat seine Vorstellungen einer «wohlbestallten Kirchen Music» dar, womit er der Nachwelt eine wichtige Dokumentation der historischen Aufführungspraxis aus der Hand des Meister überliefert hat.
Ferner hatte er auch weltliche Aufgaben als Musikdirektor. In Leipzig hatte sich ein «Collegium musicum» gebildet (ein Orchester aus Berufsmusiker und Liebhaber), welches im Saal und im Garten eines Kaffeehauses konzertierten. Für diese Konzerte schrieb er verschiedenste Werke für Orchester, wie zum Beispiel die Cembalokonzerte.
Die Leipziger Zeit wurde überschattet durch private Tragödien. Zwischen 1726 und 1733 starben sieben Kinder Bachs, dazu kam der Tod seines letzten Geschwister, seiner Schwester Maria.
Die späten Jahre Bachs brachten noch einige grossartige Spätwerke. Dazu gehören beispielsweise «die Kunst der Fuge» und die «Goldberg Variationen», sowie das «musikalische Opfer» (siehe „Bach in Berlin-Potsdam“). Bald danach verschlechterte sich der Gesundheitszustand Bachs. Ein schweres Augenleiden und Störungen am Arm seiner Schreibhand behinderten ihn so sehr, dass sein Schaffen praktisch zum Erliegen kam. Bach unterzog sich in der Folge der berühmte Augenoperation, die er beim vorbeireisenden umstrittenen Augenarzt Sir John Taylor 1750 machte. Das Resultat war wie bei seinem Berufskollegen Händel ein Fiasko: kurzzeitig verbesserte zwar sich die Augenlicht, doch wenig später erlitt er einen Schlaganfall und Johann Sebastian Bach verstarb am 28. Juli 1750.
LINK ZUR KOMPLETTEN BACH BIOGRAFIE

Richard Wagner:
Richard Wagner kam als neuntes Kind in Leipzig zur Welt (das Geburtshaus steht nicht mehr). Sein Vater starb wenige Monate später und die Mutter heiratete wenig später den Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer. Lange wurde gerätselt, ob Ludwig, zum dem sich Richard sehr hingezogen fühlte, dessen leiblicher Vater war, was wegen dessen jüdischen Wurzeln sehr pikant gewesen wäre. Heute geht man davon aus, dass es nicht der Fall ist. Nach 2 Jahren siedelte die Familie nach Dresden.
Im Alter von 16 Jahren hörte Wagner den Fidelio mit der Schröder-Devrient in Leipzig, was nach seiner Aussage den Ausschlag gegeben hatte Berufsmusiker zu werden. Zwei Jahre später begann er sein Musikstudium an der Universität Leipzig, komponierte erste Werke und begann sich politisch zu interessieren. 1833 verliess er Leipzig, um Berufserfahrungen zu sammeln.
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Robert und Clara Schumann
Studium und Klavierausbildung in Leipzig
Der im nahen Zwickau aufgewachsene Schumann zog 18-jährig nach Leipzig, um das ungeliebte Jura Studium aufzunehmen. Die Mutter wollte, dass er das Studium aufnahm, Robert befasste sich in dieser Zeit aber hauptsächlich mit Literatur und Musik. Er blieb lediglich ein Semester an der Universität und wechselte dann für drei Semester an die Heidelberger Universität.
1831 kam der zwanzig-jährige nach Leipzig zurück, um bei Friedrich Wieck die Ausbildung zum Piano-Virtuosen aufzunehmen. Dieser hatte seiner Mutter versichert, dass Robert das Talent dazu habe, wenn er nur fleissig üben würde. Doch die Fingerfertigkeit reichte nicht und Robert überstrapazierte zuerst seinen Mittelfinger, dann seine ganze rechte Hand (möglicher weise mit einem mechanischen Übungsgerät), sodass er den Traum einer Klaviervirtuosen Karriere begraben musste.
1834 gründete er mit Wieck eine einflussreiche Zeitschrift für Musik, die er 10 Jahre leitete und für die er zahlreiche Artikel schrieb. Schumann hatte eine ausserordentliche sprachliche Begabung. Er veröffentlichte viele Aufsätze unter Pseudonymen, darunter Eusebius (der introvertierte Schumann) und Florestan (den leidenschaftlichen Schumann).
Erste Psychosen und Verlobung
1833 erlebte er erste Psychosen. Ein Arzt riet ihm zu einer Ehe, um mit einem gergeltem Leben die Krise zu überwinden. Schumann verlobte sich mit Ernestine von Fricken und setzte ihr in seinem Klavierwerk Carneval (Estrella) ein Denkmal. Allerdings wurde die Verlobung wieder aufgelöst.
Diese seelische Erkrankung entstammte vermutlich einer Bipolarität, gelegentlich wird eine Syphilis-Erkrankung als Ursache erwähnt. Dagegen spricht, dass auch Schumanns Vater, eine seiner Geschwister und zwei seiner Kinder psychische Probleme hatten, was für eine genetische Ursache sprechen würde.
Verlobung und Heirat mit Clara
Schumann hatte während seiner Studienzeit im Haus Wiecks gelebt und die 9-jährige Clara kennengelernt. Sie freundeten sich an und die Freundschaft wurde als Clara 15-jährig war zu Liebe. Mit 18 verlobten sich die beiden heimlich. Da der Vater gegen die Heirat war, erfochten die beiden vor Gericht die Heiratserlaubnis und die Hochzeit fand 1840 in der Schönefelder Gedächtniskirche statt. In diesem Jahr zogen die beiden in die Wohnung an der Leipziger Inselstrasse, wo die beiden eine Künstlerehe führten und Künstler wie Liszt und Mendelssohn empfingen. Schumann wollte zwar, dass Clara sich auf ihre Ehe fokussierte und die Pianistenlaufbahn beendete, unterstützte sie aber in ihrer Tätigkeit als Komponistin. Dieses Jahr wurde zu einem der produktivsten Jahre Schumanns, das man aufgrund der Fülle von Lieder, sein Liederjahr nennt.
1841 komponierte Schumann seine erste Sinfonie, die Frühlingssinfonie, die Felix Mendelssohn im alten Gewandhaus uraufführte. Der Erfolg war sehr gross und Wieck erkannte das Genie seines Schwiegersohnes und sandte versöhnliche Gesten aus. Robert blieb seinem Schwiegervater gegenüber jedoch reserviert.
1844 hoffte Schumann Nachfolger Mendelssohns am Gewandhaus zu werden. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich und die Schumanns zogen nach Düsseldorf, wo Robert ein Angebot als städtischer Musikdirektor bekommen hatte.

Felix Mendelssohn:
Mendelssohns erster Auftritt als frischgebackener Gewandhauskapellmeister im Jahr 1835 war triumphal. Der 25-jährige Robert Schumann wurde begeisterter Zeuge seines Antrittskonzerts und die beiden pflegten fortan eine Freundschaft. Das Gewandhaus sollte auch der Uraufführungsort zweier von Schumanns Sinfonien werden. Mendelssohns wurde als Musiker und künstlerischer Leiter der Prototyp des modernen Dirigenten. Der Dirigent wurde mit strukturierter Probentätigkeit zur künstlerischen Autorität der (neu) mit Taktstock ausgerüstet versuchte, den Willen des Komponisten umzusetzen. Dabei erregte viel Aufmerksamkeit, dass der mit einem phänomenalen Gedächtnis ausgerüstete Mendelssohn viele der Werke auswendig dirigierte. Mendelssohn war zu dieser Zeit vielleicht der angesehenste Musiker Europas und führte sein Gewandhaus Orchester in den 12 Jahren (mit Unterbrüchen) bis zu seinem Tod zu allererster Güte mit europäischer Ausstrahlung. Mendelssohn förderte junge Musiker wie Schumann oder Berlioz, den er in Rom kennengelernt hatte und zu dem er eine herzliche Freundschaft pflegte. Bei einem Gastkonzert des Franzosen in Leipzig tauschten die beiden ihre Taktstöcke aus.
Mendelssohn erkannte, dass das bisherige Musik-System zu viel Mittelmaß produzierte. Orchestermusiker mussten abends in Gaststätten aufspielen, um ihr Gehalt aufzubessern und die Ausbildung der jungen Musiker wurde dem Zufall überlassen. So engagierte sich Mendelssohn entscheidend für die Verbesserung der Bezahlung der Orchestermusiker und gründete mit einem Kraftakt sondergleichen mit vier Mitstreitern die Gründung eines Leipziger Konservatoriums. Zu den ersten Lehrern gehörten Robert Schumann und sein Konzertmeister und Vertrauter Ferdinand David.
Im Jahre 1836 hatte Mendelssohn in Frankfurt seine spätere Frau kennengelernt. Die Hochzeit wurde in Cécile Jeanrenauds Heimatstadt Frankfurt gefeiert, danach zog sie zu Felix nach Leipzig, wo die beiden fünf Kinder bekamen. Cécile sang und spielte Klavier, ihre Leidenschaft war allerdings das Malen. Sie war eine zurückhaltende Person und hatte so nicht die Rolle der klassischen «Muse» des romantischen Komponisten, sondern gab Felix den Rückhalt, den er brauchte, um sein ungeheures Pensum abzuarbeiten. Von den drei Wohnstätten Mendelssohn ist die letzte noch erhalten, im Haus an der Goldschmidtstraße 12 (damals Königsstraße) ist heute das Mendelssohn Museum einquartiert.
Mendelssohn blieb trotz der Mehrfach-Belastung als Ehemann, Vater, Künstlerischer Leiter, Dirigent, ausführender Künstler, Konservatoriums-Leiter, reisender Künstler als Komponist unheimlich produktiv. In seine Leipziger Jahre fallen unter anderem die Komposition seines Elias-Oratoriums (Uraufführung in Birmingham), sein zweites Klavierkonzert und das berühmte Violinkonzert. Mendelssohn kam so in das Hamsterrad des Kunstbetriebs, wofür er in seinen späteren Tribut zollen musste. Die vierziger Jahre zeigten mehr und mehr einen erschöpften Menschen mit Burn-out Syndrom, das nach dem Tod seiner Schwester Fanny zum Auslöser des frühen Todes wurde.
Im Mai 1847 erreichte ihn auf einer Konzertreise die katastrophale Nachricht des Todes seiner Schwester Fanny. Mendelssohn war wie betäubt, unterbrach alle seine Tätigkeiten und flüchtete auf eine einsame Urlaubs-Reise in die Schweiz. Als er zurückkam, erlitt er in Leipzig Anfang Oktober einen ersten Schlaganfall. Nach weiteren Schlaganfällen verlor er das Bewusstsein und verstarb am 4. November 1847 im Alter von 38 Jahren in seinem Haus. Nach einer Trauerfeier in Leipzig wurde sein Leichnam in einem Sonderzug nach Berlin überführt und im Dreifaltigkeitsfriedhof im Familiengrab der Mendelssohn neben seiner geliebten Schwester bestattet.
LINK ZUR KOMPLETTEN MENDELSSOHN BIOGRAFIE

NIKOLAI KIRCHE
Johann Sebastian Bach:
Bachs Bestellung als Thomaskantor war ziemlich holprig. Nach dem Tod des Vorgängers wurde die Stellung (wie schon in Weimar) zuerst Telemann und dann einem weiteren Musiker angeboten, welche beide ablehnten. Somit war Bach nur dritte Wahl, oder wie es ein Ratsherr ausdrückte: «Da man nun die Besten nicht bekommen könne, so müsse man mittlere nehmen». Nun konnte er Köthen verlassen.
In dieser Zeit war er für Gottesdienste und besondere kirchliche Festlichkeiten von vier Kirchen verantwortlich. Die Nikolai- sowie die Thomaskirche stehen noch heute, zwei weitere wurden Opfer des zweiten Weltkriegs. Zu Bachs Hauptaufgaben gehörte die wöchentliche Aufführung von Kantaten an Sonn- und Festtagen. Bach legte sich dafür gleich zu Beginn kräftig ins Zeug und schrieb im Wochenrhythmus Kantaten. Es sollen volle fünf Jahrgänge geworden sein, wovon drei Jahrgänge (das heisst gegen 200 Stück) überliefert sind. Bereits 1724 komponierte er sein bisher umfassendstes Werk, die Johannes Passion, drei Jahre später die Matthäus Passion. 1730 entspann sich ein Konflikt mit dem Rat, da sich Bachs Meinung nach die Aufführungsbedingungen verschlechtert hatten. Er legte nun dem Rat seine Vorstellungen einer «wohlbestallten Kirchen Music» dar, womit er der Nachwelt eine wichtige Dokumentation der historischen Aufführungspraxis aus der Hand des Meister überliefert hat.
Ferner hatte er auch weltliche Aufgaben als Musikdirektor. In Leipzig hatte sich ein «Collegium musicum» gebildet (ein Orchester aus Berufsmusiker und Liebhaber), welches im Saal und im Garten eines Kaffeehauses konzertierten. Für diese Konzerte schrieb er verschiedenste Werke für Orchester, wie zum Beispiel die Cembalokonzerte.
Die Leipziger Zeit wurde überschattet durch private Tragödien. Zwischen 1726 und 1733 starben sieben Kinder Bachs, dazu kam der Tod seines letzten Geschwister, seiner Schwester Maria.
Die späten Jahre Bachs brachten noch einige grossartige Spätwerke. Dazu gehören beispielsweise «die Kunst der Fuge» und die «Goldberg Variationen», sowie das «musikalische Opfer» (siehe „Bach in Berlin-Potsdam“). Bald danach verschlechterte sich der Gesundheitszustand Bachs. Ein schweres Augenleiden und Störungen am Arm seiner Schreibhand behinderten ihn so sehr, dass sein Schaffen praktisch zum Erliegen kam. Bach unterzog sich in der Folge der berühmte Augenoperation, die er beim vorbeireisenden umstrittenen Augenarzt Sir John Taylor 1750 machte. Das Resultat war wie bei seinem Berufskollegen Händel ein Fiasko: kurzzeitig verbesserte zwar sich die Augenlicht, doch wenig später erlitt er einen Schlaganfall und Johann Sebastian Bach verstarb am 28. Juli 1750.
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Richard Wagner:
Richard Wagner kam als neuntes Kind in Leipzig zur Welt (das Geburtshaus steht nicht mehr). Sein Vater starb wenige Monate später und die Mutter heiratete wenig später den Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer. Lange wurde gerätselt, ob Ludwig, zum dem sich Richard sehr hingezogen fühlte, dessen leiblicher Vater war, was wegen dessen jüdischen Wurzeln sehr pikant gewesen wäre. Heute geht man davon aus, dass es nicht der Fall ist. Nach 2 Jahren siedelte die Familie nach Dresden.
Im Alter von 16 Jahren hörte Wagner den Fidelio mit der Schröder-Devrient in Leipzig, was nach seiner Aussage den Ausschlag gegeben hatte Berufsmusiker zu werden. Zwei Jahre später begann er sein Musikstudium an der Universität Leipzig, komponierte erste Werke und begann sich politisch zu interessieren. 1833 verliess er Leipzig, um Berufserfahrungen zu sammeln.
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Robert und Clara Schumann
Studium und Klavierausbildung in Leipzig
Der im nahen Zwickau aufgewachsene Schumann zog 18-jährig nach Leipzig, um das ungeliebte Jura Studium aufzunehmen. Die Mutter wollte, dass er das Studium aufnahm, Robert befasste sich in dieser Zeit aber hauptsächlich mit Literatur und Musik. Er blieb lediglich ein Semester an der Universität und wechselte dann für drei Semester an die Heidelberger Universität.
1831 kam der zwanzig-jährige nach Leipzig zurück, um bei Friedrich Wieck die Ausbildung zum Piano-Virtuosen aufzunehmen. Dieser hatte seiner Mutter versichert, dass Robert das Talent dazu habe, wenn er nur fleissig üben würde. Doch die Fingerfertigkeit reichte nicht und Robert überstrapazierte zuerst seinen Mittelfinger, dann seine ganze rechte Hand (möglicher weise mit einem mechanischen Übungsgerät), sodass er den Traum einer Klaviervirtuosen Karriere begraben musste.
1834 gründete er mit Wieck eine einflussreiche Zeitschrift für Musik, die er 10 Jahre leitete und für die er zahlreiche Artikel schrieb. Schumann hatte eine ausserordentliche sprachliche Begabung. Er veröffentlichte viele Aufsätze unter Pseudonymen, darunter Eusebius (der introvertierte Schumann) und Florestan (den leidenschaftlichen Schumann).
Erste Psychosen und Verlobung
1833 erlebte er erste Psychosen. Ein Arzt riet ihm zu einer Ehe, um mit einem gergeltem Leben die Krise zu überwinden. Schumann verlobte sich mit Ernestine von Fricken und setzte ihr in seinem Klavierwerk Carneval (Estrella) ein Denkmal. Allerdings wurde die Verlobung wieder aufgelöst.
Diese seelische Erkrankung entstammte vermutlich einer Bipolarität, gelegentlich wird eine Syphilis-Erkrankung als Ursache erwähnt. Dagegen spricht, dass auch Schumanns Vater, eine seiner Geschwister und zwei seiner Kinder psychische Probleme hatten, was für eine genetische Ursache sprechen würde.
Verlobung und Heirat mit Clara
Schumann hatte während seiner Studienzeit im Haus Wiecks gelebt und die 9-jährige Clara kennengelernt. Sie freundeten sich an und die Freundschaft wurde als Clara 15-jährig war zu Liebe. Mit 18 verlobten sich die beiden heimlich. Da der Vater gegen die Heirat war, erfochten die beiden vor Gericht die Heiratserlaubnis und die Hochzeit fand 1840 in der Schönefelder Gedächtniskirche statt. In diesem Jahr zogen die beiden in die Wohnung an der Leipziger Inselstrasse, wo die beiden eine Künstlerehe führten und Künstler wie Liszt und Mendelssohn empfingen. Schumann wollte zwar, dass Clara sich auf ihre Ehe fokussierte und die Pianistenlaufbahn beendete, unterstützte sie aber in ihrer Tätigkeit als Komponistin. Dieses Jahr wurde zu einem der produktivsten Jahre Schumanns, das man aufgrund der Fülle von Lieder, sein Liederjahr nennt.
1841 komponierte Schumann seine erste Sinfonie, die Frühlingssinfonie, die Felix Mendelssohn im alten Gewandhaus uraufführte. Der Erfolg war sehr gross und Wieck erkannte das Genie seines Schwiegersohnes und sandte versöhnliche Gesten aus. Robert blieb seinem Schwiegervater gegenüber jedoch reserviert.
1844 hoffte Schumann Nachfolger Mendelssohns am Gewandhaus zu werden. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich und die Schumanns zogen nach Düsseldorf, wo Robert ein Angebot als städtischer Musikdirektor bekommen hatte.

Felix Mendelssohn:
Mendelssohns erster Auftritt als frischgebackener Gewandhauskapellmeister im Jahr 1835 war triumphal. Der 25-jährige Robert Schumann wurde begeisterter Zeuge seines Antrittskonzerts und die beiden pflegten fortan eine Freundschaft. Das Gewandhaus sollte auch der Uraufführungsort zweier von Schumanns Sinfonien werden. Mendelssohns wurde als Musiker und künstlerischer Leiter der Prototyp des modernen Dirigenten. Der Dirigent wurde mit strukturierter Probentätigkeit zur künstlerischen Autorität der (neu) mit Taktstock ausgerüstet versuchte, den Willen des Komponisten umzusetzen. Dabei erregte viel Aufmerksamkeit, dass der mit einem phänomenalen Gedächtnis ausgerüstete Mendelssohn viele der Werke auswendig dirigierte. Mendelssohn war zu dieser Zeit vielleicht der angesehenste Musiker Europas und führte sein Gewandhaus Orchester in den 12 Jahren (mit Unterbrüchen) bis zu seinem Tod zu allererster Güte mit europäischer Ausstrahlung. Mendelssohn förderte junge Musiker wie Schumann oder Berlioz, den er in Rom kennengelernt hatte und zu dem er eine herzliche Freundschaft pflegte. Bei einem Gastkonzert des Franzosen in Leipzig tauschten die beiden ihre Taktstöcke aus.
Mendelssohn erkannte, dass das bisherige Musik-System zu viel Mittelmaß produzierte. Orchestermusiker mussten abends in Gaststätten aufspielen, um ihr Gehalt aufzubessern und die Ausbildung der jungen Musiker wurde dem Zufall überlassen. So engagierte sich Mendelssohn entscheidend für die Verbesserung der Bezahlung der Orchestermusiker und gründete mit einem Kraftakt sondergleichen mit vier Mitstreitern die Gründung eines Leipziger Konservatoriums. Zu den ersten Lehrern gehörten Robert Schumann und sein Konzertmeister und Vertrauter Ferdinand David.
Im Jahre 1836 hatte Mendelssohn in Frankfurt seine spätere Frau kennengelernt. Die Hochzeit wurde in Cécile Jeanrenauds Heimatstadt Frankfurt gefeiert, danach zog sie zu Felix nach Leipzig, wo die beiden fünf Kinder bekamen. Cécile sang und spielte Klavier, ihre Leidenschaft war allerdings das Malen. Sie war eine zurückhaltende Person und hatte so nicht die Rolle der klassischen «Muse» des romantischen Komponisten, sondern gab Felix den Rückhalt, den er brauchte, um sein ungeheures Pensum abzuarbeiten. Von den drei Wohnstätten Mendelssohn ist die letzte noch erhalten, im Haus an der Goldschmidtstraße 12 (damals Königsstraße) ist heute das Mendelssohn Museum einquartiert.
Mendelssohn blieb trotz der Mehrfach-Belastung als Ehemann, Vater, Künstlerischer Leiter, Dirigent, ausführender Künstler, Konservatoriums-Leiter, reisender Künstler als Komponist unheimlich produktiv. In seine Leipziger Jahre fallen unter anderem die Komposition seines Elias-Oratoriums (Uraufführung in Birmingham), sein zweites Klavierkonzert und das berühmte Violinkonzert. Mendelssohn kam so in das Hamsterrad des Kunstbetriebs, wofür er in seinen späteren Tribut zollen musste. Die vierziger Jahre zeigten mehr und mehr einen erschöpften Menschen mit Burn-out Syndrom, das nach dem Tod seiner Schwester Fanny zum Auslöser des frühen Todes wurde.
Im Mai 1847 erreichte ihn auf einer Konzertreise die katastrophale Nachricht des Todes seiner Schwester Fanny. Mendelssohn war wie betäubt, unterbrach alle seine Tätigkeiten und flüchtete auf eine einsame Urlaubs-Reise in die Schweiz. Als er zurückkam, erlitt er in Leipzig Anfang Oktober einen ersten Schlaganfall. Nach weiteren Schlaganfällen verlor er das Bewusstsein und verstarb am 4. November 1847 im Alter von 38 Jahren in seinem Haus. Nach einer Trauerfeier in Leipzig wurde sein Leichnam in einem Sonderzug nach Berlin überführt und im Dreifaltigkeitsfriedhof im Familiengrab der Mendelssohn neben seiner geliebten Schwester bestattet.
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MUSEUM ALTES RATHAUS
https://www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de/besuch/unsere-haeuser/altes-rathaus/
Johann Sebastian Bach:
Bachs Bestellung als Thomaskantor war ziemlich holprig. Nach dem Tod des Vorgängers wurde die Stellung (wie schon in Weimar) zuerst Telemann und dann einem weiteren Musiker angeboten, welche beide ablehnten. Somit war Bach nur dritte Wahl, oder wie es ein Ratsherr ausdrückte: «Da man nun die Besten nicht bekommen könne, so müsse man mittlere nehmen». Nun konnte er Köthen verlassen.
In dieser Zeit war er für Gottesdienste und besondere kirchliche Festlichkeiten von vier Kirchen verantwortlich. Die Nikolai- sowie die Thomaskirche stehen noch heute, zwei weitere wurden Opfer des zweiten Weltkriegs. Zu Bachs Hauptaufgaben gehörte die wöchentliche Aufführung von Kantaten an Sonn- und Festtagen. Bach legte sich dafür gleich zu Beginn kräftig ins Zeug und schrieb im Wochenrhythmus Kantaten. Es sollen volle fünf Jahrgänge geworden sein, wovon drei Jahrgänge (das heisst gegen 200 Stück) überliefert sind. Bereits 1724 komponierte er sein bisher umfassendstes Werk, die Johannes Passion, drei Jahre später die Matthäus Passion. 1730 entspann sich ein Konflikt mit dem Rat, da sich Bachs Meinung nach die Aufführungsbedingungen verschlechtert hatten. Er legte nun dem Rat seine Vorstellungen einer «wohlbestallten Kirchen Music» dar, womit er der Nachwelt eine wichtige Dokumentation der historischen Aufführungspraxis aus der Hand des Meister überliefert hat.
Ferner hatte er auch weltliche Aufgaben als Musikdirektor. In Leipzig hatte sich ein «Collegium musicum» gebildet (ein Orchester aus Berufsmusiker und Liebhaber), welches im Saal und im Garten eines Kaffeehauses konzertierten. Für diese Konzerte schrieb er verschiedenste Werke für Orchester, wie zum Beispiel die Cembalokonzerte.
Die Leipziger Zeit wurde überschattet durch private Tragödien. Zwischen 1726 und 1733 starben sieben Kinder Bachs, dazu kam der Tod seines letzten Geschwister, seiner Schwester Maria.
Die späten Jahre Bachs brachten noch einige grossartige Spätwerke. Dazu gehören beispielsweise «die Kunst der Fuge» und die «Goldberg Variationen», sowie das «musikalische Opfer» (siehe „Bach in Berlin-Potsdam“). Bald danach verschlechterte sich der Gesundheitszustand Bachs. Ein schweres Augenleiden und Störungen am Arm seiner Schreibhand behinderten ihn so sehr, dass sein Schaffen praktisch zum Erliegen kam. Bach unterzog sich in der Folge der berühmte Augenoperation, die er beim vorbeireisenden umstrittenen Augenarzt Sir John Taylor 1750 machte. Das Resultat war wie bei seinem Berufskollegen Händel ein Fiasko: kurzzeitig verbesserte zwar sich die Augenlicht, doch wenig später erlitt er einen Schlaganfall und Johann Sebastian Bach verstarb am 28. Juli 1750.
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Richard Wagner:
Richard Wagner kam als neuntes Kind in Leipzig zur Welt (das Geburtshaus steht nicht mehr). Sein Vater starb wenige Monate später und die Mutter heiratete wenig später den Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer. Lange wurde gerätselt, ob Ludwig, zum dem sich Richard sehr hingezogen fühlte, dessen leiblicher Vater war, was wegen dessen jüdischen Wurzeln sehr pikant gewesen wäre. Heute geht man davon aus, dass es nicht der Fall ist. Nach 2 Jahren siedelte die Familie nach Dresden.
Im Alter von 16 Jahren hörte Wagner den Fidelio mit der Schröder-Devrient in Leipzig, was nach seiner Aussage den Ausschlag gegeben hatte Berufsmusiker zu werden. Zwei Jahre später begann er sein Musikstudium an der Universität Leipzig, komponierte erste Werke und begann sich politisch zu interessieren. 1833 verliess er Leipzig, um Berufserfahrungen zu sammeln.
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Robert und Clara Schumann
Studium und Klavierausbildung in Leipzig
Der im nahen Zwickau aufgewachsene Schumann zog 18-jährig nach Leipzig, um das ungeliebte Jura Studium aufzunehmen. Die Mutter wollte, dass er das Studium aufnahm, Robert befasste sich in dieser Zeit aber hauptsächlich mit Literatur und Musik. Er blieb lediglich ein Semester an der Universität und wechselte dann für drei Semester an die Heidelberger Universität.
1831 kam der zwanzig-jährige nach Leipzig zurück, um bei Friedrich Wieck die Ausbildung zum Piano-Virtuosen aufzunehmen. Dieser hatte seiner Mutter versichert, dass Robert das Talent dazu habe, wenn er nur fleissig üben würde. Doch die Fingerfertigkeit reichte nicht und Robert überstrapazierte zuerst seinen Mittelfinger, dann seine ganze rechte Hand (möglicher weise mit einem mechanischen Übungsgerät), sodass er den Traum einer Klaviervirtuosen Karriere begraben musste.
1834 gründete er mit Wieck eine einflussreiche Zeitschrift für Musik, die er 10 Jahre leitete und für die er zahlreiche Artikel schrieb. Schumann hatte eine ausserordentliche sprachliche Begabung. Er veröffentlichte viele Aufsätze unter Pseudonymen, darunter Eusebius (der introvertierte Schumann) und Florestan (den leidenschaftlichen Schumann).
Erste Psychosen und Verlobung
1833 erlebte er erste Psychosen. Ein Arzt riet ihm zu einer Ehe, um mit einem gergeltem Leben die Krise zu überwinden. Schumann verlobte sich mit Ernestine von Fricken und setzte ihr in seinem Klavierwerk Carneval (Estrella) ein Denkmal. Allerdings wurde die Verlobung wieder aufgelöst.
Diese seelische Erkrankung entstammte vermutlich einer Bipolarität, gelegentlich wird eine Syphilis-Erkrankung als Ursache erwähnt. Dagegen spricht, dass auch Schumanns Vater, eine seiner Geschwister und zwei seiner Kinder psychische Probleme hatten, was für eine genetische Ursache sprechen würde.
Verlobung und Heirat mit Clara
Schumann hatte während seiner Studienzeit im Haus Wiecks gelebt und die 9-jährige Clara kennengelernt. Sie freundeten sich an und die Freundschaft wurde als Clara 15-jährig war zu Liebe. Mit 18 verlobten sich die beiden heimlich. Da der Vater gegen die Heirat war, erfochten die beiden vor Gericht die Heiratserlaubnis und die Hochzeit fand 1840 in der Schönefelder Gedächtniskirche statt. In diesem Jahr zogen die beiden in die Wohnung an der Leipziger Inselstrasse, wo die beiden eine Künstlerehe führten und Künstler wie Liszt und Mendelssohn empfingen. Schumann wollte zwar, dass Clara sich auf ihre Ehe fokussierte und die Pianistenlaufbahn beendete, unterstützte sie aber in ihrer Tätigkeit als Komponistin. Dieses Jahr wurde zu einem der produktivsten Jahre Schumanns, das man aufgrund der Fülle von Lieder, sein Liederjahr nennt.
1841 komponierte Schumann seine erste Sinfonie, die Frühlingssinfonie, die Felix Mendelssohn im alten Gewandhaus uraufführte. Der Erfolg war sehr gross und Wieck erkannte das Genie seines Schwiegersohnes und sandte versöhnliche Gesten aus. Robert blieb seinem Schwiegervater gegenüber jedoch reserviert.
1844 hoffte Schumann Nachfolger Mendelssohns am Gewandhaus zu werden. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich und die Schumanns zogen nach Düsseldorf, wo Robert ein Angebot als städtischer Musikdirektor bekommen hatte.

Felix Mendelssohn:
Mendelssohns erster Auftritt als frischgebackener Gewandhauskapellmeister im Jahr 1835 war triumphal. Der 25-jährige Robert Schumann wurde begeisterter Zeuge seines Antrittskonzerts und die beiden pflegten fortan eine Freundschaft. Das Gewandhaus sollte auch der Uraufführungsort zweier von Schumanns Sinfonien werden. Mendelssohns wurde als Musiker und künstlerischer Leiter der Prototyp des modernen Dirigenten. Der Dirigent wurde mit strukturierter Probentätigkeit zur künstlerischen Autorität der (neu) mit Taktstock ausgerüstet versuchte, den Willen des Komponisten umzusetzen. Dabei erregte viel Aufmerksamkeit, dass der mit einem phänomenalen Gedächtnis ausgerüstete Mendelssohn viele der Werke auswendig dirigierte. Mendelssohn war zu dieser Zeit vielleicht der angesehenste Musiker Europas und führte sein Gewandhaus Orchester in den 12 Jahren (mit Unterbrüchen) bis zu seinem Tod zu allererster Güte mit europäischer Ausstrahlung. Mendelssohn förderte junge Musiker wie Schumann oder Berlioz, den er in Rom kennengelernt hatte und zu dem er eine herzliche Freundschaft pflegte. Bei einem Gastkonzert des Franzosen in Leipzig tauschten die beiden ihre Taktstöcke aus.
Mendelssohn erkannte, dass das bisherige Musik-System zu viel Mittelmaß produzierte. Orchestermusiker mussten abends in Gaststätten aufspielen, um ihr Gehalt aufzubessern und die Ausbildung der jungen Musiker wurde dem Zufall überlassen. So engagierte sich Mendelssohn entscheidend für die Verbesserung der Bezahlung der Orchestermusiker und gründete mit einem Kraftakt sondergleichen mit vier Mitstreitern die Gründung eines Leipziger Konservatoriums. Zu den ersten Lehrern gehörten Robert Schumann und sein Konzertmeister und Vertrauter Ferdinand David.
Im Jahre 1836 hatte Mendelssohn in Frankfurt seine spätere Frau kennengelernt. Die Hochzeit wurde in Cécile Jeanrenauds Heimatstadt Frankfurt gefeiert, danach zog sie zu Felix nach Leipzig, wo die beiden fünf Kinder bekamen. Cécile sang und spielte Klavier, ihre Leidenschaft war allerdings das Malen. Sie war eine zurückhaltende Person und hatte so nicht die Rolle der klassischen «Muse» des romantischen Komponisten, sondern gab Felix den Rückhalt, den er brauchte, um sein ungeheures Pensum abzuarbeiten. Von den drei Wohnstätten Mendelssohn ist die letzte noch erhalten, im Haus an der Goldschmidtstraße 12 (damals Königsstraße) ist heute das Mendelssohn Museum einquartiert.
Mendelssohn blieb trotz der Mehrfach-Belastung als Ehemann, Vater, Künstlerischer Leiter, Dirigent, ausführender Künstler, Konservatoriums-Leiter, reisender Künstler als Komponist unheimlich produktiv. In seine Leipziger Jahre fallen unter anderem die Komposition seines Elias-Oratoriums (Uraufführung in Birmingham), sein zweites Klavierkonzert und das berühmte Violinkonzert. Mendelssohn kam so in das Hamsterrad des Kunstbetriebs, wofür er in seinen späteren Tribut zollen musste. Die vierziger Jahre zeigten mehr und mehr einen erschöpften Menschen mit Burn-out Syndrom, das nach dem Tod seiner Schwester Fanny zum Auslöser des frühen Todes wurde.
Im Mai 1847 erreichte ihn auf einer Konzertreise die katastrophale Nachricht des Todes seiner Schwester Fanny. Mendelssohn war wie betäubt, unterbrach alle seine Tätigkeiten und flüchtete auf eine einsame Urlaubs-Reise in die Schweiz. Als er zurückkam, erlitt er in Leipzig Anfang Oktober einen ersten Schlaganfall. Nach weiteren Schlaganfällen verlor er das Bewusstsein und verstarb am 4. November 1847 im Alter von 38 Jahren in seinem Haus. Nach einer Trauerfeier in Leipzig wurde sein Leichnam in einem Sonderzug nach Berlin überführt und im Dreifaltigkeitsfriedhof im Familiengrab der Mendelssohn neben seiner geliebten Schwester bestattet.
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MUSEUM MENDELSSOHN HAUS
https://www.mendelssohn-stiftung.de/
Johann Sebastian Bach:
Bachs Bestellung als Thomaskantor war ziemlich holprig. Nach dem Tod des Vorgängers wurde die Stellung (wie schon in Weimar) zuerst Telemann und dann einem weiteren Musiker angeboten, welche beide ablehnten. Somit war Bach nur dritte Wahl, oder wie es ein Ratsherr ausdrückte: «Da man nun die Besten nicht bekommen könne, so müsse man mittlere nehmen». Nun konnte er Köthen verlassen.
In dieser Zeit war er für Gottesdienste und besondere kirchliche Festlichkeiten von vier Kirchen verantwortlich. Die Nikolai- sowie die Thomaskirche stehen noch heute, zwei weitere wurden Opfer des zweiten Weltkriegs. Zu Bachs Hauptaufgaben gehörte die wöchentliche Aufführung von Kantaten an Sonn- und Festtagen. Bach legte sich dafür gleich zu Beginn kräftig ins Zeug und schrieb im Wochenrhythmus Kantaten. Es sollen volle fünf Jahrgänge geworden sein, wovon drei Jahrgänge (das heisst gegen 200 Stück) überliefert sind. Bereits 1724 komponierte er sein bisher umfassendstes Werk, die Johannes Passion, drei Jahre später die Matthäus Passion. 1730 entspann sich ein Konflikt mit dem Rat, da sich Bachs Meinung nach die Aufführungsbedingungen verschlechtert hatten. Er legte nun dem Rat seine Vorstellungen einer «wohlbestallten Kirchen Music» dar, womit er der Nachwelt eine wichtige Dokumentation der historischen Aufführungspraxis aus der Hand des Meister überliefert hat.
Ferner hatte er auch weltliche Aufgaben als Musikdirektor. In Leipzig hatte sich ein «Collegium musicum» gebildet (ein Orchester aus Berufsmusiker und Liebhaber), welches im Saal und im Garten eines Kaffeehauses konzertierten. Für diese Konzerte schrieb er verschiedenste Werke für Orchester, wie zum Beispiel die Cembalokonzerte.
Die Leipziger Zeit wurde überschattet durch private Tragödien. Zwischen 1726 und 1733 starben sieben Kinder Bachs, dazu kam der Tod seines letzten Geschwister, seiner Schwester Maria.
Die späten Jahre Bachs brachten noch einige grossartige Spätwerke. Dazu gehören beispielsweise «die Kunst der Fuge» und die «Goldberg Variationen», sowie das «musikalische Opfer» (siehe „Bach in Berlin-Potsdam“). Bald danach verschlechterte sich der Gesundheitszustand Bachs. Ein schweres Augenleiden und Störungen am Arm seiner Schreibhand behinderten ihn so sehr, dass sein Schaffen praktisch zum Erliegen kam. Bach unterzog sich in der Folge der berühmte Augenoperation, die er beim vorbeireisenden umstrittenen Augenarzt Sir John Taylor 1750 machte. Das Resultat war wie bei seinem Berufskollegen Händel ein Fiasko: kurzzeitig verbesserte zwar sich die Augenlicht, doch wenig später erlitt er einen Schlaganfall und Johann Sebastian Bach verstarb am 28. Juli 1750.
LINK ZUR KOMPLETTEN BACH BIOGRAFIE

Richard Wagner:
Richard Wagner kam als neuntes Kind in Leipzig zur Welt (das Geburtshaus steht nicht mehr). Sein Vater starb wenige Monate später und die Mutter heiratete wenig später den Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer. Lange wurde gerätselt, ob Ludwig, zum dem sich Richard sehr hingezogen fühlte, dessen leiblicher Vater war, was wegen dessen jüdischen Wurzeln sehr pikant gewesen wäre. Heute geht man davon aus, dass es nicht der Fall ist. Nach 2 Jahren siedelte die Familie nach Dresden.
Im Alter von 16 Jahren hörte Wagner den Fidelio mit der Schröder-Devrient in Leipzig, was nach seiner Aussage den Ausschlag gegeben hatte Berufsmusiker zu werden. Zwei Jahre später begann er sein Musikstudium an der Universität Leipzig, komponierte erste Werke und begann sich politisch zu interessieren. 1833 verliess er Leipzig, um Berufserfahrungen zu sammeln.
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Robert und Clara Schumann
Studium und Klavierausbildung in Leipzig
Der im nahen Zwickau aufgewachsene Schumann zog 18-jährig nach Leipzig, um das ungeliebte Jura Studium aufzunehmen. Die Mutter wollte, dass er das Studium aufnahm, Robert befasste sich in dieser Zeit aber hauptsächlich mit Literatur und Musik. Er blieb lediglich ein Semester an der Universität und wechselte dann für drei Semester an die Heidelberger Universität.
1831 kam der zwanzig-jährige nach Leipzig zurück, um bei Friedrich Wieck die Ausbildung zum Piano-Virtuosen aufzunehmen. Dieser hatte seiner Mutter versichert, dass Robert das Talent dazu habe, wenn er nur fleissig üben würde. Doch die Fingerfertigkeit reichte nicht und Robert überstrapazierte zuerst seinen Mittelfinger, dann seine ganze rechte Hand (möglicher weise mit einem mechanischen Übungsgerät), sodass er den Traum einer Klaviervirtuosen Karriere begraben musste.
1834 gründete er mit Wieck eine einflussreiche Zeitschrift für Musik, die er 10 Jahre leitete und für die er zahlreiche Artikel schrieb. Schumann hatte eine ausserordentliche sprachliche Begabung. Er veröffentlichte viele Aufsätze unter Pseudonymen, darunter Eusebius (der introvertierte Schumann) und Florestan (den leidenschaftlichen Schumann).
Erste Psychosen und Verlobung
1833 erlebte er erste Psychosen. Ein Arzt riet ihm zu einer Ehe, um mit einem gergeltem Leben die Krise zu überwinden. Schumann verlobte sich mit Ernestine von Fricken und setzte ihr in seinem Klavierwerk Carneval (Estrella) ein Denkmal. Allerdings wurde die Verlobung wieder aufgelöst.
Diese seelische Erkrankung entstammte vermutlich einer Bipolarität, gelegentlich wird eine Syphilis-Erkrankung als Ursache erwähnt. Dagegen spricht, dass auch Schumanns Vater, eine seiner Geschwister und zwei seiner Kinder psychische Probleme hatten, was für eine genetische Ursache sprechen würde.
Verlobung und Heirat mit Clara
Schumann hatte während seiner Studienzeit im Haus Wiecks gelebt und die 9-jährige Clara kennengelernt. Sie freundeten sich an und die Freundschaft wurde als Clara 15-jährig war zu Liebe. Mit 18 verlobten sich die beiden heimlich. Da der Vater gegen die Heirat war, erfochten die beiden vor Gericht die Heiratserlaubnis und die Hochzeit fand 1840 in der Schönefelder Gedächtniskirche statt. In diesem Jahr zogen die beiden in die Wohnung an der Leipziger Inselstrasse, wo die beiden eine Künstlerehe führten und Künstler wie Liszt und Mendelssohn empfingen. Schumann wollte zwar, dass Clara sich auf ihre Ehe fokussierte und die Pianistenlaufbahn beendete, unterstützte sie aber in ihrer Tätigkeit als Komponistin. Dieses Jahr wurde zu einem der produktivsten Jahre Schumanns, das man aufgrund der Fülle von Lieder, sein Liederjahr nennt.
1841 komponierte Schumann seine erste Sinfonie, die Frühlingssinfonie, die Felix Mendelssohn im alten Gewandhaus uraufführte. Der Erfolg war sehr gross und Wieck erkannte das Genie seines Schwiegersohnes und sandte versöhnliche Gesten aus. Robert blieb seinem Schwiegervater gegenüber jedoch reserviert.
1844 hoffte Schumann Nachfolger Mendelssohns am Gewandhaus zu werden. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich und die Schumanns zogen nach Düsseldorf, wo Robert ein Angebot als städtischer Musikdirektor bekommen hatte.

Felix Mendelssohn:
Mendelssohns erster Auftritt als frischgebackener Gewandhauskapellmeister im Jahr 1835 war triumphal. Der 25-jährige Robert Schumann wurde begeisterter Zeuge seines Antrittskonzerts und die beiden pflegten fortan eine Freundschaft. Das Gewandhaus sollte auch der Uraufführungsort zweier von Schumanns Sinfonien werden. Mendelssohns wurde als Musiker und künstlerischer Leiter der Prototyp des modernen Dirigenten. Der Dirigent wurde mit strukturierter Probentätigkeit zur künstlerischen Autorität der (neu) mit Taktstock ausgerüstet versuchte, den Willen des Komponisten umzusetzen. Dabei erregte viel Aufmerksamkeit, dass der mit einem phänomenalen Gedächtnis ausgerüstete Mendelssohn viele der Werke auswendig dirigierte. Mendelssohn war zu dieser Zeit vielleicht der angesehenste Musiker Europas und führte sein Gewandhaus Orchester in den 12 Jahren (mit Unterbrüchen) bis zu seinem Tod zu allererster Güte mit europäischer Ausstrahlung. Mendelssohn förderte junge Musiker wie Schumann oder Berlioz, den er in Rom kennengelernt hatte und zu dem er eine herzliche Freundschaft pflegte. Bei einem Gastkonzert des Franzosen in Leipzig tauschten die beiden ihre Taktstöcke aus.
Mendelssohn erkannte, dass das bisherige Musik-System zu viel Mittelmaß produzierte. Orchestermusiker mussten abends in Gaststätten aufspielen, um ihr Gehalt aufzubessern und die Ausbildung der jungen Musiker wurde dem Zufall überlassen. So engagierte sich Mendelssohn entscheidend für die Verbesserung der Bezahlung der Orchestermusiker und gründete mit einem Kraftakt sondergleichen mit vier Mitstreitern die Gründung eines Leipziger Konservatoriums. Zu den ersten Lehrern gehörten Robert Schumann und sein Konzertmeister und Vertrauter Ferdinand David.
Im Jahre 1836 hatte Mendelssohn in Frankfurt seine spätere Frau kennengelernt. Die Hochzeit wurde in Cécile Jeanrenauds Heimatstadt Frankfurt gefeiert, danach zog sie zu Felix nach Leipzig, wo die beiden fünf Kinder bekamen. Cécile sang und spielte Klavier, ihre Leidenschaft war allerdings das Malen. Sie war eine zurückhaltende Person und hatte so nicht die Rolle der klassischen «Muse» des romantischen Komponisten, sondern gab Felix den Rückhalt, den er brauchte, um sein ungeheures Pensum abzuarbeiten. Von den drei Wohnstätten Mendelssohn ist die letzte noch erhalten, im Haus an der Goldschmidtstraße 12 (damals Königsstraße) ist heute das Mendelssohn Museum einquartiert.
Mendelssohn blieb trotz der Mehrfach-Belastung als Ehemann, Vater, Künstlerischer Leiter, Dirigent, ausführender Künstler, Konservatoriums-Leiter, reisender Künstler als Komponist unheimlich produktiv. In seine Leipziger Jahre fallen unter anderem die Komposition seines Elias-Oratoriums (Uraufführung in Birmingham), sein zweites Klavierkonzert und das berühmte Violinkonzert. Mendelssohn kam so in das Hamsterrad des Kunstbetriebs, wofür er in seinen späteren Tribut zollen musste. Die vierziger Jahre zeigten mehr und mehr einen erschöpften Menschen mit Burn-out Syndrom, das nach dem Tod seiner Schwester Fanny zum Auslöser des frühen Todes wurde.
Im Mai 1847 erreichte ihn auf einer Konzertreise die katastrophale Nachricht des Todes seiner Schwester Fanny. Mendelssohn war wie betäubt, unterbrach alle seine Tätigkeiten und flüchtete auf eine einsame Urlaubs-Reise in die Schweiz. Als er zurückkam, erlitt er in Leipzig Anfang Oktober einen ersten Schlaganfall. Nach weiteren Schlaganfällen verlor er das Bewusstsein und verstarb am 4. November 1847 im Alter von 38 Jahren in seinem Haus. Nach einer Trauerfeier in Leipzig wurde sein Leichnam in einem Sonderzug nach Berlin überführt und im Dreifaltigkeitsfriedhof im Familiengrab der Mendelssohn neben seiner geliebten Schwester bestattet.
LINK ZUR KOMPLETTEN MENDELSSOHN BIOGRAFIE

BACH MUSEUM
https://www.bachmuseumleipzig.de/de/bach-museum
Johann Sebastian Bach:
Bachs Bestellung als Thomaskantor war ziemlich holprig. Nach dem Tod des Vorgängers wurde die Stellung (wie schon in Weimar) zuerst Telemann und dann einem weiteren Musiker angeboten, welche beide ablehnten. Somit war Bach nur dritte Wahl, oder wie es ein Ratsherr ausdrückte: «Da man nun die Besten nicht bekommen könne, so müsse man mittlere nehmen». Nun konnte er Köthen verlassen.
In dieser Zeit war er für Gottesdienste und besondere kirchliche Festlichkeiten von vier Kirchen verantwortlich. Die Nikolai- sowie die Thomaskirche stehen noch heute, zwei weitere wurden Opfer des zweiten Weltkriegs. Zu Bachs Hauptaufgaben gehörte die wöchentliche Aufführung von Kantaten an Sonn- und Festtagen. Bach legte sich dafür gleich zu Beginn kräftig ins Zeug und schrieb im Wochenrhythmus Kantaten. Es sollen volle fünf Jahrgänge geworden sein, wovon drei Jahrgänge (das heisst gegen 200 Stück) überliefert sind. Bereits 1724 komponierte er sein bisher umfassendstes Werk, die Johannes Passion, drei Jahre später die Matthäus Passion. 1730 entspann sich ein Konflikt mit dem Rat, da sich Bachs Meinung nach die Aufführungsbedingungen verschlechtert hatten. Er legte nun dem Rat seine Vorstellungen einer «wohlbestallten Kirchen Music» dar, womit er der Nachwelt eine wichtige Dokumentation der historischen Aufführungspraxis aus der Hand des Meister überliefert hat.
Ferner hatte er auch weltliche Aufgaben als Musikdirektor. In Leipzig hatte sich ein «Collegium musicum» gebildet (ein Orchester aus Berufsmusiker und Liebhaber), welches im Saal und im Garten eines Kaffeehauses konzertierten. Für diese Konzerte schrieb er verschiedenste Werke für Orchester, wie zum Beispiel die Cembalokonzerte.
Die Leipziger Zeit wurde überschattet durch private Tragödien. Zwischen 1726 und 1733 starben sieben Kinder Bachs, dazu kam der Tod seines letzten Geschwister, seiner Schwester Maria.
Die späten Jahre Bachs brachten noch einige grossartige Spätwerke. Dazu gehören beispielsweise «die Kunst der Fuge» und die «Goldberg Variationen», sowie das «musikalische Opfer» (siehe „Bach in Berlin-Potsdam“). Bald danach verschlechterte sich der Gesundheitszustand Bachs. Ein schweres Augenleiden und Störungen am Arm seiner Schreibhand behinderten ihn so sehr, dass sein Schaffen praktisch zum Erliegen kam. Bach unterzog sich in der Folge der berühmte Augenoperation, die er beim vorbeireisenden umstrittenen Augenarzt Sir John Taylor 1750 machte. Das Resultat war wie bei seinem Berufskollegen Händel ein Fiasko: kurzzeitig verbesserte zwar sich die Augenlicht, doch wenig später erlitt er einen Schlaganfall und Johann Sebastian Bach verstarb am 28. Juli 1750.
LINK ZUR KOMPLETTEN BACH BIOGRAFIE

Richard Wagner:
Richard Wagner kam als neuntes Kind in Leipzig zur Welt (das Geburtshaus steht nicht mehr). Sein Vater starb wenige Monate später und die Mutter heiratete wenig später den Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer. Lange wurde gerätselt, ob Ludwig, zum dem sich Richard sehr hingezogen fühlte, dessen leiblicher Vater war, was wegen dessen jüdischen Wurzeln sehr pikant gewesen wäre. Heute geht man davon aus, dass es nicht der Fall ist. Nach 2 Jahren siedelte die Familie nach Dresden.
Im Alter von 16 Jahren hörte Wagner den Fidelio mit der Schröder-Devrient in Leipzig, was nach seiner Aussage den Ausschlag gegeben hatte Berufsmusiker zu werden. Zwei Jahre später begann er sein Musikstudium an der Universität Leipzig, komponierte erste Werke und begann sich politisch zu interessieren. 1833 verliess er Leipzig, um Berufserfahrungen zu sammeln.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE

Slide Title
Robert und Clara Schumann
Studium und Klavierausbildung in Leipzig
Der im nahen Zwickau aufgewachsene Schumann zog 18-jährig nach Leipzig, um das ungeliebte Jura Studium aufzunehmen. Die Mutter wollte, dass er das Studium aufnahm, Robert befasste sich in dieser Zeit aber hauptsächlich mit Literatur und Musik. Er blieb lediglich ein Semester an der Universität und wechselte dann für drei Semester an die Heidelberger Universität.
1831 kam der zwanzig-jährige nach Leipzig zurück, um bei Friedrich Wieck die Ausbildung zum Piano-Virtuosen aufzunehmen. Dieser hatte seiner Mutter versichert, dass Robert das Talent dazu habe, wenn er nur fleissig üben würde. Doch die Fingerfertigkeit reichte nicht und Robert überstrapazierte zuerst seinen Mittelfinger, dann seine ganze rechte Hand (möglicher weise mit einem mechanischen Übungsgerät), sodass er den Traum einer Klaviervirtuosen Karriere begraben musste.
1834 gründete er mit Wieck eine einflussreiche Zeitschrift für Musik, die er 10 Jahre leitete und für die er zahlreiche Artikel schrieb. Schumann hatte eine ausserordentliche sprachliche Begabung. Er veröffentlichte viele Aufsätze unter Pseudonymen, darunter Eusebius (der introvertierte Schumann) und Florestan (den leidenschaftlichen Schumann).
Erste Psychosen und Verlobung
1833 erlebte er erste Psychosen. Ein Arzt riet ihm zu einer Ehe, um mit einem gergeltem Leben die Krise zu überwinden. Schumann verlobte sich mit Ernestine von Fricken und setzte ihr in seinem Klavierwerk Carneval (Estrella) ein Denkmal. Allerdings wurde die Verlobung wieder aufgelöst.
Diese seelische Erkrankung entstammte vermutlich einer Bipolarität, gelegentlich wird eine Syphilis-Erkrankung als Ursache erwähnt. Dagegen spricht, dass auch Schumanns Vater, eine seiner Geschwister und zwei seiner Kinder psychische Probleme hatten, was für eine genetische Ursache sprechen würde.
Verlobung und Heirat mit Clara
Schumann hatte während seiner Studienzeit im Haus Wiecks gelebt und die 9-jährige Clara kennengelernt. Sie freundeten sich an und die Freundschaft wurde als Clara 15-jährig war zu Liebe. Mit 18 verlobten sich die beiden heimlich. Da der Vater gegen die Heirat war, erfochten die beiden vor Gericht die Heiratserlaubnis und die Hochzeit fand 1840 in der Schönefelder Gedächtniskirche statt. In diesem Jahr zogen die beiden in die Wohnung an der Leipziger Inselstrasse, wo die beiden eine Künstlerehe führten und Künstler wie Liszt und Mendelssohn empfingen. Schumann wollte zwar, dass Clara sich auf ihre Ehe fokussierte und die Pianistenlaufbahn beendete, unterstützte sie aber in ihrer Tätigkeit als Komponistin. Dieses Jahr wurde zu einem der produktivsten Jahre Schumanns, das man aufgrund der Fülle von Lieder, sein Liederjahr nennt.
1841 komponierte Schumann seine erste Sinfonie, die Frühlingssinfonie, die Felix Mendelssohn im alten Gewandhaus uraufführte. Der Erfolg war sehr gross und Wieck erkannte das Genie seines Schwiegersohnes und sandte versöhnliche Gesten aus. Robert blieb seinem Schwiegervater gegenüber jedoch reserviert.
1844 hoffte Schumann Nachfolger Mendelssohns am Gewandhaus zu werden. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich und die Schumanns zogen nach Düsseldorf, wo Robert ein Angebot als städtischer Musikdirektor bekommen hatte.

Felix Mendelssohn:
Mendelssohns erster Auftritt als frischgebackener Gewandhauskapellmeister im Jahr 1835 war triumphal. Der 25-jährige Robert Schumann wurde begeisterter Zeuge seines Antrittskonzerts und die beiden pflegten fortan eine Freundschaft. Das Gewandhaus sollte auch der Uraufführungsort zweier von Schumanns Sinfonien werden. Mendelssohns wurde als Musiker und künstlerischer Leiter der Prototyp des modernen Dirigenten. Der Dirigent wurde mit strukturierter Probentätigkeit zur künstlerischen Autorität der (neu) mit Taktstock ausgerüstet versuchte, den Willen des Komponisten umzusetzen. Dabei erregte viel Aufmerksamkeit, dass der mit einem phänomenalen Gedächtnis ausgerüstete Mendelssohn viele der Werke auswendig dirigierte. Mendelssohn war zu dieser Zeit vielleicht der angesehenste Musiker Europas und führte sein Gewandhaus Orchester in den 12 Jahren (mit Unterbrüchen) bis zu seinem Tod zu allererster Güte mit europäischer Ausstrahlung. Mendelssohn förderte junge Musiker wie Schumann oder Berlioz, den er in Rom kennengelernt hatte und zu dem er eine herzliche Freundschaft pflegte. Bei einem Gastkonzert des Franzosen in Leipzig tauschten die beiden ihre Taktstöcke aus.
Mendelssohn erkannte, dass das bisherige Musik-System zu viel Mittelmaß produzierte. Orchestermusiker mussten abends in Gaststätten aufspielen, um ihr Gehalt aufzubessern und die Ausbildung der jungen Musiker wurde dem Zufall überlassen. So engagierte sich Mendelssohn entscheidend für die Verbesserung der Bezahlung der Orchestermusiker und gründete mit einem Kraftakt sondergleichen mit vier Mitstreitern die Gründung eines Leipziger Konservatoriums. Zu den ersten Lehrern gehörten Robert Schumann und sein Konzertmeister und Vertrauter Ferdinand David.
Im Jahre 1836 hatte Mendelssohn in Frankfurt seine spätere Frau kennengelernt. Die Hochzeit wurde in Cécile Jeanrenauds Heimatstadt Frankfurt gefeiert, danach zog sie zu Felix nach Leipzig, wo die beiden fünf Kinder bekamen. Cécile sang und spielte Klavier, ihre Leidenschaft war allerdings das Malen. Sie war eine zurückhaltende Person und hatte so nicht die Rolle der klassischen «Muse» des romantischen Komponisten, sondern gab Felix den Rückhalt, den er brauchte, um sein ungeheures Pensum abzuarbeiten. Von den drei Wohnstätten Mendelssohn ist die letzte noch erhalten, im Haus an der Goldschmidtstraße 12 (damals Königsstraße) ist heute das Mendelssohn Museum einquartiert.
Mendelssohn blieb trotz der Mehrfach-Belastung als Ehemann, Vater, Künstlerischer Leiter, Dirigent, ausführender Künstler, Konservatoriums-Leiter, reisender Künstler als Komponist unheimlich produktiv. In seine Leipziger Jahre fallen unter anderem die Komposition seines Elias-Oratoriums (Uraufführung in Birmingham), sein zweites Klavierkonzert und das berühmte Violinkonzert. Mendelssohn kam so in das Hamsterrad des Kunstbetriebs, wofür er in seinen späteren Tribut zollen musste. Die vierziger Jahre zeigten mehr und mehr einen erschöpften Menschen mit Burn-out Syndrom, das nach dem Tod seiner Schwester Fanny zum Auslöser des frühen Todes wurde.
Im Mai 1847 erreichte ihn auf einer Konzertreise die katastrophale Nachricht des Todes seiner Schwester Fanny. Mendelssohn war wie betäubt, unterbrach alle seine Tätigkeiten und flüchtete auf eine einsame Urlaubs-Reise in die Schweiz. Als er zurückkam, erlitt er in Leipzig Anfang Oktober einen ersten Schlaganfall. Nach weiteren Schlaganfällen verlor er das Bewusstsein und verstarb am 4. November 1847 im Alter von 38 Jahren in seinem Haus. Nach einer Trauerfeier in Leipzig wurde sein Leichnam in einem Sonderzug nach Berlin überführt und im Dreifaltigkeitsfriedhof im Familiengrab der Mendelssohn neben seiner geliebten Schwester bestattet.
LINK ZUR KOMPLETTEN MENDELSSOHN BIOGRAFIE

SCHUMANN MUSEUM
Johann Sebastian Bach:
Bachs Bestellung als Thomaskantor war ziemlich holprig. Nach dem Tod des Vorgängers wurde die Stellung (wie schon in Weimar) zuerst Telemann und dann einem weiteren Musiker angeboten, welche beide ablehnten. Somit war Bach nur dritte Wahl, oder wie es ein Ratsherr ausdrückte: «Da man nun die Besten nicht bekommen könne, so müsse man mittlere nehmen». Nun konnte er Köthen verlassen.
In dieser Zeit war er für Gottesdienste und besondere kirchliche Festlichkeiten von vier Kirchen verantwortlich. Die Nikolai- sowie die Thomaskirche stehen noch heute, zwei weitere wurden Opfer des zweiten Weltkriegs. Zu Bachs Hauptaufgaben gehörte die wöchentliche Aufführung von Kantaten an Sonn- und Festtagen. Bach legte sich dafür gleich zu Beginn kräftig ins Zeug und schrieb im Wochenrhythmus Kantaten. Es sollen volle fünf Jahrgänge geworden sein, wovon drei Jahrgänge (das heisst gegen 200 Stück) überliefert sind. Bereits 1724 komponierte er sein bisher umfassendstes Werk, die Johannes Passion, drei Jahre später die Matthäus Passion. 1730 entspann sich ein Konflikt mit dem Rat, da sich Bachs Meinung nach die Aufführungsbedingungen verschlechtert hatten. Er legte nun dem Rat seine Vorstellungen einer «wohlbestallten Kirchen Music» dar, womit er der Nachwelt eine wichtige Dokumentation der historischen Aufführungspraxis aus der Hand des Meister überliefert hat.
Ferner hatte er auch weltliche Aufgaben als Musikdirektor. In Leipzig hatte sich ein «Collegium musicum» gebildet (ein Orchester aus Berufsmusiker und Liebhaber), welches im Saal und im Garten eines Kaffeehauses konzertierten. Für diese Konzerte schrieb er verschiedenste Werke für Orchester, wie zum Beispiel die Cembalokonzerte.
Die Leipziger Zeit wurde überschattet durch private Tragödien. Zwischen 1726 und 1733 starben sieben Kinder Bachs, dazu kam der Tod seines letzten Geschwister, seiner Schwester Maria.
Die späten Jahre Bachs brachten noch einige grossartige Spätwerke. Dazu gehören beispielsweise «die Kunst der Fuge» und die «Goldberg Variationen», sowie das «musikalische Opfer» (siehe „Bach in Berlin-Potsdam“). Bald danach verschlechterte sich der Gesundheitszustand Bachs. Ein schweres Augenleiden und Störungen am Arm seiner Schreibhand behinderten ihn so sehr, dass sein Schaffen praktisch zum Erliegen kam. Bach unterzog sich in der Folge der berühmte Augenoperation, die er beim vorbeireisenden umstrittenen Augenarzt Sir John Taylor 1750 machte. Das Resultat war wie bei seinem Berufskollegen Händel ein Fiasko: kurzzeitig verbesserte zwar sich die Augenlicht, doch wenig später erlitt er einen Schlaganfall und Johann Sebastian Bach verstarb am 28. Juli 1750.
LINK ZUR KOMPLETTEN BACH BIOGRAFIE

Richard Wagner:
Richard Wagner kam als neuntes Kind in Leipzig zur Welt (das Geburtshaus steht nicht mehr). Sein Vater starb wenige Monate später und die Mutter heiratete wenig später den Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer. Lange wurde gerätselt, ob Ludwig, zum dem sich Richard sehr hingezogen fühlte, dessen leiblicher Vater war, was wegen dessen jüdischen Wurzeln sehr pikant gewesen wäre. Heute geht man davon aus, dass es nicht der Fall ist. Nach 2 Jahren siedelte die Familie nach Dresden.
Im Alter von 16 Jahren hörte Wagner den Fidelio mit der Schröder-Devrient in Leipzig, was nach seiner Aussage den Ausschlag gegeben hatte Berufsmusiker zu werden. Zwei Jahre später begann er sein Musikstudium an der Universität Leipzig, komponierte erste Werke und begann sich politisch zu interessieren. 1833 verliess er Leipzig, um Berufserfahrungen zu sammeln.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE

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Robert und Clara Schumann
Studium und Klavierausbildung in Leipzig
Der im nahen Zwickau aufgewachsene Schumann zog 18-jährig nach Leipzig, um das ungeliebte Jura Studium aufzunehmen. Die Mutter wollte, dass er das Studium aufnahm, Robert befasste sich in dieser Zeit aber hauptsächlich mit Literatur und Musik. Er blieb lediglich ein Semester an der Universität und wechselte dann für drei Semester an die Heidelberger Universität.
1831 kam der zwanzig-jährige nach Leipzig zurück, um bei Friedrich Wieck die Ausbildung zum Piano-Virtuosen aufzunehmen. Dieser hatte seiner Mutter versichert, dass Robert das Talent dazu habe, wenn er nur fleissig üben würde. Doch die Fingerfertigkeit reichte nicht und Robert überstrapazierte zuerst seinen Mittelfinger, dann seine ganze rechte Hand (möglicher weise mit einem mechanischen Übungsgerät), sodass er den Traum einer Klaviervirtuosen Karriere begraben musste.
1834 gründete er mit Wieck eine einflussreiche Zeitschrift für Musik, die er 10 Jahre leitete und für die er zahlreiche Artikel schrieb. Schumann hatte eine ausserordentliche sprachliche Begabung. Er veröffentlichte viele Aufsätze unter Pseudonymen, darunter Eusebius (der introvertierte Schumann) und Florestan (den leidenschaftlichen Schumann).
Erste Psychosen und Verlobung
1833 erlebte er erste Psychosen. Ein Arzt riet ihm zu einer Ehe, um mit einem gergeltem Leben die Krise zu überwinden. Schumann verlobte sich mit Ernestine von Fricken und setzte ihr in seinem Klavierwerk Carneval (Estrella) ein Denkmal. Allerdings wurde die Verlobung wieder aufgelöst.
Diese seelische Erkrankung entstammte vermutlich einer Bipolarität, gelegentlich wird eine Syphilis-Erkrankung als Ursache erwähnt. Dagegen spricht, dass auch Schumanns Vater, eine seiner Geschwister und zwei seiner Kinder psychische Probleme hatten, was für eine genetische Ursache sprechen würde.
Verlobung und Heirat mit Clara
Schumann hatte während seiner Studienzeit im Haus Wiecks gelebt und die 9-jährige Clara kennengelernt. Sie freundeten sich an und die Freundschaft wurde als Clara 15-jährig war zu Liebe. Mit 18 verlobten sich die beiden heimlich. Da der Vater gegen die Heirat war, erfochten die beiden vor Gericht die Heiratserlaubnis und die Hochzeit fand 1840 in der Schönefelder Gedächtniskirche statt. In diesem Jahr zogen die beiden in die Wohnung an der Leipziger Inselstrasse, wo die beiden eine Künstlerehe führten und Künstler wie Liszt und Mendelssohn empfingen. Schumann wollte zwar, dass Clara sich auf ihre Ehe fokussierte und die Pianistenlaufbahn beendete, unterstützte sie aber in ihrer Tätigkeit als Komponistin. Dieses Jahr wurde zu einem der produktivsten Jahre Schumanns, das man aufgrund der Fülle von Lieder, sein Liederjahr nennt.
1841 komponierte Schumann seine erste Sinfonie, die Frühlingssinfonie, die Felix Mendelssohn im alten Gewandhaus uraufführte. Der Erfolg war sehr gross und Wieck erkannte das Genie seines Schwiegersohnes und sandte versöhnliche Gesten aus. Robert blieb seinem Schwiegervater gegenüber jedoch reserviert.
1844 hoffte Schumann Nachfolger Mendelssohns am Gewandhaus zu werden. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich und die Schumanns zogen nach Düsseldorf, wo Robert ein Angebot als städtischer Musikdirektor bekommen hatte.

Felix Mendelssohn:
Mendelssohns erster Auftritt als frischgebackener Gewandhauskapellmeister im Jahr 1835 war triumphal. Der 25-jährige Robert Schumann wurde begeisterter Zeuge seines Antrittskonzerts und die beiden pflegten fortan eine Freundschaft. Das Gewandhaus sollte auch der Uraufführungsort zweier von Schumanns Sinfonien werden. Mendelssohns wurde als Musiker und künstlerischer Leiter der Prototyp des modernen Dirigenten. Der Dirigent wurde mit strukturierter Probentätigkeit zur künstlerischen Autorität der (neu) mit Taktstock ausgerüstet versuchte, den Willen des Komponisten umzusetzen. Dabei erregte viel Aufmerksamkeit, dass der mit einem phänomenalen Gedächtnis ausgerüstete Mendelssohn viele der Werke auswendig dirigierte. Mendelssohn war zu dieser Zeit vielleicht der angesehenste Musiker Europas und führte sein Gewandhaus Orchester in den 12 Jahren (mit Unterbrüchen) bis zu seinem Tod zu allererster Güte mit europäischer Ausstrahlung. Mendelssohn förderte junge Musiker wie Schumann oder Berlioz, den er in Rom kennengelernt hatte und zu dem er eine herzliche Freundschaft pflegte. Bei einem Gastkonzert des Franzosen in Leipzig tauschten die beiden ihre Taktstöcke aus.
Mendelssohn erkannte, dass das bisherige Musik-System zu viel Mittelmaß produzierte. Orchestermusiker mussten abends in Gaststätten aufspielen, um ihr Gehalt aufzubessern und die Ausbildung der jungen Musiker wurde dem Zufall überlassen. So engagierte sich Mendelssohn entscheidend für die Verbesserung der Bezahlung der Orchestermusiker und gründete mit einem Kraftakt sondergleichen mit vier Mitstreitern die Gründung eines Leipziger Konservatoriums. Zu den ersten Lehrern gehörten Robert Schumann und sein Konzertmeister und Vertrauter Ferdinand David.
Im Jahre 1836 hatte Mendelssohn in Frankfurt seine spätere Frau kennengelernt. Die Hochzeit wurde in Cécile Jeanrenauds Heimatstadt Frankfurt gefeiert, danach zog sie zu Felix nach Leipzig, wo die beiden fünf Kinder bekamen. Cécile sang und spielte Klavier, ihre Leidenschaft war allerdings das Malen. Sie war eine zurückhaltende Person und hatte so nicht die Rolle der klassischen «Muse» des romantischen Komponisten, sondern gab Felix den Rückhalt, den er brauchte, um sein ungeheures Pensum abzuarbeiten. Von den drei Wohnstätten Mendelssohn ist die letzte noch erhalten, im Haus an der Goldschmidtstraße 12 (damals Königsstraße) ist heute das Mendelssohn Museum einquartiert.
Mendelssohn blieb trotz der Mehrfach-Belastung als Ehemann, Vater, Künstlerischer Leiter, Dirigent, ausführender Künstler, Konservatoriums-Leiter, reisender Künstler als Komponist unheimlich produktiv. In seine Leipziger Jahre fallen unter anderem die Komposition seines Elias-Oratoriums (Uraufführung in Birmingham), sein zweites Klavierkonzert und das berühmte Violinkonzert. Mendelssohn kam so in das Hamsterrad des Kunstbetriebs, wofür er in seinen späteren Tribut zollen musste. Die vierziger Jahre zeigten mehr und mehr einen erschöpften Menschen mit Burn-out Syndrom, das nach dem Tod seiner Schwester Fanny zum Auslöser des frühen Todes wurde.
Im Mai 1847 erreichte ihn auf einer Konzertreise die katastrophale Nachricht des Todes seiner Schwester Fanny. Mendelssohn war wie betäubt, unterbrach alle seine Tätigkeiten und flüchtete auf eine einsame Urlaubs-Reise in die Schweiz. Als er zurückkam, erlitt er in Leipzig Anfang Oktober einen ersten Schlaganfall. Nach weiteren Schlaganfällen verlor er das Bewusstsein und verstarb am 4. November 1847 im Alter von 38 Jahren in seinem Haus. Nach einer Trauerfeier in Leipzig wurde sein Leichnam in einem Sonderzug nach Berlin überführt und im Dreifaltigkeitsfriedhof im Familiengrab der Mendelssohn neben seiner geliebten Schwester bestattet.
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AUERBACHSKELLER
Johann Sebastian Bach:
Bachs Bestellung als Thomaskantor war ziemlich holprig. Nach dem Tod des Vorgängers wurde die Stellung (wie schon in Weimar) zuerst Telemann und dann einem weiteren Musiker angeboten, welche beide ablehnten. Somit war Bach nur dritte Wahl, oder wie es ein Ratsherr ausdrückte: «Da man nun die Besten nicht bekommen könne, so müsse man mittlere nehmen». Nun konnte er Köthen verlassen.
In dieser Zeit war er für Gottesdienste und besondere kirchliche Festlichkeiten von vier Kirchen verantwortlich. Die Nikolai- sowie die Thomaskirche stehen noch heute, zwei weitere wurden Opfer des zweiten Weltkriegs. Zu Bachs Hauptaufgaben gehörte die wöchentliche Aufführung von Kantaten an Sonn- und Festtagen. Bach legte sich dafür gleich zu Beginn kräftig ins Zeug und schrieb im Wochenrhythmus Kantaten. Es sollen volle fünf Jahrgänge geworden sein, wovon drei Jahrgänge (das heisst gegen 200 Stück) überliefert sind. Bereits 1724 komponierte er sein bisher umfassendstes Werk, die Johannes Passion, drei Jahre später die Matthäus Passion. 1730 entspann sich ein Konflikt mit dem Rat, da sich Bachs Meinung nach die Aufführungsbedingungen verschlechtert hatten. Er legte nun dem Rat seine Vorstellungen einer «wohlbestallten Kirchen Music» dar, womit er der Nachwelt eine wichtige Dokumentation der historischen Aufführungspraxis aus der Hand des Meister überliefert hat.
Ferner hatte er auch weltliche Aufgaben als Musikdirektor. In Leipzig hatte sich ein «Collegium musicum» gebildet (ein Orchester aus Berufsmusiker und Liebhaber), welches im Saal und im Garten eines Kaffeehauses konzertierten. Für diese Konzerte schrieb er verschiedenste Werke für Orchester, wie zum Beispiel die Cembalokonzerte.
Die Leipziger Zeit wurde überschattet durch private Tragödien. Zwischen 1726 und 1733 starben sieben Kinder Bachs, dazu kam der Tod seines letzten Geschwister, seiner Schwester Maria.
Die späten Jahre Bachs brachten noch einige grossartige Spätwerke. Dazu gehören beispielsweise «die Kunst der Fuge» und die «Goldberg Variationen», sowie das «musikalische Opfer» (siehe „Bach in Berlin-Potsdam“). Bald danach verschlechterte sich der Gesundheitszustand Bachs. Ein schweres Augenleiden und Störungen am Arm seiner Schreibhand behinderten ihn so sehr, dass sein Schaffen praktisch zum Erliegen kam. Bach unterzog sich in der Folge der berühmte Augenoperation, die er beim vorbeireisenden umstrittenen Augenarzt Sir John Taylor 1750 machte. Das Resultat war wie bei seinem Berufskollegen Händel ein Fiasko: kurzzeitig verbesserte zwar sich die Augenlicht, doch wenig später erlitt er einen Schlaganfall und Johann Sebastian Bach verstarb am 28. Juli 1750.
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Richard Wagner:
Richard Wagner kam als neuntes Kind in Leipzig zur Welt (das Geburtshaus steht nicht mehr). Sein Vater starb wenige Monate später und die Mutter heiratete wenig später den Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer. Lange wurde gerätselt, ob Ludwig, zum dem sich Richard sehr hingezogen fühlte, dessen leiblicher Vater war, was wegen dessen jüdischen Wurzeln sehr pikant gewesen wäre. Heute geht man davon aus, dass es nicht der Fall ist. Nach 2 Jahren siedelte die Familie nach Dresden.
Im Alter von 16 Jahren hörte Wagner den Fidelio mit der Schröder-Devrient in Leipzig, was nach seiner Aussage den Ausschlag gegeben hatte Berufsmusiker zu werden. Zwei Jahre später begann er sein Musikstudium an der Universität Leipzig, komponierte erste Werke und begann sich politisch zu interessieren. 1833 verliess er Leipzig, um Berufserfahrungen zu sammeln.
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Robert und Clara Schumann
Studium und Klavierausbildung in Leipzig
Der im nahen Zwickau aufgewachsene Schumann zog 18-jährig nach Leipzig, um das ungeliebte Jura Studium aufzunehmen. Die Mutter wollte, dass er das Studium aufnahm, Robert befasste sich in dieser Zeit aber hauptsächlich mit Literatur und Musik. Er blieb lediglich ein Semester an der Universität und wechselte dann für drei Semester an die Heidelberger Universität.
1831 kam der zwanzig-jährige nach Leipzig zurück, um bei Friedrich Wieck die Ausbildung zum Piano-Virtuosen aufzunehmen. Dieser hatte seiner Mutter versichert, dass Robert das Talent dazu habe, wenn er nur fleissig üben würde. Doch die Fingerfertigkeit reichte nicht und Robert überstrapazierte zuerst seinen Mittelfinger, dann seine ganze rechte Hand (möglicher weise mit einem mechanischen Übungsgerät), sodass er den Traum einer Klaviervirtuosen Karriere begraben musste.
1834 gründete er mit Wieck eine einflussreiche Zeitschrift für Musik, die er 10 Jahre leitete und für die er zahlreiche Artikel schrieb. Schumann hatte eine ausserordentliche sprachliche Begabung. Er veröffentlichte viele Aufsätze unter Pseudonymen, darunter Eusebius (der introvertierte Schumann) und Florestan (den leidenschaftlichen Schumann).
Erste Psychosen und Verlobung
1833 erlebte er erste Psychosen. Ein Arzt riet ihm zu einer Ehe, um mit einem gergeltem Leben die Krise zu überwinden. Schumann verlobte sich mit Ernestine von Fricken und setzte ihr in seinem Klavierwerk Carneval (Estrella) ein Denkmal. Allerdings wurde die Verlobung wieder aufgelöst.
Diese seelische Erkrankung entstammte vermutlich einer Bipolarität, gelegentlich wird eine Syphilis-Erkrankung als Ursache erwähnt. Dagegen spricht, dass auch Schumanns Vater, eine seiner Geschwister und zwei seiner Kinder psychische Probleme hatten, was für eine genetische Ursache sprechen würde.
Verlobung und Heirat mit Clara
Schumann hatte während seiner Studienzeit im Haus Wiecks gelebt und die 9-jährige Clara kennengelernt. Sie freundeten sich an und die Freundschaft wurde als Clara 15-jährig war zu Liebe. Mit 18 verlobten sich die beiden heimlich. Da der Vater gegen die Heirat war, erfochten die beiden vor Gericht die Heiratserlaubnis und die Hochzeit fand 1840 in der Schönefelder Gedächtniskirche statt. In diesem Jahr zogen die beiden in die Wohnung an der Leipziger Inselstrasse, wo die beiden eine Künstlerehe führten und Künstler wie Liszt und Mendelssohn empfingen. Schumann wollte zwar, dass Clara sich auf ihre Ehe fokussierte und die Pianistenlaufbahn beendete, unterstützte sie aber in ihrer Tätigkeit als Komponistin. Dieses Jahr wurde zu einem der produktivsten Jahre Schumanns, das man aufgrund der Fülle von Lieder, sein Liederjahr nennt.
1841 komponierte Schumann seine erste Sinfonie, die Frühlingssinfonie, die Felix Mendelssohn im alten Gewandhaus uraufführte. Der Erfolg war sehr gross und Wieck erkannte das Genie seines Schwiegersohnes und sandte versöhnliche Gesten aus. Robert blieb seinem Schwiegervater gegenüber jedoch reserviert.
1844 hoffte Schumann Nachfolger Mendelssohns am Gewandhaus zu werden. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich und die Schumanns zogen nach Düsseldorf, wo Robert ein Angebot als städtischer Musikdirektor bekommen hatte.

Felix Mendelssohn:
Mendelssohns erster Auftritt als frischgebackener Gewandhauskapellmeister im Jahr 1835 war triumphal. Der 25-jährige Robert Schumann wurde begeisterter Zeuge seines Antrittskonzerts und die beiden pflegten fortan eine Freundschaft. Das Gewandhaus sollte auch der Uraufführungsort zweier von Schumanns Sinfonien werden. Mendelssohns wurde als Musiker und künstlerischer Leiter der Prototyp des modernen Dirigenten. Der Dirigent wurde mit strukturierter Probentätigkeit zur künstlerischen Autorität der (neu) mit Taktstock ausgerüstet versuchte, den Willen des Komponisten umzusetzen. Dabei erregte viel Aufmerksamkeit, dass der mit einem phänomenalen Gedächtnis ausgerüstete Mendelssohn viele der Werke auswendig dirigierte. Mendelssohn war zu dieser Zeit vielleicht der angesehenste Musiker Europas und führte sein Gewandhaus Orchester in den 12 Jahren (mit Unterbrüchen) bis zu seinem Tod zu allererster Güte mit europäischer Ausstrahlung. Mendelssohn förderte junge Musiker wie Schumann oder Berlioz, den er in Rom kennengelernt hatte und zu dem er eine herzliche Freundschaft pflegte. Bei einem Gastkonzert des Franzosen in Leipzig tauschten die beiden ihre Taktstöcke aus.
Mendelssohn erkannte, dass das bisherige Musik-System zu viel Mittelmaß produzierte. Orchestermusiker mussten abends in Gaststätten aufspielen, um ihr Gehalt aufzubessern und die Ausbildung der jungen Musiker wurde dem Zufall überlassen. So engagierte sich Mendelssohn entscheidend für die Verbesserung der Bezahlung der Orchestermusiker und gründete mit einem Kraftakt sondergleichen mit vier Mitstreitern die Gründung eines Leipziger Konservatoriums. Zu den ersten Lehrern gehörten Robert Schumann und sein Konzertmeister und Vertrauter Ferdinand David.
Im Jahre 1836 hatte Mendelssohn in Frankfurt seine spätere Frau kennengelernt. Die Hochzeit wurde in Cécile Jeanrenauds Heimatstadt Frankfurt gefeiert, danach zog sie zu Felix nach Leipzig, wo die beiden fünf Kinder bekamen. Cécile sang und spielte Klavier, ihre Leidenschaft war allerdings das Malen. Sie war eine zurückhaltende Person und hatte so nicht die Rolle der klassischen «Muse» des romantischen Komponisten, sondern gab Felix den Rückhalt, den er brauchte, um sein ungeheures Pensum abzuarbeiten. Von den drei Wohnstätten Mendelssohn ist die letzte noch erhalten, im Haus an der Goldschmidtstraße 12 (damals Königsstraße) ist heute das Mendelssohn Museum einquartiert.
Mendelssohn blieb trotz der Mehrfach-Belastung als Ehemann, Vater, Künstlerischer Leiter, Dirigent, ausführender Künstler, Konservatoriums-Leiter, reisender Künstler als Komponist unheimlich produktiv. In seine Leipziger Jahre fallen unter anderem die Komposition seines Elias-Oratoriums (Uraufführung in Birmingham), sein zweites Klavierkonzert und das berühmte Violinkonzert. Mendelssohn kam so in das Hamsterrad des Kunstbetriebs, wofür er in seinen späteren Tribut zollen musste. Die vierziger Jahre zeigten mehr und mehr einen erschöpften Menschen mit Burn-out Syndrom, das nach dem Tod seiner Schwester Fanny zum Auslöser des frühen Todes wurde.
Im Mai 1847 erreichte ihn auf einer Konzertreise die katastrophale Nachricht des Todes seiner Schwester Fanny. Mendelssohn war wie betäubt, unterbrach alle seine Tätigkeiten und flüchtete auf eine einsame Urlaubs-Reise in die Schweiz. Als er zurückkam, erlitt er in Leipzig Anfang Oktober einen ersten Schlaganfall. Nach weiteren Schlaganfällen verlor er das Bewusstsein und verstarb am 4. November 1847 im Alter von 38 Jahren in seinem Haus. Nach einer Trauerfeier in Leipzig wurde sein Leichnam in einem Sonderzug nach Berlin überführt und im Dreifaltigkeitsfriedhof im Familiengrab der Mendelssohn neben seiner geliebten Schwester bestattet.
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DENKMÄLER
Johann Sebastian Bach:
Bachs Bestellung als Thomaskantor war ziemlich holprig. Nach dem Tod des Vorgängers wurde die Stellung (wie schon in Weimar) zuerst Telemann und dann einem weiteren Musiker angeboten, welche beide ablehnten. Somit war Bach nur dritte Wahl, oder wie es ein Ratsherr ausdrückte: «Da man nun die Besten nicht bekommen könne, so müsse man mittlere nehmen». Nun konnte er Köthen verlassen.
In dieser Zeit war er für Gottesdienste und besondere kirchliche Festlichkeiten von vier Kirchen verantwortlich. Die Nikolai- sowie die Thomaskirche stehen noch heute, zwei weitere wurden Opfer des zweiten Weltkriegs. Zu Bachs Hauptaufgaben gehörte die wöchentliche Aufführung von Kantaten an Sonn- und Festtagen. Bach legte sich dafür gleich zu Beginn kräftig ins Zeug und schrieb im Wochenrhythmus Kantaten. Es sollen volle fünf Jahrgänge geworden sein, wovon drei Jahrgänge (das heisst gegen 200 Stück) überliefert sind. Bereits 1724 komponierte er sein bisher umfassendstes Werk, die Johannes Passion, drei Jahre später die Matthäus Passion. 1730 entspann sich ein Konflikt mit dem Rat, da sich Bachs Meinung nach die Aufführungsbedingungen verschlechtert hatten. Er legte nun dem Rat seine Vorstellungen einer «wohlbestallten Kirchen Music» dar, womit er der Nachwelt eine wichtige Dokumentation der historischen Aufführungspraxis aus der Hand des Meister überliefert hat.
Ferner hatte er auch weltliche Aufgaben als Musikdirektor. In Leipzig hatte sich ein «Collegium musicum» gebildet (ein Orchester aus Berufsmusiker und Liebhaber), welches im Saal und im Garten eines Kaffeehauses konzertierten. Für diese Konzerte schrieb er verschiedenste Werke für Orchester, wie zum Beispiel die Cembalokonzerte.
Die Leipziger Zeit wurde überschattet durch private Tragödien. Zwischen 1726 und 1733 starben sieben Kinder Bachs, dazu kam der Tod seines letzten Geschwister, seiner Schwester Maria.
Die späten Jahre Bachs brachten noch einige grossartige Spätwerke. Dazu gehören beispielsweise «die Kunst der Fuge» und die «Goldberg Variationen», sowie das «musikalische Opfer» (siehe „Bach in Berlin-Potsdam“). Bald danach verschlechterte sich der Gesundheitszustand Bachs. Ein schweres Augenleiden und Störungen am Arm seiner Schreibhand behinderten ihn so sehr, dass sein Schaffen praktisch zum Erliegen kam. Bach unterzog sich in der Folge der berühmte Augenoperation, die er beim vorbeireisenden umstrittenen Augenarzt Sir John Taylor 1750 machte. Das Resultat war wie bei seinem Berufskollegen Händel ein Fiasko: kurzzeitig verbesserte zwar sich die Augenlicht, doch wenig später erlitt er einen Schlaganfall und Johann Sebastian Bach verstarb am 28. Juli 1750.
LINK ZUR KOMPLETTEN BACH BIOGRAFIE

Richard Wagner:
Richard Wagner kam als neuntes Kind in Leipzig zur Welt (das Geburtshaus steht nicht mehr). Sein Vater starb wenige Monate später und die Mutter heiratete wenig später den Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer. Lange wurde gerätselt, ob Ludwig, zum dem sich Richard sehr hingezogen fühlte, dessen leiblicher Vater war, was wegen dessen jüdischen Wurzeln sehr pikant gewesen wäre. Heute geht man davon aus, dass es nicht der Fall ist. Nach 2 Jahren siedelte die Familie nach Dresden.
Im Alter von 16 Jahren hörte Wagner den Fidelio mit der Schröder-Devrient in Leipzig, was nach seiner Aussage den Ausschlag gegeben hatte Berufsmusiker zu werden. Zwei Jahre später begann er sein Musikstudium an der Universität Leipzig, komponierte erste Werke und begann sich politisch zu interessieren. 1833 verliess er Leipzig, um Berufserfahrungen zu sammeln.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE

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Robert und Clara Schumann
Studium und Klavierausbildung in Leipzig
Der im nahen Zwickau aufgewachsene Schumann zog 18-jährig nach Leipzig, um das ungeliebte Jura Studium aufzunehmen. Die Mutter wollte, dass er das Studium aufnahm, Robert befasste sich in dieser Zeit aber hauptsächlich mit Literatur und Musik. Er blieb lediglich ein Semester an der Universität und wechselte dann für drei Semester an die Heidelberger Universität.
1831 kam der zwanzig-jährige nach Leipzig zurück, um bei Friedrich Wieck die Ausbildung zum Piano-Virtuosen aufzunehmen. Dieser hatte seiner Mutter versichert, dass Robert das Talent dazu habe, wenn er nur fleissig üben würde. Doch die Fingerfertigkeit reichte nicht und Robert überstrapazierte zuerst seinen Mittelfinger, dann seine ganze rechte Hand (möglicher weise mit einem mechanischen Übungsgerät), sodass er den Traum einer Klaviervirtuosen Karriere begraben musste.
1834 gründete er mit Wieck eine einflussreiche Zeitschrift für Musik, die er 10 Jahre leitete und für die er zahlreiche Artikel schrieb. Schumann hatte eine ausserordentliche sprachliche Begabung. Er veröffentlichte viele Aufsätze unter Pseudonymen, darunter Eusebius (der introvertierte Schumann) und Florestan (den leidenschaftlichen Schumann).
Erste Psychosen und Verlobung
1833 erlebte er erste Psychosen. Ein Arzt riet ihm zu einer Ehe, um mit einem gergeltem Leben die Krise zu überwinden. Schumann verlobte sich mit Ernestine von Fricken und setzte ihr in seinem Klavierwerk Carneval (Estrella) ein Denkmal. Allerdings wurde die Verlobung wieder aufgelöst.
Diese seelische Erkrankung entstammte vermutlich einer Bipolarität, gelegentlich wird eine Syphilis-Erkrankung als Ursache erwähnt. Dagegen spricht, dass auch Schumanns Vater, eine seiner Geschwister und zwei seiner Kinder psychische Probleme hatten, was für eine genetische Ursache sprechen würde.
Verlobung und Heirat mit Clara
Schumann hatte während seiner Studienzeit im Haus Wiecks gelebt und die 9-jährige Clara kennengelernt. Sie freundeten sich an und die Freundschaft wurde als Clara 15-jährig war zu Liebe. Mit 18 verlobten sich die beiden heimlich. Da der Vater gegen die Heirat war, erfochten die beiden vor Gericht die Heiratserlaubnis und die Hochzeit fand 1840 in der Schönefelder Gedächtniskirche statt. In diesem Jahr zogen die beiden in die Wohnung an der Leipziger Inselstrasse, wo die beiden eine Künstlerehe führten und Künstler wie Liszt und Mendelssohn empfingen. Schumann wollte zwar, dass Clara sich auf ihre Ehe fokussierte und die Pianistenlaufbahn beendete, unterstützte sie aber in ihrer Tätigkeit als Komponistin. Dieses Jahr wurde zu einem der produktivsten Jahre Schumanns, das man aufgrund der Fülle von Lieder, sein Liederjahr nennt.
1841 komponierte Schumann seine erste Sinfonie, die Frühlingssinfonie, die Felix Mendelssohn im alten Gewandhaus uraufführte. Der Erfolg war sehr gross und Wieck erkannte das Genie seines Schwiegersohnes und sandte versöhnliche Gesten aus. Robert blieb seinem Schwiegervater gegenüber jedoch reserviert.
1844 hoffte Schumann Nachfolger Mendelssohns am Gewandhaus zu werden. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich und die Schumanns zogen nach Düsseldorf, wo Robert ein Angebot als städtischer Musikdirektor bekommen hatte.

Felix Mendelssohn:
Mendelssohns erster Auftritt als frischgebackener Gewandhauskapellmeister im Jahr 1835 war triumphal. Der 25-jährige Robert Schumann wurde begeisterter Zeuge seines Antrittskonzerts und die beiden pflegten fortan eine Freundschaft. Das Gewandhaus sollte auch der Uraufführungsort zweier von Schumanns Sinfonien werden. Mendelssohns wurde als Musiker und künstlerischer Leiter der Prototyp des modernen Dirigenten. Der Dirigent wurde mit strukturierter Probentätigkeit zur künstlerischen Autorität der (neu) mit Taktstock ausgerüstet versuchte, den Willen des Komponisten umzusetzen. Dabei erregte viel Aufmerksamkeit, dass der mit einem phänomenalen Gedächtnis ausgerüstete Mendelssohn viele der Werke auswendig dirigierte. Mendelssohn war zu dieser Zeit vielleicht der angesehenste Musiker Europas und führte sein Gewandhaus Orchester in den 12 Jahren (mit Unterbrüchen) bis zu seinem Tod zu allererster Güte mit europäischer Ausstrahlung. Mendelssohn förderte junge Musiker wie Schumann oder Berlioz, den er in Rom kennengelernt hatte und zu dem er eine herzliche Freundschaft pflegte. Bei einem Gastkonzert des Franzosen in Leipzig tauschten die beiden ihre Taktstöcke aus.
Mendelssohn erkannte, dass das bisherige Musik-System zu viel Mittelmaß produzierte. Orchestermusiker mussten abends in Gaststätten aufspielen, um ihr Gehalt aufzubessern und die Ausbildung der jungen Musiker wurde dem Zufall überlassen. So engagierte sich Mendelssohn entscheidend für die Verbesserung der Bezahlung der Orchestermusiker und gründete mit einem Kraftakt sondergleichen mit vier Mitstreitern die Gründung eines Leipziger Konservatoriums. Zu den ersten Lehrern gehörten Robert Schumann und sein Konzertmeister und Vertrauter Ferdinand David.
Im Jahre 1836 hatte Mendelssohn in Frankfurt seine spätere Frau kennengelernt. Die Hochzeit wurde in Cécile Jeanrenauds Heimatstadt Frankfurt gefeiert, danach zog sie zu Felix nach Leipzig, wo die beiden fünf Kinder bekamen. Cécile sang und spielte Klavier, ihre Leidenschaft war allerdings das Malen. Sie war eine zurückhaltende Person und hatte so nicht die Rolle der klassischen «Muse» des romantischen Komponisten, sondern gab Felix den Rückhalt, den er brauchte, um sein ungeheures Pensum abzuarbeiten. Von den drei Wohnstätten Mendelssohn ist die letzte noch erhalten, im Haus an der Goldschmidtstraße 12 (damals Königsstraße) ist heute das Mendelssohn Museum einquartiert.
Mendelssohn blieb trotz der Mehrfach-Belastung als Ehemann, Vater, Künstlerischer Leiter, Dirigent, ausführender Künstler, Konservatoriums-Leiter, reisender Künstler als Komponist unheimlich produktiv. In seine Leipziger Jahre fallen unter anderem die Komposition seines Elias-Oratoriums (Uraufführung in Birmingham), sein zweites Klavierkonzert und das berühmte Violinkonzert. Mendelssohn kam so in das Hamsterrad des Kunstbetriebs, wofür er in seinen späteren Tribut zollen musste. Die vierziger Jahre zeigten mehr und mehr einen erschöpften Menschen mit Burn-out Syndrom, das nach dem Tod seiner Schwester Fanny zum Auslöser des frühen Todes wurde.
Im Mai 1847 erreichte ihn auf einer Konzertreise die katastrophale Nachricht des Todes seiner Schwester Fanny. Mendelssohn war wie betäubt, unterbrach alle seine Tätigkeiten und flüchtete auf eine einsame Urlaubs-Reise in die Schweiz. Als er zurückkam, erlitt er in Leipzig Anfang Oktober einen ersten Schlaganfall. Nach weiteren Schlaganfällen verlor er das Bewusstsein und verstarb am 4. November 1847 im Alter von 38 Jahren in seinem Haus. Nach einer Trauerfeier in Leipzig wurde sein Leichnam in einem Sonderzug nach Berlin überführt und im Dreifaltigkeitsfriedhof im Familiengrab der Mendelssohn neben seiner geliebten Schwester bestattet.
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FESTIVAL
Johann Sebastian Bach:
Bachs Bestellung als Thomaskantor war ziemlich holprig. Nach dem Tod des Vorgängers wurde die Stellung (wie schon in Weimar) zuerst Telemann und dann einem weiteren Musiker angeboten, welche beide ablehnten. Somit war Bach nur dritte Wahl, oder wie es ein Ratsherr ausdrückte: «Da man nun die Besten nicht bekommen könne, so müsse man mittlere nehmen». Nun konnte er Köthen verlassen.
In dieser Zeit war er für Gottesdienste und besondere kirchliche Festlichkeiten von vier Kirchen verantwortlich. Die Nikolai- sowie die Thomaskirche stehen noch heute, zwei weitere wurden Opfer des zweiten Weltkriegs. Zu Bachs Hauptaufgaben gehörte die wöchentliche Aufführung von Kantaten an Sonn- und Festtagen. Bach legte sich dafür gleich zu Beginn kräftig ins Zeug und schrieb im Wochenrhythmus Kantaten. Es sollen volle fünf Jahrgänge geworden sein, wovon drei Jahrgänge (das heisst gegen 200 Stück) überliefert sind. Bereits 1724 komponierte er sein bisher umfassendstes Werk, die Johannes Passion, drei Jahre später die Matthäus Passion. 1730 entspann sich ein Konflikt mit dem Rat, da sich Bachs Meinung nach die Aufführungsbedingungen verschlechtert hatten. Er legte nun dem Rat seine Vorstellungen einer «wohlbestallten Kirchen Music» dar, womit er der Nachwelt eine wichtige Dokumentation der historischen Aufführungspraxis aus der Hand des Meister überliefert hat.
Ferner hatte er auch weltliche Aufgaben als Musikdirektor. In Leipzig hatte sich ein «Collegium musicum» gebildet (ein Orchester aus Berufsmusiker und Liebhaber), welches im Saal und im Garten eines Kaffeehauses konzertierten. Für diese Konzerte schrieb er verschiedenste Werke für Orchester, wie zum Beispiel die Cembalokonzerte.
Die Leipziger Zeit wurde überschattet durch private Tragödien. Zwischen 1726 und 1733 starben sieben Kinder Bachs, dazu kam der Tod seines letzten Geschwister, seiner Schwester Maria.
Die späten Jahre Bachs brachten noch einige grossartige Spätwerke. Dazu gehören beispielsweise «die Kunst der Fuge» und die «Goldberg Variationen», sowie das «musikalische Opfer» (siehe „Bach in Berlin-Potsdam“). Bald danach verschlechterte sich der Gesundheitszustand Bachs. Ein schweres Augenleiden und Störungen am Arm seiner Schreibhand behinderten ihn so sehr, dass sein Schaffen praktisch zum Erliegen kam. Bach unterzog sich in der Folge der berühmte Augenoperation, die er beim vorbeireisenden umstrittenen Augenarzt Sir John Taylor 1750 machte. Das Resultat war wie bei seinem Berufskollegen Händel ein Fiasko: kurzzeitig verbesserte zwar sich die Augenlicht, doch wenig später erlitt er einen Schlaganfall und Johann Sebastian Bach verstarb am 28. Juli 1750.
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Richard Wagner:
Richard Wagner kam als neuntes Kind in Leipzig zur Welt (das Geburtshaus steht nicht mehr). Sein Vater starb wenige Monate später und die Mutter heiratete wenig später den Dichter und Schauspieler Ludwig Geyer. Lange wurde gerätselt, ob Ludwig, zum dem sich Richard sehr hingezogen fühlte, dessen leiblicher Vater war, was wegen dessen jüdischen Wurzeln sehr pikant gewesen wäre. Heute geht man davon aus, dass es nicht der Fall ist. Nach 2 Jahren siedelte die Familie nach Dresden.
Im Alter von 16 Jahren hörte Wagner den Fidelio mit der Schröder-Devrient in Leipzig, was nach seiner Aussage den Ausschlag gegeben hatte Berufsmusiker zu werden. Zwei Jahre später begann er sein Musikstudium an der Universität Leipzig, komponierte erste Werke und begann sich politisch zu interessieren. 1833 verliess er Leipzig, um Berufserfahrungen zu sammeln.
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Robert und Clara Schumann
Studium und Klavierausbildung in Leipzig
Der im nahen Zwickau aufgewachsene Schumann zog 18-jährig nach Leipzig, um das ungeliebte Jura Studium aufzunehmen. Die Mutter wollte, dass er das Studium aufnahm, Robert befasste sich in dieser Zeit aber hauptsächlich mit Literatur und Musik. Er blieb lediglich ein Semester an der Universität und wechselte dann für drei Semester an die Heidelberger Universität.
1831 kam der zwanzig-jährige nach Leipzig zurück, um bei Friedrich Wieck die Ausbildung zum Piano-Virtuosen aufzunehmen. Dieser hatte seiner Mutter versichert, dass Robert das Talent dazu habe, wenn er nur fleissig üben würde. Doch die Fingerfertigkeit reichte nicht und Robert überstrapazierte zuerst seinen Mittelfinger, dann seine ganze rechte Hand (möglicher weise mit einem mechanischen Übungsgerät), sodass er den Traum einer Klaviervirtuosen Karriere begraben musste.
1834 gründete er mit Wieck eine einflussreiche Zeitschrift für Musik, die er 10 Jahre leitete und für die er zahlreiche Artikel schrieb. Schumann hatte eine ausserordentliche sprachliche Begabung. Er veröffentlichte viele Aufsätze unter Pseudonymen, darunter Eusebius (der introvertierte Schumann) und Florestan (den leidenschaftlichen Schumann).
Erste Psychosen und Verlobung
1833 erlebte er erste Psychosen. Ein Arzt riet ihm zu einer Ehe, um mit einem gergeltem Leben die Krise zu überwinden. Schumann verlobte sich mit Ernestine von Fricken und setzte ihr in seinem Klavierwerk Carneval (Estrella) ein Denkmal. Allerdings wurde die Verlobung wieder aufgelöst.
Diese seelische Erkrankung entstammte vermutlich einer Bipolarität, gelegentlich wird eine Syphilis-Erkrankung als Ursache erwähnt. Dagegen spricht, dass auch Schumanns Vater, eine seiner Geschwister und zwei seiner Kinder psychische Probleme hatten, was für eine genetische Ursache sprechen würde.
Verlobung und Heirat mit Clara
Schumann hatte während seiner Studienzeit im Haus Wiecks gelebt und die 9-jährige Clara kennengelernt. Sie freundeten sich an und die Freundschaft wurde als Clara 15-jährig war zu Liebe. Mit 18 verlobten sich die beiden heimlich. Da der Vater gegen die Heirat war, erfochten die beiden vor Gericht die Heiratserlaubnis und die Hochzeit fand 1840 in der Schönefelder Gedächtniskirche statt. In diesem Jahr zogen die beiden in die Wohnung an der Leipziger Inselstrasse, wo die beiden eine Künstlerehe führten und Künstler wie Liszt und Mendelssohn empfingen. Schumann wollte zwar, dass Clara sich auf ihre Ehe fokussierte und die Pianistenlaufbahn beendete, unterstützte sie aber in ihrer Tätigkeit als Komponistin. Dieses Jahr wurde zu einem der produktivsten Jahre Schumanns, das man aufgrund der Fülle von Lieder, sein Liederjahr nennt.
1841 komponierte Schumann seine erste Sinfonie, die Frühlingssinfonie, die Felix Mendelssohn im alten Gewandhaus uraufführte. Der Erfolg war sehr gross und Wieck erkannte das Genie seines Schwiegersohnes und sandte versöhnliche Gesten aus. Robert blieb seinem Schwiegervater gegenüber jedoch reserviert.
1844 hoffte Schumann Nachfolger Mendelssohns am Gewandhaus zu werden. Doch die Hoffnungen zerschlugen sich und die Schumanns zogen nach Düsseldorf, wo Robert ein Angebot als städtischer Musikdirektor bekommen hatte.

Felix Mendelssohn:
Mendelssohns erster Auftritt als frischgebackener Gewandhauskapellmeister im Jahr 1835 war triumphal. Der 25-jährige Robert Schumann wurde begeisterter Zeuge seines Antrittskonzerts und die beiden pflegten fortan eine Freundschaft. Das Gewandhaus sollte auch der Uraufführungsort zweier von Schumanns Sinfonien werden. Mendelssohns wurde als Musiker und künstlerischer Leiter der Prototyp des modernen Dirigenten. Der Dirigent wurde mit strukturierter Probentätigkeit zur künstlerischen Autorität der (neu) mit Taktstock ausgerüstet versuchte, den Willen des Komponisten umzusetzen. Dabei erregte viel Aufmerksamkeit, dass der mit einem phänomenalen Gedächtnis ausgerüstete Mendelssohn viele der Werke auswendig dirigierte. Mendelssohn war zu dieser Zeit vielleicht der angesehenste Musiker Europas und führte sein Gewandhaus Orchester in den 12 Jahren (mit Unterbrüchen) bis zu seinem Tod zu allererster Güte mit europäischer Ausstrahlung. Mendelssohn förderte junge Musiker wie Schumann oder Berlioz, den er in Rom kennengelernt hatte und zu dem er eine herzliche Freundschaft pflegte. Bei einem Gastkonzert des Franzosen in Leipzig tauschten die beiden ihre Taktstöcke aus.
Mendelssohn erkannte, dass das bisherige Musik-System zu viel Mittelmaß produzierte. Orchestermusiker mussten abends in Gaststätten aufspielen, um ihr Gehalt aufzubessern und die Ausbildung der jungen Musiker wurde dem Zufall überlassen. So engagierte sich Mendelssohn entscheidend für die Verbesserung der Bezahlung der Orchestermusiker und gründete mit einem Kraftakt sondergleichen mit vier Mitstreitern die Gründung eines Leipziger Konservatoriums. Zu den ersten Lehrern gehörten Robert Schumann und sein Konzertmeister und Vertrauter Ferdinand David.
Im Jahre 1836 hatte Mendelssohn in Frankfurt seine spätere Frau kennengelernt. Die Hochzeit wurde in Cécile Jeanrenauds Heimatstadt Frankfurt gefeiert, danach zog sie zu Felix nach Leipzig, wo die beiden fünf Kinder bekamen. Cécile sang und spielte Klavier, ihre Leidenschaft war allerdings das Malen. Sie war eine zurückhaltende Person und hatte so nicht die Rolle der klassischen «Muse» des romantischen Komponisten, sondern gab Felix den Rückhalt, den er brauchte, um sein ungeheures Pensum abzuarbeiten. Von den drei Wohnstätten Mendelssohn ist die letzte noch erhalten, im Haus an der Goldschmidtstraße 12 (damals Königsstraße) ist heute das Mendelssohn Museum einquartiert.
Mendelssohn blieb trotz der Mehrfach-Belastung als Ehemann, Vater, Künstlerischer Leiter, Dirigent, ausführender Künstler, Konservatoriums-Leiter, reisender Künstler als Komponist unheimlich produktiv. In seine Leipziger Jahre fallen unter anderem die Komposition seines Elias-Oratoriums (Uraufführung in Birmingham), sein zweites Klavierkonzert und das berühmte Violinkonzert. Mendelssohn kam so in das Hamsterrad des Kunstbetriebs, wofür er in seinen späteren Tribut zollen musste. Die vierziger Jahre zeigten mehr und mehr einen erschöpften Menschen mit Burn-out Syndrom, das nach dem Tod seiner Schwester Fanny zum Auslöser des frühen Todes wurde.
Im Mai 1847 erreichte ihn auf einer Konzertreise die katastrophale Nachricht des Todes seiner Schwester Fanny. Mendelssohn war wie betäubt, unterbrach alle seine Tätigkeiten und flüchtete auf eine einsame Urlaubs-Reise in die Schweiz. Als er zurückkam, erlitt er in Leipzig Anfang Oktober einen ersten Schlaganfall. Nach weiteren Schlaganfällen verlor er das Bewusstsein und verstarb am 4. November 1847 im Alter von 38 Jahren in seinem Haus. Nach einer Trauerfeier in Leipzig wurde sein Leichnam in einem Sonderzug nach Berlin überführt und im Dreifaltigkeitsfriedhof im Familiengrab der Mendelssohn neben seiner geliebten Schwester bestattet.
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