SCHWEIZ – Reiseführer für Oper, klassische Musik und Kultur
HauptreisezieleSCHWEIZ: Ein Reiseführer für Musikfans
Besuchsziele zu klassischer Musik und Opernkunst mit einem historischem Bezug. Lernen Sie spannende Ideen und Hintergrund-Informationen kennen.
0
ÜBERSICHTSKARTE
Hier finden Sie die Standorte aller beschriebenen Reiseziele auf Google Maps.
0
1
LEBEN UND WIRKEN VON KÜNSTLERN IN DER SCHWEIZ
Wagner lebte 16 Jahre und Strawinski lebte 4 Jahre in der Schweiz, wo beide bedeutende Werke der Musikgeschichte schrieben. Doch auch weitere herausragende Komponisten besuchten das Land, darunter lernte einer das Jodeln.
1
2
KONZERTSÄLE UND OPERNHÄUSER
Das Land hat eine hohe Dichte an Opernhäusern und Konzertsälen. Darunter ragt die Oper Zürich heraus. 3 bedeutende Werke wurden dort uraufgeführt.
2
3
MUSEUM
Tribschen wurde zu einem der wichtigsten Gedenkstätten von Richard Wagner überhaupt.
3
4
KIRCHEN
Mendelssohn spielte auf vielen Orgeln von Schweizer Kirchen und Wagner heiratete in einer.
4
5
DENKMÄLER
Zwei Denkmäler mit schöner Aussicht
5
6
HÄUSER UND APARTMENTS VON KOMPONISTEN
Wo Puccini, Wagner und Strawinski hausten
6
7
HOTELS
Wo Richard Wagner zum ersten Mal aus seinem Ring vorlas und Felix Mendelssohn den weltberühmten Sonnenaufgang des Ortes erlebte.
7
8
MUSIKSTÜCKE MIT BEZUG ZUR SCHWEIZ
Zwei Mal Wagner, einmal Rossini
8
KARTE DER REISEZIELE DES REISEFÜHRERS SCHWEIZ
Zoomen Sie ein für Reiseziele in der Schweiz:
LEBEN UND WIRKEN VON KÜNSTLERN IN DER SCHWEIZ
Richard Wagner
Erstes Asyl in Zürich
Wagner musste mit seiner Frau Minna Hals über Kopf aus dem revolutionären Dresden in die Schweiz fliehen. Seine Zürcher Exilzeit dauerte von 1849-1859. Dort freundete er sich mit dem deutschen Industriellenpaar Wesendonck an, die zu seinen Mäzenen wurden. Die stürmische Liebe zur Mäzenen-Gattin Mathilde Wesendonck inspirierte ihn zu seiner grossen Liebesoper «Tristan und Isolde».
Zweites Asyl in Luzern
Von der Münchner Regierung vertrieben, finanzierte Ludwig II Wagner sein Asyl am südlichen Rand von Luzern. Wagner lebte dort mit seiner Frau Cosima von 1866 bis 1872. Der junge Friedrich Nietzsche, Professor an der Uni Basel, besuchte die Wagners häufig, auch Ludwig II machte dem Meister inkognito seine Aufwartung. Wagner hatte schon einmal Bekanntschaft mit Luzern gemacht. Er hatte im Hotel Schweizerhof den dritten Akt seines Werks «Tristan & Isolde» komponiert. Er kam mit seinem Érard Flügel an und bezog dort zwei Monate eine Suite.
Richard und Cosima heirateten in der Matthäuskirche und sie gebar ihm in Tribschen drei Kinder. Möglicherweise ermöglichte der grosszügige Wagner auch der Haushälterin Verena «Vereneli» Weidmann einen oder mehr Nachkommen, das Kind soll Richard sehr geglichen haben.
Wagner genoss in Luzern auch die Ausflüge auf die benachbarten Berge, insbesondere den Pilatus.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE


Felix Mendelssohn Bartholdy
Die Schweiz zu Fuss erkundet
Vier Mal hat Mendelssohn die Schweiz längerer Zeit bereist und dabei vermutlich annähernd eintausend Kilometer zu Fuss hinter sich gebracht. Zum ersten Mal kam er als als 14-jähriger mit seiner Familie und mehreren Bediensteten aus Berlin, ein weiteres Mal während des Jahrhundertregen-Sommers mit grossen Überschwemmungen und das letzte Mal tiefbetrübt aus Leipzig nachdem er vom Tod seiner geliebten Schwester Fanny erfahren hatte.
Mendelssohn durchwanderte die ganze Schweiz, einige Orte waren ihm ans Herz gewachsen und er besuchte sie mehrmals.
Er lernte sogar zu Jodeln
Aus seinem Briefverkehr erfahren wir, dass er in der Schweiz etwas Jodeln gelernt hat, welches «im Zimmer rauh klinge draussen jedoch, bei frühem Morgen und heiterem Wetter zum Geläute der Kühe im Tal, schön und enthusiastisch».
Mendelssohn war auch ein begabter Zeichner, insgesamt sind von ihm mehr als 300 Kunstwerke erhalten, davon mehrere Dutzend mit Motiven aus der Schweiz.[/sc_fs_faq]
LINK ZUR KOMPLETTEN MENDELSSOHN BIOGRAFIE

Sergej Rachmaninov
Exil Russe
Rachmaninov verliess Russland als renommierter Musiker im Zuge der Revolutionswirren. Er wurde in den USA ein erfolgreicher und vermögender Konzertpianist. Durch seine vielen Reisen kam aber seine Kompositionstätigkeit zum Erliegen und er konnte sich mit der amerikanischen Kultur nicht anfreunden. So entschloss er sich mit seiner Frau nach Europa zurückzukehren und sie fanden in der Schweiz am Vierwaldstättersee ein Anwesen wo sie in gewünchster Zurückgezogenheit leben konnten.
Villa Senar in Hertenstein
Sie liessen in Hertenstein ein im modernen Bauhausstil gehaltenes Haus erstellen, welches noch heute beinahe unverändert besteht. Die Rachmaninovs verbrachten hier die Jahre 1931-1939 (vor allem die Sommermonate). Rachmaninov komponierte hier unter anderem seine 3. Sinfonie und Variationswerke. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs verliessen die Rachmaninovs die Schweiz wieder in Richtung USA.
Das Gebäude gehört noch immer den Erben, wobei sich nach dem Tod eines Erben 2012 ein Konflikt um die Nutzung des Hauses entfacht hat. Das Gebäude ist nur zu bestimmten Anlässen geöffnet.

Igor Strawinski
Arbeiten an den Baletten für die „ballets Russes“
Mit dem ersten Auftragswerk für Paris, dem Feuervogel, wechselte Strawinski seinen Winterwohnsitz 1911 an den Genfersee. Einerseits weil seine Frau wegen Gesundheitsproblemen diesen milden Ort schätzte und andererseits, weil der Impresario der Ballets Russes, Dhiagilev, in Lausanne zeitweise sein Lager aufgeschlagen hatte. Er verbrachte mit seiner Familie die Jahre des ersten Weltkriegs am Genfersee.
Zusammenarbeit mit Ramuz und Ansermet
Strawinski arbeitete in dieser Zeit an vielen bedeutenden Werken (Sacré du Printemps, les noces, l’histoire du Soldat etc.). Er freundete sich mit dem Dirigenten Ernest Ansermet an, der ein wichtiger Förderer seiner Werke wurde, und mit dem Schriftsteller Ramuz, der den Text zu «L’histoire du Soldat» schrieb, basierend auf einer russischen Erzählung.
ZUR VOLLSTÄNDIGEN STRAWINSKY BIOGRAPHIE
Mit Ramuz (links):

Giacomo Puccini
Sommerfrische in einem kleinen Tessiner Dorf
Das kleine Tessiner Dorf Vacallo bei Chiasso hatte 1892 die Ehre zwei Grosse der Opernmusik zu beherbergen. Puccini begab sich zwischen 1886 und 1892 mehrere Male in die Sommerfrische dieses Dorfes und mietete ein Haus. Schräg gegenüber, in Sichtweite befand sich Ruggiero Leoncavallo an der Arbeit im Hotel der heutigen «Osteria del Teatro». Beide hängten Plakate als Zeichen ihrer Präsenz aus dem Fenster, Leoncavallo einen Clown als Zeichen des soeben von Toscanini uraufgeführten «Pagliacci» und Puccini eine Faust als Zeichen von Manon (Faust = italienisch «Manone»), da er an der Arbeit von «Manon Lescaut» war, Leoncavallo schrieb sogar ein paar Verse für seinen Kollegen.
LINK ZUR KOMPLETTEN PUCCINI BIOGRAFIE

Gioachino Rossini
Sein Guillaume Tell: ein Monument für die Schweiz
Mit dieser Oper hat Rossini dem Schweizer National- und Freiheits helden ein musikalisches Denkmal gesetzt. Rossini selbst hatte die Urschweiz nie zu Gesicht bekommen, kannte aber Genf und einen Teil der Westschweizer Alpen. Für die Uraufführung des „Guillaume Tell“ an der Pariser Grand Opéra schickten sie dafür den Bühnenbildner Cicéri in die Innerschweiz, wo er Skizzen für die Bühnenbilder anfertigte.

Johannes Brahms
Beim Verleger in Winterthur
Johannes Brahms hatte verschiedene Berührungspunkte mit der Schweiz. Man zählte 14 Besuche in der Schweiz. Zum einen fand er in Jakob-Melchior-Rieter einen Verleger in Winterthur. Ein deutscher Verlag hatte ihn abgelehnt und so liess er unter anderem das Deutsche Requiem bei ihm verlegen.
Am Dirigieren und komponieren in Zürich
Zum zweiten hatte Brahms Freunde ihn Zürich (z.B. den Dirigenten Hegar und den Arzt Billroth). Dort verbrachte er auch ein paar Sommerwochen in Rüschlikon am Zürichsee und dirigierte an seinen Liebesliederwalzer. 1895 dirigierte er bei der Erföffnung der prächtigen Tonhalle.
Sommerfrische am Thunersee
Und zum letzten verbrachte Brahms drei Sommerfrischen am Thunersee, wo ihm unter anderem das berühmte Alphorn Thema zu Ohren kam und er es in seiner ersten Sinfonie einbaute.
Brahms am Thunersee:

KONZERTSÄLE UND OPERNHÄUSER
Richard Wagner
Erstes Asyl in Zürich
Wagner musste mit seiner Frau Minna Hals über Kopf aus dem revolutionären Dresden in die Schweiz fliehen. Seine Zürcher Exilzeit dauerte von 1849-1859. Dort freundete er sich mit dem deutschen Industriellenpaar Wesendonck an, die zu seinen Mäzenen wurden. Die stürmische Liebe zur Mäzenen-Gattin Mathilde Wesendonck inspirierte ihn zu seiner grossen Liebesoper «Tristan und Isolde».
Zweites Asyl in Luzern
Von der Münchner Regierung vertrieben, finanzierte Ludwig II Wagner sein Asyl am südlichen Rand von Luzern. Wagner lebte dort mit seiner Frau Cosima von 1866 bis 1872. Der junge Friedrich Nietzsche, Professor an der Uni Basel, besuchte die Wagners häufig, auch Ludwig II machte dem Meister inkognito seine Aufwartung. Wagner hatte schon einmal Bekanntschaft mit Luzern gemacht. Er hatte im Hotel Schweizerhof den dritten Akt seines Werks «Tristan & Isolde» komponiert. Er kam mit seinem Érard Flügel an und bezog dort zwei Monate eine Suite.
Richard und Cosima heirateten in der Matthäuskirche und sie gebar ihm in Tribschen drei Kinder. Möglicherweise ermöglichte der grosszügige Wagner auch der Haushälterin Verena «Vereneli» Weidmann einen oder mehr Nachkommen, das Kind soll Richard sehr geglichen haben.
Wagner genoss in Luzern auch die Ausflüge auf die benachbarten Berge, insbesondere den Pilatus.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE


Felix Mendelssohn Bartholdy
Die Schweiz zu Fuss erkundet
Vier Mal hat Mendelssohn die Schweiz längerer Zeit bereist und dabei vermutlich annähernd eintausend Kilometer zu Fuss hinter sich gebracht. Zum ersten Mal kam er als als 14-jähriger mit seiner Familie und mehreren Bediensteten aus Berlin, ein weiteres Mal während des Jahrhundertregen-Sommers mit grossen Überschwemmungen und das letzte Mal tiefbetrübt aus Leipzig nachdem er vom Tod seiner geliebten Schwester Fanny erfahren hatte.
Mendelssohn durchwanderte die ganze Schweiz, einige Orte waren ihm ans Herz gewachsen und er besuchte sie mehrmals.
Er lernte sogar zu Jodeln
Aus seinem Briefverkehr erfahren wir, dass er in der Schweiz etwas Jodeln gelernt hat, welches «im Zimmer rauh klinge draussen jedoch, bei frühem Morgen und heiterem Wetter zum Geläute der Kühe im Tal, schön und enthusiastisch».
Mendelssohn war auch ein begabter Zeichner, insgesamt sind von ihm mehr als 300 Kunstwerke erhalten, davon mehrere Dutzend mit Motiven aus der Schweiz.[/sc_fs_faq]
LINK ZUR KOMPLETTEN MENDELSSOHN BIOGRAFIE

Sergej Rachmaninov
Exil Russe
Rachmaninov verliess Russland als renommierter Musiker im Zuge der Revolutionswirren. Er wurde in den USA ein erfolgreicher und vermögender Konzertpianist. Durch seine vielen Reisen kam aber seine Kompositionstätigkeit zum Erliegen und er konnte sich mit der amerikanischen Kultur nicht anfreunden. So entschloss er sich mit seiner Frau nach Europa zurückzukehren und sie fanden in der Schweiz am Vierwaldstättersee ein Anwesen wo sie in gewünchster Zurückgezogenheit leben konnten.
Villa Senar in Hertenstein
Sie liessen in Hertenstein ein im modernen Bauhausstil gehaltenes Haus erstellen, welches noch heute beinahe unverändert besteht. Die Rachmaninovs verbrachten hier die Jahre 1931-1939 (vor allem die Sommermonate). Rachmaninov komponierte hier unter anderem seine 3. Sinfonie und Variationswerke. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs verliessen die Rachmaninovs die Schweiz wieder in Richtung USA.
Das Gebäude gehört noch immer den Erben, wobei sich nach dem Tod eines Erben 2012 ein Konflikt um die Nutzung des Hauses entfacht hat. Das Gebäude ist nur zu bestimmten Anlässen geöffnet.

Igor Strawinski
Arbeiten an den Baletten für die „ballets Russes“
Mit dem ersten Auftragswerk für Paris, dem Feuervogel, wechselte Strawinski seinen Winterwohnsitz 1911 an den Genfersee. Einerseits weil seine Frau wegen Gesundheitsproblemen diesen milden Ort schätzte und andererseits, weil der Impresario der Ballets Russes, Dhiagilev, in Lausanne zeitweise sein Lager aufgeschlagen hatte. Er verbrachte mit seiner Familie die Jahre des ersten Weltkriegs am Genfersee.
Zusammenarbeit mit Ramuz und Ansermet
Strawinski arbeitete in dieser Zeit an vielen bedeutenden Werken (Sacré du Printemps, les noces, l’histoire du Soldat etc.). Er freundete sich mit dem Dirigenten Ernest Ansermet an, der ein wichtiger Förderer seiner Werke wurde, und mit dem Schriftsteller Ramuz, der den Text zu «L’histoire du Soldat» schrieb, basierend auf einer russischen Erzählung.
ZUR VOLLSTÄNDIGEN STRAWINSKY BIOGRAPHIE
Mit Ramuz (links):

Giacomo Puccini
Sommerfrische in einem kleinen Tessiner Dorf
Das kleine Tessiner Dorf Vacallo bei Chiasso hatte 1892 die Ehre zwei Grosse der Opernmusik zu beherbergen. Puccini begab sich zwischen 1886 und 1892 mehrere Male in die Sommerfrische dieses Dorfes und mietete ein Haus. Schräg gegenüber, in Sichtweite befand sich Ruggiero Leoncavallo an der Arbeit im Hotel der heutigen «Osteria del Teatro». Beide hängten Plakate als Zeichen ihrer Präsenz aus dem Fenster, Leoncavallo einen Clown als Zeichen des soeben von Toscanini uraufgeführten «Pagliacci» und Puccini eine Faust als Zeichen von Manon (Faust = italienisch «Manone»), da er an der Arbeit von «Manon Lescaut» war, Leoncavallo schrieb sogar ein paar Verse für seinen Kollegen.
LINK ZUR KOMPLETTEN PUCCINI BIOGRAFIE

Gioachino Rossini
Sein Guillaume Tell: ein Monument für die Schweiz
Mit dieser Oper hat Rossini dem Schweizer National- und Freiheits helden ein musikalisches Denkmal gesetzt. Rossini selbst hatte die Urschweiz nie zu Gesicht bekommen, kannte aber Genf und einen Teil der Westschweizer Alpen. Für die Uraufführung des „Guillaume Tell“ an der Pariser Grand Opéra schickten sie dafür den Bühnenbildner Cicéri in die Innerschweiz, wo er Skizzen für die Bühnenbilder anfertigte.

Johannes Brahms
Beim Verleger in Winterthur
Johannes Brahms hatte verschiedene Berührungspunkte mit der Schweiz. Man zählte 14 Besuche in der Schweiz. Zum einen fand er in Jakob-Melchior-Rieter einen Verleger in Winterthur. Ein deutscher Verlag hatte ihn abgelehnt und so liess er unter anderem das Deutsche Requiem bei ihm verlegen.
Am Dirigieren und komponieren in Zürich
Zum zweiten hatte Brahms Freunde ihn Zürich (z.B. den Dirigenten Hegar und den Arzt Billroth). Dort verbrachte er auch ein paar Sommerwochen in Rüschlikon am Zürichsee und dirigierte an seinen Liebesliederwalzer. 1895 dirigierte er bei der Erföffnung der prächtigen Tonhalle.
Sommerfrische am Thunersee
Und zum letzten verbrachte Brahms drei Sommerfrischen am Thunersee, wo ihm unter anderem das berühmte Alphorn Thema zu Ohren kam und er es in seiner ersten Sinfonie einbaute.
Brahms am Thunersee:

MUSEUM
Richard Wagner
Erstes Asyl in Zürich
Wagner musste mit seiner Frau Minna Hals über Kopf aus dem revolutionären Dresden in die Schweiz fliehen. Seine Zürcher Exilzeit dauerte von 1849-1859. Dort freundete er sich mit dem deutschen Industriellenpaar Wesendonck an, die zu seinen Mäzenen wurden. Die stürmische Liebe zur Mäzenen-Gattin Mathilde Wesendonck inspirierte ihn zu seiner grossen Liebesoper «Tristan und Isolde».
Zweites Asyl in Luzern
Von der Münchner Regierung vertrieben, finanzierte Ludwig II Wagner sein Asyl am südlichen Rand von Luzern. Wagner lebte dort mit seiner Frau Cosima von 1866 bis 1872. Der junge Friedrich Nietzsche, Professor an der Uni Basel, besuchte die Wagners häufig, auch Ludwig II machte dem Meister inkognito seine Aufwartung. Wagner hatte schon einmal Bekanntschaft mit Luzern gemacht. Er hatte im Hotel Schweizerhof den dritten Akt seines Werks «Tristan & Isolde» komponiert. Er kam mit seinem Érard Flügel an und bezog dort zwei Monate eine Suite.
Richard und Cosima heirateten in der Matthäuskirche und sie gebar ihm in Tribschen drei Kinder. Möglicherweise ermöglichte der grosszügige Wagner auch der Haushälterin Verena «Vereneli» Weidmann einen oder mehr Nachkommen, das Kind soll Richard sehr geglichen haben.
Wagner genoss in Luzern auch die Ausflüge auf die benachbarten Berge, insbesondere den Pilatus.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE


Felix Mendelssohn Bartholdy
Die Schweiz zu Fuss erkundet
Vier Mal hat Mendelssohn die Schweiz längerer Zeit bereist und dabei vermutlich annähernd eintausend Kilometer zu Fuss hinter sich gebracht. Zum ersten Mal kam er als als 14-jähriger mit seiner Familie und mehreren Bediensteten aus Berlin, ein weiteres Mal während des Jahrhundertregen-Sommers mit grossen Überschwemmungen und das letzte Mal tiefbetrübt aus Leipzig nachdem er vom Tod seiner geliebten Schwester Fanny erfahren hatte.
Mendelssohn durchwanderte die ganze Schweiz, einige Orte waren ihm ans Herz gewachsen und er besuchte sie mehrmals.
Er lernte sogar zu Jodeln
Aus seinem Briefverkehr erfahren wir, dass er in der Schweiz etwas Jodeln gelernt hat, welches «im Zimmer rauh klinge draussen jedoch, bei frühem Morgen und heiterem Wetter zum Geläute der Kühe im Tal, schön und enthusiastisch».
Mendelssohn war auch ein begabter Zeichner, insgesamt sind von ihm mehr als 300 Kunstwerke erhalten, davon mehrere Dutzend mit Motiven aus der Schweiz.[/sc_fs_faq]
LINK ZUR KOMPLETTEN MENDELSSOHN BIOGRAFIE

Sergej Rachmaninov
Exil Russe
Rachmaninov verliess Russland als renommierter Musiker im Zuge der Revolutionswirren. Er wurde in den USA ein erfolgreicher und vermögender Konzertpianist. Durch seine vielen Reisen kam aber seine Kompositionstätigkeit zum Erliegen und er konnte sich mit der amerikanischen Kultur nicht anfreunden. So entschloss er sich mit seiner Frau nach Europa zurückzukehren und sie fanden in der Schweiz am Vierwaldstättersee ein Anwesen wo sie in gewünchster Zurückgezogenheit leben konnten.
Villa Senar in Hertenstein
Sie liessen in Hertenstein ein im modernen Bauhausstil gehaltenes Haus erstellen, welches noch heute beinahe unverändert besteht. Die Rachmaninovs verbrachten hier die Jahre 1931-1939 (vor allem die Sommermonate). Rachmaninov komponierte hier unter anderem seine 3. Sinfonie und Variationswerke. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs verliessen die Rachmaninovs die Schweiz wieder in Richtung USA.
Das Gebäude gehört noch immer den Erben, wobei sich nach dem Tod eines Erben 2012 ein Konflikt um die Nutzung des Hauses entfacht hat. Das Gebäude ist nur zu bestimmten Anlässen geöffnet.

Igor Strawinski
Arbeiten an den Baletten für die „ballets Russes“
Mit dem ersten Auftragswerk für Paris, dem Feuervogel, wechselte Strawinski seinen Winterwohnsitz 1911 an den Genfersee. Einerseits weil seine Frau wegen Gesundheitsproblemen diesen milden Ort schätzte und andererseits, weil der Impresario der Ballets Russes, Dhiagilev, in Lausanne zeitweise sein Lager aufgeschlagen hatte. Er verbrachte mit seiner Familie die Jahre des ersten Weltkriegs am Genfersee.
Zusammenarbeit mit Ramuz und Ansermet
Strawinski arbeitete in dieser Zeit an vielen bedeutenden Werken (Sacré du Printemps, les noces, l’histoire du Soldat etc.). Er freundete sich mit dem Dirigenten Ernest Ansermet an, der ein wichtiger Förderer seiner Werke wurde, und mit dem Schriftsteller Ramuz, der den Text zu «L’histoire du Soldat» schrieb, basierend auf einer russischen Erzählung.
ZUR VOLLSTÄNDIGEN STRAWINSKY BIOGRAPHIE
Mit Ramuz (links):

Giacomo Puccini
Sommerfrische in einem kleinen Tessiner Dorf
Das kleine Tessiner Dorf Vacallo bei Chiasso hatte 1892 die Ehre zwei Grosse der Opernmusik zu beherbergen. Puccini begab sich zwischen 1886 und 1892 mehrere Male in die Sommerfrische dieses Dorfes und mietete ein Haus. Schräg gegenüber, in Sichtweite befand sich Ruggiero Leoncavallo an der Arbeit im Hotel der heutigen «Osteria del Teatro». Beide hängten Plakate als Zeichen ihrer Präsenz aus dem Fenster, Leoncavallo einen Clown als Zeichen des soeben von Toscanini uraufgeführten «Pagliacci» und Puccini eine Faust als Zeichen von Manon (Faust = italienisch «Manone»), da er an der Arbeit von «Manon Lescaut» war, Leoncavallo schrieb sogar ein paar Verse für seinen Kollegen.
LINK ZUR KOMPLETTEN PUCCINI BIOGRAFIE

Gioachino Rossini
Sein Guillaume Tell: ein Monument für die Schweiz
Mit dieser Oper hat Rossini dem Schweizer National- und Freiheits helden ein musikalisches Denkmal gesetzt. Rossini selbst hatte die Urschweiz nie zu Gesicht bekommen, kannte aber Genf und einen Teil der Westschweizer Alpen. Für die Uraufführung des „Guillaume Tell“ an der Pariser Grand Opéra schickten sie dafür den Bühnenbildner Cicéri in die Innerschweiz, wo er Skizzen für die Bühnenbilder anfertigte.

Johannes Brahms
Beim Verleger in Winterthur
Johannes Brahms hatte verschiedene Berührungspunkte mit der Schweiz. Man zählte 14 Besuche in der Schweiz. Zum einen fand er in Jakob-Melchior-Rieter einen Verleger in Winterthur. Ein deutscher Verlag hatte ihn abgelehnt und so liess er unter anderem das Deutsche Requiem bei ihm verlegen.
Am Dirigieren und komponieren in Zürich
Zum zweiten hatte Brahms Freunde ihn Zürich (z.B. den Dirigenten Hegar und den Arzt Billroth). Dort verbrachte er auch ein paar Sommerwochen in Rüschlikon am Zürichsee und dirigierte an seinen Liebesliederwalzer. 1895 dirigierte er bei der Erföffnung der prächtigen Tonhalle.
Sommerfrische am Thunersee
Und zum letzten verbrachte Brahms drei Sommerfrischen am Thunersee, wo ihm unter anderem das berühmte Alphorn Thema zu Ohren kam und er es in seiner ersten Sinfonie einbaute.
Brahms am Thunersee:

KIRCHEN
Richard Wagner
Erstes Asyl in Zürich
Wagner musste mit seiner Frau Minna Hals über Kopf aus dem revolutionären Dresden in die Schweiz fliehen. Seine Zürcher Exilzeit dauerte von 1849-1859. Dort freundete er sich mit dem deutschen Industriellenpaar Wesendonck an, die zu seinen Mäzenen wurden. Die stürmische Liebe zur Mäzenen-Gattin Mathilde Wesendonck inspirierte ihn zu seiner grossen Liebesoper «Tristan und Isolde».
Zweites Asyl in Luzern
Von der Münchner Regierung vertrieben, finanzierte Ludwig II Wagner sein Asyl am südlichen Rand von Luzern. Wagner lebte dort mit seiner Frau Cosima von 1866 bis 1872. Der junge Friedrich Nietzsche, Professor an der Uni Basel, besuchte die Wagners häufig, auch Ludwig II machte dem Meister inkognito seine Aufwartung. Wagner hatte schon einmal Bekanntschaft mit Luzern gemacht. Er hatte im Hotel Schweizerhof den dritten Akt seines Werks «Tristan & Isolde» komponiert. Er kam mit seinem Érard Flügel an und bezog dort zwei Monate eine Suite.
Richard und Cosima heirateten in der Matthäuskirche und sie gebar ihm in Tribschen drei Kinder. Möglicherweise ermöglichte der grosszügige Wagner auch der Haushälterin Verena «Vereneli» Weidmann einen oder mehr Nachkommen, das Kind soll Richard sehr geglichen haben.
Wagner genoss in Luzern auch die Ausflüge auf die benachbarten Berge, insbesondere den Pilatus.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE


Felix Mendelssohn Bartholdy
Die Schweiz zu Fuss erkundet
Vier Mal hat Mendelssohn die Schweiz längerer Zeit bereist und dabei vermutlich annähernd eintausend Kilometer zu Fuss hinter sich gebracht. Zum ersten Mal kam er als als 14-jähriger mit seiner Familie und mehreren Bediensteten aus Berlin, ein weiteres Mal während des Jahrhundertregen-Sommers mit grossen Überschwemmungen und das letzte Mal tiefbetrübt aus Leipzig nachdem er vom Tod seiner geliebten Schwester Fanny erfahren hatte.
Mendelssohn durchwanderte die ganze Schweiz, einige Orte waren ihm ans Herz gewachsen und er besuchte sie mehrmals.
Er lernte sogar zu Jodeln
Aus seinem Briefverkehr erfahren wir, dass er in der Schweiz etwas Jodeln gelernt hat, welches «im Zimmer rauh klinge draussen jedoch, bei frühem Morgen und heiterem Wetter zum Geläute der Kühe im Tal, schön und enthusiastisch».
Mendelssohn war auch ein begabter Zeichner, insgesamt sind von ihm mehr als 300 Kunstwerke erhalten, davon mehrere Dutzend mit Motiven aus der Schweiz.[/sc_fs_faq]
LINK ZUR KOMPLETTEN MENDELSSOHN BIOGRAFIE

Sergej Rachmaninov
Exil Russe
Rachmaninov verliess Russland als renommierter Musiker im Zuge der Revolutionswirren. Er wurde in den USA ein erfolgreicher und vermögender Konzertpianist. Durch seine vielen Reisen kam aber seine Kompositionstätigkeit zum Erliegen und er konnte sich mit der amerikanischen Kultur nicht anfreunden. So entschloss er sich mit seiner Frau nach Europa zurückzukehren und sie fanden in der Schweiz am Vierwaldstättersee ein Anwesen wo sie in gewünchster Zurückgezogenheit leben konnten.
Villa Senar in Hertenstein
Sie liessen in Hertenstein ein im modernen Bauhausstil gehaltenes Haus erstellen, welches noch heute beinahe unverändert besteht. Die Rachmaninovs verbrachten hier die Jahre 1931-1939 (vor allem die Sommermonate). Rachmaninov komponierte hier unter anderem seine 3. Sinfonie und Variationswerke. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs verliessen die Rachmaninovs die Schweiz wieder in Richtung USA.
Das Gebäude gehört noch immer den Erben, wobei sich nach dem Tod eines Erben 2012 ein Konflikt um die Nutzung des Hauses entfacht hat. Das Gebäude ist nur zu bestimmten Anlässen geöffnet.

Igor Strawinski
Arbeiten an den Baletten für die „ballets Russes“
Mit dem ersten Auftragswerk für Paris, dem Feuervogel, wechselte Strawinski seinen Winterwohnsitz 1911 an den Genfersee. Einerseits weil seine Frau wegen Gesundheitsproblemen diesen milden Ort schätzte und andererseits, weil der Impresario der Ballets Russes, Dhiagilev, in Lausanne zeitweise sein Lager aufgeschlagen hatte. Er verbrachte mit seiner Familie die Jahre des ersten Weltkriegs am Genfersee.
Zusammenarbeit mit Ramuz und Ansermet
Strawinski arbeitete in dieser Zeit an vielen bedeutenden Werken (Sacré du Printemps, les noces, l’histoire du Soldat etc.). Er freundete sich mit dem Dirigenten Ernest Ansermet an, der ein wichtiger Förderer seiner Werke wurde, und mit dem Schriftsteller Ramuz, der den Text zu «L’histoire du Soldat» schrieb, basierend auf einer russischen Erzählung.
ZUR VOLLSTÄNDIGEN STRAWINSKY BIOGRAPHIE
Mit Ramuz (links):

Giacomo Puccini
Sommerfrische in einem kleinen Tessiner Dorf
Das kleine Tessiner Dorf Vacallo bei Chiasso hatte 1892 die Ehre zwei Grosse der Opernmusik zu beherbergen. Puccini begab sich zwischen 1886 und 1892 mehrere Male in die Sommerfrische dieses Dorfes und mietete ein Haus. Schräg gegenüber, in Sichtweite befand sich Ruggiero Leoncavallo an der Arbeit im Hotel der heutigen «Osteria del Teatro». Beide hängten Plakate als Zeichen ihrer Präsenz aus dem Fenster, Leoncavallo einen Clown als Zeichen des soeben von Toscanini uraufgeführten «Pagliacci» und Puccini eine Faust als Zeichen von Manon (Faust = italienisch «Manone»), da er an der Arbeit von «Manon Lescaut» war, Leoncavallo schrieb sogar ein paar Verse für seinen Kollegen.
LINK ZUR KOMPLETTEN PUCCINI BIOGRAFIE

Gioachino Rossini
Sein Guillaume Tell: ein Monument für die Schweiz
Mit dieser Oper hat Rossini dem Schweizer National- und Freiheits helden ein musikalisches Denkmal gesetzt. Rossini selbst hatte die Urschweiz nie zu Gesicht bekommen, kannte aber Genf und einen Teil der Westschweizer Alpen. Für die Uraufführung des „Guillaume Tell“ an der Pariser Grand Opéra schickten sie dafür den Bühnenbildner Cicéri in die Innerschweiz, wo er Skizzen für die Bühnenbilder anfertigte.

Johannes Brahms
Beim Verleger in Winterthur
Johannes Brahms hatte verschiedene Berührungspunkte mit der Schweiz. Man zählte 14 Besuche in der Schweiz. Zum einen fand er in Jakob-Melchior-Rieter einen Verleger in Winterthur. Ein deutscher Verlag hatte ihn abgelehnt und so liess er unter anderem das Deutsche Requiem bei ihm verlegen.
Am Dirigieren und komponieren in Zürich
Zum zweiten hatte Brahms Freunde ihn Zürich (z.B. den Dirigenten Hegar und den Arzt Billroth). Dort verbrachte er auch ein paar Sommerwochen in Rüschlikon am Zürichsee und dirigierte an seinen Liebesliederwalzer. 1895 dirigierte er bei der Erföffnung der prächtigen Tonhalle.
Sommerfrische am Thunersee
Und zum letzten verbrachte Brahms drei Sommerfrischen am Thunersee, wo ihm unter anderem das berühmte Alphorn Thema zu Ohren kam und er es in seiner ersten Sinfonie einbaute.
Brahms am Thunersee:

DENKMÄLER
Richard Wagner
Erstes Asyl in Zürich
Wagner musste mit seiner Frau Minna Hals über Kopf aus dem revolutionären Dresden in die Schweiz fliehen. Seine Zürcher Exilzeit dauerte von 1849-1859. Dort freundete er sich mit dem deutschen Industriellenpaar Wesendonck an, die zu seinen Mäzenen wurden. Die stürmische Liebe zur Mäzenen-Gattin Mathilde Wesendonck inspirierte ihn zu seiner grossen Liebesoper «Tristan und Isolde».
Zweites Asyl in Luzern
Von der Münchner Regierung vertrieben, finanzierte Ludwig II Wagner sein Asyl am südlichen Rand von Luzern. Wagner lebte dort mit seiner Frau Cosima von 1866 bis 1872. Der junge Friedrich Nietzsche, Professor an der Uni Basel, besuchte die Wagners häufig, auch Ludwig II machte dem Meister inkognito seine Aufwartung. Wagner hatte schon einmal Bekanntschaft mit Luzern gemacht. Er hatte im Hotel Schweizerhof den dritten Akt seines Werks «Tristan & Isolde» komponiert. Er kam mit seinem Érard Flügel an und bezog dort zwei Monate eine Suite.
Richard und Cosima heirateten in der Matthäuskirche und sie gebar ihm in Tribschen drei Kinder. Möglicherweise ermöglichte der grosszügige Wagner auch der Haushälterin Verena «Vereneli» Weidmann einen oder mehr Nachkommen, das Kind soll Richard sehr geglichen haben.
Wagner genoss in Luzern auch die Ausflüge auf die benachbarten Berge, insbesondere den Pilatus.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE


Felix Mendelssohn Bartholdy
Die Schweiz zu Fuss erkundet
Vier Mal hat Mendelssohn die Schweiz längerer Zeit bereist und dabei vermutlich annähernd eintausend Kilometer zu Fuss hinter sich gebracht. Zum ersten Mal kam er als als 14-jähriger mit seiner Familie und mehreren Bediensteten aus Berlin, ein weiteres Mal während des Jahrhundertregen-Sommers mit grossen Überschwemmungen und das letzte Mal tiefbetrübt aus Leipzig nachdem er vom Tod seiner geliebten Schwester Fanny erfahren hatte.
Mendelssohn durchwanderte die ganze Schweiz, einige Orte waren ihm ans Herz gewachsen und er besuchte sie mehrmals.
Er lernte sogar zu Jodeln
Aus seinem Briefverkehr erfahren wir, dass er in der Schweiz etwas Jodeln gelernt hat, welches «im Zimmer rauh klinge draussen jedoch, bei frühem Morgen und heiterem Wetter zum Geläute der Kühe im Tal, schön und enthusiastisch».
Mendelssohn war auch ein begabter Zeichner, insgesamt sind von ihm mehr als 300 Kunstwerke erhalten, davon mehrere Dutzend mit Motiven aus der Schweiz.[/sc_fs_faq]
LINK ZUR KOMPLETTEN MENDELSSOHN BIOGRAFIE

Sergej Rachmaninov
Exil Russe
Rachmaninov verliess Russland als renommierter Musiker im Zuge der Revolutionswirren. Er wurde in den USA ein erfolgreicher und vermögender Konzertpianist. Durch seine vielen Reisen kam aber seine Kompositionstätigkeit zum Erliegen und er konnte sich mit der amerikanischen Kultur nicht anfreunden. So entschloss er sich mit seiner Frau nach Europa zurückzukehren und sie fanden in der Schweiz am Vierwaldstättersee ein Anwesen wo sie in gewünchster Zurückgezogenheit leben konnten.
Villa Senar in Hertenstein
Sie liessen in Hertenstein ein im modernen Bauhausstil gehaltenes Haus erstellen, welches noch heute beinahe unverändert besteht. Die Rachmaninovs verbrachten hier die Jahre 1931-1939 (vor allem die Sommermonate). Rachmaninov komponierte hier unter anderem seine 3. Sinfonie und Variationswerke. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs verliessen die Rachmaninovs die Schweiz wieder in Richtung USA.
Das Gebäude gehört noch immer den Erben, wobei sich nach dem Tod eines Erben 2012 ein Konflikt um die Nutzung des Hauses entfacht hat. Das Gebäude ist nur zu bestimmten Anlässen geöffnet.

Igor Strawinski
Arbeiten an den Baletten für die „ballets Russes“
Mit dem ersten Auftragswerk für Paris, dem Feuervogel, wechselte Strawinski seinen Winterwohnsitz 1911 an den Genfersee. Einerseits weil seine Frau wegen Gesundheitsproblemen diesen milden Ort schätzte und andererseits, weil der Impresario der Ballets Russes, Dhiagilev, in Lausanne zeitweise sein Lager aufgeschlagen hatte. Er verbrachte mit seiner Familie die Jahre des ersten Weltkriegs am Genfersee.
Zusammenarbeit mit Ramuz und Ansermet
Strawinski arbeitete in dieser Zeit an vielen bedeutenden Werken (Sacré du Printemps, les noces, l’histoire du Soldat etc.). Er freundete sich mit dem Dirigenten Ernest Ansermet an, der ein wichtiger Förderer seiner Werke wurde, und mit dem Schriftsteller Ramuz, der den Text zu «L’histoire du Soldat» schrieb, basierend auf einer russischen Erzählung.
ZUR VOLLSTÄNDIGEN STRAWINSKY BIOGRAPHIE
Mit Ramuz (links):

Giacomo Puccini
Sommerfrische in einem kleinen Tessiner Dorf
Das kleine Tessiner Dorf Vacallo bei Chiasso hatte 1892 die Ehre zwei Grosse der Opernmusik zu beherbergen. Puccini begab sich zwischen 1886 und 1892 mehrere Male in die Sommerfrische dieses Dorfes und mietete ein Haus. Schräg gegenüber, in Sichtweite befand sich Ruggiero Leoncavallo an der Arbeit im Hotel der heutigen «Osteria del Teatro». Beide hängten Plakate als Zeichen ihrer Präsenz aus dem Fenster, Leoncavallo einen Clown als Zeichen des soeben von Toscanini uraufgeführten «Pagliacci» und Puccini eine Faust als Zeichen von Manon (Faust = italienisch «Manone»), da er an der Arbeit von «Manon Lescaut» war, Leoncavallo schrieb sogar ein paar Verse für seinen Kollegen.
LINK ZUR KOMPLETTEN PUCCINI BIOGRAFIE

Gioachino Rossini
Sein Guillaume Tell: ein Monument für die Schweiz
Mit dieser Oper hat Rossini dem Schweizer National- und Freiheits helden ein musikalisches Denkmal gesetzt. Rossini selbst hatte die Urschweiz nie zu Gesicht bekommen, kannte aber Genf und einen Teil der Westschweizer Alpen. Für die Uraufführung des „Guillaume Tell“ an der Pariser Grand Opéra schickten sie dafür den Bühnenbildner Cicéri in die Innerschweiz, wo er Skizzen für die Bühnenbilder anfertigte.

Johannes Brahms
Beim Verleger in Winterthur
Johannes Brahms hatte verschiedene Berührungspunkte mit der Schweiz. Man zählte 14 Besuche in der Schweiz. Zum einen fand er in Jakob-Melchior-Rieter einen Verleger in Winterthur. Ein deutscher Verlag hatte ihn abgelehnt und so liess er unter anderem das Deutsche Requiem bei ihm verlegen.
Am Dirigieren und komponieren in Zürich
Zum zweiten hatte Brahms Freunde ihn Zürich (z.B. den Dirigenten Hegar und den Arzt Billroth). Dort verbrachte er auch ein paar Sommerwochen in Rüschlikon am Zürichsee und dirigierte an seinen Liebesliederwalzer. 1895 dirigierte er bei der Erföffnung der prächtigen Tonhalle.
Sommerfrische am Thunersee
Und zum letzten verbrachte Brahms drei Sommerfrischen am Thunersee, wo ihm unter anderem das berühmte Alphorn Thema zu Ohren kam und er es in seiner ersten Sinfonie einbaute.
Brahms am Thunersee:

HÄUSER UND APARTMENT VON KÜNSTLERN
Richard Wagner
Erstes Asyl in Zürich
Wagner musste mit seiner Frau Minna Hals über Kopf aus dem revolutionären Dresden in die Schweiz fliehen. Seine Zürcher Exilzeit dauerte von 1849-1859. Dort freundete er sich mit dem deutschen Industriellenpaar Wesendonck an, die zu seinen Mäzenen wurden. Die stürmische Liebe zur Mäzenen-Gattin Mathilde Wesendonck inspirierte ihn zu seiner grossen Liebesoper «Tristan und Isolde».
Zweites Asyl in Luzern
Von der Münchner Regierung vertrieben, finanzierte Ludwig II Wagner sein Asyl am südlichen Rand von Luzern. Wagner lebte dort mit seiner Frau Cosima von 1866 bis 1872. Der junge Friedrich Nietzsche, Professor an der Uni Basel, besuchte die Wagners häufig, auch Ludwig II machte dem Meister inkognito seine Aufwartung. Wagner hatte schon einmal Bekanntschaft mit Luzern gemacht. Er hatte im Hotel Schweizerhof den dritten Akt seines Werks «Tristan & Isolde» komponiert. Er kam mit seinem Érard Flügel an und bezog dort zwei Monate eine Suite.
Richard und Cosima heirateten in der Matthäuskirche und sie gebar ihm in Tribschen drei Kinder. Möglicherweise ermöglichte der grosszügige Wagner auch der Haushälterin Verena «Vereneli» Weidmann einen oder mehr Nachkommen, das Kind soll Richard sehr geglichen haben.
Wagner genoss in Luzern auch die Ausflüge auf die benachbarten Berge, insbesondere den Pilatus.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE


Felix Mendelssohn Bartholdy
Die Schweiz zu Fuss erkundet
Vier Mal hat Mendelssohn die Schweiz längerer Zeit bereist und dabei vermutlich annähernd eintausend Kilometer zu Fuss hinter sich gebracht. Zum ersten Mal kam er als als 14-jähriger mit seiner Familie und mehreren Bediensteten aus Berlin, ein weiteres Mal während des Jahrhundertregen-Sommers mit grossen Überschwemmungen und das letzte Mal tiefbetrübt aus Leipzig nachdem er vom Tod seiner geliebten Schwester Fanny erfahren hatte.
Mendelssohn durchwanderte die ganze Schweiz, einige Orte waren ihm ans Herz gewachsen und er besuchte sie mehrmals.
Er lernte sogar zu Jodeln
Aus seinem Briefverkehr erfahren wir, dass er in der Schweiz etwas Jodeln gelernt hat, welches «im Zimmer rauh klinge draussen jedoch, bei frühem Morgen und heiterem Wetter zum Geläute der Kühe im Tal, schön und enthusiastisch».
Mendelssohn war auch ein begabter Zeichner, insgesamt sind von ihm mehr als 300 Kunstwerke erhalten, davon mehrere Dutzend mit Motiven aus der Schweiz.[/sc_fs_faq]
LINK ZUR KOMPLETTEN MENDELSSOHN BIOGRAFIE

Sergej Rachmaninov
Exil Russe
Rachmaninov verliess Russland als renommierter Musiker im Zuge der Revolutionswirren. Er wurde in den USA ein erfolgreicher und vermögender Konzertpianist. Durch seine vielen Reisen kam aber seine Kompositionstätigkeit zum Erliegen und er konnte sich mit der amerikanischen Kultur nicht anfreunden. So entschloss er sich mit seiner Frau nach Europa zurückzukehren und sie fanden in der Schweiz am Vierwaldstättersee ein Anwesen wo sie in gewünchster Zurückgezogenheit leben konnten.
Villa Senar in Hertenstein
Sie liessen in Hertenstein ein im modernen Bauhausstil gehaltenes Haus erstellen, welches noch heute beinahe unverändert besteht. Die Rachmaninovs verbrachten hier die Jahre 1931-1939 (vor allem die Sommermonate). Rachmaninov komponierte hier unter anderem seine 3. Sinfonie und Variationswerke. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs verliessen die Rachmaninovs die Schweiz wieder in Richtung USA.
Das Gebäude gehört noch immer den Erben, wobei sich nach dem Tod eines Erben 2012 ein Konflikt um die Nutzung des Hauses entfacht hat. Das Gebäude ist nur zu bestimmten Anlässen geöffnet.

Igor Strawinski
Arbeiten an den Baletten für die „ballets Russes“
Mit dem ersten Auftragswerk für Paris, dem Feuervogel, wechselte Strawinski seinen Winterwohnsitz 1911 an den Genfersee. Einerseits weil seine Frau wegen Gesundheitsproblemen diesen milden Ort schätzte und andererseits, weil der Impresario der Ballets Russes, Dhiagilev, in Lausanne zeitweise sein Lager aufgeschlagen hatte. Er verbrachte mit seiner Familie die Jahre des ersten Weltkriegs am Genfersee.
Zusammenarbeit mit Ramuz und Ansermet
Strawinski arbeitete in dieser Zeit an vielen bedeutenden Werken (Sacré du Printemps, les noces, l’histoire du Soldat etc.). Er freundete sich mit dem Dirigenten Ernest Ansermet an, der ein wichtiger Förderer seiner Werke wurde, und mit dem Schriftsteller Ramuz, der den Text zu «L’histoire du Soldat» schrieb, basierend auf einer russischen Erzählung.
ZUR VOLLSTÄNDIGEN STRAWINSKY BIOGRAPHIE
Mit Ramuz (links):

Giacomo Puccini
Sommerfrische in einem kleinen Tessiner Dorf
Das kleine Tessiner Dorf Vacallo bei Chiasso hatte 1892 die Ehre zwei Grosse der Opernmusik zu beherbergen. Puccini begab sich zwischen 1886 und 1892 mehrere Male in die Sommerfrische dieses Dorfes und mietete ein Haus. Schräg gegenüber, in Sichtweite befand sich Ruggiero Leoncavallo an der Arbeit im Hotel der heutigen «Osteria del Teatro». Beide hängten Plakate als Zeichen ihrer Präsenz aus dem Fenster, Leoncavallo einen Clown als Zeichen des soeben von Toscanini uraufgeführten «Pagliacci» und Puccini eine Faust als Zeichen von Manon (Faust = italienisch «Manone»), da er an der Arbeit von «Manon Lescaut» war, Leoncavallo schrieb sogar ein paar Verse für seinen Kollegen.
LINK ZUR KOMPLETTEN PUCCINI BIOGRAFIE

Gioachino Rossini
Sein Guillaume Tell: ein Monument für die Schweiz
Mit dieser Oper hat Rossini dem Schweizer National- und Freiheits helden ein musikalisches Denkmal gesetzt. Rossini selbst hatte die Urschweiz nie zu Gesicht bekommen, kannte aber Genf und einen Teil der Westschweizer Alpen. Für die Uraufführung des „Guillaume Tell“ an der Pariser Grand Opéra schickten sie dafür den Bühnenbildner Cicéri in die Innerschweiz, wo er Skizzen für die Bühnenbilder anfertigte.

Johannes Brahms
Beim Verleger in Winterthur
Johannes Brahms hatte verschiedene Berührungspunkte mit der Schweiz. Man zählte 14 Besuche in der Schweiz. Zum einen fand er in Jakob-Melchior-Rieter einen Verleger in Winterthur. Ein deutscher Verlag hatte ihn abgelehnt und so liess er unter anderem das Deutsche Requiem bei ihm verlegen.
Am Dirigieren und komponieren in Zürich
Zum zweiten hatte Brahms Freunde ihn Zürich (z.B. den Dirigenten Hegar und den Arzt Billroth). Dort verbrachte er auch ein paar Sommerwochen in Rüschlikon am Zürichsee und dirigierte an seinen Liebesliederwalzer. 1895 dirigierte er bei der Erföffnung der prächtigen Tonhalle.
Sommerfrische am Thunersee
Und zum letzten verbrachte Brahms drei Sommerfrischen am Thunersee, wo ihm unter anderem das berühmte Alphorn Thema zu Ohren kam und er es in seiner ersten Sinfonie einbaute.
Brahms am Thunersee:

HOTELS
Richard Wagner
Erstes Asyl in Zürich
Wagner musste mit seiner Frau Minna Hals über Kopf aus dem revolutionären Dresden in die Schweiz fliehen. Seine Zürcher Exilzeit dauerte von 1849-1859. Dort freundete er sich mit dem deutschen Industriellenpaar Wesendonck an, die zu seinen Mäzenen wurden. Die stürmische Liebe zur Mäzenen-Gattin Mathilde Wesendonck inspirierte ihn zu seiner grossen Liebesoper «Tristan und Isolde».
Zweites Asyl in Luzern
Von der Münchner Regierung vertrieben, finanzierte Ludwig II Wagner sein Asyl am südlichen Rand von Luzern. Wagner lebte dort mit seiner Frau Cosima von 1866 bis 1872. Der junge Friedrich Nietzsche, Professor an der Uni Basel, besuchte die Wagners häufig, auch Ludwig II machte dem Meister inkognito seine Aufwartung. Wagner hatte schon einmal Bekanntschaft mit Luzern gemacht. Er hatte im Hotel Schweizerhof den dritten Akt seines Werks «Tristan & Isolde» komponiert. Er kam mit seinem Érard Flügel an und bezog dort zwei Monate eine Suite.
Richard und Cosima heirateten in der Matthäuskirche und sie gebar ihm in Tribschen drei Kinder. Möglicherweise ermöglichte der grosszügige Wagner auch der Haushälterin Verena «Vereneli» Weidmann einen oder mehr Nachkommen, das Kind soll Richard sehr geglichen haben.
Wagner genoss in Luzern auch die Ausflüge auf die benachbarten Berge, insbesondere den Pilatus.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE


Felix Mendelssohn Bartholdy
Die Schweiz zu Fuss erkundet
Vier Mal hat Mendelssohn die Schweiz längerer Zeit bereist und dabei vermutlich annähernd eintausend Kilometer zu Fuss hinter sich gebracht. Zum ersten Mal kam er als als 14-jähriger mit seiner Familie und mehreren Bediensteten aus Berlin, ein weiteres Mal während des Jahrhundertregen-Sommers mit grossen Überschwemmungen und das letzte Mal tiefbetrübt aus Leipzig nachdem er vom Tod seiner geliebten Schwester Fanny erfahren hatte.
Mendelssohn durchwanderte die ganze Schweiz, einige Orte waren ihm ans Herz gewachsen und er besuchte sie mehrmals.
Er lernte sogar zu Jodeln
Aus seinem Briefverkehr erfahren wir, dass er in der Schweiz etwas Jodeln gelernt hat, welches «im Zimmer rauh klinge draussen jedoch, bei frühem Morgen und heiterem Wetter zum Geläute der Kühe im Tal, schön und enthusiastisch».
Mendelssohn war auch ein begabter Zeichner, insgesamt sind von ihm mehr als 300 Kunstwerke erhalten, davon mehrere Dutzend mit Motiven aus der Schweiz.[/sc_fs_faq]
LINK ZUR KOMPLETTEN MENDELSSOHN BIOGRAFIE

Sergej Rachmaninov
Exil Russe
Rachmaninov verliess Russland als renommierter Musiker im Zuge der Revolutionswirren. Er wurde in den USA ein erfolgreicher und vermögender Konzertpianist. Durch seine vielen Reisen kam aber seine Kompositionstätigkeit zum Erliegen und er konnte sich mit der amerikanischen Kultur nicht anfreunden. So entschloss er sich mit seiner Frau nach Europa zurückzukehren und sie fanden in der Schweiz am Vierwaldstättersee ein Anwesen wo sie in gewünchster Zurückgezogenheit leben konnten.
Villa Senar in Hertenstein
Sie liessen in Hertenstein ein im modernen Bauhausstil gehaltenes Haus erstellen, welches noch heute beinahe unverändert besteht. Die Rachmaninovs verbrachten hier die Jahre 1931-1939 (vor allem die Sommermonate). Rachmaninov komponierte hier unter anderem seine 3. Sinfonie und Variationswerke. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs verliessen die Rachmaninovs die Schweiz wieder in Richtung USA.
Das Gebäude gehört noch immer den Erben, wobei sich nach dem Tod eines Erben 2012 ein Konflikt um die Nutzung des Hauses entfacht hat. Das Gebäude ist nur zu bestimmten Anlässen geöffnet.

Igor Strawinski
Arbeiten an den Baletten für die „ballets Russes“
Mit dem ersten Auftragswerk für Paris, dem Feuervogel, wechselte Strawinski seinen Winterwohnsitz 1911 an den Genfersee. Einerseits weil seine Frau wegen Gesundheitsproblemen diesen milden Ort schätzte und andererseits, weil der Impresario der Ballets Russes, Dhiagilev, in Lausanne zeitweise sein Lager aufgeschlagen hatte. Er verbrachte mit seiner Familie die Jahre des ersten Weltkriegs am Genfersee.
Zusammenarbeit mit Ramuz und Ansermet
Strawinski arbeitete in dieser Zeit an vielen bedeutenden Werken (Sacré du Printemps, les noces, l’histoire du Soldat etc.). Er freundete sich mit dem Dirigenten Ernest Ansermet an, der ein wichtiger Förderer seiner Werke wurde, und mit dem Schriftsteller Ramuz, der den Text zu «L’histoire du Soldat» schrieb, basierend auf einer russischen Erzählung.
ZUR VOLLSTÄNDIGEN STRAWINSKY BIOGRAPHIE
Mit Ramuz (links):

Giacomo Puccini
Sommerfrische in einem kleinen Tessiner Dorf
Das kleine Tessiner Dorf Vacallo bei Chiasso hatte 1892 die Ehre zwei Grosse der Opernmusik zu beherbergen. Puccini begab sich zwischen 1886 und 1892 mehrere Male in die Sommerfrische dieses Dorfes und mietete ein Haus. Schräg gegenüber, in Sichtweite befand sich Ruggiero Leoncavallo an der Arbeit im Hotel der heutigen «Osteria del Teatro». Beide hängten Plakate als Zeichen ihrer Präsenz aus dem Fenster, Leoncavallo einen Clown als Zeichen des soeben von Toscanini uraufgeführten «Pagliacci» und Puccini eine Faust als Zeichen von Manon (Faust = italienisch «Manone»), da er an der Arbeit von «Manon Lescaut» war, Leoncavallo schrieb sogar ein paar Verse für seinen Kollegen.
LINK ZUR KOMPLETTEN PUCCINI BIOGRAFIE

Gioachino Rossini
Sein Guillaume Tell: ein Monument für die Schweiz
Mit dieser Oper hat Rossini dem Schweizer National- und Freiheits helden ein musikalisches Denkmal gesetzt. Rossini selbst hatte die Urschweiz nie zu Gesicht bekommen, kannte aber Genf und einen Teil der Westschweizer Alpen. Für die Uraufführung des „Guillaume Tell“ an der Pariser Grand Opéra schickten sie dafür den Bühnenbildner Cicéri in die Innerschweiz, wo er Skizzen für die Bühnenbilder anfertigte.

Johannes Brahms
Beim Verleger in Winterthur
Johannes Brahms hatte verschiedene Berührungspunkte mit der Schweiz. Man zählte 14 Besuche in der Schweiz. Zum einen fand er in Jakob-Melchior-Rieter einen Verleger in Winterthur. Ein deutscher Verlag hatte ihn abgelehnt und so liess er unter anderem das Deutsche Requiem bei ihm verlegen.
Am Dirigieren und komponieren in Zürich
Zum zweiten hatte Brahms Freunde ihn Zürich (z.B. den Dirigenten Hegar und den Arzt Billroth). Dort verbrachte er auch ein paar Sommerwochen in Rüschlikon am Zürichsee und dirigierte an seinen Liebesliederwalzer. 1895 dirigierte er bei der Erföffnung der prächtigen Tonhalle.
Sommerfrische am Thunersee
Und zum letzten verbrachte Brahms drei Sommerfrischen am Thunersee, wo ihm unter anderem das berühmte Alphorn Thema zu Ohren kam und er es in seiner ersten Sinfonie einbaute.
Brahms am Thunersee:

WERKE MIT BEZUG ZUR SCHWEIZ
Richard Wagner
Erstes Asyl in Zürich
Wagner musste mit seiner Frau Minna Hals über Kopf aus dem revolutionären Dresden in die Schweiz fliehen. Seine Zürcher Exilzeit dauerte von 1849-1859. Dort freundete er sich mit dem deutschen Industriellenpaar Wesendonck an, die zu seinen Mäzenen wurden. Die stürmische Liebe zur Mäzenen-Gattin Mathilde Wesendonck inspirierte ihn zu seiner grossen Liebesoper «Tristan und Isolde».
Zweites Asyl in Luzern
Von der Münchner Regierung vertrieben, finanzierte Ludwig II Wagner sein Asyl am südlichen Rand von Luzern. Wagner lebte dort mit seiner Frau Cosima von 1866 bis 1872. Der junge Friedrich Nietzsche, Professor an der Uni Basel, besuchte die Wagners häufig, auch Ludwig II machte dem Meister inkognito seine Aufwartung. Wagner hatte schon einmal Bekanntschaft mit Luzern gemacht. Er hatte im Hotel Schweizerhof den dritten Akt seines Werks «Tristan & Isolde» komponiert. Er kam mit seinem Érard Flügel an und bezog dort zwei Monate eine Suite.
Richard und Cosima heirateten in der Matthäuskirche und sie gebar ihm in Tribschen drei Kinder. Möglicherweise ermöglichte der grosszügige Wagner auch der Haushälterin Verena «Vereneli» Weidmann einen oder mehr Nachkommen, das Kind soll Richard sehr geglichen haben.
Wagner genoss in Luzern auch die Ausflüge auf die benachbarten Berge, insbesondere den Pilatus.
LINK ZUR KOMPLETTEN WAGNER BIOGRAFIE


Felix Mendelssohn Bartholdy
Die Schweiz zu Fuss erkundet
Vier Mal hat Mendelssohn die Schweiz längerer Zeit bereist und dabei vermutlich annähernd eintausend Kilometer zu Fuss hinter sich gebracht. Zum ersten Mal kam er als als 14-jähriger mit seiner Familie und mehreren Bediensteten aus Berlin, ein weiteres Mal während des Jahrhundertregen-Sommers mit grossen Überschwemmungen und das letzte Mal tiefbetrübt aus Leipzig nachdem er vom Tod seiner geliebten Schwester Fanny erfahren hatte.
Mendelssohn durchwanderte die ganze Schweiz, einige Orte waren ihm ans Herz gewachsen und er besuchte sie mehrmals.
Er lernte sogar zu Jodeln
Aus seinem Briefverkehr erfahren wir, dass er in der Schweiz etwas Jodeln gelernt hat, welches «im Zimmer rauh klinge draussen jedoch, bei frühem Morgen und heiterem Wetter zum Geläute der Kühe im Tal, schön und enthusiastisch».
Mendelssohn war auch ein begabter Zeichner, insgesamt sind von ihm mehr als 300 Kunstwerke erhalten, davon mehrere Dutzend mit Motiven aus der Schweiz.[/sc_fs_faq]
LINK ZUR KOMPLETTEN MENDELSSOHN BIOGRAFIE

Sergej Rachmaninov
Exil Russe
Rachmaninov verliess Russland als renommierter Musiker im Zuge der Revolutionswirren. Er wurde in den USA ein erfolgreicher und vermögender Konzertpianist. Durch seine vielen Reisen kam aber seine Kompositionstätigkeit zum Erliegen und er konnte sich mit der amerikanischen Kultur nicht anfreunden. So entschloss er sich mit seiner Frau nach Europa zurückzukehren und sie fanden in der Schweiz am Vierwaldstättersee ein Anwesen wo sie in gewünchster Zurückgezogenheit leben konnten.
Villa Senar in Hertenstein
Sie liessen in Hertenstein ein im modernen Bauhausstil gehaltenes Haus erstellen, welches noch heute beinahe unverändert besteht. Die Rachmaninovs verbrachten hier die Jahre 1931-1939 (vor allem die Sommermonate). Rachmaninov komponierte hier unter anderem seine 3. Sinfonie und Variationswerke. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs verliessen die Rachmaninovs die Schweiz wieder in Richtung USA.
Das Gebäude gehört noch immer den Erben, wobei sich nach dem Tod eines Erben 2012 ein Konflikt um die Nutzung des Hauses entfacht hat. Das Gebäude ist nur zu bestimmten Anlässen geöffnet.

Igor Strawinski
Arbeiten an den Baletten für die „ballets Russes“
Mit dem ersten Auftragswerk für Paris, dem Feuervogel, wechselte Strawinski seinen Winterwohnsitz 1911 an den Genfersee. Einerseits weil seine Frau wegen Gesundheitsproblemen diesen milden Ort schätzte und andererseits, weil der Impresario der Ballets Russes, Dhiagilev, in Lausanne zeitweise sein Lager aufgeschlagen hatte. Er verbrachte mit seiner Familie die Jahre des ersten Weltkriegs am Genfersee.
Zusammenarbeit mit Ramuz und Ansermet
Strawinski arbeitete in dieser Zeit an vielen bedeutenden Werken (Sacré du Printemps, les noces, l’histoire du Soldat etc.). Er freundete sich mit dem Dirigenten Ernest Ansermet an, der ein wichtiger Förderer seiner Werke wurde, und mit dem Schriftsteller Ramuz, der den Text zu «L’histoire du Soldat» schrieb, basierend auf einer russischen Erzählung.
ZUR VOLLSTÄNDIGEN STRAWINSKY BIOGRAPHIE
Mit Ramuz (links):

Giacomo Puccini
Sommerfrische in einem kleinen Tessiner Dorf
Das kleine Tessiner Dorf Vacallo bei Chiasso hatte 1892 die Ehre zwei Grosse der Opernmusik zu beherbergen. Puccini begab sich zwischen 1886 und 1892 mehrere Male in die Sommerfrische dieses Dorfes und mietete ein Haus. Schräg gegenüber, in Sichtweite befand sich Ruggiero Leoncavallo an der Arbeit im Hotel der heutigen «Osteria del Teatro». Beide hängten Plakate als Zeichen ihrer Präsenz aus dem Fenster, Leoncavallo einen Clown als Zeichen des soeben von Toscanini uraufgeführten «Pagliacci» und Puccini eine Faust als Zeichen von Manon (Faust = italienisch «Manone»), da er an der Arbeit von «Manon Lescaut» war, Leoncavallo schrieb sogar ein paar Verse für seinen Kollegen.
LINK ZUR KOMPLETTEN PUCCINI BIOGRAFIE

Gioachino Rossini
Sein Guillaume Tell: ein Monument für die Schweiz
Mit dieser Oper hat Rossini dem Schweizer National- und Freiheits helden ein musikalisches Denkmal gesetzt. Rossini selbst hatte die Urschweiz nie zu Gesicht bekommen, kannte aber Genf und einen Teil der Westschweizer Alpen. Für die Uraufführung des „Guillaume Tell“ an der Pariser Grand Opéra schickten sie dafür den Bühnenbildner Cicéri in die Innerschweiz, wo er Skizzen für die Bühnenbilder anfertigte.

Johannes Brahms
Beim Verleger in Winterthur
Johannes Brahms hatte verschiedene Berührungspunkte mit der Schweiz. Man zählte 14 Besuche in der Schweiz. Zum einen fand er in Jakob-Melchior-Rieter einen Verleger in Winterthur. Ein deutscher Verlag hatte ihn abgelehnt und so liess er unter anderem das Deutsche Requiem bei ihm verlegen.
Am Dirigieren und komponieren in Zürich
Zum zweiten hatte Brahms Freunde ihn Zürich (z.B. den Dirigenten Hegar und den Arzt Billroth). Dort verbrachte er auch ein paar Sommerwochen in Rüschlikon am Zürichsee und dirigierte an seinen Liebesliederwalzer. 1895 dirigierte er bei der Erföffnung der prächtigen Tonhalle.
Sommerfrische am Thunersee
Und zum letzten verbrachte Brahms drei Sommerfrischen am Thunersee, wo ihm unter anderem das berühmte Alphorn Thema zu Ohren kam und er es in seiner ersten Sinfonie einbaute.
Brahms am Thunersee:

Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!