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Das Portrait von  Donizettis Aria UNA FURTIVA LAGRIMA

Lesen Sie interessante Fakten und hören Sie grossartige YouTube-Videos über die berühmte Arie “UNA FURTIVA LAGRIMA”.

Wenn Sie mehr über die Oper  Elisir d’amore erfahren möchten, klicken Sie auf diesen Link zum Opernporträt.

 

Die Arie – Handlung & Hintergrund

Handlung: Adina, die nichts weiß vom Tod des Onkels, erfährt von Dulcamara dass Nemorino ihretwegen sich bei Belcore verkauft hat. Gerührt kauft Adina den Werbeschein zurück. Dulcamara will ihr auch eine Flasche verkaufen. Sie lächelt nur und meint, sie wolle Nemorino mit ihren Augen und ihrem Lächeln zurückzugewinnen. Nemorino glaubt, bei Adina eine Träne erkannt zu haben, als die Mädchen ihn umgarnt haben.

 

Nemorino ist ein etwas naiver junger Mann. In dieser Arie, die fast am Ende der Oper steht, ist Nemorine zum ersten Mal glücklich, als er erfährt, dass sich die launische Adina in ihn verliebt hat. Diese Arie ist für eine lyrische Stimme geschrieben. Am besten ist es, wenn der Tenor versucht, sich ohne heroische Aspekte vollständig an Nemorinos Charakter zu halten. Also muss die Melodie weich und dolce gesungen werden.

Von einem Fagott-Solo eingeleitet beginnt diese berühmte Arie. Was diese Arie neben den grandiosen Motiven besonders schön macht, ist dass der erste Teil der Strophe jeweils in Moll und der zweite Teil in Dur gehalten ist. Dieser Übergang von Schmerz zu Hoffnung wird durch die expressive Instrumentierung durch Fagott und Klarinett wunderbar verstärkt.

The Aria – text of una furtiva lagrima

 

Una furtiva lagrima
Negl’occhi suoi spunto:
Quelle festose giovani
Invidiar sembro.

Che piu cercando io vo?
Che piu cercando io vo?
M’ama, si m’ama, lo vedo, lo vedo.
Un solo instante I palpiti
Del suo bel cor sentir!
I miei sospir, confondere
Per poco a’ suoi sospir!
I palpiti, I palpiti sentir,
Confondere I miei coi suoi sospir
Cielo, si puo morir!

Di piu non chiedo, non chiedo.
Ah! Cielo, si puo, si puo morir,
Di piu non chiedo, non chiedo.
Si puo morir, si puo morir d’amor

 

 

Vocal fach “lyric tenor”

The role of Nemorino is written for a lyric tenor. The lyric tenor has a soft, melting voice. The voice must be rich and agile in melodic creation. He can reach the high notes with ease and create a beautiful sound. The lyrical tenor must be able to sing both intimate pieces and more exciting pieces convincingly.

 

 

Famous interpretations of una furtiva lagrima

 

1901 sang Enrico Caruso diese Arie zum erstenmal.  Es war seine Debut Saison an der Scala und Toscanini dirigierte. Es war die grösste Ovation die bis anhin in diesem Theater erschallte. Sie wurde dann auch eine der wichtigsten Opern in seiner Karriere an der Met. Furtiva lagrima war unter den ersten Arien die Caruso aufnahm und es wurde vielleicht die Arie, neben vesti la giubba, die am berühmtesten wurde. In dieser Aufnahme (die aufnahmetechnisch mit einem modernen Orchester untermalt wurde) ist das klassische Rubato zu hören beispielsweise auf dem zweiten «che piu cercando io vo», welches, verbunden mit einem grandiosen accelerando, doppelt solange ist als das von Pavarotti 80 Jahre später. Dasselbe kann man sagen zu dem (wunderbar) langen ritardando auf «io la vedo».  Im 20. Jahrhundert schlug die Stunde des Tyrannen Toscanini, der unter dem Titel der Werktreue den Sänger das Rubato austrieb, was bis heute zu kontroversen Diskussionen führte. Im zweiten Teil der Arie stellt sich Nemorino vor, Adina in seinen Armen zu halten und ihren Herzschlag zu fühlen. Hören Sie Enrico Caruso wie er diese Passage zärtlich sing und dann mit einem wunderbaren Crescendo das Cielo jubelt ohne an Zärtlichkeit zu verlieren. Der Schluss ist, mit den Worten von Kesting «hört man die wundervolle Agilität der stimme; die Koloraturkette reiht die Töne wie schimmernde Perlen aneinander. Mit der letzten Phrase geht Caruso, ohne die technische Basis des klassischen Singens auf dem Atem zu verlassen, über den Belcanto hinaus. Er singt die Wore «si puo morir» nicht wie ein Tenore di grazia, sondern mit einem gewaltigen Crescendo. Dabei lässt Caruso die Stimme ganz langsam anschwellen, und gibt dann ein rasches, aber beherrrschtes Virbato hinzu: das jähe Auflodern eines Feuers durch einen heftigen Windstoss.

 

Una furtiva lagrima (1)  –  Caruso

 

Eine weitere Aufnahme von Luciano Pavarotti

Una furtiva lagrima (2)  –  Pavarotti

 

Eine dritte Version von  Jonas Kaufmann.

Una furtiva lagrima (3)  –  Jonas Kaufmann

 

Und eine letzte von Placido Domingo

Una furtiva lagrima (4)  –  Placido Domingo

 

 

 

Peter Lutz, opera-inside, the online opera guide to UNA FURTIVA LAGRIMA from the opera Elisir d’amore.

 

 

 

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